Besser leben

Besser leben

Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden

Transkript

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00:00:00: Also, die haben schon alle ganz gut gecheckert.

00:00:09: Und mehr Menschen als Quadratmeter im Pool.

00:00:11: Also, eine gewisse Generation an Menschen waren Beerdigungen sein für uns.

00:00:16: Willkommen zu "Besser leben - der Standard-Podcast zum Glücklichwerden".

00:00:23: Ich bin Martin Schauhuber.

00:00:25: Und ich bin Antonia Rautz.

00:00:26: Und unsere Kollegin Florentina Ebener hat uns heute ein sehr spannendes Thema mitgebracht.

00:00:30: Nämlich "Third Places".

00:00:32: Für die, die noch das jetzt noch gar nicht gesagt.

00:00:34: Die Florentina wird uns gleich sehr viel mehr dazu erklären.

00:00:36: Aber das sind so dritte Orte, die man neben dem Zuhause und der Arbeit benötigt,

00:00:40: um jetzt ein rundes erfülltes Leben zu haben.

00:00:42: Was das eigentlich ist und warum jeder jetzt mindestens einen davon haben sollte,

00:00:46: ja, darum geht's heute.

00:00:47: Hallo Florentina, danke, dass du heute zu uns stößt.

00:00:50: Ja, hallo, schön, heute hier zu sein.

00:00:52: Zum Einstieg habe ich gleich eine Frage für euch.

00:00:54: Wenn ihr gerade nicht zu Hause oder in der Arbeitszeit,

00:00:57: wo verbringt ihr eure Freizeit, also an welchen Orten?

00:01:00: Hm, also bei mir ist es, glaube ich, vor allem das Rad oder der Prater in den Laufschulen.

00:01:07: Bei mir ist es, ja, vielleicht am ersten Ort mit einer gewissen Regelmäßigkeit,

00:01:11: auch wenn ich ungefähr ein Viertel so sportlich bin wie der Antonia,

00:01:14: ist dann doch vielleicht auch noch das Gym.

00:01:16: Weil sonst ist sie irgendwie mal da, mal dort, mal ist es der schöne Wienerberg mit seinem See.

00:01:21: Ja, ich denke auch gerade nach, sonst vielleicht noch mein Lieblingsschwimmbad oder so.

00:01:26: Das Wirtshaus ist schon auch, aber das ist halt nicht immer das Gleiche.

00:01:29: Das sind sehr, sehr, sehr viele verschiedene, deswegen würde ich da jetzt nicht so sagen, dass eine.

00:01:32: Okay, am ersten wäre da wahrscheinlich noch das Fitnessstudio ein dritter Ort.

00:01:37: Okay, was sind dann third places oder dritte Orte?

00:01:41: Also diese third places oder eben zu deutsch dritte Orte entstammen einem Konzept,

00:01:46: das der US-amerikanische Soziologer Ray Oldenburg entwickelt hat.

00:01:50: Diese Theorie gibt es schon etwas länger.

00:01:53: Und sie kam zum ersten Mal im Jahr 1989 in seinem Buch "The Great Good Place For".

00:01:59: Und in diesem Buch beschreibt er, dass man drei unterschiedliche Orte braucht,

00:02:03: um ein ausgewogenes und zufriedenes Leben zu führen.

00:02:06: Okay, ich glaube, ich bin auch schon mal auf diese Theorie gestoßen.

00:02:09: Und wenn ich das richtig im Kopf habe, dann ist der erste Ort quasi mal zu Hause.

00:02:13: Mein zweiter Ort wäre jetzt in meinem Fall hier das Podcaststudio, also der Arbeitsplatz.

00:02:18: Und ja, was dann noch?

00:02:20: Genau, also du hast gerade gesagt an den ersten beiden Orten,

00:02:23: verbringt man schon den Großteil seines Lebens und gerade deswegen ist der dritte Ort so wichtig.

00:02:28: Der dritte Ort ist ein vertrauter öffentlicher Ort,

00:02:31: an dem man sich regelmäßig mit anderen Bekannten und auch Unbekannten treffen kann,

00:02:36: entweder weil man ein gemeinsames Interesse hat oder gemeinsam eine Aktivität macht.

00:02:41: Die Orte können variieren, aber der Zweck bleibt derselbe.

00:02:45: Also dritte Orte schaffen Anknüpfungspunkte für soziale Kontakte

00:02:49: in und mit einer Gemeinschaft.

00:02:51: Oldenburg, der Soziologe, spricht von dem Ort an der Ecke.

00:02:55: Diese Orte sollen eine echte Alternative zum Fernsehen oder heutzutage zu den sozialen Medien bieten

00:03:02: und auch eine Flucht aus dem Hüttenkoller des Ehe- und Familienlebens bieten, das hat er so gesagt.

00:03:08: Und idealerweise soll er eben auch sehr nahe an einem der ersten beiden Orte liegen,

00:03:14: dass man nicht einmal ins Auto steigen muss.

00:03:16: Das finde ich urspannend, weil wie ich Wienerberg gesagt habe, habe ich mir gedacht,

00:03:19: aber irgendwie ist das nicht so ein Ort für mich, weil für das muss ich wenn auch nur sehr kurz doch ins Auto steigen.

