Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden
00:00:07: Wie viel du wirkst, echt sehr erschöpft, Mathe.
00:00:09: Statt dem Sneakers aus der Werbung sollte man dich einfach
00:00:11: einmal rausschen.
00:00:12: Einfach mal eine Runde um den Block.
00:00:13: Er schafft sie, das mal wieder seinen Schlaf wieder einzutrainieren.
00:00:20: Willkommen zu besser lieben, der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.
00:00:23: Ich bin Franziska Zeudl.
00:00:25: Ich bin Martin Scherruba.
00:00:26: Und wir reden heute über ein Thema, das Gefühl gerade alle in meinem Umfeld beschäftigt,
00:00:31: Mathe.
00:00:31: Und in meinem, ich habe schon ein bisschen in den Folgenzitel reingeschaut und ich glaube, wir sprechen heute für und über alle.
00:00:36: Genau.
00:00:37: In meinem und deinem Umfeld singt alle ziemlich erschöpft, oder?
00:00:40: Und ich hab so ein bisschen das Gefühl, es geht über die körperliche Erschöpfung von einem anstrengenden Tag hinaus.
00:00:45: Ja, es ist mir so ein allgemeines... So ungefähr.
00:00:49: Ich weiß nicht, ob das ohne Gesichtsausdruck so gut funktioniert, aber...
00:00:52: Ich glaub, das kann sich jeder so ungefähr vorstellen,
00:00:53: ja.
00:00:53: Es ist ein Gequälter.
00:00:54: Ich hab das sehr stressige vorige Woche und hab dann am Freitag freikappt und hab den zu achtzig Prozent auf der Couch verbracht.
00:01:00: Ja, ich kenn das.
00:01:01: Ich wär jetzt grad gern auf der Couch um ehrlich zu sein, aber nix gegen diesen Podcast.
00:01:05: Ich hoffe, ihr liegt auf der ... Nein, ich hoffe es jetzt aktiv.
00:01:08: Das ist wahrscheinlich besser.
00:01:09: Ich
00:01:09: bin so froh, dass das von dir kommt und nicht von
00:01:11: mir.
00:01:11: Aber ich hab vor kurzem über diese Erschöpfung einen Artikel geschrieben und mich ... darüber, was man dagegen tun kann und was dahinter steckt, auch mit unterschiedlichen Fachleuten unterhalten.
00:01:20: Ich werde also in den nächsten Minuten so ein bisschen von meinen Erkenntnissen erzählen und auch sehr interessant.
00:01:27: Unter dem Artikel auf unserer Website hat sich dann eine teils recht interessante Diskussion unter Userinnen und User entwickelt.
00:01:34: Mit so Tipps und Hacks, die da noch ausgetauscht wurden und ich würde sagen, die reden wir dann auch noch.
00:01:39: Das finde ich gut, aber fangen wir mal mit dem Anfang an.
00:01:41: Woher kommt denn diese elendige Müdigkeit?
00:01:44: Also es gibt natürlich unterschiedliche Ansatzpunkte, aber natürlich kann Müdigkeit schon auch körperliche Gründe haben.
00:01:50: Also der Sportmediziner Robert Fritz hat mir als ersten Schritt daher mal geraten, eine wirklich andauernde Erschöpfung mal medizinisch abklären zu lassen.
00:01:59: Dahinter kann zum Beispiel ein Problem mit der Schilddrüse stecken oder bei Frauen der Klassiker in Eisen mangeln.
00:02:04: Es können auch andere Vitamine und Mineralstoffe fehlen.
00:02:07: Wenn da was rauskommt, Bis es ein guter Anfang, weil dann kann man die Sache ganz gezielt angehen.
00:02:12: Wovon aber sicher abzuraten ist, ist, dass man quasi selbst irgendeinen Mangel diagnostiziert und dann irgendwelche Präparate einwirft.
00:02:20: Es bringt einfach nichts.
