Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden
00:00:06: Und das war ein wahnsinnig viel Gute Schwimmer dort.
00:00:08: Und ich
00:00:09: muss sie dann mir erst einmal vorstellen und sagen, hallo, darf ich auch mitmachen.
00:00:12: Zweiteutiges Wortspiel, weil mal den Sieg zwischen die Beine
00:00:15: klappt.
00:00:20: Willkommen zu besser leben, der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.
00:00:23: Ich bin Franziska Zödel.
00:00:25: Und ich bin Antonia Raut.
00:00:27: Und Franzi, sag mal, hast du eigentlich die Badesachen schon eingewintert oder schwimmst du den Winter durch?
00:00:34: Ich schwimm ehrlicherweise nicht einmal im Sommer so richtig.
00:00:38: Ich bin eher so Typepensionistin, die den Kopf aus dem Wasser streckt, damit die Haare nicht nass werden.
00:00:43: Aber ich hab das Gefühl, du willst mich heute eines besseren belehren.
00:00:47: Ja, ich bin mir nicht ganz sicher, ob nicht du mich eines besseren belehren solltest.
00:00:53: Aber ich ziehe die Bade-Saison ja durch und ich meine nicht, dass ich Eis baden gehe, sondern ich hab vor circa einem halben Jahr angefangen, graulen zu lernen und gerade wieder einen Kurs begonnen.
00:01:04: Ich glaube, Eisbaden würde mir mehr zusagen.
00:01:07: Aber wenn wir beim Grauen bleiben, das ist ja nicht so ganz easy.
00:01:10: Das weiß ja nicht nur du, sondern auch unser Kollege Fritz Neumann hat sich das schon vor einigen Jahren vorgenommen.
00:01:17: Fritz, willkommen, dass du heute mit mir zum Fachsimpeln ins Studio gekommen bist.
00:01:22: Hallo, vielen Dank.
00:01:24: Und um die Franzi natürlich zu überzeugen, dass sie auch anfangen sollte, schwimmen.
00:01:29: Danke, dass du uns heute in deine Lern-Journey eintauchen lässt.
00:01:34: Du bist nämlich schon länger dabei.
00:01:36: Habe ich das richtig im Kopf?
00:01:37: Ja, so lange auch noch nicht.
00:01:39: Ich bin seit dreieinhalb knappen vier Jahren am Schwimmen.
00:01:43: Also am Krahlen, am richtig Schwimmen könnte man sagen, dass davor ja ja Brustschwimmen und beim Brustschwimmen, das sagen ja die Profis, das tut man damit man nicht untergeht, damit man über Wasser bleibt.
00:01:53: Aber Krahlen, sagen wir richtig, Schwimmen, das tu ich seit knapp vier Jahren.
00:01:56: Und wie kam es, dass du dir gedacht hast, du willst jetzt Richtig schwimmen in Anfangen, wie du sagst.
00:02:01: Ich habe es mir eigentlich gar nicht gedacht.
00:02:02: Das war ein großer Zufall.
00:02:04: Meine liebe Ehefrau hat einen Schwimmkurs geschenkt bekommen und wollte nicht allein hingehen.
00:02:09: Dann habe ich sie begleitet und bin Hänger geblieben.
00:02:12: Sie ist Gott sei Dank auch Hänger geblieben.
00:02:13: Also ich bin immer noch relativ regelmäßig und zu zweit.
00:02:16: Aber ich bin fast noch mehr Hänger geblieben als ich.
00:02:19: Ich bin richtig reingekippt.
00:02:20: Gerüchten zufolge bist du ja ein sehr sportlicher Mensch.
00:02:24: Jetzt frage mich natürlich, wie gut graulst du denn mittlerweile?
00:02:27: Ich würde sagen, ich graue nach wie vor sehr schlecht und ich graue nicht schnell, aber ich graue relativ ausdauernd und kann schon eine Zeit lang unterwegs sein.
00:02:36: Also ich habe ja, wie ich begonnen habe, mit einem Schwimmkurs in einem Fünfundzwanzig Meter Becken.
00:02:41: Ich bin dieser eine länger nicht durchgekommen am Anfang oder vielleicht bin ich sie gerade durchgekommen, aber dann war ich schon ziemlich am Ende.
00:02:47: Und das hat sich dann im Fünfzig Meter Becken sofort gesetzt.
00:02:51: Das war auch am Anfang katastrophal.
00:02:53: Und mittlerweile kann ich, weiß ich nicht, wahrscheinlich... auch zwei Stunden durchschwimmen, was ich nicht mache
00:03:00: oder selten
00:03:00: mache.
