Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden
00:00:00: Willkommen zu "Besserleben", der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.
00:00:07: Wir sind nach wie vor in der Sommerpause und auch wenn es bis jetzt vielleicht nicht
00:00:10: der allergrößte Schwimmsommer war, wird ihr vielleicht das schöne Wetter noch öfters
00:00:14: vorbeischauen und zu diesem Zeit gibt es heute wieder ein Replay und zwar zum Thema
00:00:17: "Schwimmen lernen".
00:00:18: Der Sommer ist die Saison, wo man am öftersten schwimmen lernt und am besten sollte man
00:00:22: graulen lernen.
00:00:23: Das ist die Kurzfassung, die Langfassung höre ich jetzt im Experteninterview, viel Spaß!
00:00:30: Willkommen zu "Besserleben", der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.
00:00:35: Ich bin Martin Schauhuber.
00:00:36: Ich bin Franziska Zödel und sommerbedingt schauen wir uns heute in einer Folge an, wie
00:00:41: man nicht nur besser leben, sondern auch ein bisschen besser schwimmen kann und daher
00:00:45: ist heute bei uns zu Gast der Schwimmelehrer Christoph Dozi.
00:00:49: Er ist Geschäftsführer von Flow Sports, wo man schwimmen lernen kann.
00:00:53: Er ist Sportwissenschafter und er ist staatlich geprüfter Schwimm- und Triathlon-Trainer.
00:00:57: Herzlich willkommen bei uns im Studio.
00:00:59: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:00: Es ist ja Schwimmen, eine extrem wichtige Technik, die jetzt weniger Menschen sehr gut
00:01:05: beherrschen und viel zu viele gar nicht.
00:01:07: Aber was macht denn einen guten Schwimmer, eine gute Schwimmerin aus, was muss man da
00:01:10: können?
00:01:11: Also, ein guter Schwimmer kann auf jeden Fall graul schwimmen.
00:01:14: Das können in Österreich leider noch nicht so viele Kinder und auch Erwachsene, deshalb
00:01:20: gehen die meisten bei uns nach Baden und das heißt bei uns, wenn man in den öffentlichen
00:01:25: Bäder reinschaut, sehr viele Personen sieht, die einfach mit Kopf über sich über den
00:01:29: Wasser halten.
00:01:30: Ich fühle mich ertappt.
00:01:31: Ich mich Gott sei Dank nicht.
00:01:33: Okay, lass mich hier hängen.
00:01:36: Was ich mich dann immer frage, ist, hat das irgendeinen gesundheitlichen Effekt, was die
00:01:40: meisten Menschen beim Baden oder Planschen machen?
00:01:43: Nicht wirklich.
00:01:44: Also, es ist einfach so, dass das Herz-Kreislauf-System nicht sehr gefordert wird über diese
00:01:49: Brusttechnik oder Badetechnik.
00:01:50: Es ist besser wie nichts, aber es ist ähnlich wie, wenn man spazieren geht, auch das hat
00:01:56: einen gewissen Effekt, aber man darf sich einfach da nicht zu viel erwarten.
00:02:00: Also, schade jetzt zumindest auch nicht, weil ich denke teilweise, wenn der Leute das knackt
00:02:03: ganze Zeit so raufhalten, das schaut nie mal gesund aus irgendwann.
00:02:07: Vollkommen richtig.
00:02:08: Also ein Orthopäde würde diese Technik sicherlich nicht empfehlen, sowohl für die Halswirbelsäule
00:02:13: wie auch über den Brustbeinschlag für das Kniegelenk sind das Bewegungen, die nicht
00:02:17: gesundheitsförderlich sind.
00:02:18: Deshalb sollte man es auch nicht so lange machen, die wenigsten machen das auch wirklich
00:02:22: lange.
00:02:23: Und es führt einfach an der Graultechnik kein Weg vorbei und die gehört aber gelernt.
00:02:27: Und jetzt haben wir eingangs gefragt, was macht einen guten Schwimmer, eine gute Schwimmerin
00:02:30: aus?
00:02:31: Wie weit sollte man den graulen können, damit man wirklich sagen kann, ich kann's?
00:02:35: Also, wenn eine Person ohne Unterbrechung 200, 300 Meter graulschwimmen kann oder sich
00:02:42: mit der Graultechnik wirklich über Wasser halten kann, dann kann man sagen, die Person
00:02:46: kann's.
00:02:47: Die Menschen spüren das nach ca. 20, 25 Meter, dass sie nicht graulen können, nämlich über
00:02:52: das Feedback, dass ihnen die Luft ausgeht.
00:02:54: Und das ist immer so ein Feedback, was man dann bekommt von seinem Körper, dass man an
00:02:58: der Graultechnik auf jeden Fall noch fallen muss.
00:03:01: Wenn sich jetzt Menschen fragen, schaff ich das, ist es ja praktisch jedes Bad in Österreich
00:03:06: hat 25 Meter Bannen?
00:03:07: Ja, also das kann man gerne testen.
00:03:09: Also wer 10 Längern schafft?
00:03:11: Genau, genau, bravo, genau, der hat da mal wirklich eine gute Grundlage.
00:03:15: Die anderen sollten es auf jeden Fall lernen.
00:03:17: Viel Glück auch an dieser Stelle an alle, die probieren, 10 Längen zu graulen in beliebigen
00:03:21: österreichischen Bad, oder?
00:03:22: Da muss man sich einmal an den Pensionistinnen irgendwie vorbei bewegen, ohne dass man beschimpft
00:03:26: wird.
00:03:27: Ja, das ist leider Gottes bei uns der Alltag.
00:03:29: Man ist nicht sehr willkommen, wenn man schwimmen gehen will in einem öffentlichen Bad.
00:03:33: Und das hat einfach meinen geschittlichen Hintergrund.
00:03:36: Bei uns geht man klassisch baden.
00:03:38: Wir haben eine sogenannte Badekultur und keine Schwimmkultur und die Badekultur lebt leider
00:03:44: immer noch.
00:03:45: Die Schwimmkultur versucht zwar ein bisschen da entgegenzuwirken und sich ein bisschen
00:03:49: durchzupoxen, aber man ist nicht sehr willkommen, wenn man in einem öffentlichen Bad wirklich
00:03:55: graulschwimmen will oder einfach für seine Fitness etwas machen will.