00:02:21: Also der Firma, die da die verkauft, ich koste ja nicht so viel, einfach mal ein Put-Bild machen zu lassen.
00:02:26: Genau.
00:02:27: Und zum Beispiel jetzt kommt die dunkle Zeit.
00:02:29: Extrem viele Menschen haben ein Vitamin D-Mangel.
00:02:31: Das könnte da durchaus gut rauskommen, dass man da vielleicht ein bisschen substituieren sollte, wenn man die Sonne vier Monate nicht zieht, weil man im verdammten Wien wohnt und alles dunkel und grau ist.
00:02:39: Absolut.
00:02:40: Und es macht einen riesen Unterschied, wenn man Vitamin D substituiert und man hat einen Mangel gehabt.
00:02:43: Ja, perfekt.
00:02:44: Man ist ein neuer Mensch.
00:02:45: Man sagt
00:02:46: schon, dass man den Mangel hat.
00:02:47: Genau.
00:02:48: Aber es gibt wahrscheinlich auch andere Gründe, weil es hat jetzt nicht jeder einen Nährstoffmangel.
00:02:52: Genau.
00:02:53: Ich habe auch mit der Psychotherapeutin Barbara Heid gesprochen und die hat ... hat einfach irgendwie zusammengefasst, dass die Menschen heute einen großen Druck verspüren zu performen.
00:03:03: Also das Problem der ständigen Erreichbarkeit kennen wir eh.
00:03:05: Jeder hat irgendwie gefühlt immer sein Handy dabei, checkt dauernd seine Arbeits-E-Mails.
00:03:10: Das ist halt auch nicht gut, wenn die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben immer mehr verschwimmen.
00:03:16: Und dann gibt es auch noch einfach viele Rollen, die wir heute erfüllen müssen.
00:03:19: Also es geht vom Partner, Partnerin, Eltern, da muss man der perfekte Arbeitnehmer sein.
00:03:26: Also, es ist einfach viel, ja.
00:03:27: Lauchgruppen-Organisatorin
00:03:29: soll es auch noch geben.
00:03:30: Es ist viel Druck, so viel kann ich sagen, ja.
00:03:33: Und das ist jetzt auch schon ein sehr gutes Stichwort, weil die Psychotherapeutin hat eben auch gesagt, dass viele Menschen mittlerweile halt auch ihre Freizeit total optimieren und durchtakten.
00:03:43: Und da kommt dann auch manchmal die Erholung zu kurz.
00:03:46: Ja, und da hast du ja mit Antonia vor längerer Zeit eine Folge dazu gemacht.
00:03:50: Teilweise macht man sich ja dann noch mit der Erholung selber noch so einen Stress eben, dass wir jetzt immer nichts tun.
00:03:56: Das können wir ja auch fast nicht mehr, weil eben dann muss die Erholung auch möglichst optimal sein, möglichst effizient sein.
00:04:01: Und das ist ja auch eher kontraproduktiv.
00:04:03: Absolut,
00:04:03: aktuelles Beispiel von mir.
00:04:05: Ich schaue in der Früh als erstes darauf, wie ich geschlafen habe auf meiner Uhr.
00:04:08: Und wenn ich da nur achtzig Punkte habe, dann ist es ein gewisses Problem.
00:04:12: Schlafstress.
00:04:13: Schlafstress.
00:04:14: Wir haben alle eine Folge, finde ich.
00:04:15: Das
00:04:15: würde ich generell mal wieder Zeit für ein Schlafsport.
00:04:17: Absolut.
00:04:18: Ich mein, dann sag ich dir jetzt auch nichts Neues.
00:04:20: Dann gibt's halt auch noch die Weltlage, die ist wie sie ist.
00:04:24: Eine Krisajagd gefühlt die nächste.
00:04:26: Auch nicht so leicht für uns alle.
00:04:28: Auch wenn uns jetzt Kriege nicht direkt betreffen tun sie es halt irgendwie doch.