00:03:01: I sit here in awe.
00:03:02: Also mir stellt der Mund offen.
00:03:05: Ich habe nämlich auch einen Kurs gemacht bis jetzt und zu meinem Leidwesen in einem Fünfzig Meter Becken angefangen.
00:03:11: Genauso.
00:03:12: Ich habe ehrlich gesagt nach dem ersten Kurs jetzt das Gefühl gehabt, ich kann es wirklich noch nicht.
00:03:17: Also ich habe vielleicht, wie du sagst, diese Erfolgserlebnisse, dass man mal eine Länge, zwei Längen Wirklich graulen kann und danach vielleicht nicht völlig feitig ist, aber davon wirklich graulen zu können, bin ich entfernt.
00:03:29: Bin ich ein Antitellent oder ging es dir am Anfang auch so?
00:03:32: Mir ging es sehr lange so, mir geht es manchmal immer noch so, dass ich mir denke, das war jetzt furchtbar schlecht.
00:03:37: Und dann streue ich irgendwas anderes wieder ein.
00:03:40: Es gibt auch verschiedene Tricks und Hilfsmittel, um sich zu helfen, um wieder auf Touren zu kommen, wenn es mal nicht so geht.
00:03:45: Aber dieses Gefühl habe ich ganz, ganz lang gehabt.
00:03:47: Auf diese Tricks und Hilfsmittler sind wir natürlich schon sehr gespannt.
00:03:50: Was mich aber am Anfang interessieren wird, was macht Graulen jetzt eigentlich so schwierig, dass es eigentlich fast niemand kann?
00:03:55: und die eine Person im Bad, die es kann, die standen dann alle fasziniert an und denken sich superhuman eigentlich.
00:04:02: Ich glaube jetzt eigentlich, dass Graulen gar nicht so schwierig ist, wie viele Menschen glauben.
00:04:07: Wenn du mit einem Schwimmer redest oder mit einem Schwimmtrainer, der wird dir sagen, dass Brustschwimmern richtig, Brustschwimmern eigentlich viel schwieriger ist als Graulen.
00:04:14: Weil beim Brustschwimmern die Arme und die Beine eigentlich sich in gegensätzliche Richtungen bewegen.
00:04:21: Wohin gegen beim Grauen ja alles schon in dieselbe Richtung geht.
00:04:24: Ich glaube, was der große Unterschied ist, dass halt beim Grauen der Kopf mehr oder weniger permanent unter Wasser ist.
00:04:30: Das heißt, dass wahrscheinlich viele Leute am Anfang die Angst haben, dass sie nicht genug Luft bekommen, was ja dann noch tatsächlich so ist und was wahrscheinlich das Problem ist.
00:04:38: Also ich glaube, das Atmen macht es schwierig am Anfang.
00:04:42: Vor allem gefühlt schwieriger.
00:04:43: Da war ja eines meiner Aha-Erlebnisse, ein Freund von mir, der ziemlich gut schwimmt, hat mir am Anfang mal gesagt, die Schwimmer sterben tendenziell eher an zu viel als zu wenig Luft und hat damit gemeint, dass es mir ging, wie es halt auch oft beim Wandern zum Beispiel ist.
00:04:58: Wenn Leute noch nie auf einen Berg gegangen sind, dann atmen sie fast zu viel Luft ein, weil sie meinen irgendwie keine Luft mehr eben zu kriegen.
00:05:05: und dieses so... schnauf einfach mal normal und japp sie nicht, verzweifelt nach Luft, hat mir irgendwie schon recht viel geholfen.
00:05:13: Aber du hast dir ja auch Tipps geholt.
00:05:15: Unter anderem von der Master-Schwimmerin, einer der besten im Lande, Ruth Pataki.
00:05:20: Was waren denn so ihre besten Tipps für dich?
00:05:22: Also das stimmt, sie hat mir am Anfang wirklich sehr geholfen und manchmal telefonieren wir immer noch oder wir treffen uns im Bad und sie schaut mir ein bisschen zu und gibt mir Tipps.
00:05:30: Was für mich am Anfang sehr, sehr wichtig war, Man so tipps, die gar nix mit dem Schwimmern an sich zu tun gehabt haben, sondern eher mit dem Vorher und mit dem Drumherum.
00:05:39: Also zum Beispiel, bevor man ins Becken geht, dass man sich wirklich gut aufwärmt.
00:05:42: Und das macht so einen riesigen Unterschied.
00:05:44: Ich hab das am Anfang nicht glauben können.