00:03:24: Spannend, spannend. Aber das klingt jetzt doch noch alles ein bisschen abstrakt.

00:03:27: Was wären jetzt ganz konkrete, außerdem, was wir jetzt vorher schon spekuliert haben zumindest,

00:03:31: was wären der Beispiele für dritte Orte?

00:03:33: Beispiele wären ganz klassisch Cafés, Buchläden oder auch Bars.

00:03:38: Für manche ist es vielleicht der Friseur Salon oder andere Treffpunkte im Herzen einer Gemeinschaft.

00:03:43: Und lustigerweise die besten Beispiele für Third Places findet man eigentlich in Serien.

00:03:50: Man denke an das Café Central Park aus Friends, dann in How I Met Your Mother gibt es die Bar McLarens

00:03:56: oder auch Luke Steiner aus der Serie Gilmour Girls.

00:03:58: Oh, das wäre mein Happy Third Place, wenn ich mir einen aussuchen könnte.

00:04:03: Genau, weil diese Orte bieten einem einfach ein wunderschönes Gefühl.

00:04:08: Man fühlt sich wohl, man kann sich einfach niederlassen und die Zeit genießen

00:04:12: und sich eben auch mit Freunden treffen.

00:04:15: Und das ist das Schöne daran.

00:04:16: Und dort passiert ja irgendwie auch die Handlung des Lebens unter Anführungszeichen.

00:04:20: Oder also diese Orte gibt es ja, weil dort die Protagonistinnen und Protagonisten ins Gespräch kommen,

00:04:26: über ihr Leben sprechen, reflektieren, Menschen treffen, blibla blub.

00:04:30: Ich finde, das war ja einer der größten Plotholes von How I Met Your Mother.

00:04:33: Immer abgesehen davon, dass diese Menschen viel zu viel auf Ohnraum sich leisten konnten,

00:04:36: dass die auch jeden Abend im Wirtshaus gesessen sind und grundsätzlich jetzt einen relativ gesunden Eindruck gemacht haben.

00:04:41: Stimmt, das habe ich mir auch immer gedacht.

00:04:42: Bei Friends ist das ja irgendwie geschickt, damit dass die halt da eigentlich immer Kaffee trinken.

00:04:46: Aber also die haben schon alle ganz gut gecheckert.

00:04:49: Ja, aber bei Friends merkt man auch, dass es in den 90ern gedreht wurde,

00:04:52: weil heute konnte man sich nicht jeden Tag einen Kaffee in New York leisten, glaube ich.

00:04:56: Das stimmt. Und dort dann auch vier Stunden ungestört sitzen, breiten dürfen.

00:05:01: Es gibt ja in Wien, würde ich fast sagen, traditionell da schon,

00:05:04: eben einen recht klassischen Third Place mit unserer Kaffeehauskultur.

00:05:08: Das ist vielleicht nicht unbedingt einer, wo man extrem willkommen geheißen wird,

00:05:10: aber wo man sich trotzdem sehr zu Hause fühlen kann und das traditionelle auch getan hat.

00:05:14: Angebäffelt wird man daheim ja auch immer mal wieder.

00:05:18: Ist jetzt jedes Kaffee so ein potenzieller Third Space?

00:05:22: Womöglich, das kommt aber sehr darauf an, aus welcher Perspektive du das siehst.

00:05:26: Also eigentlich, wenn man aus einer soziologischen Perspektive das betrachtet,

00:05:30: müsste ein dritter Ort alle acht Charakteristiker von Ray Oldenburg erfüllen.

00:05:34: Die sind, keine Angst, ich mache es kurz.

00:05:37: Nummer eins, es ist ein neutraler Ort.

00:05:40: Die Besucher*innen können kommen und gehen, wie sie wollen.

00:05:43: Und die Orte vertreten keine bestimmten Interessensgruppen oder Einzelpersonen.

00:05:48: Das bedeutet eigentlich nur, es gibt keine exklusive Gäste-Liste, der Ort ist offen für alle.

00:05:53: Also der Country Club fällt raus.

00:05:55: Genau, oder eine exklusive Bar, wo man stundenlang anstehen muss

00:06:00: und nur reinkommt, wenn man auf der Gäste-Liste steht.

00:06:02: Der zweite Punkt ist, dass sich in diesem Ort alle auf der gleichen Ebene befinden,

00:06:08: unabhängig von ihrem sozialen Status oder ihrer Stellung außerhalb des Raumes.

00:06:12: Damit fällt dann auch das Fitnessstudio weg, weil ich trug sicher nicht so viel wie die meisten dort.

00:06:18: Ich gehe ein bisschen so die Liste Fußballstadion mit und noch ist es gültig.

00:06:22: Interessant.

00:06:23: Da würde dann eigentlich beim Punkt 3 das Fußballstadion vielleicht wegfallen,

00:06:28: denn die Hauptaktivität ist eigentlich das Gespräch.

00:06:31: Ich weiß nicht, ob man so gut ins Gespräch kommen kann.

00:06:33: Ja, das kommt davon wie Fahrtippe die, es hatte ich schon genug Spiele.