00:04:32: Die Psychotherapeutin Barbara Heid hat das ein Grundrauschen der Unsicherheit genannt.
00:04:36: Weil irgendwie weiß man ja nie, was kommt jetzt als nächstes.
00:04:40: Das hatten wir ja auch mal beim Thema Newsvertieg.
00:04:42: Also so bitter für uns, dass was Zeitungsmenschen ist, permanent Nachrichten lesen, macht eher unglücklich.
00:04:47: Das wissen wir.
00:04:48: Aber ich habe jetzt schon den Eindruck, dass auch die Menschen, die jetzt mit der Weltlage sich überhaupt nicht mehr auseinandersetzen, ich glaube, dass sie trotzdem auch noch ziemlich dauerüber fordert sind.
00:04:57: Ja, also ich habe sie schon ein bisschen anklingen lassen.
00:04:59: Ganz viele Menschen, anwesende nicht ausgenommen, sind einfach ständig erreichbar dank Diensthände und können teilweise auch gar nicht mehr richtig abschalten.
00:05:08: In vielen Unternehmen ist halt aktuell auch noch die Lage schlecht wirtschaftlich, die Arbeitsbelastung steigt, der Druck steigt.
00:05:14: Das ist alles, das macht es nicht einfacher.
00:05:16: Es gibt so ein massives Unsicherheitsgefühl und eine Überforderung, das hat mir die Autorin Lena Marie Glaser erzählt.
00:05:22: Und schlimmer macht es auch, dass viele Unternehmen nicht transparent agieren in dieser Krise, sondern halt ihre Entscheidungen im stillen Kämmerlein treffen.
00:05:31: Die kann dann wiederum niemand nachvollziehen und das befördert diese Negativspirale noch weiter.
00:05:36: Mir ist auch negativ aufgefallen.
00:05:38: Vor kurzem habe ich, weil ich aber als Sportler auf das Spätdienst sei und schreib dann halt auch die ... außerhalb deiner eigentlichen Arbeitszeiten noch irgendeine Nachricht wegen dem Podcast.
00:05:45: Und du hast zurückgeschrieben.
00:05:47: Da haben wir halt, ah, shit, und die Zeit soll's eigentlich nicht mehr arbeiten.
00:05:50: Also du gedacht, während du gearbeitet hast?
00:05:52: Ich weiß
00:05:52: ja nicht, ob du noch gearbeitet hast oder ob du einfach von Zauß dann auf Dienstendling geschaut hast.
00:05:56: Wir können dann später noch gern darüber reden, wenn wir uns über die Tipps reden.
00:06:00: Ich hab das Gefühl, es ist bei mir besser geworden und ich verrate dann gerne nachher, wie ich's heute mache.
00:06:04: Viele Menschen stehen ständig unter Strom.
00:06:07: Und das bedeutet eigentlich, dass die Amygdala, das ist jener Bereich im Gehirn, der bei Gefahr aktiviert wird, bei vielen im Dauereinsatz ist.
00:06:14: Also das ist toxischer Stress, so hat es die Psychotherapeutin bezeichnet.
00:06:19: Deshalb nimmt zum Beispiel bei Betroffenen auch die Schlafqualität ab und das Wochenende reicht irgendwann nicht mehr zur Erholung.
00:06:25: Wer nicht gegensteuert, wird immer erschöpfter und im schlimmsten Fall stehen dann am Ende ein Burnout oder andere depressive Symptome.
00:06:34: Wie steuert man denn dann dagegen?
00:06:36: Es klingt jetzt vielleicht erstmal ein bisschen komisch, du wirst die Augen verdrehen, weil es ist wieder mein Lieblingsthema.
00:06:42: Aber was bei Erschöpfung wirklich gut für uns ist, ist sich nicht heimschleppen und auf die Couch legen und nichts mehr tun, sondern sich aufraffen zu regelmäßiger Bewegung, auch wenn man total chao ist.