00:05:46: Die ersten Male, wo ich halt auch in den Kurs gekommen bin, da war recht wenig mit aufwärmern und man ist dann halt gleich ins Becken.
00:05:53: Vielleicht auch deshalb, weil ich immer recht spät dran gewesen bin.
00:05:56: Das macht einen so gewaltigen Unterschied, wenn die Schultern vorher gescheit mobilisiert sind und die Arme und wenn der Kreislauf auf Touren gekommen ist.
00:06:02: Das ist ein ganz anderes Wegschwimmern sozusagen.
00:06:05: Ich habe das noch nie gemacht, also das heißt man mobilisiert sich einfach fünf Minuten, bevor man im Gym eine ganze Körpersport-Einheit machen würde, oder wie?
00:06:13: Voll, also ich würde sogar raten zu zehn bis fünfzehn Minuten und das zahlt sich total aus.
00:06:18: Also Arme gräßen in die verschiedenen Richtungen, Arme links, rechts schlagen.
00:06:23: Vielleicht gar nicht so denen, glaube ich, am Anfang, sondern wirklich vor allem die Arme in Bewegung bringen.
00:06:28: Und wenn es dann im Wasser weitergeht, hat es ihr da auch noch Tipps?
00:06:31: Doch, doch, da haben wir viel über die Atmung geredet und über die Wasserlage.
00:06:35: Ich glaube, es hat sie prinzipiell im Vorteil, man sagt, dass Frauen von Hauses eigentlich eine bessere Wasserlage meistens haben als Männer.
00:06:42: Sie hat gesagt, ich bin auch relativ glücklich.
00:06:44: Ich habe auch irgendwie eine relativ gute Wasserlage am Anfang schon gehabt.
00:06:48: Und ja, die Atmung hat sie mir sehr geholfen und Tips gegeben.
00:06:51: Ich habe am Anfang übergriffen, das heißt, ich habe mit der rechten Hand, bin ich zu sehr nach links gekommen, mit der linken Hand zu sehr nach rechts, das hat sie korrigiert.
00:06:59: Und es gibt eigentlich immer was zu tun und zu lernen und zu verbessern.
00:07:03: Ich habe heuer ein paar Geschichten gemacht und so den kennengelernten Josef Köberl, den Eis-Schwimmer und Extremschwimmer.
00:07:10: Der ist mittlerweile recht bekannt, weil er die Ocean Seven schwimmt.
00:07:13: Der ist in Neuseeland von einer Insel zu anderen geschwommen und dann ist er noch durch den Nordkanal heuer geschwommen.
00:07:18: Eine völlig irre Geschichte, ich glaube, einundvierzig Kilometer und er war vierzehn Stunden im dreizehn, vierzehn Grad kalten Wasser unterwegs.
00:07:26: Und da denke ich mir, das ist ein Mensch, der schwimmt so viel und seit so vielen Jahren, der kann wirklich gut schwimmen und grauen.
00:07:32: Und der hat mir gesagt, dass er sich vor allem in der Vorbereitung auf Technik konzentriert hat.
00:07:37: Dass er seine Schwimmtechnik eigentlich verändert hat, verbessert hat.
00:07:40: Weil das wichtig für ihn ist, weil ich glaube, jeder Minute zählt, wo er wenig in diesem vierzehn grad kalten Wasser unterwegs ist.
00:07:46: Puder klingt am Stadthallenbad gleich.
00:07:48: nicht mehr so schlimm, finde ich.
00:07:50: Jetzt hast du ja von der Technik geredet, da gibt es ja auch so einige Hilfsmittel, mit denen man arbeiten kann.
00:07:54: Ich sehe dann immer so Bojen oder Leute, die mit irgendwelchen Schnorcheln oder so unterwegs sind.
00:07:59: Was ist denn da sinnvoll?
00:08:00: Braucht man das alles?
00:08:01: Ich weiß nicht, ob man alles braucht, aber einiges ist total sinnvoll.
00:08:04: Also diese Boje, der Pool-Boje.
00:08:07: Boy wie die Boy und nicht wie der Bup.
00:08:09: Ich habe immer geglaubt am Anfang, dass es der Pool-Bup irgendwie wäre.
00:08:12: Ich habe auch gedacht, der Pool-Boy und das ist ein voll zweiteutiges Wortspiel, weil man den sich zwischen die Beine kloppt.
00:08:17: Ich habe auch gedacht, den Begriff haben irgendwelche, ich weiß es nicht, Amerikanerinnen erfunden den sechziger Jahren oder so.
00:08:28: Aber es ist die Boy, ja.
00:08:29: Und die ist schon extrem hilfreich gewesen bei mir am Anfang.
