Besser leben

Besser leben

Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden

Transkript

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00:00:00: [Musik]

00:00:06: Es ist das Gefühl danach, dass man was erreicht hat, dass super ist.

00:00:08: Ich hätte gedacht, es ist die Angst vor Eis.

00:00:10: Ja, ich hätte immer auch gedacht, das stimmt.

00:00:12: "Learn to be comfortable, feeling uncomfortable."

00:00:15: [Musik]

00:00:20: Willkommen zu "Besser Leben", der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.

00:00:23: Ich bin Franziska Zödel.

00:00:25: Ich bin Martin Schauhuber.

00:00:26: Und Martin, du hast ein Problem.

00:00:29: Hast du zumindest vorher gesagt?

00:00:31: Genau, ich tue mir schwer mit so durchbeißen.

00:00:34: Nicht durch eine Schokoriegel, sondern zu anderen Sachen.

00:00:38: Das geht gut. Habe ich schon gesehen, ja.

00:00:39: Aber eher nur bei so körperlichen, eher sportlichen Aspekten.

00:00:43: Dann ich tue mir schwer, zum Beispiel, das war das, wo es mir kommen ist.

00:00:46: Ich tue mir schwer beim Klettern, wenn schon alles weh tut,

00:00:48: jetzt nochmal wirklich Gescheitgas zu geben,

00:00:50: nochmal Gescheit durchzugt, wirklich zuzugreifen,

00:00:52: mich ordentlich festzuhaken.

00:00:54: Ich tue mir auch schwer beim Laufen, wenn ich mal fünf Kilometer vorgenommen habe.

00:00:57: Das würde ich jetzt total schockieren.

00:00:58: Und tue ich mir urschwer, dann spontan noch an Sechsten anzuhängen.

00:01:01: Ich war dabei beim Sechsten.

00:01:02: Martin, wart, nie mehr gesehen.

00:01:04: Ich geistig, nicht mehr.

00:01:06: Genau, ich nehme da eben dann ganz gerne den bequemen Exit.

00:01:09: Unglückheit kann ich bei anderen Sachen eigentlich nicht gut durchhalten,

00:01:11: wenn es das eben Arbeit irgendwas anstrengendere ist im Privaten ist.

00:01:14: Oder auch nur eine sehr lustige 24-Stunden-Busfahrt ins tiefste Südosteuropa.

00:01:20: Da bin ich meistens besser beieinander als der Rest, wenn es jetzt sieht.

00:01:22: Aber eben beim Sport klappt es nicht ganz so gut.

00:01:25: Also das heißt, weil du gesagt hast, Arbeit geht.

00:01:26: Die Recherche für die Folge hast du dann schon durchgezogen, oder?

00:01:29: Da ich total gut durchgehalten bin.

00:01:30: Super, also wir hören nicht mittendrin dann auf.

00:01:33: Ja, dafür müsst ihr dran bleiben, um das zu erfahren.

00:01:36: Nein, ich habe jetzt wirklich eben diese Thematik mal zu machen.

00:01:39: Das kann man mal geschaut anzuschauen, wie man das denn trainieren kann.

00:01:42: Ich muss dazusagen, weil das Wort sehr oft fallen wird im Englischen.

00:01:44: Gibt es dieses Wort "grid", dass ich subjektiv noch ein bisschen besser finde,

00:01:49: weil das diese Szene zusammenbeißen ist.

00:01:51: Da für mich gefühlt noch ein bisschen mehr drin, als wenn man jetzt auf Deutsch durchhalten sagt.

00:01:54: Und da die Forschung wie immer zu 99 Prozent auf Englisch ist, geht es da.

00:01:59: Also ich tatsächlich, das was ich sage jetzt über durchhalten, habe ich meistens gelesen über "grid".

00:02:02: Da geht es eben in den allermeisten Fällen um dieses Wort "grid".

00:02:06: Aber ja, wurscht, wie du es auch nennen willst, man kann es trainieren.

00:02:09: Und ich habe dazu auch noch ein paar Leute gefragt, die es wirklich, wirklich, wirklich wissen müssen.

00:02:15: Du machst es spannend, wer weiß, dass denn so wirklich?

00:02:19: Das war ein paar Is zu wenig, aber ich sage es da trotzdem.

00:02:21: Zum Beispiel ein Schwimmbildmeister, ein mehrfacher Olympiameteriengewinner

00:02:24: oder auch jemand, der von der Antarktis 750 Kilometer weit weggerudert ist.

00:02:29: Okay, für solche Menschen habe ich ja was übrig.

00:02:32: Ich bin da sehr gespannt drauf.

00:02:34: Ich habe ja grundsätzlich das Gefühl,

00:02:35: manche Leute können einfach besser den allerwertesten zusammenzwicken und durchhalten.

00:02:39: Und manche geben von Haus aus schneller auf.

00:02:43: Also ist vielleicht einfach auch so eine Persönlichkeitssache, oder?

00:02:46: Das stimmt natürlich auch.

00:02:47: Da sind Menschen einfach sehr unterschiedlich.

00:02:49: Zum Beispiel so hart zu arbeiten, wie es viele Pflegerinnen tun.

00:02:51: Das kann ich mir erstens einmal nicht wirklich vorstellen, wie das wäre.

00:02:54: Und ich fürchte, wenn ich es könnte, würde ich es nicht allzu lang durchstehen.