00:06:54: Das klingt jetzt im ersten Impuls mal anstrengend.
00:06:57: Ja, du hast doch ein Genen unterdrückt.
00:06:59: Wie du wirkst, ich zähe, Schöpft Martin.
00:07:02: Es ist sicher anstrengender, als daheim rumliegen, aber die gute Neuigkeit ist, man muss und man sollte sich bei solchen Bewegungseinheiten jetzt auch echt nicht verausgaben.
00:07:12: Ganz im Gegenteil.
00:07:13: Der erwähnte Sportmediziner Robert Fritz, red nämlich sogar zu ganz niedriger Intensität.
00:07:17: Das kann ein Spaziergang sein oder ein gemütlicher Lauf.
00:07:20: oder auch das Drehten am Radargometer, während man gemütlich zu Hause eine Netflix-Serie schaut.
00:07:26: Der tolle Nebeneffekt dieser Bewegung ist nämlich, so wird das Stresshormon Quartisol, das sich über den Tag gesammelt hat, abgebaut.
00:07:34: Ich habe darüber vor einigen Wochen in unserer Folge zum Zone II Training schon geredet, bei dem es sich eben genau so eine niedrig intensive Trainingseinheit handelt.
00:07:42: Und ich hab's damals schon gesagt und ich sag's noch mal, es ist für mich wirklich ein Heck, den ich im letzten Jahr gefunden hab.
00:07:48: Weil erstens fällt's mir leichter, mich zu einer ganz leichten, überhaupt nicht anstrengenden Sporteinheit aufzuraffen.
00:07:54: Und zweitens merk ich tatsächlich die Effekte sofort.
00:07:57: Also ich schlafe dann besser, ich kann besser abschalten und ich bin tatsächlich danach Energiegeladener und ich glaube auch leidlicher als zuvor.
00:08:06: Aber da müsstest du meine Mitmenschen fragen.
00:08:09: Also quasi... Statt dem Sneakers aus der Werbung sollte man dich einfach einmal rausschicken.
00:08:12: Einfach mal eine Runde um den Block, das wirkt echt manchmal wunder.
00:08:16: Ich habe mich voll kurz dabei ertappt, wie ich mir dachte, ist es ein bisschen banal.
00:08:19: Wenn man sagt, okay, die Menschen sind so super schöpft, dass das ganze Leben so ein bisschen ist zu viel und dann gehe ich halt raus.
00:08:26: Dann habe ich mich aber auch dabei ertappt zu denken, es funktioniert einfach, weil die wenigen Male, wo ich wirklich einfach so richtig fertig war und es trotzdem raus geschafft habe, da hat es echt einen Unterschied gemacht.
00:08:37: Ich weiß auch noch, dass ich mir jedes Mal wieder dachte, Alter Martin, du Total, warum hast du das nicht von dem letzten Mal gemerkt?
00:08:42: Warum bist du nicht schon voriger Woche raus?
00:08:44: Zwanzig Minuten U-Bahn ist mir schon im Grünen.
00:08:46: Von den meisten Wohnorten aus.
00:08:48: In Wien.
00:08:48: Und wenn man nicht in Wien wohnt, ist man sowieso schnell im Grünen.
00:08:51: Ich habe mir dann jedes Mal gedacht, Alter, das hätte ich jetzt echt mir ein bisschen früher in Erinnerung rufen können, weil die Zeit ist dann eher auf der eben diese eine Stunde, die man sonst irgendwann mal auf der Couch halt Instagram scrollt.
00:09:00: Und eh fühlt sich es einfacher an in dem Moment, aber wenn man es geschafft hat draußen zu sein, spürt man eh schon, dass einem eigentlich eh besser tut.
00:09:07: Aber gibt es noch andere Sachen außer, weil wir sind ja nicht der reine Bewegungs- und Sportpodcast.