00:08:32: Also ohne die hätte ich ja diese ... ersten fünfzig Meter Längern gar nicht geschafft.
00:08:36: Und das war am Anfang dann, ist ja das auch nicht gegangen, dass du drei, vier Längern da hintereinander grausst und da habe ich immer eine Länge mit Pool Boy, eine Länge ohne Pool Boy und dann habe ich ihn halt immer öfter weggelassen.
00:08:47: Aber ich nehme ihn immer noch eigentlich regelmäßig, weil er bei der Technik irgendwie hilft.
00:08:52: Also er verbessert die automatisch die Wasserlage, du bist weiter oben, machst weniger oder gar nichts mit den Beinen und kannst dich halt auf die Armbewegungen konzentrieren.
00:09:00: Das ist schon ganz gut.
00:09:01: Und was mir mittlerweile auch sehr hilft, ist der Schnorchel.
00:09:05: Zum Schnorchel hat mir die Ruht geraten und am Anfang hat das bei mir gar nicht funktioniert.
00:09:09: Ich kann gar nicht sagen, warum, aber ich permanent Wasser hineinbekommen, weil ich, glaube ich, durch die Nase halt dann unter Wasser weitergeatmet habe oder so.
00:09:18: Und bin nur hustend am Beckenrand gehängt und habe mir dann so eine Nasenklammer drauf getan, was schon auch gewöhnungsbedürftig ist, aber man gewöhnt sich dann dran.
00:09:27: Man sieht halt aus, wenn eine Zynchronschwimmerin, aber das ist ja auch letztlich egal.
00:09:31: Und mittlerweile schwimme ich mit diesem Schnorchel wirklich viel.
00:09:35: Also oft auch, ich weiß es nicht, fünfhundert Meter im Stück.
00:09:39: Und ich habe eine Freude dabei, weil man sich ja weniger bewegen muss, also den Kopf.
00:09:43: Diese Geschichte mit auf welcher Seite atme ich aus, diese Frage stellt sich nicht.
00:09:47: Und man hat dadurch halt eine viel bessere Wasserlage.
00:09:50: Du kommst nicht aus der Linie sozusagen.
00:09:53: Haben Sie zufällig auch was gesagt, ob es ein Problem ist, wenn ich nur auf eine Seite atmen kann?
00:09:58: Ich glaube, dass sehr viele Menschen nur auf eine Seite atmen.
00:10:01: Okay.
00:10:02: Ich war so am Anfang unterwegs, ich habe bei jedem dritten Zug geatmet, also abwechselnd links und rechts und haben mir gedacht, das ist eigentlich ganz okay, weil ich immer darauf schaue, eigentlich in meinem ganzen Leben, dass ich möglichst mit beiden Händen bei das mache, mit beiden Beinen bei das mache und das hat man getakt und mittlerweile bin ich aber auch auf... übergegangen, dass ich mal eine Länge nur links atme, mal eine Länge nur rechts atme.
00:10:23: Ich schaue schon, dass ich mich abwechsel, aber oft nur längernmäßig sozusagen.
00:10:26: Okay, weil mein Präner hat auf die Frage, ob ich nicht lernen soll, auf die andere Seite zu atmen, gemeint, das ist jetzt mal dabei nicht die Priorität.
00:10:35: Aber da sind wir eh schon beim Thema.
00:10:36: Wir haben ja dann offenbar beide mit Kursen angefangen.
00:10:39: Findest du Da führt irgendwie kein Weg dran vorbei?
00:10:42: oder kann man eigentlich auch so mit YouTube-Tutorials einfach selber sich kraulen beibringen?
00:10:49: Ich glaube, das macht schon Sinn, wenn du am Anfang wen dabei ist, dass sozusagen Profis und dir Zuschauer und die Ratschläge gibt.
00:10:55: Was mir beim Kurs vor allem geholfen hat, das sind ja sehr viele Menschen in so einer Bahn.
00:11:00: Und das hat mir ein bisschen die Angst davor genommen, mit vielen Menschen in einer Bahn zu sein.
00:11:04: Wenn ich jetzt ins Bad komme und da sind drei, vier Menschen in der Bahn, dann habe ich jetzt ... Keine Scheu da auch hineinzugehen und da sind halt vier drinnen.
00:11:11: Weil im Kurs, da waren ja oft sieben, acht Leute in einem fünfundzwanzig Meter Ding unterwegs und da war schon ganz viel Bewegung im Wasser.
00:11:17: Das macht das Wasser ja auch unruhig.
00:11:19: Du siehst dann weniger, das Wasser wird unklar.