00:03:59: Das ist mal eher ein Störfaktor.
00:04:01: Ja, wenn Sie sagen, das hat historische Hintergründe, warum hat sich denn das, also es gibt ja
00:04:05: wirklich genug Länder, man muss nur 150 Kilometer in Osten schauen und es sind Ungarn, wo die
00:04:09: Menschen wie selbstverständlich wirklich schöne Achter schwimmen auf ihren Bahnen.
00:04:13: Warum ist das in Österreich irgendwie so hängenblieben?
00:04:16: Ja, das hat sehr viel auch mit unserem Lehrplan zu tun.
00:04:19: Das fängt damit an, dass unsere Kinder erst verpflichtend in der dritten Volksschule
00:04:24: wirklich schwimmen lernen.
00:04:25: Es hat sich irgendwie noch nicht in den Köpfen auch der Handelnden und Personen, dass einfach
00:04:31: schwimmen oder das richtige Graulschwimmen wichtig wäre.
00:04:34: Es hat noch keine, ja es hat einfach noch wirklich keine Bedeutung.
00:04:38: Man merkt oder man erkennt auch noch nicht wirklich den großen gesundheitlichen Nutzen
00:04:42: und Faktor vom Schwimmen, weil das ist eigentlich wirklich eine Bewegungsart, die man als Kind,
00:04:47: als zwei, drei, vierjähriges Kind erlernen kann und bis ins hohe Alter eigentlich betreiben
00:04:52: könnte.
00:04:53: Und ja, das ist einfach der Hauptgrund, dass einfach die handelnden Personen diesen wirklich
00:04:59: großen gesundheitlichen Faktor dieser Bewegungsform, dieser Sportart, noch nicht erkannt haben.
00:05:04: Und ja, wie man merkt bei uns in Österreich vor allem dauert, immer alles sehr, sehr
00:05:08: lange, bis sich etwas verändert.
00:05:10: Ja, man sieht eine gewisse Veränderung schon, allein über die Trendsportartriertlohn kommen
00:05:15: immer mehr Leute zum Schwimmen oder auch als sogenannte Triathlon, merkt man, okay,
00:05:19: mit der Brusttechnik kommt man nicht schneller voran und deshalb muss man Graulen lernen.
00:05:23: Es ist hier etwas in Bewegung, aber noch viel zu träge und es gehört aus meiner Sicht
00:05:28: auf jeden Fall was verändert.
00:05:29: Also gerade im Sommer ist es ja immer wieder Thema, Schwimmen ist ja nicht nur gesund,
00:05:33: sondern Schwimmen kann auch gefährlich sein.
00:05:34: Jetzt ist es ja so, dass man immer wieder hört, es können immer mehr Kinder nicht mehr schwimmen.
00:05:38: Stimmt das eigentlich?
00:05:39: Ja, das ist richtig.
00:05:40: Wie gesagt, das liegt eben vor allem auch an unserem Lehrplan, weil die Kinder einfach
00:05:45: viel zu spät schwimmen erlernen, also die Empfehlung ist spätestens im vierten Lebensjahr
00:05:50: sollte ein Kind schwimmen können und da ist eben die Definition, was ist, schwimmen.
00:05:55: Es ist einmal so, dass der Bereich Sicherheit gegeben sein sollte, da geht es jetzt noch
00:05:59: nicht wirklich um korrekte Schwimmlagen, sondern das Kind sollte sich im Wasser wohlfühlen
00:06:04: und ein Test ist eben so, dass ein Kind ins Wasser springen kann und von selbst in Rücken
00:06:09: und im Bauchlage wieder zum Beckenrand zurückkommen sollte, ohne im Panik zu geraten.
00:06:13: Dann ist es einmal so eine gewisse Sicherheit gegeben.
00:06:16: Wir sehen sehr oft auch, dass eben die wenigsten Kinder eben auch im Alltag mit dem Wasser
00:06:21: in Berührung kommen, das sogenannte Baden und Duschen.
00:06:24: Da gibt es ein paar Kinder, ja, die machen das wirklich, wirklich regelmäßig.
00:06:28: Ein paar haben so von Anfang an Berührungsangst mit dem Wasser und das ist eben sehr schade,
00:06:33: dass Wasser eigentlich für Kinder etwas Hochattraktives ist.
00:06:36: Man muss es noch richtig aufbereiten auch für das Kind.
00:06:39: Also es reicht einfach nicht mehr aus, einfach dem Kind zu sagen, willst du Graul schwimmen
00:06:43: lernen?
00:06:44: Das ist einfach ein Begriff, mit dem das Kind nichts anfangen kann.
00:06:47: Ein Kind will vor allem, wenn es um Erlernen geht, auch Spaß haben.
00:06:50: Und da benötigst du einfach das richtige Konzept und man kann das Wasser so spannend
00:06:55: aufbereiten für Kinder und wie jeder, der schon mal ins Wasser eingetaucht ist, weiß
00:06:59: wie schön das eben auch ist.
00:07:00: Und da hat man eben angesetzt, ja, man muss, ich sage auch immer, ähnlich wie beim Skifahren,
00:07:05: vor 30, 40 Jahren hätte man sich wahrscheinlich nie denken können, dass es mal Funparks gibt,
00:07:10: abseits der Skipisten.
00:07:11: Und ähnlich ist es im Wasser.
00:07:13: Man muss das Wasser auch wieder neu denken, es muss auch Abtodä sein für Kinder und da
00:07:19: muss man nur wirklich den richtigen Ansatz haben und die richtige Methodik auch dem Kind
00:07:23: auch eine gewisse Freiheit lassen und dann finden eigentlich die meisten Kinder das Wasser
00:07:29: an sich wirklich hoch attraktiv und das ist es ja auch.
00:07:31: Ich glaube, da ist auch wirklich Babyschwimmen früh, eben wo es noch nicht um Schwimmen geht,
00:07:35: sondern einfach um das Wasser mal kennen zu lernen, ist da glaube ich auch sehr lohnenswert,
00:07:38: so wie ich es bei meinen Nerven und Nichten mitbekommen habe.
00:07:41: Genau, aber dann heißt es nicht aufhören.