00:02:57: Geschweige denn jahrzehntelang, wie das viele von denen tun.

00:03:00: Die meisten werden auch im Freundesbekanntenkreis Leute haben,

00:03:03: die jetzt zum Beispiel über Sachen werden im Marathon unglaublich beißen können.

00:03:06: Auch wenn sie jetzt nicht müssten.

00:03:08: Man munkelt, es gibt ja sogar im besser lebenden Team sogar zwei dieser Personen.

00:03:12: Es sitzt derzeit leider nur eine im Raum.

00:03:15: Aber es gibt umgekehrt auch Leute, die jetzt beim Umziehen nach der dritten schweren Kiste eigentlich schon auschecken.

00:03:21: Und eher das Kühlschrankmanagement übernehmen.

00:03:23: Und da sitzt, muss ich zu meiner Ehrenrettung sagen, keiner davon heute im Fotkaststudio.

00:03:28: Danke für die Blumen, Martin.

00:03:29: Ich frage mich halt oft, will man die Fähigkeit überhaupt haben?

00:03:33: Also eigentlich ist das Leben ja auch ganz gemütlich, wenn man es nicht hat.

00:03:36: Naja, willst du einen Marathon unter drei Stunden gelaufen sein?

00:03:40: Sag du es mir.

00:03:41: Das ist das Projekt für die nächsten zehn Jahre, schauen wir mal.

00:03:43: Es beschränkt sich jetzt ganz und gar nicht auf den Austauschparten, muss man auch sagen.

00:03:47: Natürlich, ich verstehe schon, dass man sagt, ja, irgendwie, man muss jetzt nicht unbedingt schnell

00:03:51: einen Marathon gelaufen sein oder einen Marathon oder was auch immer.

00:03:54: Eh, aber du brauchst halt im resten Lebens auch auf Durchhaltevermögen.

00:03:57: Und zum Beispiel, wenn du in der Schule oder im Studium, da gibt es Kilotonnenanforschung dazu.

00:04:02: Wenn du da gut abschneiden willst, hilft Durchhaltevermögen enorm.

00:04:06: Das zeigt einfach die Forschung ganz klar.

00:04:08: Dieses Grid, dieses Stehvermögen ist mit Intelligenz der wichtigste Faktor für akademischen Erfolg.

00:04:13: Wer Durchhalt schreibt, eins auch.

00:04:15: Und zum Arbeitskontext gibt es schon viel weniger, weil da ist die Forschung halt nicht ganz so einfach.

00:04:20: Aber gibt es auch noch ordentlich was dazu und da ist jetzt die Kurzfassung einfach.

00:04:24: Wäre ich ein Arbeitgeber, ich würde mir nur mehr Angestellte mit Durchhaltevermögen holen.

00:04:29: Nach allem, was ich gelesen habe.

00:04:30: Und nur zum Verständnis Martin, also jetzt diesem Grid im akademischen oder auch im Arbeitskontext.

00:04:35: Heißt es jetzt die Fähigkeit, dass ich mich so rein digere, dass ich nächtelang durcharbeite?

00:04:40: Oder was genau bedeutet Grid?

00:04:42: Ich weiß nicht, ob es nächtelang sein muss.

00:04:43: Und das ist auch teilweise ein bisschen eine Unschärfe, weil ich den Eindruck gehabt habe,

00:04:47: dass der nicht jede Arbeit exakt dasselbe untersucht.

00:04:50: Aber grob kann man einfach sagen, es ist einfach die Fähigkeit, weiterzumachen, wenn es unangenehm wird.

00:04:55: Weiterzumachen, wenn es langweilig wird auch.

00:04:57: Das ist auch ein total wichtiger Faktor, wie es man noch aus der Burn and Bore-Outfolge.

00:05:01: Jetzt frag ich mich halt immer, ich bin ein Mensch, der würde ich sagen,

00:05:05: ich würde das gesagt, ich will mir jetzt nicht zu viele Rosen streuen, aber ich kann das schon recht gut.

00:05:10: Findest du aber nicht immer positiv? Ist es denn nicht auch so ein bisschen ein Risiko, dass man es übertreibt?

00:05:16: Ja, also wenn du da mal Richtung Burn-Out-Gefahr fragst, eigentlich nicht, eher im Gegenteil.

00:05:22: Ich würde es nicht so weit gehen, dass ich sage, ein starkes Durchhalt der Vermögen macht jetzt gegen Burn and Immun,

00:05:25: weil das wird nicht stimmen.

00:05:27: Aber die Forschung zeigt schon sehr klar, dass es eher davor schützt.

00:05:30: Da gibt es Untersuchungen, Kreuzung quer durch verschiedene Berufsgruppen, vor allem eben so die Hauptbetroffenen,

00:05:34: Lehrer*innen, Pfleger*innen, vieler unter Ärzte*innen.

00:05:38: Gerade unter Chirurgien, ein eigenartigerweise sehr viel Forschung.

00:05:40: Ich verstehe den Gedanken total und ich glaube, es gibt sicher auch Fälle, wo das vorkommt, aber grundsätzlich schützt es davor.

00:05:45: Sehr interessant.

00:05:46: Mich wundert es halt so ein bisschen, du bist ja so ein Fan von Glück und Zufriedenheit und Schlaf.

00:05:51: Und jetzt redest du auf einmal so viel von Produktivität, Schulerfolg, Arbeiten.