00:09:13: Noch nicht.
00:09:13: Auch wenn manche anderes behaupten.
00:09:15: Nein, was hilft denn noch sonst noch gegen die Schöpfung?
00:09:17: Vielleicht schlafen.
00:09:20: Ja, da muss ich dich jetzt enttäuschen.
00:09:22: Also du hast es jetzt eh schon gesagt, um jetzt noch kurz bei Bewegung zu bleiben.
00:09:25: Es tut uns natürlich total gut, wenn wir raus ins Grüne kommen.
00:09:29: Es hat so viele positive Effekte jetzt über die Bewegung hinaus für unsere Psyche.
00:09:33: Und wenn es nur der Park ist, ja, hauptsache bis zu Grün und Bäume.
00:09:37: Und die Psychotherapeutin Barbara Heid hat empfohlen, bei solchen Spaziergängen dann wirklich mal innezuhalten und in sich reinzuhören und sich zu fragen, wie es einem gerade wirklich geht.
00:09:46: Weil eigentlich kommt es im Alltag auch Ganz oft zu kurz, dass man sich das mal überlegt.
00:09:51: Und in Wahrheit muss man auch sagen, ist alles super, bei dem wir unsere Hände mal weglegen und offen sind und rauskommen.
00:09:57: Ich unterschreib das natürlich tausendprozentig.
00:09:59: Ich ertappe mich manchmal dabei, mir da zu denken, dann gehe ich halt gar nicht raus, weil ich jetzt diese zwanzig Minuten nicht habe, ins Grüne zu kommen.
00:10:05: Mir hat gestern die verdammte Gumpen davor Straße gut getan und das ist, glaube ich, der betonigste Ort in ganz Österreich außerhalb vom Industriegebiet im Raum, insgesamt.
00:10:14: Ja, aber natürlich grün besser, nicht grün immer noch super.
00:10:17: Nicht grün immer noch besser als gar nix.
00:10:19: Also ich bin schon an der Triesterstraße gelaufen.
00:10:21: Es war wirklich nicht schön, aber es ist besser als daheim zu sitzen, wirklich.
00:10:25: Dann
00:10:26: muss man dann irgendwann über potenzielle Lungen schäden, allerdings nachdenken.
00:10:29: Es
00:10:29: war sehr spät am Abend und nicht in der Rush Hour, aber ja, ich geb dir recht.
00:10:33: Schöner ist es natürlich, wenn man dann am Wiener Berg abpickt und unter den Bäumen durchläuft.
00:10:38: Arbeit ist halt schon auch, was die meisten Menschen brauchen, um ein Gehalt zu bekommen, um Essen und Wohnung zu haben.
00:10:43: Wie schafft man es denn da?
00:10:45: besser damit so echt zu kommen und nicht auszubrennen.
00:10:47: Es ist natürlich eine total komplexe und individuelle Frage, aber wichtig ist auf jeden Fall auf Pausen zu achten.
00:10:53: Es klingt jetzt auch wieder total banal.
00:10:55: Ich finde die Tipps, die klingen alles erstmals sehr banal.
00:10:57: Aber wie oft macht man am Tag wirklich eine bewusste Pause?
00:11:01: Also zum Beispiel nach einem Meeting, das anstrengend war, dass man einfach mal sagt, Leute, Ich bin jetzt mal fünfzehn Minuten weg und dann sitze ich nicht irgendwie am Computer und schaue auf LinkedIn oder Instagram oder gehe irgendwo hin und schaue auf mein Handy und checke irgendwie wie meine News wird, sondern bin einfach mal weg und gehe rund ums Haus.
00:11:19: Das macht man so selten, um ganz ehrlich zu sein, ich kann es wahrscheinlich auf einer Hand abzählen, wenn ich das gemacht habe in meinem Leben.