00:07:43: Das ist eben auch das Problem, dass für viele Babyschwimmen klar ist, die alle gehen mit
00:07:48: ihrem Kind, machen Babyschwimmen, aber dann hören die meisten auf und dann ist es einfach
00:07:54: wirklich so, dass wir auch jetzt schon hören, dass viele Kinder, die einfach in der Volksschule
00:07:58: sind, in der dritten, vierten Volksschule nicht schwimmen können und das ist einfach
00:08:02: eine Sache, da kann ich nur allen Eltern einfach sagen, bitte auf jeden Fall ab dem vierten
00:08:07: Lebensjahr macht es euch Gedanken, nicht nur wegen dem Bereich Sicherheit, sondern weil
00:08:11: es auch wirklich allen Kindern Spaß macht.
00:08:13: Und dann gibt es ja auch immer mehr Erwachsene, logischerweise wenn immer mehr Kinder nicht
00:08:16: schwimmen können, aus denen werden Erwachsene, die nicht schwimmen können, kann man im
00:08:19: Erwachsenenalter schwimmen auch wirklich noch so lernen, dass man dann ein super Kraula
00:08:23: wird am Ende?
00:08:24: Also mein älterster Kunde war 72, man kann wirklich in jedem Alter schwimmen lernen.
00:08:30: Mein Kollege Fritz Neumann vom Sport hat jetzt auch eine dreiteitige Serie gemacht, darüber
00:08:35: wie er richtig schwimmen gelernt hat, auch nicht mehr mit 30, dann können wir noch verlinken
00:08:39: unter der Folge.
00:08:40: Auf jeden Fall.
00:08:41: Jetzt haben Sie es eh schon so ein bisschen gesagt, bei uns liegt der Fokus sehr stark
00:08:43: am Brustschwimmen, woran liegt das und hat Brustschwimmen irgendeinen Nutzen oder ist
00:08:47: es eher so für all jene armen Leute, die halt nicht grauen können?
00:08:51: Also es fängt einmal bei der Definition an, dass wir sagen, wir gehen Brustschwimmen,
00:08:56: ich würde jetzt sagen, dass was wir hier einfach sehen in den Bädern ist eben Baden und hat
00:09:00: mit dem richtigen Brustschwimmen nichts zu tun, ja und leider Gottes ist es einfach
00:09:05: so, dass wenn man die Brusttechnik erlernen will, die richtige Brusttechnik sehr komplex
00:09:11: ist und deshalb sollte man das auf gar keinen Fall auch im Kindesalter als erste Schwimmlage
00:09:16: erlernen.
00:09:17: Es ist auch so, dass wirklich das Graul schwimmen die ökonomischste Schwimmlage ist, mit
00:09:20: dem man sich einfach am ökonomischsten und schnellsten fortbewegen kann.
00:09:24: Wie Sie richtig sagen, wenn man in Länder schaut wie Amerika oder Australien, ist klar,
00:09:28: dass die Kinder sofort das Graul schwimmen lernen, kommt sehr viel aus der Wasserrettung,
00:09:33: da ist sehr viel bedingt, einfach weil man hier auf einen Ozean vorfindet, dass die Kinder
00:09:38: sehr schnell einfach das Graul schwimmen auch erlernen sollen und ja, da ist bei uns
00:09:42: leider Gottes noch ein großer Handlungsbedarf.
00:09:45: Meine Schwegerin ist Schwimntrainerin, ich habe auch mal versucht, das richtige Brustschwimmen
00:09:49: zu erlernen und ich bin ehrlicherweise ziemlich dringend gescheitert, also ich habe schon
00:09:52: gemerkt, ich mache jetzt etwas anders als früher, wenn ich Brust baden war, aber man
00:09:57: kommt halt dann irgendwie nicht mehr so richtig weiter, wenn man das nur halb kann.
00:10:00: Würden Sie überhaupt in unter irgendeinem Umstand jemandem empfehlen, richtig Brustschwimmen
00:10:05: zu lernen, wenn er jetzt nicht lagenschwimmer werden will bei Wettbewerben?
00:10:08: Nein.
00:10:09: Danke.
00:10:10: Okay, ich sehe schon, am Graulen führt kein Weg vorbei, jetzt ist es bei mir eher so,
00:10:14: ich fühle mich wie so ein ertränkender Hund, wenn ich das probiere, so wie viele andere
00:10:18: Menschen glaube ich auch, gibt es so ein paar Kleinigkeiten, die man relativ unkompliziert
00:10:23: verändern könnte, dass es ein bisschen ökonomischer wird, also was machen wir alle falsch beim
00:10:27: Graulen?
00:10:28: Sehr vieles hat mit der Atmung zu tun, also das richtige Atmen, das richtige Ein- und
00:10:33: Ausatmen gehört einfach gekoppelt mit der richtigen Arm- und Beinbewegung und das ist
00:10:38: es eben auch schon, nämlich die Komplexität des Graulschwimmens, das kann man nur Schritt
00:10:43: für Schritt oder sollte man nur Schritt für Schritt erlernen und es wäre sehr unseriös,
00:10:47: dass ich jetzt sage, dass einem sollte man ausprobieren und dann kann man es, es sind
00:10:51: sehr viele Kleinigkeiten, die ineinander greifen müssen und deshalb sollte man wirklich
00:10:57: diese Technik, diese Graultechnik auch ja von einem geschulten Personal auch beigebracht
00:11:02: bekommen und nicht den eigenen Regie sich etwas aneignen, aber es ist vor allem wirklich
00:11:07: die Atmung, wenn man auch von außen schaut, sieht man derjenige, der sehr ruhig atmen kann,
00:11:12: hat auch wirklich viel mit Yoga zu tun, nämlich auch die Entspannung kommt auch hier über
00:11:16: das Atmen, also wenn man von außen einfach sich die Leute beim Graulen ansieht, sieht
00:11:19: man sehr viel eben an der Atmung, je ruhiger die Atmung ist, desto besser ist auch die
00:11:23: Gesamntechnik und da sollte man auf jeden Fall einmal ansetzen.