00:05:56: Mich würde schon auch interessieren, Macht, Durchhaltevermögen, denn auch glücklich.

00:06:00: Ich weiß ja, wie ich dich abhole, Missleistungsgesellschaft.

00:06:04: Na, es hilft auf jeden Fall auch beim Thema Glück. Die Forschung dazu ist jetzt wirklich nicht endenwollend.

00:06:09: Da gibt es so viel.

00:06:10: Ich habe es glücklicherweise ein großes Review gefunden, das gibt zu jeder einzelnen Studie, die es da zitiert,

00:06:16: soziehe keine halbe Zeile in diesem Review.

00:06:18: Und allein die Absätze zum Thema positive psychische Outcomes, die gehen über eine ganze Seite,

00:06:23: wo jeder Studie nur eine halbe Zeile hat.

00:06:26: Ja, also das weiß man ganz gut.

00:06:28: Es ist auch für die Psychi sehr, sehr gut, dieses Durchhaltevermögen zu haben.

00:06:32: Wie so oft kommt da allerdings ein bisschen auch ein Fragezeichen mit und zwar Kursalität versus Korrelation.

00:06:37: Es ist selten wirklich oder praktisch nie, weil das alles relativ low-budget Studien sind,

00:06:42: die jetzt ohne gescheite Kontrollgruppen auskommen.

00:06:44: Ist es nicht hundertprozentig nachzuweisen, du bist jetzt glücklicher, weil du dieses Durchhaltevermögen hast.

00:06:49: Es wird auch vielleicht ein ungekehrter Effekt ein bisschen sein.

00:06:52: Aber womit Grid korreliert jedenfalls, höhere Lebenszufriedenheit bei verschiedensten Programmengruppen.

00:06:57: Optimismus bei US-Militärikruten.

00:06:59: Der Sparfähigkeit von US-Studenten.

00:07:01: Dankbarkeit bei Schweizer*innen und filipinischen Highschool-Schüler*innen.

00:07:05: Und und und und und.

00:07:07: Also im Endeffekt bei so vielen Einzelgruppen, dass du im Endeffekt sagen kannst, wahrscheinlich bei euch.

00:07:11: Ungekehrt schützt es vor Depressionen, Verstress, vor Alkohol und Mariano-Missbrauch,

00:07:15: vor Anzeige und festhalten, jetzt lernst du gleich was.

00:07:18: Es schützt auch, und ja, da gibt es eine Studie dazu, vor der Angst ausgelacht zu werden.

00:07:22: In der Fachsprache Gelatophobie.

00:07:25: Für die nächste Millionenschuhe vielleicht aufschreiben.

00:07:27: Ich hätte gedacht, das ist die Angst vor US.

00:07:29: Ja, hätte ich mir dann auch gedacht, das ist die Angst.

00:07:31: Die Gelatophobie.

00:07:32: Ich muss dazu sagen, das kann man gesichert nur über Schweizer behaupten, weil von dort kommt die Studie.

00:07:37: Also es hat echt keine Schattenseiten, ich kann es fast dich glauben.

00:07:41: Ja, da kennst du diesen Podcast schon zu gut, es gibt schon was.

00:07:44: Und zwar versuchen Menschen mit mehr Durchhaltevermögen, einfach länger unmögliche Aufgaben zu erfüllen.

00:07:49: Und verschwenden so leitzlich Zeit liegt, ein bisschen auf der Hand gibt es auch Studien dazu, ist halt so.

00:07:54: Es gibt auch eine Studie, das ist ein bisschen ernster, die zumindest suggeriert, dass ein hohes Durchhaltevermögen

00:08:00: bei Menschen, die sich ohnehin schon selbst verletzten,

00:08:02: dass die quasi durch das Durchhalten dabei letztlich die gefeines Suizidversuchs erhöht.

00:08:07: Sollte sich da jetzt jemand betroffen, bittereufts einfach einer der Hilfenummern, die wir unten in die Show Notes posten haben.

00:08:13: Aber das ist eben schon was sehr Spezifisches, wo dann halt das Durchhalten quasi was schlechtes auslässt.

00:08:18: Grundsätzlich, wie gesagt, es gibt eben schon auch Untersuchungen, wonach ein hohes Durchhaltevermögen

00:08:24: für Suizidgedanken in erster Linie schon mal schützt, wo offenbar mal zu dem Punkt kommen, wo man sich schon selbst verletzt.

00:08:29: Und wenn man sich die Gesamtheit anschaut, sind die Schattenseiten schon sehr, sehr spezifische.

00:08:33: Und am Strich kann man ganz klar sagen, dieser Grid wäre auf jeden Fall erstrebenswert, pauschal.

00:08:38: Okay, es gilt meinen Grid weiter zu maximieren.

00:08:43: Wie wird man denn jetzt angenommen ein rein hypothetisches Beispiel von einer totalen Owe-Zarrerin zu einer Marathon-Schwitzerin?

00:08:49: Liegt es immer nur am Grid?

00:08:51: Ja, du kannst das schon trainieren. Du kannst schon von der Owe-Zarrerin zu Franziska Zäudel werden, im beallern besten Case.