00:11:22: Gibt es eigentlich in deiner Etikette, wann es zu viel ist?
00:11:24: Wenn ich jetzt in einen Bad gehe und grauen will auf dieser Bahn und nicht so schnell bin, muss ich dann mir erst einmal vorstellen und sagen, hallo, darf ich auch mitmachen?
00:11:32: Ich weiß nicht, das ist, aber es ist natürlich oft schwierig.
00:11:35: Ich schaue mir dann schon oft an, wie schnell die Leute da unterwegs sind in den einzelnen Bahnen und wie die unterwegs sind.
00:11:42: Es kann jetzt mit vielen Menschen, die unter Anfangszeichen normal unterwegs sind, kann das total angenehm sein.
00:11:49: Und es kann total unangenehm sein mit ein, zwei, die halt Dinge machen, mit denen andere Probleme kriegen.
00:11:57: Es schadet da auch nicht, wenn man in ein neues Bad geht, mal auf die Website zu schauen, weil es gibt auch Bäder, wo man sich zum Beispiel bei anderen reservieren kann.
00:12:03: Oder wo es sowas wie Fast-Lanes gibt oder Slow-Lanes.
00:12:07: Oder wo es auch einen, was ich für eine Anfänger-Spur gibt, habe ich mir einiges schon untergekommen.
00:12:13: Und dann fühlt man sich gerade, wenn man weiß, dass man selber eine Slow-Lane bräuchte, gleich ein bisschen sicherer.
00:12:20: Wenn dann viele Telfine unterwegs sind, macht das schon Sinn, wenn die... Ich weiß es nicht, vielleicht in einer Bahn gemeinsam sind, aber zu einem Delfin dazu zu gehen und da Bostüm und so wollen, das ist halt schwierig.
00:12:29: Das ist mutig, ja.
00:12:29: Nach Rücken schwimmen finde ich dann ganz toll.
00:12:32: So quer fällt ein, fräsen.
00:12:36: Aber jetzt habt ihr mir schon, also überzeugt ist jetzt übertrieben, so gut klingt es jetzt auch wieder nicht, aber wie viel Training muss man denn reinstecken am Anfang?
00:12:44: Also reicht so ein Kurs einmal in der Woche oder muss man dann schon noch zusätzlich so üben gehen und selber auch ein bisschen Initiative zeigen?
00:12:51: Also ich war dann schon am Anfang.
00:12:53: Zumindest ein zweites Mal war ich noch unterwegs und das hat schon geholfen.
00:12:57: Und der Kurs ist dann auch sehr schnell vorbei.
00:12:59: Einheiten sind das meistens, das sind zehn Wochen.
00:13:02: Also mit einem Kurs kommst du ja lang nicht über den Winter zum Beispiel, wenn du anfängst damit.
00:13:06: Irgendwann geht das dann wahrscheinlich auch ins Geld, wenn du das oft machst.
00:13:09: Das macht dann schon Sinn, wenn du alleine schwimmern gehst.
00:13:12: Und ich finde, dass Schwimmern ist ein extrem günstiger Sport.
00:13:15: Ich bin halt in Wien, im Stadionpaard habe ich eine Saisonkarte.
00:13:19: Ich finde das extrem günstig.
00:13:21: Fast so niederschwellig wie Laufen.
00:13:23: Laufen ist vielleicht noch ein bisschen einfacher, weil es direkt von der Haustüre weggeht.
00:13:26: Aber ich glaube, in Wien haben wirklich alle Menschen sehr in der Nähe ein Bad.
00:13:30: Es gibt so viele Bäder in Wien.
00:13:32: Halt leider vor allem, vor allem, fünfundzwanzig Meter Becken.
00:13:35: Fünfzig Meter Becken gibt es ja, glaube ich, nur die Stadthalle, sonst nichts für die Allgemeinheit.
00:13:40: Ich habe ja auch versucht, öfter allein zu gehen, gerade auch am Anfang.
00:13:43: Habe ich denn aber immer irgendwie Sorge gehabt, mir was selber falsch einzulernen oder falsch beizubringen?
00:13:50: Wenn ich dann so mehr sinkend als schwimmend
00:13:54: durchs
00:13:54: Becken gehechelt bin, ist die Sorge berechtigt deiner Erfahrung nach, dass man sich selber dann irgendwie Fehler einlernt?
00:14:01: Ich glaube, man kann sich die Fehler auch wieder auslernen.
00:14:04: Es ist schon gut, wenn man schwimmen geht, aber es ist sicher auch gut, wenn man alle paar Wochen mal wem nachschauen lässt, ob das gut ist, was man dann macht.