00:11:27: Die meisten Leute sagen, wenn sie eben nichts wirklich richtig graulen können, ich komme
00:11:31: so schnell außer Atmen, das ist eben genauso dieses Indiz, ja, da gehört angesetzt, aber
00:11:36: es ist eben vor allem eben auch die nicht das harmonische Zusammenspiel von Atmung,
00:11:40: Anbewegung und Beinbewegung, ja, warum man einfach auch so schnell außer Atmen dann ist.
00:11:44: Ja, man atmet zusätzlich auch gegen einen Wasserwiderstand, das heißt, viele Leute
00:11:49: atmen auch viel zu viel Luft aus, reflexartig, man muss ein bisschen ein gewisses Luftvolumen
00:11:54: auch noch in seinem Körper lassen, man hat dann einfach auch beim Graul schwimmen nur
00:11:58: ein kurzes Zeitfenster, um korrekt einzuatmen, diejenigen, die es jetzt einmal ausprobieren
00:12:03: wollen und einmal in eigener Regie einmal graulen gehen wollen, können auch mal selbst
00:12:07: beobachten, ob sie das Gefühl haben, dass die Atmung wirklich in der Lunge ankommt
00:12:11: oder ob es nur so ein oberflächliches Heckling ist, daran erkennt man dann eben auch die
00:12:15: Entspanntheit, ja, je tiefer und je einfacher man einatmen kann, umso besser, also es sind
00:12:20: sehr viele Kleinigkeiten, aber ich würde immer sagen, als Kontrolle dient einem immer
00:12:25: auch die Atmung, je ruhiger und besser diese funktioniert in der Technik, umso weiter wird
00:12:30: man noch kommen.
00:12:31: Wenn ich jetzt ein klassischer Brust-Schwimmerbrustbader bin und jetzt eben überzeugt bin und
00:12:37: ich will jetzt graulen lernen, wie aufwendig ist das, wie viel Zeit muss ich dazu einrechnen?
00:12:42: Also im Schnitt muss man damit rechnen, dass man, wenn man zum Beispiel auch das Ganze
00:12:46: in einer kleinen Gruppe erlernen will, sieben, acht Stunden benötigt.
00:12:50: Es sind einfach nur wirklich Kleinigkeiten, die man wissen muss, dann ist es doch nicht
00:12:54: wiederum so komplex, aber ich würde einmal sagen, so in sieben, acht Stunden hat man
00:12:59: eine Grundtechnik, sich beigebracht, mit der man dann auch wirklich richtig schwimmen
00:13:02: gehen kann.
00:13:03: Darf es spritzen?
00:13:04: Beim Beinschlag nicht, das ist eben so eine Sache, der Beinschlag sollte wirklich knapp
00:13:09: unter der Wasseroberfläche passieren, da ist ein sogenanntes Spritzen eher kontraproduktiv
00:13:14: und bringt einen nicht wirklich weiter.
00:13:15: Das ist das, was ich mir immer noch schwert irgendwie, das ist ganz seltsam.
00:13:19: Was ist denn mit Rücken schwimmen?
00:13:21: Das fühlt sich ja auch recht ergonomisch an, abgesehen davon, dass man nicht sieht, wo
00:13:24: man hin schwimmen.
00:13:25: Aber das tut mir bei mir was richtig kalt, auch nicht so recht.
00:13:27: Also ich empfehle das Rücken schwimmen, vor allem das richtige Rücken schwimmen.
00:13:31: Ich würde sogar so weit gehen, dass ich einem Kunden, den ich jetzt betreuen würde, empfehlen
00:13:36: würde, bitte erlernen wir gleich beide Techniken gleichzeitig.
00:13:39: Es gibt hier sehr viele Parallelen, bei der Rückentechnik zur Graultechnik.
00:13:43: Es ist ein irrsinnig guter Ausgleich.
00:13:45: Wir machen eh im Alltagsbeding sehr viele vorne, das heißt, man muss auch wirklich
00:13:50: die sogenannten Gegenspieler trainieren, auch muskulär und da ist das Rücken schwimmen
00:13:54: wirklich perfekt.
00:13:55: Es ist, wie Sie richtig gesagt haben, eigentlich nur die Orientierung, die ein bisschen schwer
00:13:59: fällt am Anfang, aber sonst als Schwimntechnik ist das für mich eigentlich die zweitwichtigste
00:14:05: Schwimntechnik, die man können sollte.
00:14:07: Und jetzt haben Sie es eh schon gesagt, was trainiert man eigentlich beim Schwimmen?
00:14:10: Also es ist ja angeblich einer der gesündersten Sportarten, die es gibt, oder?
00:14:14: Genau, genau.
00:14:15: Es ist wirklich eine Sportart, wo man sehr viel im Herzkreislaufbereich machen kann,
00:14:20: wo man wirklich auch muskulär seinen Körper sehr gut und effizient kräftigen kann, aber
00:14:26: das ist der größte Nutzen für mich, neben diesen Sachen ist vor allem, dass man sehr
00:14:30: viel auch an der Flexibilität, an der Beweglichkeit trainiert.
00:14:33: Man kommt hier wiederum in Körperpositionen, die man im Alltag nicht einnimmt.
00:14:38: Also es ist irgendwie wirklich so ein ganz Körperworkout, was ich wirklich jedem und
00:14:43: jeder Person, die irgendwie Lust hat, ins Wasser zu springen, nur empfehlen kann, dass
00:14:47: man diese Sportart auch für sich entdeckt.
00:14:49: Es ist jetzt gerade im Hochsommer auch sehr attraktiv, im Freibasser zu schwimmen.
00:14:53: Gerade in Österreich, die haben sich schon glaube ich kurz anklänen lassen, es ist immer
00:14:56: ein bisschen ein Krampf, eine freie Bahn zu finden oder eine nicht von badenden Menschen
00:15:00: bevölkerte Bahn.
00:15:01: Im Sommer ist das ausnahmsweise kein Problem, da hat man vielleicht Boote auf der alten Donau
00:15:05: und irgendwelcher Parasiten im Wasser.
00:15:07: Aber macht das einen großen Unterschied, ob man jetzt auf Bahnen schwimmt oder im Freibasser?
00:15:11: Ja, vor allem die Orientierung gehört da gelernt.
00:15:14: Es ist so, dass man das richtige Orientieren in seine Gesamntechnik integrieren muss.
00:15:18: Man muss ja ab und zu auch den Kopf anheben.