00:08:58: Es gibt ja schon durchaus Forschung, die nachweist oder zumindest nahe legt, dass jetzt dieses Durchhaltevermögen

00:09:03: nicht nur eine gottgegebene oder genetisch schon längst vorgelegte Gabe ist, sondern eine trainierbare oder zumindest beeinflussbare Fähigkeit.

00:09:12: Nämlich sowohl beim Durchhalten von physischen Tätigkeiten als auch beim Mentalen.

00:09:16: Okay, ich habe Interesse, erzählen wir mehr.

00:09:19: Das Durchhalten dürft laut der Forschung wie auch viele andere Fähigkeiten, die wir in diesem Podcast schon hatten, letztlich wie ein Muskel funktionieren.

00:09:26: Je mehr du es machst, desto besser wird es.

00:09:28: Aber es ist nicht nur das, es spielen zum Beispiel auch Vorbilder eine Rolle, da gibt es aus dem Sport recht spannende Forschung,

00:09:33: die demonstriert, dass Trainerinnen und Trainer, die sich selber ordentlich schleifen können,

00:09:37: dass die ihre Schützlinge auch gleich dazu inspirieren länger durchzuhalten.

00:09:41: Und ich würde schon sagen, dass man das vielleicht auch auf andere Arten, Vorbilder, auch im privaten Umfeld vielleicht ummünzen könnte.

00:09:47: Und auch Erfahrung im Allgemeinen dürft einfach eine Rolle spielen.

00:09:50: Man sieht zum Beispiel, dass Chirurginnen und Chirurginnen, die den Job schon länger machen, mehr von diesem Grid haben.

00:09:56: Und das könnte einerseits natürlich schon auch diese Selection-Bias sein, weil ja genau die sind, dass die es durch die Ausbildung erst schaffen,

00:10:03: weil sie ja schon Grid hatten, aber man kann schon auch davon ausgehen, dass mit der Zeit einfach die Erfahrung kommt,

00:10:08: dass du schon mal schwierige Phasen überwunden hast, wenn du etwas schon länger machst, dass du schon gesehen hast, dass sich es lohnt, durchzuhalten.

00:10:15: Selbst wenn du das vielleicht selber nicht geschafft hast, dass du das vielleicht bei einem Kollegen, bei einer Kollegin gesehen hättest und das so mitbekommen hättest.

00:10:21: Und dass man es eben durch diese Erfahrung in einem schwierigen Moment dann eher selber schafft.

00:10:25: Ich kann da was aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, in meinem Marathon-Training, Martin kann es schon nicht mehr hören, Marathon-Training, Marathon-Training,

00:10:32: habe ich mich voll intensiv mit den Buckley-Marathons auseinandergesetzt, sie ist so ein total crazy, aga, ultramarathon, irgendwo in Tennessee in den USA.

00:10:41: Da gibt es einige Dokus dazu und da sieht man dann, was der Mensch eigentlich alles kann, nämlich nicht einen Marathon laufen, sondern ich glaube, es sind vier oder fünf hintereinander durch stickste Gebüsch durch die Einöde.

00:10:52: Die eigentlich Orientierungsläufe auch ein bisschen sind.

00:10:54: Genau, weil es gibt nämlich keine offiziellen Karten.

00:10:56: And anyway, und ich habe mich dann bei meinem Marathon echt oft gedacht, hey, das ist ja gar nix, es ist nur ein Marathon und nicht fünf.

00:11:04: Also, kurzer Tipp von mir, aber Martin, damit sind wir schon beim Thema, du hast ja gesagt, beim Sport ist es besonders wichtig.

00:11:10: Genau, und ich bin ja eigentlich Sportredaktor, wie manche unserer treuen Hörer*innen vielleicht schon wissen, und kenne deswegen auch ein Haufen Leute aus dem Sport.

00:11:18: Und haben mir dann schon, wie ich dieses Thema angang, gedacht, hey, ganz ehrlich, ich kenne da Leute, die wirklich auf einem wahnsinnigen Level sind, was das betrifft.

00:11:25: Einer von denen war Felix Arbeck.

00:11:27: Der Felix war bis vor circa zwei Monaten Profi-Schwimmer, und zwar Welt- und Europameister.

00:11:32: Und Felix ist nicht nur einer der gescheitersten Sportler, mit denen ich sie zu tun gehabt habe.

00:11:36: Der ist auch Disziplinen geschwommen, die ziemlich grausam zu schwimmen sind.

00:11:40: Also, er ist geschwommen 200, 400, 800, manchmal 1500 und ganz am Ende dann auch Open Water, aber vor allem.

00:11:45: Und das Ganze im Freistil, also Kroll.

00:11:47: Sind Distanzen, vor allem die 800 und die 1500, die einen richtig totalen Ruf haben, das ist so, dieses Level, wo du noch relativ erfolge, also bei 1500 nicht,

00:11:55: aber wo du noch relativ erfolge aus unterwegs bist, man sagt ja auch im Laufen, dass 400 und 800 das härteste sind, auch härter als ein Marathon.

00:12:02: Weil du eben so sehr an das maximale Leistungsniveau gehen kannst, aber das Ganze dann trotzdem ziemlich zart.

00:12:07: Und ja, deshalb habe ich den Felix gefragt, wie er denn sein Durchhaltevermögen so weit gekriegt hat, also der Weltmeister wurde letztlich.

00:12:14: Generell, glaube ich, gibt es verschiedene Arten von Durchhaltevermögen im Schwimmen oder im Sport.