00:14:11: Also, die Korrektiv ist jetzt die Sorge nicht so groß berechtigt.
00:14:15: Das glaube
00:14:15: ich auch, ja.
00:14:16: Jetzt ist ja gerade eher als Bart-Saison, wenn man draußen schwimmen will, aber gehst du in der wärmeren Jahreszeit auch im Freibasserkrollen?
00:14:24: Ich gehe eigentlich sehr gerne im Freibasserkrollen.
00:14:26: Also wenn ich auf Urlaub war, und das war ich in den letzten, seit ich Krollen in den letzten dreieinhalb, vier Jahren auch in Griechenland, das war ein Traum im Meer zu schwimmen, das finde ich ganz, ganz, ganz super.
00:14:35: Du siehst halt auch ein bisschen mehr als im Bart, ein bisschen mehr als Kacheln, du siehst ab und zu Muscheln, Fische, weiß nicht was.
00:14:42: Und das Meerwasser ist ja gesund und es trägt dich automatisch schon ein bisschen mehr als Süßwasser.
00:14:46: Jetzt habe ich ganz wunderbar gefunden.
00:14:48: Da sind wir wirklich in den Endsoil-Urlauben ganz viel schwimmern gewesen.
00:14:51: Heuerlärder nicht, muss ich sagen.
00:14:52: Da haben wir aber auch ein Swimmingpool in der Nähe gehabt.
00:14:55: Das waren nur zehn, zwölf Meter lang und wir sind trotzdem auf der einen Kilometer dort geschwommen.
00:15:01: Kriegst einen Drehwurm, aber frei Wasser schwimm ich total gern.
00:15:04: Mit zehn habe ich ein bisschen Probleme, weil mir die Schwäbstoffe zu schaffen machen und ich nachher oft wirklich ein, zwei Tage richtig verschnuppt bin, wenn ich viel schwimmern gehe in einem See.
00:15:13: Schwäbstoffe?
00:15:14: Schwäbstoffe, die schwimmern, glaube ich, an der Wasseroberfläche und setzen mir zu.
00:15:21: Wenn du dann im Freivasser unterwegs bist, bist du schon gesagt, eigentlich ist es ein sehr günstiger Sport, man braucht eine Schwimmbrille und vielleicht eine Schwimmhaube und man kann schon loslegen.
00:15:28: Aber hast du dann zum Beispiel im Freivasser eine Boje dabei, so für Sicherheitsreasons?
00:15:33: Das haben wir uns geschenkt, die letzten Weihnachten und haben wir dann auch ausprobiert und ich war überrascht, dass das überhaupt nicht störend ist.
00:15:39: Ich habe mir jetzt gedacht, das ist störend mit diesem Band und mit der Boje.
00:15:43: Aber die Boje ist super.
00:15:44: Ich bin ein ganz großer Freund der Boje geworden, weil du auch in der Boje was mitnehmen kannst.
00:15:48: Also die schwimmt ja nicht nur, es ist nicht nur ein Luftballon, sondern du kannst, das Handy haben wir uns nicht getraut, aber du kannst deinen Geld mitnehmen oder du kannst auch eine kleine Trinkflasche reintun und wenn du da über den See schwimmst und auf der anderen Seite Kurzstation machst, das ist schon richtig gut zu einer Boje und Sicherheit gibt die natürlich auch.
00:16:05: Hast du eigentlich ein sportliches Ziel, das dich motiviert oder ist es einfach immer besser zu werden?
00:16:11: Also, ich bin gar nicht ehrgeizig.
00:16:12: Ich habe noch nie auf eine Zeit geschaut.
00:16:14: Ich freue mich, wenn ich immer länger schwimmen kann, sozusagen.
00:16:17: Das war für mich so eine Haarliebnis, wie ich zum ersten Mal eine Stunde geschwommen bin.
00:16:20: Das hat mir richtig Spaß gemacht.
00:16:22: Meine liebe Frau, die schuld ist dann, dass ich überhaupt schwimme, hat mir dann irgendwann mal ein Trainingslager geschenkt, ein Schwimtreiningslager.
00:16:30: Da war ich eine Woche im November auf Tenerifa.
00:16:33: Okay, nicht schlecht.
00:16:35: In so einem tatsächlichen Camp, das heißt T-Trei, ich glaube eh nach Tenerifa.
00:16:40: Und
00:16:40: da waren fünfzig Meter Becken und ein fünfundzwanzig Meter Becken und eine Gegenstromanlage in dort.
00:16:45: Es war richtig, richtig sensationell.