00:06:38: Genau, auf jeden Fall.

00:06:39: Ein dritter Ort lebt von Diskussionen und Interaktionen und die stehen eben im Mittelpunkt der Erfahrung.

00:06:45: Der vierte Punkt ist, dass dritte Orte leicht zugänglich und entgegenkommend sind.

00:06:50: Das bedeutet leicht zugänglich, sie liegen in der Nähe, idealerweise.

00:06:54: Und entgegenkommend, man fühlt sich einfach wohl.

00:06:57: Da wird der Prater jetzt bei mir noch ganz gut passen.

00:07:00: Das Stadion hat sich gerade verabschiedet bei mir.

00:07:02: Zum Beispiel, das vorher auch genannt wurde ein Wirtshaus oder das Beiseln an der Ecke.

00:07:07: Da würde der Punkt 5 sehr gut passen, denn es sollte Stammgäste dort sein,

00:07:13: die eben den Ort regelmäßig besuchen und diese Stammgäste kreieren ein Gefühl der Vertrautheit

00:07:19: und ein Gefühl der Verbundenheit.

00:07:21: Dann Punkt 6, die dritte Orte sind nicht punktvoll oder ausgefallen.

00:07:28: Es ist ganz wichtig, dass sie eben zugänglich sind und dass es nicht zu teuer ist, dort zu sein.

00:07:33: Damit sind dann wieder sehr viele Lokale rund um unsere Arbeitsplätze weggefallen.

00:07:40: Ja leider, genau. Und das ist immer ein ganz wichtiger Punkt, dass man leicht dort Zeit verbringen kann

00:07:45: und eben nicht wahnsinnig viel Geld blechen muss, um dort sitzen bleiben zu dürfen.

00:07:49: Das relativiert sich ja dann vermutlich mit dem, also ich denke mal für jemanden, der eh endlos viel Geld hat,

00:07:53: sind dann vielleicht andere Sachen ein möglicher Third Space als für uns arme Podcaste und Podcaste erinnern.

00:07:59: Genau, also generell dritte Orte sind wahnsinnig subjektiv.

00:08:02: Die können für alle etwas anderes bedeuten, eben je nachdem, wo man sich auch wohl fühlt.

00:08:07: Da passt doch gleich der Punkt 7 dazu.

00:08:10: Die Atmosphäre an einem Ort ist unbeschwert und spielerisch, Humor und Scherze sind erwünscht

00:08:15: und man fühlt sich einfach wohl und willkommen und das ist eben, wie ich gerade schon gesagt habe, für jeden ein anderer Ort.

00:08:21: Und der letzte Punkt, Punkt 8, wahrscheinlich der wichtigste, der sich auch aus all den anderen Punkten ergibt,

00:08:28: ein dritter Ort ist ein Home Away from Home oder das zweite Wohnzimmer.

00:08:32: Dritte Orte bieten eben ein Gefühl der Zugehörigkeit, des Komforts und man kann sich dort entspannen

00:08:38: und eben auch mit anderen in ein Gespräch kommen und auch andere Menschen kennenlernen.

00:08:43: Okay, also wenn ich das richtig verstehe, das Lieblingscafé ist irgendwie schon so,

00:08:47: das Stereotyp schlechthin für einen Third Space, aber nur dann, wenn es eben nicht zu weit entfernt liegt von mir,

00:08:55: nicht super teuer ist, auch wirklich zum Sitzen bleiben, einlädt und da auch eine entspannte Stimmung herrscht

00:09:02: und man sich wirklich fallen lassen kann.

00:09:04: Damit fallen dann eben doch auch wieder recht viele lokale Raus, habe ich so das Gefühl.

00:09:09: Es gibt wahrscheinlich diese Third Spaces nach dieser Definition, die halt wirklich eine höhere Bedeutung haben,

00:09:14: aber es gibt ja dann vermutlich auch noch im Leben einfach andere Spaces, wo man halt mal zum Kurt Essen hingeht,

00:09:18: die jetzt aber diese Funktionen einfach nicht erfüllen brauchen, oder?

00:09:21: Genau, also um einen Ort zu finden, der als dritter Ort für einen selber agieren kann,

00:09:26: muss dann nicht die ganze Checkliste erfüllen.

00:09:29: Solange man die Vorteile eines dritten Orts dort genießen kann, reicht das schon.

00:09:35: Aber wenn wir jetzt Forscher*innen wären, die dritte Orte untersuchen wollen,

00:09:39: dann müssten die eben alle Charakteristiker erfüllen.

00:09:42: Aber als Grundregel, je mehr Charakteristiker, desto besser.

00:09:45: Mir kommt grad spontan vor, dass man sich eigentlich bei Third Spaces

00:09:49: oft so von Jugendlichen eigentlich was abschauen könnte,

00:09:53: weil ich kann mich erinnern, als wir irgendwie so 16, 17 waren im Land,

00:09:58: da haben wir eigentlich alles zu unserem Third Space gemacht.

00:10:01: Als jetzt irgendwie der Tankstellenparkplatz oder die Hobbywerkstatt

00:10:05: oder auch nur die Bank am Spielplatz oder so.