00:12:19: Da gibt es natürlich das eine Durchhaltevermögen in der Situation, im Rennen.

00:12:23: Und dann gibt es das andere Durchhaltevermögen, das ist, wenn man das auf eine Saison oder auf die Karriere bezieht, mit Niederlagen, wie man sich da zurückfindet, also.

00:12:32: Sie sind sehr ähnlich, aber doch relativ unterschiedlich und was ich sagen kann, ist zum Beispiel im Rennen ein Durchhaltevermögen zu haben.

00:12:39: Speziell jetzt bei 800 Freistil oder bei 1500, das sind natürlich unglaubliche Schmerzen.

00:12:45: Aber das sind Sachen, die muss man im Training davor gemacht haben, dass man die erst mal im Weltkampf machen kann.

00:12:51: Sonst gibt man sofort auf, das muss man sich antrainieren.

00:12:53: Und ich kann jetzt nur aus meiner Erfahrung sprechen, dieses Antrainieren von Durchhaltevermögen in einem Rennen oder im Training,

00:13:00: das kommt mit der Zeit dann nicht besser und so weiter.

00:13:02: Also man natürlich lernt, dass nichts passiert wirklich dem Körper, sondern das ist okay.

00:13:07: Wenn man das Schlimmste, was man sehen kann, ist, dass man einmal einrichten will und es ist vorbei.

00:13:11: Also einfach komplett an seine Grenze gehen.

00:13:13: Und ich würde jetzt nicht sagen, dass es etwas Spaß macht, aber es ist ein unglaubliches Gefühl,

00:13:18: wenn man mit dem Training dann fertig ist.

00:13:20: Also man wird züchtig nach dem Gefühl, dass man dann hat, nachdem man so ein Durchhaltevermögen trainiert hat

00:13:26: oder im Wettkampf das man immer nachbekommt, dass man das geschafft hat.

00:13:29: Das ist jetzt nicht etwas wirklich, was man in der Situation lebt,

00:13:32: aber definitiv etwas, was man danach richtig, richtig geil findet.

00:13:35: Und so würde ich das Durchhaltevermögen definieren.

00:13:38: Und dann in einer Karriere natürlich, da ist das einiges schwieriger,

00:13:41: wenn man sich das anschaut mit Höhen und Tief und so weiter, dass man da Durchhaltevermögen hat,

00:13:45: weil da muss man einen sehr, sehr viel Vertrauen auf einem selbst,

00:13:49: dass man oder diesen Glauben haben, dass man da wieder ausfindet und dass es weitergeht.

00:13:53: Und da erhält man sich natürlich immer fest an so kleinen Höhepunkten,

00:13:57: die einem helfen, das Durchhaltevermögen zu verbessern oder einfach auch positiv zurückblicken,

00:14:01: dass man vielleicht dort solche Situationen schon einmal gehabt hat.

00:14:04: Das hilft dem Durchhaltevermögen, aber definitiv erschümmeln braucht man sehr, sehr viel Durchhaltevermögen

00:14:09: und etwas, was man definitiv antrainieren kann.

00:14:12: Weil im Sport denke ich immer, war das immer etwas für mich, dass etwas nebenbei geschehen ist

00:14:17: oder wenn etwas im Privaten passiert ist das emotional oft dann vielleicht noch schwieriger.

00:14:22: Ich würde sagen, dass private, ja so gut es geht, eben objektiv zu bleiben und auch da Lösungen zu finden.

00:14:29: Aber generell denke ich, dass es im Privaten viel schwieriger ist als im Sport.

00:14:33: V.a. den Sport machen wir zum Spaß oder halt natürlich etwas mehr als Spaß,

00:14:37: aber es ist eine andere Situation.

00:14:39: Aber ich glaube, dass man vom Sport sehr viel nehmen kann für das Private

00:14:43: oder dass das hilft, das Durchhaltevermögen zu verstehen und zu lernen.

00:14:47: Ja, super spannend. Es gibt ja auch sehr viele Läuferinnen und Läufer,

00:14:50: also jetzt aus dem Hobbybereich, die ja für das Gefühl danach laufen.

00:14:54: Also ich glaube, es ist für Leute, die nicht so Sport erfahren sind, auch wichtig zu begreifen.

00:14:59: Es muss sie nicht immer alles gut anfühlen, während man es macht,

00:15:02: sondern es ist das Gefühl danach, dass man was erreicht hat, das super ist.

00:15:06: Ich finde es an der Stelle aber auch wichtig zu sagen,

00:15:08: weil Felix jetzt auch viel über Schmerz geredet hat, man muss da schon so ein bisschen in Relation sehen.

00:15:13: Er war ein Profi, der gehörter Schmerz natürlich so ein bisschen dazu.

00:15:16: Die sind auch in allerbester Betreuung gewissen, was der Körper aushält.

00:15:20: Als Hobby-Sportlerin finde ich nicht, dass ein Sport wehtun muss

00:15:24: und es gibt ganz viele Arten von Schmerzen, so stechende Schmerzen, wo man wirklich aufhören sollte.

00:15:29: Also das vielleicht einmal, es soll nicht heißen, dass man beim Sport Schmerzen haben muss.

00:15:33: Genau, Schmerz ist ein Wahnsignal und zweitens auf das man praktisch immer hören sollte.

00:15:37: Aber es geht ja eben auch nicht nur jetzt um den sportlichen Kontext.