00:16:47: Im Meer hat man auch schwimmen können.
00:16:50: Und es waren wahnsinnig viele gute Schwimmer dort und ich.
00:16:54: Das war schon ein Haar-Erlebnis.
00:16:56: Und das war halt ein ihres Programm.
00:16:59: Gleich am ersten Vormittag, ich weiß nicht, zwei Stunden schwimmen, am Nachmittag nochmal drei Stunden schwimmen.
00:17:04: Und das war halt dann sechs Tage lang jeden Tag fünf Stunden schwimmen.
00:17:07: Und ich weiß eigentlich gar nicht, wie ich das überlebt hab.
00:17:10: Ich hab, glaub ich, noch nie so viel gegessen.
00:17:13: Und getrunken und ansonsten eh nur geschlafen.
00:17:15: Aber das war schon schräg.
00:17:17: Klingt eigentlich nach einem perfekten Urlaub für unseren Ton.
00:17:19: Absolut.
00:17:20: Ich mach mir Notizen.
00:17:22: Man kann da doch sehr gut Rad fahren und laufen.
00:17:25: Jetzt wird's interessanter, jetzt wird's interessanter, ja.
00:17:27: Da
00:17:27: schließe ich gleich an.
00:17:28: Ich bin ja doch auch über den Triathlonversuch, den ich heuer gestartet hab, zum Schwimmen gekommen.
00:17:34: Und da bin ich ja nicht die einzige.
00:17:36: um die dreißigjährige, die gerade in diesen Fahrwassern unterwegs ist.
00:17:40: Hast du das Gefühl, Schwimmen erlebt durch diesen Triathlon-Boom?
00:17:44: Gerade so ein bisschen ist es so eine Trendsportart auch.
00:17:48: Du kriegst es ja mit, wenn du in den Bädern bist und beobachtest, wer da so alle ein- und ausgeht.
00:17:52: Ich habe schon das Gefühl, dass manchmal richtig viel los ist im Schwimmbad.
00:17:56: Ich habe halt den Vorteil im Stadionbad.
00:17:57: Da gibt es zwei Becken seit einigen Jahren.
00:17:59: Da verteilt es sich und da kann man auch schwimmen gehen, wenn jetzt Schulklassen dort sind oder wenn Vereine Training haben.
00:18:05: Das geht sich dort eigentlich immer ganz gut aus.
00:18:07: Im Winter wird schon schwieriger, in den meisten Bädern sind nur zwei Bahnern geleint und da ist schon richtig viel los.
00:18:13: Und das Publikum total gemischt, jüngere Menschen, ältere Menschen.
00:18:16: Jetzt heißt ja immer, schwimmen ist überhaupt der gesündeste Sport überhaupt.
00:18:19: I disagree, weil wenn ich Brust schwimme, tut mir da noch das Knack weh.
00:18:22: Aber ich glaub, das ist ja mein Problem, ist das vom Schwimmen.
00:18:25: Aber jetzt sind diese Leute, die professionell schwimmen, die haben ja schon einen sehr muskulösen starken Körper.
00:18:31: Ist das was, was du sagst?
00:18:32: Das passiert wirklich, da geht es schnell ganz viel weiter und man verändert sich auch körperlich.
00:18:36: Oder im Hobbybereich soll man sich eher nicht so viel erwarten.
00:18:41: Ich passe jetzt zu meiner Enttäuschung doch noch durch die Tür.
00:18:44: Aber nur mehr
00:18:44: ganz knapp.
00:18:45: Du hast
00:18:45: die vorher reinkommen gesehen, das war eng.
00:18:48: Aber es ist auch eine sehr enge Tür.
00:18:54: Also wie motivierst du mich denn jetzt, dass ich da jetzt ganz schnell innerhalb von zwei Monaten ihre Starkwerde?
00:19:00: Ich glaube, wenn du zweimal in der Woche schwimmen gehst, wirst du das nach zwei Monaten sehen, glaube ich auch, aber du wirst das vor allem spüren.
00:19:07: Also es ist schon so, wenn man aus dem Becken rauskommt, man geht dann irgendwie den ganzen Tag ganz anders, kommt mir vor, man fühlt sich besser, vielleicht gar nicht so breit jetzt, aber ja, man fühlt sich besser.
00:19:20: Und soll man ergänzend eigentlich noch Krafttraining oder irgendwelche anderen Ausdauersportdaten machen?
00:19:24: Was sagst du da dazu?
00:19:26: Also ob man das machen soll, kann ich schwer sagen.