00:11:24: Die einzige Fixepause, die ich habe, ist die Mittagspause, ist auch total wichtig, dass man da nicht vom Computer sitzt und sich hinschaufelt, sondern irgendwie wegkommt vom Arbeitsplatz.
00:11:32: Aber ich glaube, das sind so Schrauben.
00:11:34: Und denen kann man auch an den stressigsten Tagen eigentlich noch drehen.
00:11:37: Man redet sich ja dann gerne ein, ich hab keine Zeit für die Pause, aber wir wissen ja eigentlich aus der Faustschule, dass du ja so viel produktiver nach einer Pause bist, dass sich das quasi aufwiegt, wenn es nicht eineinhalb Stunden in der Hängematel ist.
00:11:46: Und selbst da sind Wahrheit.
00:11:47: Genau.
00:11:48: Von wenn du nebst.
00:11:50: Er schafft sie, dass man wieder seinen Schlaf hier einzubringen.
00:11:53: Aber ständige Erreichbarkeits bleibt ja ein Thema, auch wenn ich jetzt in meinem schönen acht-Stunden-Arbeits-Tag schön zweimal fünfzehn Minuten und einmal dreißig Minuten Pause mache.
00:12:02: ist trotzdem blöd, wenn ich den ganzen Abend Erreichbar bin am Dienstag.
00:12:05: Absolut.
00:12:05: Es hat da gerade längst wieder eine Umfrage von die Leute gegeben, wonach wirklich eine Mehrheit der Menschen auch nach Feierabend noch Erreichbar ist.
00:12:12: Das Interessante ist, meiner Beobachtung nach wird das von Unternehmen nicht einmal erwartet.
00:12:17: Es ist eher so ein vorauseilender Gehorsam, man ist halt Erreichbar, weil es könnte ja was sein.
00:12:23: Da ist halt wichtig, dass Schäfinnen und Schäfs mit gutem Beispiel vorangehen und nicht um zwanzig Uhr noch E-Mails ausschicken, die beantwortet werden müssen oder sich aus dem Urlaub ins Tagesgeschäft einmischen, sondern auch selbst vorleben, dass sie jetzt mal offline sind.
00:12:37: und ganz im Ernst die meisten Dinge können in den meisten Jobs doch echt bis zum nächsten Tag warten.
00:12:42: Also so wichtig sind wir alle am Ende des Tages jetzt auch wieder nicht.
00:12:46: Der Podcast richtet sich nicht an Chirurgen, die auf Bereitschaft sind.
00:12:50: für die Notfallambulanz?
00:13:03: Ja, bei mir war es
00:13:20: so ähnlich, aber das Diensthände immer nur bei Dienstreisen verwendet.
00:13:22: Und seit ich es wirklich dann auch für die Arbeit verwende und kein Team mehr privaten habe, war es ja auch nicht mehr dürfen.
00:13:28: Da muss man sagen, da sind ja teilweise wirklich so simple Sachen, wie ein Tierrichtlinien von der Firma können, der einen Einfluss haben.
00:13:34: Weil seit bei uns ganz klar gemacht wurde, auf privaten Händen soll man Teams nicht haben aus Datenschutzgründen.
00:13:39: Ja, dann hast du das halt eh nicht mehr und dann merkst du, ihr das Leben ist eh besser ohne.
00:13:43: Ja, und das Interessante ist auch wirklich ... Man verpasst ja wirklich nix.
00:13:47: Also mir hat mal eine Psychotherapeutin gesagt, wir glauben immer, wir haben eine Situation unter Kontrolle, weil wir die ganze Zeit unsere Arbeits-Emails checken.
00:13:53: und daher haben wir es unter Kontrolle.
00:13:55: und das ist ein interessanter Fehlschluss, weil es würde auch ohne unser Checken nix passieren.
00:14:00: Aber wir wissen es nicht, wir müssen es erst wieder lernen.
00:14:03: Ich möchte trotzdem noch kurz eine Lanze für den Schlaf brechen.