00:15:21: Man sucht sich als geschulter Freibasserschwimmer immer so neuralgische Punkte aus, die man
00:15:26: dann auch anvisiert.
00:15:27: Man kann nicht so wie in einem Klub.
00:15:29: Becken wirklich nach unten zum Beckenboden schauen. Für viele Personen ist es auch unangenehm, wenn
00:15:34: sie auf einmal dann an Fisch sind. Auch das gehört ein bisschen geschult, sodass man nicht in Panik
00:15:38: gerät. Aber es ist einfach ein Naturereignis sozusagen in Seen, in österreichischen Seen
00:15:45: schwimmen zu gehen. Ja, man sollte ein paar Sachen natürlich berücksichtigen. Ich würde nie alleine
00:15:50: im Freibasserschwimmer. Ich würde immer eine Schwimmboye mitnehmen und vor allem einfach eben,
00:15:56: man sollte es zuerst auch einmal ein bisschen so am Rand etwas erlernen, bevor man sich wirklich
00:16:01: dann auch einmal vielleicht wagt und auch einmal eine Seeüberquerung zu machen. Das weiß ich
00:16:05: wirklich, jeder und jeder Mensch, der diesen Podcast regelmäßig hört, wie ich generell zum Thema
00:16:09: Schlaf und zum Thema Früh aufstehen stehe. Aber es gibt wenig schönere Sachen als kurz nach
00:16:14: Sonnenaufgang in einem stillen See schwimmen. Das kann ich nur bestätigen. Probiert es aus.
00:16:18: Das ist eine Premiere, dass ich das noch erleben darf. Das ist auch wirklich der einzige Grund,
00:16:22: glaube ich, für den ich guten Mut aufstehe in dieser Zeit. Jetzt angenommen. Man kippt voll
00:16:28: rein ins Schwimmen. Die meisten Menschen können trotzdem nicht dreimal in der Woche schwimmen
00:16:31: gehen. Was wären denn gute, ergänzende Sportarten zum Schwimmen? Also ich würde immer ein gezieltes
00:16:38: Kraft- und Stabilisationstraining empfehlen. Vor allem für die Rumpfmuskulatur. Ja, es ist
00:16:43: wirklich das Krafttraining, was ich zusätzlich empfehlen würde. Man kann natürlich auch im
00:16:49: Ausdauerbereich auch weiterhin gerne Radfahren gehen und auch Laufen gehen. Es ist nur wirklich so,
00:16:54: dass wenn man vom Laufen kommt oder vom Radfahren kommt, man nicht glauben darf, okay, diese sogenannte
00:16:59: Kondition, die ich vielleicht beim Radfahren und Laufen habe, habe ich dann auch beim Schwimmen.
00:17:03: Dem ist nicht so, das kürzt wirklich spezifisch dann antrainiert und trainiert. Aber es ist
00:17:07: das Krafttraining, was ich zusätzlich empfehlen würde. Welche Muskeln sind die,
00:17:11: die die Arbeit wirklich machen beim Krallen? Also es ist vor allem die Schultermuskulatur und die
00:17:15: Armmuskulatur, die für den Vortrieb wichtig sind. Die Beinmuskulatur wird umso unwichtiger,
00:17:20: je länger man schwimmt. Ja, also das sieht man dann auch beim Sprinten, wenn man dann die 50
00:17:25: und 100 Meter Sprinter sieht. Da wurlt es wirklich hinten, wenn man sich dann im Vergleich die Langstrecken
00:17:30: Schwimmer anschaut. Da hat der Beinschlag nur jenen Effekt, dass er für die Stabilisation wichtig
00:17:34: ist, aber weniger für den Vortrieb. Weil das war bei mir das Erste, was quasi meine Schägerin
00:17:39: ausbessert hat, dass ich viel zu viel mit den Beinen gemacht habe. Ist das ein Klassiker? Ja,
00:17:43: ist das was alle achten sollten? Absolut. Und es ist eben auch so, dass man die Beinmuskulatur
00:17:48: vor allem einfach auch den Beinschlag, das sollte wirklich locker passieren. Das heißt, je ungeübter
00:17:54: man ist, desto mehr Kraft setzt man ein. Deshalb merkt man, dass er noch stark in den Beinen,
00:18:00: dass der Beinschlag einem so viel Kraft kostet. Das ist deshalb, weil man einfach die Muskulatur
00:18:05: nie wirklich locker lässt beim Beinschlag. Und das ist einfach wichtig. Bei jeder Bewegung,
00:18:09: die man durchführt, vor allem beim Laufen, beim Radfahren, muss man irgendwo, braucht man auch
00:18:13: irgendwann mal eine Phase, wo man entspannt. Und das machen die wenigsten. Viele arbeiten
00:18:18: noch zu stark, noch aus dem Kniegelenk, bei der Beinbewegung und viel zu wenig aus der Hüfte.
00:18:22: Aber es ist wirklich vor allem die Anspannung, dass man hier einfach aufpassen muss, dass man
00:18:27: nicht permanent die Muskel- und der Dauerspannung hat. Mir geht langsam ein Licht auf. Wenn Sie sagen,
00:18:33: die Leute arbeiten viel aus dem Kniegelenk, soll denn das Bein abgewinkelt sein am Knie,
00:18:37: bei einem guten Beinschlag und wenn ja, wie viel? Es ist leicht abgewinkelt. Man sollte sich nur
00:18:42: bei der Bewegung und auch beim Bewegungserlernen vor allem nicht auf das Kniegelenk konzentrieren.