00:10:09: Und da hat man sich getroffen.

00:10:11: Und da waren irgendwie alle Leute, die man dabei haben wollte.

00:10:14: Und das war einfach der Place to be.

00:10:15: Das war das Wohnzimmer eben.

00:10:17: Auf jeden Fall dritte Orte müssen gar nicht kompliziert sein

00:10:20: oder wie gesagt alle Charakteristiker erfüllen.

00:10:23: Also der Spielplatz an der Ecke kann die Aufgabe erfüllen.

00:10:28: In Wien, der Donaukanal, wenn man sich dort hinsetzt, könnte dasselbe machen.

00:10:32: An den habe ich auch gerade gedacht,

00:10:33: weil das war ja schon wirklich für, zumindest in meiner Studentenzeit,

00:10:36: so wirklich der allgemein anerkannte Third Space eigentlich,

00:10:39: wo man dann auch wirklich die Leute...

00:10:40: Ich glaube, es hat ja total viel Scham, wenn man dann zufällig Leute trifft.

00:10:43: Nicht immer die, die man treffen will, aber oft schon.

00:10:46: Und das finde ich schon immer cool, wenn man irgendwo, wo man gerne ist

00:10:48: und noch Leute zufällig trifft, hat das dann, finde ich,

00:10:50: gleich noch einen größeren Mehrwert,

00:10:52: weil es sich eben gleich noch mehr nach zu Hause anfühlt oder nach Vertraut hat.

00:10:56: Ich glaube, in dem Fall ist einfach Innsbruck mein Third Space,

00:10:59: weil da habe ich immer das Gefühl,

00:11:01: also gerade im Verhältnis zu Wien ist diese Stadt so klein,

00:11:03: ich steig am Bahnhof beim Zug aus

00:11:05: und habe irgendwie doch so lange dort gelebt,

00:11:07: dass ich in viele Lokale gehen kann, ohne überhaupt was auszumachen.

00:11:10: Und es sitzen sowieso drei Leute da, die ich kenne.

00:11:13: Es ist ganz wichtig, Menschen zu sehen, die man bereits kennt,

00:11:15: deswegen eben auch die Stammgäste.

00:11:17: Aber gleichzeitig ist es auch wichtig,

00:11:19: dass es die Möglichkeit gibt, neue Menschen kennenzulernen.

00:11:22: Weil dieser Faktor fehlt oftmals, wenn man sich jetzt zum Beispiel

00:11:26: nur immer mit seinen Freunden in der Wohnung trifft.

00:11:28: Die Freunde sind super,

00:11:30: aber es fehlen dann eben die neuen Bekanntschaften oftmals.

00:11:33: Also bei mir wäre das zum Beispiel die Donauinsel.

00:11:37: Da bin ich sehr oft mit Freunden,

00:11:38: aber es sind immer wieder neue Menschen dort,

00:11:40: mit denen man dann auch ins Gespräch kommt.

00:11:42: Jetzt merke ich irgendwie schon bei uns,

00:11:44: dass wir alle diese Third Spaces recht positiv finden,

00:11:47: dass was emotional recht gut besetzt ist.

00:11:49: Aber du hast ja ursprünglich eben, wie es um diese Folge auch gegangen ist,

00:11:52: gesagt, eigentlich braucht jeder so eine Third Space.

00:11:53: Warum ist das jetzt so wichtig?

00:11:55: Weil Third Spaces wahnsinnig viele Vorteile bieten.

00:11:59: Also, der Ray Oldenburg geht soweit,

00:12:02: dass er sagt, dass dritte Orte der Schlüssel in unserer Suche

00:12:05: nach einer besseren Art zu leben sind.

00:12:08: Dritte Orte werden wahrscheinlich nicht alle Lebensprobleme lösen können,

00:12:12: aber wie gesagt, sie bieten einige Vorteile,

00:12:14: die auch bereits erforscht wurden.

00:12:17: Um die zu erforschen, muss man erst einen Ort finden,

00:12:19: wo es genügend dritte Orte gibt.

00:12:22: Spannenderweise wurden deswegen die dritte Orte oftmals in Amerika

00:12:27: in College Campusen erforscht.

00:12:30: Weil, wenn wir kurz noch mal die Charakteristik im Kopf durchgehen,

00:12:33: sind College Campus eigentlich perfekt,

00:12:35: da das Zuhause, der First Space,

00:12:38: die Arbeit beziehungsweise der Studium, der Second Place

00:12:40: und dritte Orte, zum Beispiel eben Clubs,

00:12:43: wo man seine Hobbys ausleben kann

00:12:45: oder sich auch eben auch mit Freunden treffen kann.

00:12:47: All das befindet sich an einem Ort.

00:12:49: Zurück zu den Ergebnissen der Studien.

00:12:52: Diese Studien haben ergeben,

00:12:53: dass dritte Orte generell die Lebensqualität verbessern,

00:12:57: indem sie Räume bieten, in denen man sich ausruhen kann,

00:13:01: dem Alltag entfliehen kann oder auch neue Kontakte knüpfen

00:13:05: und sich emotional entladen kann.