00:15:40: Es geht auch einfach darum, dass man, wenn man eben auch in anderen Bereichen jetzt sich denkt,

00:15:43: man sollte etwas durchhalten, schafft es aber vielleicht nicht oft genug.

00:15:46: Aber es wird einem mittel- und langfristig einfach etwas bringen,

00:15:49: dass man es eben dann ja über diese Schiene vielleicht eben schon schafft,

00:15:52: dass man sie einmal durchhält, man sieht, das war nicht so schlimm, dann schafft man es ein zweit,

00:15:55: dass man irgendwann wird es dann normal. Das wäre theoretisch ja möglich.

00:15:59: Mir hat mal meine Läuferin gesagt, learn to be comfortable, feeling uncomfortable.

00:16:04: Also man lernt einfach, dass man sich nicht in jedem Moment wohlfühlen muss.

00:16:08: Und weil du jetzt gesagt hast, natürlich in der Folge geht es nicht nur darum,

00:16:12: jetzt beim Sportgrit zu entwickeln, sondern auch fürs Leben.

00:16:15: Wie du schon sagst, ich finde, es hilft einem tatsächlich total,

00:16:17: wenn man aus dem Sport sich das in den Alltag mitnimmt.

00:16:19: Ich denke mir zum Beispiel oft, hey, du bist an Marathon gelaufen, du kannst alles.

00:16:23: Es ist auch lustig, dass man in letzter Zeit bei vielen Interviews unterkommen,

00:16:26: die Thematik, dass Ex-Profe oder Halb-Profe-Sportler*innen eigentlich super arbeiten,

00:16:30: immer sind über das ich jeder Chef, jeder Chefin freut, weil sie eben genau das haben.

00:16:34: Weil es nicht sehr mancher und viel Disziplin, viel Durchhalte vermögen, das kommt ja immer wieder.

00:16:38: Aber jetzt noch mal zu Leuten, die sich damit so ein bisschen schwerer tun.

00:16:41: Was ist jetzt, wenn man es einfach nicht schafft, durchzuhalten, dann trainiert man es ja auch nicht.

00:16:46: Genau, du musst das halt ein paar Mal schaffen, um diese Schiene quasi zu bespielen.

00:16:50: Eben da noch einmal, vielleicht könntest du das trotzdem auch bei anderen sehen und dich davon mitreißen lassen.

00:16:55: Aber es gibt schon noch Faktoren, mit denen du zumindest die Chance erhöhen kannst,

00:16:58: dass du eben dieses erste Mal, dieses zweite Mal durchhältst.

00:17:01: Da wird es Zeit für meine nächsten Fachleute.

00:17:03: Das ist zum Beispiel Jakob Schubert.

00:17:05: Das ist einer der besten Kletterer aller Zeiten, mehrfacher Olympia mit Eierngewinner,

00:17:09: X-Facher Weltmeister.

00:17:10: Jakob hat in Norwegen einer der schwierigsten Routen der Welt geklettert.

00:17:13: Und für die, die sich jetzt noch gar nicht mit Profiklettern befasst haben, das ist ziemlich goerstig.

00:17:18: Um so was durchzuhalten, da muss man unglaublich viel mentale Kraft haben.

00:17:22: Und jetzt spielen wir mal vor, was der zu dem Thema zu sagen hat.

00:17:25: Ich glaube, dass das Thema Durchhaltevermögen eingekoppelt ist,

00:17:29: ans Thema Airguides, also einfach extrem viel Airguides zu haben.

00:17:34: Und das ist wiederum auch wieder nur dann möglich, wenn man sich bestimmte Ziele setzt

00:17:38: und ich glaube, es ist immer wichtig, dass man die richtigen Ziele zu setzen.

00:17:42: Natürlich auch ein übergeordnetes großes Ziel, aber andere Ziele davor,

00:17:47: die was man erreichen kann, die was man wieder Motivation geben, weiterzumachen.

00:17:51: Und so entwickelt man einfach viel Airguides, das zu schaffen und dadurch auch Durchhaltevermögen.

00:17:56: Ich glaube, das ist so ein bisschen der Standard-Tipp, wie man das Durchhaltevermögen verbessern kann.

00:18:01: Das, was mir auch aufgefallen ist über die letzten Jahre, was mir sehr viel geholfen hat,

00:18:06: ist seine Routine oder gewisse Gewohnheit ein bisschen zu ändern.

00:18:10: Ich glaube, jeder Mensch hat irgendwie gerne ein bisschen so eine Konstante im Leben

00:18:14: und das heißt, Athleten nicht anders mehr ist es gewohnt, immer genau gleich zu trainieren

00:18:18: an den ähnlichen Tagen, ähnliche Stunden.

00:18:21: Und aus der Routine, aus der Gewohnheit rauszukommen, ist dann oft schwierig,

00:18:25: weil man sagt, okay, man will jetzt doch noch mal mehr trainieren,

00:18:27: man will noch mal mehr durchheben.

00:18:29: Ist es schwierig, weil man gerade die Gewohnheit sich angewohnt hat.

00:18:33: Und das anzupassen ist schwierig, aber sobald man es geschafft hat und sich dann wieder uman das gewöhnt hat,

00:18:38: hat man automatisch irgendwie seine Durchhaltevermögen gesteigert.