00:18:47: Da sagen wir eher, bitte stell dir vor, dass du deinen Kniegelenk einfriest und geben eher den
00:18:52: Hinweis, bitte aus der Hüfte die Bewegung machen. Weil das, was aus dem Kniegelenk kommen soll,
00:18:57: das kommt dann eh von selbst. Also eher mehr auf die Hüfte konzentrieren und weniger eben auf
00:19:03: das Kniegelenk. Das, was natürlich auch ganz entscheidend ist, ist die leichte Überstreckung
00:19:08: im Sprunggelenk, weil der Fuß ist unsere Flosse. Da sollte man auf gar keinen Fall in der aktiven
00:19:14: Bewegung das Fußgelenk anziehen. Wenn man das auch mal im Bad ausprobieren will, hat man nämlich
00:19:19: dann auch gleich jenen Effekt, dass man rückwärts schwimmt, weil man wirklich permanent die Fußstellung
00:19:23: eben in einer falschen Grundstellung innehat. Also Sprunggelenk, Hüfte, das sind so die beiden
00:19:29: Gelenke, auf die es beim korrekten Beeinschlag auch ankommt. Also der Fuß quasi vielleicht für
00:19:35: die Alte, die sich das nicht so vorstellen können. Jetzt wird dann quasi, wie wenn ich auf zehn
00:19:37: Spitzen stehe, zur Ballerina mäßig gestreckt. Genau, genau. Aber auch das gehört dann wieder
00:19:42: gelöst, weil sonst kriegt man sehr schnell einen Kampf. Ja, wenn Mädchen so über den
00:19:46: Fußschlag geredet haben, vielleicht auch noch über den Oberkörper kurz. Also mir ist einmal gesagt
00:19:50: worden, es ist irgendwie so das Geheimnis, dass man, wie man die Hände eintaucht ins Wasser,
00:19:54: ist so irgendwie das Entscheidende, oder? Genau, genau. Also das ist, kann sich das sehr, sehr gut
00:19:58: vorstellen, oder ich sage das auch sehr gerne, wenn es um den korrekten Armzug geht, bitte gerade in
00:20:02: der Anfangsbewegung, das nennt man sogenanntes Wasserfassen. Das ist so wie Gripaufbaum bei
00:20:08: einem Reifen, da auf am Anfang auf gar keinen Fall zu schnell anreißen, sondern hier versucht man
00:20:13: eigentlich wirklich einmal einen Widerstand aufzubauen und dann erst in der zweiten Phase,
00:20:18: in der sogenannten Druckphase, die auch vortriebswirksam ist. Da wird auch die
00:20:21: Armgeschwindigkeit dann auch leicht erhöht. Aber am Anfang, wirklich wenn man mit der Armbewegung
00:20:26: beginnt, nur nicht zu schnell beginnen, sondern eher langsam mal beginnen und dann stetig die
00:20:32: Geschwindigkeit erhöhen. Also es ist wirklich so wie ein gutes Beispiel ist der Reifen, der
00:20:38: Autoreifen auf einer Eisplatte, wenn man hier Vollgas gibt, der Räder auch durch, auch da muss
00:20:44: einmal sogenannter Grip aufgebaut werden und endlich ist es auch im Wasser. Es gibt ja auch gewisse
00:20:51: Hilfsmittel, mit denen man dann mehr Wasser in die Hände kriegt, eben so Paddel, oder gibt es auch
00:20:55: unterschiedlichste Sachen. Ist das wirklich notwendig im Training für Autonormalverbraucher,
00:21:00: Utilia-Normalverbraucherin? Ich würde mal sagen, wenn die Grundtechnik passt, ist es gut. Vor allem
00:21:06: Fingerpaddles auch einzusetzen, finde ich wirklich gut. Viel wichtiger wäre es, dass man ähnlich wie
00:21:12: beim Laufen unterschiedliche Schwimmgeschwindigkeiten schwimmen kann. Auch beim Schwimmen gilt,
00:21:16: dass man eine Belastungsmonotonie auf jeden Fall vermeiden sollte. Läufern sagt man oft bitte
00:21:23: nicht immer mit der gleichen Geschwindigkeit laufen, auch da einmal schneller laufen, auch da
00:21:28: ist sozusagen ein Intervalltraining, ein sehr günstiges Training, um wirklich den Herzkreislauf,
00:21:32: das Herzkreislaufsystem den Herzmuskel gut zu trainieren und das gilt auch für Schwimmen. Also
00:21:37: auch beim Schwimmen sollte man nicht immer nur mit einer Einheitsgeschwindigkeit unterwegs sein
00:21:41: und da macht es immer mal Sinn, an der Geschwindigkeit anzusetzen, wie gesagt Technik zuerst,
00:21:46: wann Geschwindigkeit und dann einfach genau diese Hilfsmittel wie Paddles einzusetzen, weil
00:21:51: da trainiert man einfach noch effektiver wirklich auch die Muskulatur und das würde ich auf jeden
00:21:56: Fall empfehlen. Es gibt gewisse Trends, dass gewisse Schwimmer gleich mit einem riesigen Rucksack
00:22:01: voller Equipment ins Bad kommen, das finde ich jetzt nicht notwendig. Also es reicht wirklich eine
00:22:06: Badehaube, eine gute Schwimmbrille, das ist entscheidend. Gute Schwimmbrille ist wichtig und
00:22:11: vielleicht ein Pullboy und das ist es auch schon. Und ich wollte es gerade bei der Schwimmbrille
00:22:15: nachfragen. Meine läuft immer an, wie findet man eine gute, was soll man da beachten? Ich würde
00:22:20: mal sagen, das muss man wirklich ausprobieren. Einfach auch die Gesichtsform ist einfach sehr
00:22:24: unterschiedlich, da gibt es jetzt nicht wirklich ein Modell, was allen passt. Es gibt auch hier einen
00:22:29: gewissen Trend zur Individualisierung, wo man zuerst einen ganzen Scan durchführt und dann
00:22:34: werden die Gaggels auch an die Gesichtsformen tatsächlich angepasst. Das ist jetzt nicht
00:22:37: unbedingt notwendig, aber man sollte einfach ein paar Modelle ausprobieren und ein Anlaufen ist
00:22:42: nie oder wenn Wasser reinkommt, das ist nie ein gutes Zeichen, aber es ist oft allein, es scheitert
00:22:48: allein, wie auch die Leute die Schwimmbrillen aufsetzen. Also es gibt hier ein paar Tricks,
00:22:53: die man beachten kann. Man muss auch damit rechnen, dass die Schwimmbrille, ja ich würde