00:13:07: Darüber hinaus kann der soziale Charakter dritte Orte,

00:13:11: die Vielfalt und den Zusammenhalt in einer Nachbarschaft verbessern,

00:13:15: was letztlich auch das Wohlbefinden des Einzelnen steigert.

00:13:18: Wir haben jetzt schon viel über Wien geredet.

00:13:20: Für moderne Stadtbewohner*innen können Aktivitäten an dritten Orten

00:13:25: die Selbstverwirklichung erleichtern

00:13:27: und so eben auch das psychische Wohlbefinden verbessern.

00:13:30: Und letztendlich können dritte Orte

00:13:32: auch gesundheitsfördende Auswirkungen auf Personen haben,

00:13:36: die speziell für soziale Isolation anfällig sind.

00:13:40: Ja, Stichwort Einsamkeit, was der ja irgendwie auch mitschwingt.

00:13:45: wir speziell seit der Corona-Pandemie ganz, ganz oft auch irgendwie medial thematisiert

00:13:49: und ist gerade auch unter jungen Menschen irgendwie so ein grassierendes Phänomen. Wie

00:13:55: groß ist denn das Thema im Moment, würde ich zu sagen? Was ist dir da so untergekommen?

00:14:01: Also das Problem der Einsamkeit ist sehr groß. Die WHO hat im Jahr 2023 die Einsamkeit zu

00:14:10: einem globalen Problem für die öffentliche Gesundheit erklärt und auch eine Kommissions-

00:14:14: diesem Thema eingerichtet. Und diese Kommission hat dann durch Forschung festgestellt, dass

00:14:19: Einsamkeit so gesundheitsschädlich sein kann, wie das Rauchen von 15 Zigaretten pro Tag.

00:14:24: Also es ist nicht nur psychisch schwierig mit Einsamkeit umzugehen, sondern es hat

00:14:30: letztendlich auch wirklich gesundheitliche Folgen für den Körper.

00:14:33: Und wer leider der meisten jetzt an dieser Einsamkeit?

00:14:36: Also Antune, du hast es gerade auch schon angesprochen. Interessanterweise sind es

00:14:39: oftmals jugendliche oder jüngere Menschen, die mehr an Einsamkeit leiden. Also junge

00:14:45: Menschen zwischen 18 und 24, von denen würde man ja eigentlich erwarten, dass sie viele

00:14:50: soziale Kontakte und Interaktionen haben, aber tatsächlich die sind einsamer als ihre

00:14:55: älteren Altersgenossen. Also nur um ein paar Zahlen zu nennen. In Europa fühlen sich zwei

00:15:01: von drei jüngeren Menschen einsam, während es bei den über 70-Jährigen nur eine von

00:15:06: drei Personen ist.

00:15:07: Das finde ich total interessant, weil ich glaube, ich war auch selten in meinem Leben

00:15:11: so viel unter Menschen wie zwischen 18 und 24. Also was ich teilweise an Social Duties

00:15:17: hatte in einer Woche. Halleluja, das würde ich heute Monat nicht mehr drucken. Aber was

00:15:23: steckt denn da dahinter? Also warum wird die Gesellschaft immer einsamer?

00:15:28: Das wurde von einer Forschungsgruppe an der Harvard-Universität erforscht und die haben

00:15:34: eine sehr große Umfrage in Amerika durchgeführt und haben die Teilnehmenden gefragt, was sind

00:15:40: einige der Hauptursachen für Einsamkeit in Amerika aus ihrer subjektiven Sicht. Und

00:15:45: die haben zum Beispiel Technologie genannt, dass Menschen einfach zu viel Zeit in digitalen

00:15:50: Räumen verbringen oder einfach zu viel Zeit am Handy und deswegen eben einsamer werden.

00:15:56: Dazu kommt auch einfach ein stressigeres Leben, dass man schlicht und einfach zu wenig Zeit

00:16:00: mit der Familie oder mit Freunden hat oder auch, dass psychische Probleme ein großer

00:16:06: Grund sind für die Einsamkeit. Denn diese psychischen Probleme können die Beziehungen

00:16:10: zu anderen Menschen beeinträchtigen. Dann ein weiterer Punkt ist, dass die Gesellschaft

00:16:14: einfach generell zu individualistisch wird oder wurde. Und da gehört eben auch dazu,

00:16:20: dass religiöse oder spirituelle Leben weniger wichtig wird. Früher war zum Beispiel die

00:16:26: Kirche, der Third Place schlechthin, wo man sich regelmäßig getroffen hat und auch

00:16:31: eben eine Gemeinschaft hatte. Das ist für jeden Menschen anders, aber auch wenn der

00:16:36: religiöse Aspekt wegfällt, ist eben diese soziale Gemeinschaft so wichtig.

00:16:40: Das stimmt tatsächlich, mir fällt gerade ein und das klingt jetzt vielleicht ein

00:16:43: bisschen makaber, aber ich habe das Gefühl, gerade so am Land, wo ich auch aufgewachsen

00:16:47: bin, da war für so eine gewisse Generation an Menschen waren Beerdigungen so ein Third

00:16:52: Place. Da ist man zu jedem Begräbenis gegangen, egal ob man mit der Person zweimal kredet

00:16:57: hat oder sie ein Leben lang kannte oder überhaupt nicht kannte. Und das war dann, da ist man

00:17:01: zusammen gestanden und danach irgendwie ins Wirtschaftsgang gegangen und das war dann

00:17:05: auch nicht mal so traurig anlässt, sondern das war halt irgendwie, das macht man halt.