00:19:28: Ich mache sonst auch noch einiges aber jetzt noch keine Kraftsachen, werde ich auch irgendwann anfangen, aber ich mache eh schon zu viel Sport, habe ich das Gefühl.
00:19:35: Ich habe mich
00:19:36: jetzt überlegt, ob ich, weil vorher die Redner davon gewesen ist, ob ich mit diesem Eis schwimmen auch ein bisschen anfangen soll, weil mir der Josef Köber so imponiert und der macht ja auch so Kurs.
00:19:45: jetzt, habe ich mir gedacht, ob ich mir das mal anschaue.
00:19:47: Und das soll ja auch, abgesehen von allem anderen, sehr, sehr gesund sein, dieses kalte Wasser.
00:19:51: Und ein kleines Erlebnis habe ich schon gehabt, weil Die liebe Ehefrau und ich im September auf einer Hochzeit eingeladen waren.
00:19:58: Einer Drachten-Hochzeit.
00:19:59: Das war auch eine Premiere für uns.
00:20:00: Und das war in Reiche noch an der Rags.
00:20:04: Und ich habe mir gedacht, vielleicht ist dort ein Bad in der Nähe in Freibad.
00:20:07: Und tatsächlich war das so.
00:20:08: Und wir sind dort reingegangen und es war niemand in den Bad.
00:20:11: Es war auch kein sehr schöner Sonntag.
00:20:12: Es hat so ein Achtzehn Grad gehabt.
00:20:14: Tost und war bewölkt.
00:20:15: Und wir zahlen halt dort den Eintritt.
00:20:16: Wunderschönes Bad in Ehtlach, glaube ich, hat das gehessen.
00:20:19: Und wie wir so reingehen und es ist niemand in den Bad, ruft uns die Frau von der Kasse nach.
00:20:24: So, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so.
00:20:46: Und dann sind wir halt den ganzen Kilometer fertig gekraut und da fühlt man sich nachher schon gut, muss ich sagen.
00:20:57: Das ist commitment.
00:20:58: Ich kann das irgendwie nachvollziehen, wobei es halt halt siechzehn, siebzehn Grad gehabt und ich glaube jetzt der Neusiedlersee hat vierzehn oder so.
00:21:06: Das wäre nochmal eine andere Kategorie.
00:21:08: Also wir freuen uns dann auf die Follow-Up Folge.
00:21:10: zum Im Fever durch den Neusiedler sehe ich grau.
00:21:13: Ich glaube, das wäre auch Stoff für eine Reportage.
00:21:15: Ich glaube, da würde man schon auch zuschauen und anfeuern kommen, wenn es passiert.
00:21:19: Aber ich brauche jetzt nochmal kurz deine Unterstützung.
00:21:21: Ich will Franzi hier schon lang überreden, dass sie mit mir auch zum Schwimmen kommen soll, weil sich das gemeinsam doch schöner trainiert.
00:21:27: Warum sollten auch Erwachsene noch grauen lernen?
00:21:31: Ich finde das toll am grauen oder am gemeinsamen Schwimmen gehen, ist ja auch, dass man sich während der Sportausübung nicht miteinander unterhalten.
00:21:39: Muss oder kann, würde ich sagen.
00:21:41: Das unterscheidet ein bisschen vom Laufen oder auch vom Radfahren, wo ja, glaube ich, den Menschen schon viel miteinander reden.
00:21:47: Aber ich genieße das schon auch sehr, dass man da wirklich so ganz für sich ist.
00:21:51: Das finde ich toll und das ist beim Schwimmen halt automatisch gegeben.
00:21:54: Sich dann aber nachher drüber zu unterhalten, ist dann umso schöner auch irgendwie.
00:21:58: Es gibt dafür aber Kopfhörer, die man beim Schwimmen verwenden kann.
00:22:01: Also Podcast hören, wer theoretisch möglich
00:22:05: ist.
00:22:05: Zum Beispiel diese Folge oder auch viele weitere, wir haben ja schon ganz viel über Sport geredet.
00:22:09: Lieber Fritz, vielen Dank für deinen Besuch bei uns im Studio.
00:22:12: Danke euch.
00:22:13: Ja, und wenn euch diese Folge gefallen hat, dann hinterlasst uns gerne eine gute Bewertung, wo auch immer ihr eure Podcasts hört.
00:22:20: Und wir freuen uns auch immer über Zuschriften, Themen, Vorschläge an besserleben.at.z.
00:22:27: Erzählt uns doch eure besten Graulgeschichten und eure Hacks, wie ihr es lieben gelernt habt.
00:22:31: Ich werde es mit Interesse
00:22:37: lesen.