00:22:58: das mal sagen, nach 40 Stunden auch dann auch einmal kaputt geht und dann kann man das fast nicht
00:23:03: vermeiden, das sogenannte Anlaufen. Manchmal hilft es auch, wenn man mit ein bisschen Speichel die
00:23:09: Schwimmbrille zuerst innen säubert, dann läuft es ja auch nicht so schnell an, aber es ist wirklich
00:23:13: vor allem die Passform, einfach auf die man achten muss und das gehört einfach ausprobiert. Ich
00:23:20: glaube auch ein Klassiker ist, dass ja viele Leute das Bundle über sie und den Hinterkopf legen,
00:23:25: obwohl sie eigentlich auf den Hinterkopf viel weiter oben gehört. Genau, genau, genau. Es ist
00:23:29: allein wirklich, wie man die Schwimmbrille trägt auch da, ja kann man sich schon helfen. Es gibt
00:23:34: ja diese sehr verbreiteten, ich glaube Swedish irgendwas heißen, die eigentlich nur gefühlt
00:23:38: kleine Kante aus Hartplastik sind, die viele wirklich gute Schwimmbadragen hören, dass irgendwann
00:23:43: auf weh zu tun und die muss man sich dann auch wirklich relativ fest eigentlich drauf geben,
00:23:47: dass die schön halten. Genau. Ich persönlich finde das unerträglich. Ja aber das verstehe ich auch,
00:23:52: für mich ist das auch zum Beispiel ein Brillmodell, was mir niemals passen wird und auch dass ich
00:23:56: mich niemals gewöhnen werde, aber wenn es einem wirklich passt und es gibt viele Personen, den einfach
00:24:01: dieses einfachste Modell, ich glaube es kostet 2,50 Euro, passt, aber ja, da muss einfach das
00:24:06: Gesichtsfeld auch zu diesem Modell passen, weil sonst wird es ja einem immer weh tun und braucht
00:24:12: seine Badehabe. Sehr österreichisch. Sehr österreichisch, genau, genau. Also allein aus
00:24:15: hygienischen Gründen würde ich ja mal sagen ja und es ist einfach angenehmer. Auch da sollte
00:24:22: man darauf achten, dass die Badehabe nicht so eng ist, weil sonst drückt sie einfach und es ist
00:24:26: einfach unangenehm, vor allem wenn man länger schwimmt, aber ich würde immer empfehlen mit
00:24:30: einer Bade oder Schwimmer, einfach schwimmen zu gehen. Was ist mit Oerstöpsel? Personen,
00:24:35: die empfindliche Ohren haben, denen würde ich das empfehlen, es gibt vor allem wenn man auch in
00:24:39: den Freibasserschimmen geht, ansonsten ist es so, wenn man aus dem Wasser manchmal steigt und man
00:24:44: hat irgendwie das Gefühl, das Ohr ist beschlagen, muss man einfach nur für 10 Sekunden auf einen
00:24:48: Bein hüpfen und dann kommt das, so macht es auch wieder plopp und das Wasser ist dann auch wieder
00:24:53: draußen, aber eben Personen mit empfindlichen Ohren würde ich empfehlen auch mit Oerstöpsel oder
00:24:59: Oerstöpsel zu tragen. Und wenn jetzt jemand total inspiriert ist von dieser Folge, wie geht man es
00:25:04: an? Ich würde eben sagen, zuerst einmal an der Technik ansetzen, sich einmal das Grau schwimmen,
00:25:09: dass man das Grau schwimmen wirklich technisch kann und das ist es und dann ab ins Bad oder ab
00:25:14: ins Freibasser und man wird sehen, man entdeckt hier für sich eine Sportart, die wirklich Spaß
00:25:19: macht und die man ein Leben lang machen kann. Was ja menschennah ist, es ist das Wort Delfinschwimmer
00:25:24: noch nicht gefallen und da sieht man hin und wieder jemand, der sich da durchs Wasser wühlt. Ich
00:25:29: glaube, es kommt ja vom Rettungsschwimmern eigentlich, Bild ich mir einmal gelesen habe,
00:25:32: was hat Delfinschwimmern für einen Sinn, außer dass bei Olympia eine vierte Lage gibt? Es macht
00:25:36: einfach Spaß. Also wirkliche Schwimmer, die genießen es sehr mit der sogenannten Delfin oder
00:25:42: Schmetterlingtechnik einfach zu schwimmen, es schaut einfach von außen auch gut aus. Man ist
00:25:48: schnell, wenn man jetzt im öffentlichen Bad einmal ein paar Längen Delfinschwimmen weiß man sofort,
00:25:52: okay, gewisse Blicke sind auf einen gerichtet, aber ansonsten ist das wirklich eine Schwimmlage,
00:25:56: die Spaß macht, die absolut auch ähnlich wie das Grau Schwimmensinn macht, die man aber auf gar
00:26:01: keinen Fall gleich am Anfang erlernen sollte, sondern eben auch da Schritt für Schritt. Also ich
00:26:05: würde mal sagen, Grau schwimmen, Rückenschwimmen, Delfinschwimmen. Ich erlebe es als extremes
00:26:11: Herzkreislauf-Training, genau eine Länge lang nämlich, aber ich kann es auch nicht. Genau, das
00:26:15: ist es. Auch da diese Technik hat auch richtig richtig erlernt und dann ist es eigentlich auch
00:26:21: gar nicht so komplex. Aber Sie haben jetzt noch was angesprochen und zwar die Dreidimensionalität.
00:26:25: Wie taucht man denn richtig? Es ist nicht tauchen-tauchen, wie z.B. von allem, sondern ohne Flosse,
00:26:32: ohne irgendwas. Also mal das Entscheidende wäre, dass man einen Köpfler kann, sprich man wirklich
00:26:38: einmal Kopfüber ins Wasser eintauchen kann, so fängt für mich einmal das Tauchen an. Also das
00:26:44: ist, wenn man das einmal beherrscht, dann hat man die Grundfertigkeit, um auch länger dann unter
00:26:48: Wasser bleiben zu können. Es ist dann mehr eher so der sogenannte Atemreflex, der dann auch wieder
00:26:54: um trainiert gehört. Das heißt, es darf einfach nicht unangenehm sein, wenn man merkt, oh, mir geht
00:26:59: jetzt langsam die Luft aus. Das kann man Diabnoe-Taucher wissen, dass sie sehr, sehr gut trainieren.