00:17:09: Auf jeden Fall, also diese eben auch spirituellen religiösen Orte oder Feiern, die gibt es

00:17:16: heutzutage halt immer weniger. Es kommt natürlich auf die Gesellschaft drauf an, in der man sich

00:17:20: befindet und auf die Gemeinschaft, aber tendenziell ist es zurückgegangen und eben dieser soziale

00:17:25: Aspekt ist sehr wichtig und der ist eben mittlerweile verloren gegangen.

00:17:28: Wir haben jetzt schon gehört, wie viel eigentlich solche Third Spaces geben und wie positiv wir

00:17:34: hier eigentlich auch alle wahrnehmen. Warum gehen die zurück? Warum verschwinden die offenbar?

00:17:39: Also dafür gibt es leider keine endgültige Antwort, aber es gibt auf jeden Fall mehrere

00:17:44: Erklärungsansätze. Ein Punkt, den wir gerade zuvor angesprochen haben, ist zum Beispiel

00:17:48: die Technologie, dass immer mal Menschen sehr viel Zeit online, zum Beispiel in sozialen

00:17:52: Medien verbringen. Ein anderer Erklärungsansatz wäre, dass die Leben der Menschen einfach

00:17:57: immer besser organisiert und strukturiert werden, weil man immer mehr zu tun hat. Anstatt

00:18:04: einfach in den Café an der Ecke zu gehen, verabreden sich viele Menschen für den nächsten

00:18:08: Donnerstag zum Café. Und ich glaube, wenn man selber kurz vielleicht an den eigenen

00:18:13: Google Calendar denkt, sieht man schon, dass man halt einfach durchgeplant ist.

00:18:17: Und mir fällt gerade auf, dass eigentlich so soziale Medien oft irgendwie Third Places

00:18:21: eigentlich stimulieren. Also wenn ich auf Instagram gehe, dann sehe ich ja vermeintlich

00:18:26: meine Freund*innen und Influencer*innen kommen einem auch vor, wie Alte bekannte. Man hat

00:18:32: Routinen, man nimmt irgendwie am Leben der anderen teil, aber es ist ja eigentlich eine

00:18:36: Einbahnstraße.

00:18:38: Genau, also interessanterweise gab es da auch Studien dazu, inwiefern digitale Räume auch

00:18:44: als Third Places agieren können und ob die digitalen Räume diese Third Places auch ersetzen

00:18:52: können. Und die Antwort auf die Frage, ob die das können, war gemischt. Einige Studien

00:18:58: haben sich eben mit diesem Thema befasst und gezeigt, dass zum Beispiel Multiplayer-Onlinespiele

00:19:03: oder auch Twitter-Chat-Räume Teile von Third Places oder ein paar der Charakteristika schon

00:19:11: sehr wohl umsetzen können. Also das bedeutet, dass man auf Twitter zum Beispiel, wenn man

00:19:17: jetzt gerade nicht in einem Streit verwickelt ist oder auch bei Multiplayer-Onlinespielen

00:19:21: sehr wohl auch Vorteile finden kann, die eben auch Third Places bieten.

00:19:26: Ich halte das Standard-Forum für einen der gesünderen Online-Third Spaces, fällt mir

00:19:31: da ein. Das Sport-Forum zumindest, das Sport-Forum. Also das ist ja, das hat, glaube ich, auch

00:19:35: im Endeffekt so eine Funktion. Man trifft ja auch Leute, die man keins hat, im Jahrzehnte

00:19:39: oft schon. Voll, auf jeden Fall. Genau, und die können auch sehr wohl positive Effekte

00:19:44: haben. Aber gleichzeitig bieten die meisten Social Media-Plattformen nicht die gleichen

00:19:50: Vorteile wie ein analoger dritter Raum. Und in gewisser Weise können sie auch den gegenteiligen

00:19:56: Effekt haben. Sie können isolierend wirken und sogar schädlich für das emotionale Wohlbefinden

00:20:01: sein. Speziell, wenn wir an Algorithmen denken, die Menschen dazu drängen, nur mit Gleichgesinnten

00:20:07: zu interagieren, das kann dazu führen, dass Bubbles entstehen. Und gerade eben dieser

00:20:12: wichtige Punkt, dass man auch unbekannte Menschen kennenlernt in Third Places, bleibt dann

00:20:17: auf der Strecke. Aber jetzt ist auch nicht zuletzt durch Corona.

00:20:20: Das sind ja auch ein Haufen Third Places. Einfach bleibt der Gang in dem Endeffekt oder

00:20:23: unzugänglich geworden. Das ist ja auch so ein Ding, die Leute ja, man, das wird so,

00:20:26: es ist zu teuer geworden. Da geht es ja nicht nur darum, dass man nicht selber kochen muss.

00:20:29: Da geht es ja auch darum, dass das auch ein Third Places sehr schwieriger zugänglich wird.