00:18:41: Und ja, so war das bei mir zum Beispiel, einfach nur mal ein paar Stunden dran zu hängen,

00:18:46: das wieder und wieder zu machen, da braucht man auch da ein bisschen Unterstützung

00:18:49: und sich schon seitlich danach dann zu gewöhnen.

00:18:52: Das Thema Ziele hat auch meine dritte Expertin angesprochen.

00:18:55: Das war Lisa Fadhofer.

00:18:57: Die ist momentan wieder als Seglerin unterwegs, kommt aber ursprünglich vom Rudern.

00:19:01: Unterm Ruder hat sie was ziemlich Unpackbares gemacht,

00:19:04: wo man jetzt nicht nur nach meiner Privateinschätzung eine ziemlich endlose Portion Durchhaltevermögen braucht.

00:19:09: Lisa ist mit fünf Männern von der Antarktis ausgehend 750 Kilometer durch die Skosha See gerudert.

00:19:16: Das war so ein, ich glaube, am Ende waren es acht oder neun Tage, glaube ich,

00:19:19: geschlafen wird halt in so einer Minikajüte, wo man sich eh nicht ausschrecken kann,

00:19:23: im Expeditionsanzug, weil es halt permanent, ich glaube, zwischen -20 und -5 Grad hat,

00:19:29: weil du bist am Meer relativ viel Luftfeuchtigkeit, der Wind ist oft einmal diagonal.

00:19:34: Also für alle, die schon mal an der alten Donau so ein bisschen herumgeschippert sind mit einem Ruderboot,

00:19:39: ja, es ist eine ziemlich orge Leistung, muss man echt sagen.

00:19:43: Genau, und ich habe leider die Wartwerte vergessen, die sie der Rudern musste,

00:19:46: aber das sind so Sachen, die schaffst du nicht wirklich auch eine Minute als Hobbykraftsportler.

00:19:51: Ja, und ich habe jetzt nochmal im Sportmonolog nachgelesen,

00:19:54: den ich damals 20/23 für sie protokolliert habe, und ein kurzer Auszug.

00:19:58: Ich glaube, jeder Mensch hat viele Knachse.

00:20:00: Einer von meinen ist, dass ich sehr hart zu mir selbst sein kann.

00:20:03: Meine Position in der Schicht war der Soldat.

00:20:05: Ich bin aufgestanden, habe die Sachen erledigt, bin wieder schlafen gegangen.

00:20:08: Ich kann mich sehr gut selber quälen.

00:20:10: Es wundert mich immer wieder, dass sie die Jammern weitermachen.

00:20:13: Also kurz gesagt Lisa ist verdammt qualifiziert über das Durchhalten zu sprechen.

00:20:16: Und sie hat neben den Zielen auch noch den Faktor Planung betont,

00:20:20: und dass es wichtig ist, bei seinen Zielen noch wirklich ehrlich mit sich selbst zu sein.

00:20:24: Grundsätzlich ist es immer wichtig, dass man natürlich, wenn man eine Sache machen will,

00:20:28: das Ziel vor Augen haben sollte.

00:20:30: Dementsprechend wird man sich natürlich dann auch alle möglichen Umstände,

00:20:34: die das beeinflussen, so zurechtlegen, dass man eine Struktur hat,

00:20:38: dass man das Ziel natürlich erreicht.

00:20:40: Das heißt, gut geplant geht das Ganze viel leichter von der Hand,

00:20:44: und man kann nämlich dann auch über gewisse Tiefen ein bisschen hinwegarbeiten.

00:20:49: Und das tut auch ganz gut.

00:20:50: Grundsätzlich ist es natürlich hilfreich, wenn man vom Kind auf natürlich schon ein bisschen neugierig ist,

00:20:54: oder auch ein bisschen ehrgeizig ist.

00:20:56: Das hilft natürlich auch viel.

00:20:58: Ein Durchhaltevermögen zu steigern ist natürlich immer schwierig,

00:21:01: wenn man eine Sache nicht machen will, aber sie machen muss.

00:21:05: Vor allen Dingen auch im privaten Leben.

00:21:07: Wenn jetzt zum Beispiel anstrengende Zeit bevorsteht,

00:21:10: hier jemand in der Familie erkrankt und dergleichen,

00:21:12: hilft es immer, wenn man sich trotz Sensation-Ziele setzt,

00:21:16: und diese dann Schritt für Schritt verfolgt.

00:21:19: Und hier auch immer versucht natürlich positiv zu denken.

00:21:23: Das ist ein ganz großer Faktor.

00:21:25: Es kann nicht immer alles gut gehen, und es wird auch nicht immer alles gut gehen.

00:21:28: Aber grundsätzlich, wenn man eben positiv denkt,

00:21:32: erlebt man auch das Leben etwas positiver.

00:21:35: Es hört sich banal an, ich weiß.

00:21:37: Aber grundsätzlich gibt einen das sehr viel Mut und sehr viel Freude zurück,

00:21:41: und man kann auch in den schwierigsten Situationen hier von dieser positiven Energie profitieren.

00:21:46: Wenn es jetzt natürlich ganz, ganz hart hergeht,

00:21:48: hilft es natürlich auch eben, wenn man sagt, okay,

00:21:51: ist es mir das Wert oder nicht, und dann muss man auch so konsequent sein,

00:21:55: einen Strich zu ziehen.