00:27:04: Nämlich, dass man da einfach gewisse Tricks anwenden kann, damit man eben nicht im Panik
00:27:09: gerät. Aber tauchen, wie gesagt, fängt bei mir an, dass man eben einen Kopfsprung kann. Und dann,
00:27:17: wenn man das beherrscht, wollen vor allem Kinder, die eine Grundfaszination mitnehmen,
00:27:22: weil die meisten Kinder bewegen sich eben eigentlich lieber unter der Wasseroberfläche als
00:27:27: wirklich oberhalb. Und da gibt es wahrscheinlich in unserer DNA, ich weiß es nicht, warum irgendwie
00:27:32: etwas, ja, was uns darunter zieht ins Wasser und was uns eher zum Tauchen animiert.
00:27:36: Ja, manche Kinder sind 30 und sitzen im Standard-Podcast-Studio gerade.
00:27:40: Ich frag mich gerade mal nicht, dass ich das letzte Mal einen Köpfle ins Wasser gemacht habe.
00:27:43: Irgendwie schade, dass man als normaler Mensch aufhört, irgendwann reinzuspringen.
00:27:46: Okay, dass ich irgendwann aufgehört habe, Köpfle ins Wasser zu machen.
00:27:54: Ich würde sagen, das ist ähnlich wie das Gralschwimmen. Es gibt nichts Schöneres als Kopf
00:27:59: über, egal ob es jetzt ein See ist oder auch ein normales Pool ins Wasser zu springen.
00:28:04: Bitte nur, wenn man weiß, ob es tief genug ist. Genau, aber auf jeden Fall, genau, bitte acht
00:28:08: geben. Aber das ist irgendwie so, wenn man das macht, wirklich mir Kopf über mal ins Wasser
00:28:12: springt und auf einmal ist es ruhig. Ja, und das ist irgendwie, was finde ich, was sehr
00:28:16: faszinierendes und ein Erlebnis. Und ja, ich würde empfehlen, vielleicht eben genau in
00:28:21: diesem Podcast, bitte nicht nur Gralschwimmen erlernen, sondern auch einen Köpfler.
00:28:25: Ich glaube, das schreit nach einer Fortsetzungsfolge. Wie köpfle ich besser ins Wasser?
00:28:29: Wer eine köpfelt, muss ja auch mit Kopf unter Wasser schaffen und wer krollen will, muss
00:28:34: auch das schaffen. Gerade bei Kindern kriegt man das oft mit, dass das eine Riesenhöhe
00:28:37: da ist. Ist das bei Erwachsenen auch noch ein Thema? Und wenn ja, wie kann man das niederschwellig
00:28:42: loswerden, diese Angst? Dass der Kopf im Wasser ist. Wirklich
00:28:46: einmal stehend, einmal nur mal den Kopf ins Wasser eintauchen, also nicht gleich in der
00:28:51: Bewegung, sondern einfach mal sich wirklich nur auf die Atmung oder dieses Eintauchen
00:28:55: vom Kopf einfach auf einmal das konzentrieren, den Kopf einmal ins Wasser geben, einmal,
00:29:00: es geht hier, wie gesagt, sehr viel um Ruhe. Die Ruhe finden, dann einmal wirklich über
00:29:04: Mund und Nase einmal locker ausatmen und dann entweder den Kopf einmal anheben oder auch
00:29:09: zur Seite drehen und locker einatmen. Aber einfach einmal nur auf diese einzelne Technik, nämlich
00:29:15: der Atmung, weil es geht eigentlich um die Atmung, weil reflexartig, will man einfach,
00:29:19: wenn man den Kopf ins Wasser geht, als ungeübter gleich ausatmen. Da geht es einfach wirklich
00:29:22: mal darum, Ruhe finden, Kopf eintauchen, genießen, vielleicht dann einmal kurz ausatmen und dann
00:29:28: wieder entspannt einatmen und so würde ich einmal starten.
00:29:30: So, und eine letzte Nischenfrage leiste ich mir jetzt noch, ist du mal Leid Franziska.
00:29:34: Ich finde es voll super. Ich hoffe, du hast nichts mehr vor heute.
00:29:36: Ich bin gut, dass du so eine Leidenschaft hast für das Thema.
00:29:38: Und auf Mund zu, unter Wasser.
00:29:40: Also, wenn man nicht dazu neigt, gleich Wasser anzuziehen, kann der Mund auch gerne etwas
00:29:45: geöffnet sein. Ansonsten würde ich einfach den Mund leicht schließen. Aber er muss
00:29:50: natürlich allein, weil man auch über den Mund ausatmet, sollte er leicht geöffnet sein.
00:29:54: Aber ja, nicht zu weit.
00:29:56: Alle Fragen beantwortet?
00:29:57: Ich glaube.
00:29:58: Ich komme gerne wieder.
00:30:00: Klingt so, als müssten wir das machen.
00:30:02: Ich habe jetzt nur extrem Lust, schwimmen zu gehen.
00:30:04: Ja, das klingt super.
00:30:05: Wer jetzt motiviert ist, schwimmen zu gehen, bitte abonniert uns, gebt uns fünf Sternebewertungen,
00:30:10: empfehlt uns gerne weiter.
00:30:12: Man kann zwischen den Intervallen zum Beispiel podcastieren.
00:30:15: Unbedingt beim Schwimmen vielleicht nicht unbedingt, aber geht mittlerweile auch.
00:30:18: Wir freuen uns über eure Geschichten, wie ihr wieder zurück zum Schwimmen gefunden habt
00:30:21: und vielleicht sogar ins Braulen hinein an Besserleben@derstandard.at und wir freuen uns
00:30:25: auch über weitere Themenvorschläge.
00:30:27: Ja, auch sonstiges Feedback immer, einfach per Mail, Besserleben@derstandard.at.
00:30:31: Nächster Woche geht es weiter, dann wieder im Trockenen.
00:30:34: Ganz genau, Christoph Drotzi, vielen Dank für den Besuch für uns im Studio.
00:30:37: Sehr gerne.
00:30:38: Das war Besserleben@derstandard-Podcast zum Glücklichwerden.
00:30:41: Ich bin Franziska Zeudl.
00:30:42: Ich bin Martin Schoruber.
00:30:43: Und produziert wurde die Folge von Christoph Neuwert.
00:30:46: Ciao.
00:30:47: Ciao.
00:30:48: Tschüss.