00:20:33: Und eben auch dadurch, dass wenig konsumfreie Räume zumindest in Wien gibt. Und die, die

00:20:38: es gibt, sind dann meistens auch schon von, vielleicht auch von spezifischen Gruppen besetzt

00:20:42: als ihr Third Space. Dass sie eigentlich wirklich immer schwieriger wird, so was zu finden.

00:20:46: Müsst das nicht eigentlich auch mehr aus einer stadtplanerischen Perspektive irgendwie Thema

00:20:50: sein? Auf jeden Fall. Also, wenn wir an die Zukunft

00:20:54: unserer Stadt denken, sollten dritte Räume auf jeden Fall eine wichtigere Rolle spielen.

00:21:00: Wenn wir bei unserem Beispiel auch in Wien bleiben, hier leben immer mehr Menschen, es gibt immer

00:21:06: weniger Platz, die Wohnungen werden auch kleiner. Und gerade dann sind Gemeinschaftsräume,

00:21:12: in zum Beispiel Wohnhäusern, immer wichtiger, um eben auch als dritte Orte zu agieren und

00:21:17: auch außerhalb vom eigenen Wohnhaus, ist es wichtig, dritte Räume zu schaffen.

00:21:21: Ein Freund von mir hat ein Rebwohnen in so einem riesigen Wohn-Tower, da war ein Pool am

00:21:25: Dach. Das ist ja schon nicht mehr das Zuhause. Das könnte dann schon der Third Space sein,

00:21:29: oder? Ja, eigentlich schon. Solange halt genügend Menschen

00:21:34: dort sind, die er zum Beispiel auch nicht kennt, solange offen ist auch für andere Menschen.

00:21:39: Also zum Beispiel, wenn das jetzt nur für ein paar Menschen zugänglich ist, dann ist

00:21:44: es natürlich sehr, sehr cool. Wenn es warm ist, sind da mehr Menschen als

00:21:47: Quadratmeter im Pool. Also kein Thema, kein Thema. Na dann, wenn genügend Menschen auch

00:21:51: von außen Zugang haben, dann geht es auf jeden Fall. Also, wie gesagt, ein wichtiger Punkt

00:21:56: ist eben auch, dass man neue Menschen kennenlernen kann.

00:21:58: Und ich wollte das jetzt nicht abwärtern sagen, ich will bitte auch zu diesem Pool

00:22:01: jetzt dann eingehen. Ja, ich kann auch.

00:22:04: Wir haben jetzt vorher schon drüber gesprochen, dass ja zumindest, wenn man so von Kindern

00:22:09: und Jugendlichen ausgeht, eigentlich dies oft sehr gut schaffen, so Third Spaces zu finden.

00:22:14: Das ist da offenbar in letzter Zeit einen Knick gegeben hat bei jüngeren Erwachsenen.

00:22:18: Aber grundsätzlich, denke ich, mir wird es ja so aufs Leben gesehen, kentenziell immer

00:22:22: wichtiger Third Spaces zu haben. Oder, weil ich denke da jetzt an, halt auch, wie viel

00:22:28: Zeit Menschen so haben und wie man halt generell unter Leute kommt, weil solange man im Arbeitsleben

00:22:33: eingebunden ist, ja, da triff es halt in der Arbeit irgendwie schon auch Leute und hast

00:22:38: auch eher vielleicht noch so das Feierabendweißer, womit den Leuten hingeht. Wenn man dann mal

00:22:43: in Pension ist, vielleicht die Kinder aus dem Haus sind, womöglich sogar Partner in Partner

00:22:49: verstorben, dann wird ja eigentlich dieser Anknüppungspunkt immer wichtiger, oder?

00:22:54: Auf jeden Fall, also speziell in unserer immer älter werdenden Gesellschaft sollten

00:22:59: dritte Orte immer weiter gefördert werden, weil, wie du gerade auch schon gesagt hast,

00:23:03: wenn man in die Pension kommt, der zweite Ort wegfällt, die Arbeit. Und dann ist man nur

00:23:09: noch an einem Ort letztendlich zu Hause. Und dieser erste Ort bleibt bestehen, aber

00:23:17: wenn die Kinder ausgezogen sind, wenn der Partner gestorben ist, dann ist der erste

00:23:22: Ort vielleicht auch nicht mehr der Rückzugsort, wie der früher einmal einer war. Und wenn

00:23:29: man nicht mehr erwerbstätig ist, fällt der zweite Ort weg. Und speziell neue Rentnerinnen

00:23:34: können es schwer haben, sich dann in einem neuen Umfeld zurechtzufinden. Und gerade da

00:23:41: wird es eben immer wichtiger, dritte Orte zu haben, die Abwechslung bieten und eben

00:23:45: auch soziale Kontakte, um soziale Isolation und auch Einsamkeit vorzubeuten.

00:23:50: Oder man macht das Gegenteil davon, wie meine Eltern grüße gehen raus, die sich gleich

00:23:55: 17 Third Spaces suchen. Und vom Core bis zum zweiten Core bis zur Radelgruppe und zum

00:24:02: Töpferstudio einfach alles mitnehmen, wenn sie, glaube ich, mehr Stress haben als ich.