00:21:56: Und aber auch mit dieser Entscheidung leben zu können,

00:21:59: ist natürlich auch eine Art von Durchhaltevermögen zu wissen, okay.

00:22:03: Ich habe mich jetzt bewusst für das entschieden,

00:22:05: und dementsprechend habe ich hier jetzt sozusagen das Projekt beendet,

00:22:09: oder eben auch fortgeführt.

00:22:11: Und diese Entscheidung zu sich zu stehen, zu seiner Entscheidung zu stehen,

00:22:15: ist, glaube ich, auch ganz, ganz wichtig, was vielen schwerfällt.

00:22:18: Und ich verstehe das auch gut.

00:22:20: Aber es bringt nichts, wenn man das dann hinterfragt

00:22:23: und immer wieder zum Kröbeln anfängt.

00:22:25: Das kostet sehr viele Nerven, sehr viel Energie.

00:22:27: Und dementsprechend hier einen kleinen Strich zu ziehen,

00:22:30: zu sagen, das will ich oder das will ich nicht,

00:22:32: ist auch ganz, ganz wichtig.

00:22:34: Und bringt einen auch wieder einen Schritt weiter zu einem besseren Durchhaltevermögen.

00:22:39: Und was die Profis auch mehrfach empfohlen haben,

00:22:42: ist sich mit bewussten Gedanken zu helfen.

00:22:45: Das war einerseits zurückdenken einer Folge,

00:22:48: und zweitens positiv denken einfach.

00:22:50: Und was man vielleicht von Profis auch noch lernen kann, ist zu priorisieren.

00:22:54: Also es ist ja nicht notwendig, sich bei jedem Training

00:22:57: und bei jedem Tag aufs Neue völlig abzuschießen

00:23:00: und einfach immer durchzufichern,

00:23:02: sondern Prioritäten zu setzen und zu sagen,

00:23:04: das ist jetzt ein wichtiger Tag, das ist ein wichtiger Termin,

00:23:07: das ist mal wichtig und da bei sich rein.

00:23:09: Und dafür entspare ich dann bei anderen Gelegheiten vielleicht ein bisschen mehr.

00:23:13: Es ist gerade, wenn man anfängt, vielleicht doch einfacher,

00:23:15: wenn man nicht schon weiß, okay, wenn ich es jetzt durchhalte,

00:23:17: muss ich es morgen wieder machen, sondern, ja.

00:23:19: Einfach mal ausprobieren.

00:23:20: Einfach schrittweise steigern.

00:23:22: Also man muss nicht von heute auf morgen 750 Kilometer

00:23:25: durch die Skosher See rudern.

00:23:28: Ich glaube, da würde dann der Schmerz, also Lisa hat das mit,

00:23:32: ich glaube, am gebrochenen Zehen und der Erfrierungen

00:23:34: im zweiten Grad es erfolgreich, aber doch geendet.

00:23:37: Da gab es auch der schöne Zitat von mir,

00:23:39: eigentlich haben wir eh nur die Füße wehgetan.

00:23:41: Unglaubliche Leistung, also für uns Hobby-Sportlerinnen

00:23:46: oder solche, die es noch werden wollen,

00:23:48: muss man einfach sagen, in kleinen Schritten steigern.

00:23:50: Man darf auch akzeptieren, das hat Lisa ja auch eben

00:23:52: in diesem Sportmangelog damals geschrieben.

00:23:54: Sie ist schon auch ein bisschen ja natürlich.

00:23:56: Sie hat von Hause ein ganz gutes Durchhaltevermögen.

00:23:58: Und das muss jetzt nicht jeder eben auf so ein Level kommen,

00:24:00: aber man kann es halt schon auf seinem Level steigern.

00:24:03: Genau, und sich da und dort was nehmen von Vorbildern,

00:24:06: wie sie irgendwie besser können.

00:24:07: Das ist, finde ich, auch ein super Tipp.

00:24:09: Ja, wenn ihr solche Vorbilder habt oder Tipps,

00:24:12: wie man den Grid im Leben so ein bisschen maximieren kann

00:24:15: oder vielleicht auch minimieren, wenn es zu viel wird.

00:24:18: Oder stolz darauf seid, dass ihr die Folge tut, gehalten habt.

00:24:20: Auch das ist eine Leistung.

00:24:22: Martin und ich wären fast gescheitert

00:24:24: wegen technischer Probleme, also wir sind auch stolz.

00:24:26: Wir haben Grid bewiesen bei dieser Aufnahme.

00:24:28: Schickt uns doch ein E-Mail am besser Leben

00:24:30: jetzt der Standard.at oder wenn ihr andere Themen habt,

00:24:32: wo ihr sagt, das sollen sie sich mal anschauen.

00:24:34: Wir freuen uns immer über Themenvorschläge.

00:24:36: Ja, und wir freuen uns auch, wenn ihr uns weiter empfehlt,

00:24:39: wenn ihr uns fünf Sterne-Bewertungen gebt

00:24:41: und wenn ihr uns abonniert auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

00:24:44: Das war "Besser Leben – der Standard-Podcast zum Glücklichwerden".

00:24:47: Ich bin Martin Schauhuber.

00:24:48: Ich bin Franziska Zudl.

00:24:49: Und produziert wurde diese Folge von Florentina Ebner.

00:24:52: Ciao.

00:24:53: Bis nächste Woche.