00:24:06: Je mehr, desto besser.

00:24:08: Vielleicht kann man sich ja auch bei so überaktiven Frührentnerinnen ein bisschen was abschauen,

00:24:13: was das Föld Spaces angeht. Aber ich glaube, du hättest da auch noch ein paar Ideen mitgebracht,

00:24:18: was denn sonst so Föld Spaces sein könnten, oder?

00:24:21: Auf jeden Fall. Also ich habe meine ganze Liste mitgebracht. Ich rate sie einfach mal

00:24:24: runter. Also Beispiele für dritte Orte, die du in deiner Nähe finden könntest, sind Bibliotheken,

00:24:31: Cafés, Buchklubs, das Fitnessstudio oder das Jugerstudio. Dann gibt es auch noch Selbsthilfegruppen,

00:24:37: Bars oder Kneipen, Spielplätze, der Garten oder auch die Terrasse eines Freundes, ein

00:24:42: Hundepark. Da darf man noch hin, wenn man keinen Hund hat, um die Hunde dort zu streicheln.

00:24:47: Ich sage es nur. Erholungstentren gibt es gemeinschaftliche Aufräumgruppen, ein Naturschutzgebiet,

00:24:53: ein staatlicher Park, Frauenhäuser oder Jugendheime, ehrenamtliche Räume oder generell einfach

00:24:59: Bereiche mit kostenlosen Wifi. Also es gibt genug Räume wahrscheinlich in deiner Nähe

00:25:05: speziell, wenn man in deiner Stadt lebt. Am Land ist es oftmals ein bisschen schwieriger,

00:25:09: weil es einfach nicht so viele Angebote gibt. Aber da kann man es auch eigentlich dem Erfinder

00:25:14: dieser Theorie nachmachen, Ray Oldenburg, der ist einmal aus einem Stadtgebiet in einen

00:25:20: Vorort gezogen und hat gemerkt, dass er selber keinen dritten Ort mehr hat und hat dann

00:25:24: in seiner Garage eine Bar für seine Nachbarschaft eröffnet. Also auch wenn du keinen dritten

00:25:29: Ort in der Nähe hast oder keinen passenden, kannst du selber einen kreieren.

00:25:33: Ich glaube das ist mit den Lizenzregeln in den USA wahrscheinlich ein bisschen einfacher

00:25:37: als bei uns Geschwinder mal in einer Garage aufmachen. Ich habe mir gedacht, ich bin ja

00:25:41: auch in einem Dorf aufgewachsen und da war tatsächlich der dritte Ort für uns Kinder

00:25:45: und Jugendliche, war der Sportplatz. Es war auch der einzige, der irgendwie potenziell

00:25:49: in Frage kommen wäre. Außer wir hätten jetzt beim Reifersenbank/Gemeindeamt diesen schönen

00:25:55: Gebäude, das jeder niederösterreichischen Gemeinde gibt, wenn wir uns dort nicht aufhalten

00:25:58: wollten, war es halt der Sportplatz. Bei uns war es glaube ich so zwischen dem Spielplatz,

00:26:03: dem Vollepaltplatz und dem freiwillige Feuerwehrhaus. Vollepaltplatz bist du gescheit. In der

00:26:08: Ruhe gibt es alles. Was soll ich sagen? Ich bin jemand schon vor, wenn das da eine Ecke

00:26:12: gehabt hat beim Fußballplatz, aber gut. Also dieser Vollepaltplatz war auch so ein, sagen

00:26:17: wir mal, ein besserer Sandhaufen. Aber er hat gereicht, er hat gereicht.

00:26:21: Ich habe mir nichts gehabt. Es gibt mittlerweile ein Jugendheim in meinem Heimatort, aber das

00:26:26: ist für mich spät kommen. Ja, du hast es so wunderschön gesagt. Florentina, man kann

00:26:30: sich hier einfach selber einen dritten Ort kreieren. Ich schlag da zum Beispiel auch

00:26:34: die Kommentarspalte unserem Spotify-Account vor, wo wir uns auch immer über fünf Sterne-Bewertungen

00:26:40: freuen. Das war einer der schönsten Überleitungen dieser Podcastgeschichte.

00:26:44: Ja, Florentina, vielen, vielen Dank, dass du uns so viel über Third Places erzählt hast.

00:26:50: Vielen Dank, dass ich hier sein durfte. Wir freuen uns auch total über eure Third Places,

00:26:55: die ihr uns auch gern per Mail schicken könnt. Das ist dann besser leben als der Standardpunkt

00:27:00: AT. Das ist, glaube ich, auch eine gute Gelegenheit, um dieses Spotify-Kommentarfunktion zu nutzen.

00:27:04: Genau, das freuen wir uns auch. Die coolsten Third Places, bitte.

00:27:07: Unbedingt. Das war "Besser leben, dass Standard Podcasts zum Glücklich werden". Ich bin Antonia

00:27:12: Raut. Ich bin Martin Schahuber. Und diese Folge wurde von Christoph Neuweld produziert.

00:27:16: Ciao. Bis nächste Woche. Ciao, ciao.