00:14:06: Vor allem, das habe ich jetzt gesagt bei diesem Thema, ich habe so einen stressigen Tag, ich habe keine Zeit für Pause.
00:14:11: Es ist ja oft so, dass gerade in den Phasen, die uns am meisten erschöpfen, dass wir da noch am Schlaf
00:14:15: sparen.
00:14:16: Und ich finde, gerade da wäre es eigentlich super wichtig.
00:14:19: Und ich nehm da immer das Beispiel her, weil das wirklich einprägsam war für mich.
00:14:22: Ich war in Katar für die WM.
00:14:25: Und ich war wirklich lange, ich war drei Wochen dort, weil wir das für wichtig befunden haben, dass mal ein Gescheitbericht erstattet von diesem ganzen Wahnsinn, der dort passiert ist.
00:14:31: Und dann sind halt nach und nach manche anderen Medien, haben halt eine Woche wen hingeschickt.
00:14:34: Und die haben mich immer gefragt, oder wie kannst du noch so frisch sein?
00:14:36: Wie kannst du noch so motiviert sein?
00:14:37: Die waren dann nach einer Woche komplett baniert.
00:14:40: Und ich war halt echt bis zum Schluss, bis zum Heimfliegen noch sehr gut beieinander.
00:14:43: Ich habe einfach wirklich eisernd darauf geschaut, dass ich meine acht Stunden kriege.
00:14:46: Und gut, den Kater ist nicht ganz so schwierig, weil das wir jetzt haus ist, nicht zu verlocken am Abend.
00:14:50: Aber trotzdem, es wäre natürlich, kann man immer noch einspielen, mehr schauen und das und das.
00:14:54: Aber das habe ich mir vertritt, wenn ich jetzt drei Wochen Leistung bringen will, muss ich auf das Schlaf schauen.
00:14:59: Und es hat wirklich extrem gut funktioniert, auch wenn natürlich immer wieder die Entscheidung eine schwierige war.
00:15:03: So jetzt einfach ins Bett zu gehen oder sich den Weg halt doch erst so spät, wie es irgendwie gegangen ist zu stellen.
00:15:08: Hat sich brutal rentiert und ich glaube... Natürlich, es gibt Faktoren wie Kinder vor allem, die das einfach unmöglich machen.
00:15:14: Aber gerade in Phasen, wo es einem vorkommt, das müsste man zum Schlaf sparen, noch darauf zu schauen, dass man kriegt, ist, glaube ich, wirklich ein sehr gutes Investment.
00:15:21: Ja, auf jeden Fall auf sich selbst schauen, immer ein gutes Investment, absolut.
00:15:25: Ja, du hast ja vorher angesprochen, es gab auch viele spannende Postings, ich habe auch reingelesen in den fantastischen Artikel und habe auch fantastische Postings gesehen.
00:15:33: Was hast du da so einen Best-of mitgenommen?
00:15:36: Also die meisten Likes.
00:15:38: im Forum hat ein möglicherweise jetzt nicht ganz praktikabler Tipp gefunden, dass man sich doch eine Katze zulegen soll, weil die den Selbstfindungsprozess für einen übernimmt und man sein Leben fort an ihn schon mit und ohne Katze unterteilen kann.
00:15:51: Also strukturiert den Tag dann sehr, sehr klar.
00:15:55: Gibt auch Hundefans, die natürlich sagen mit Hund geht man raus mehrmals täglich, kommt auf seine Zehntausend Schritte und gut für die Psyche ist es oben drin.
00:16:02: Also Haustier ist sicher kein so schlechter.
00:16:05: Weg, wenn man es will und wenn es möglich ist für einen.
00:16:07: Haustierfolge hatten wir auch schon, ist aber sehr lang
00:16:10: hier.
00:16:10: Könnt mal wieder mal machen.
00:16:11: Unser Gast damals hat mittlerweile mindestens ein Buch geschrieben, ich glaube sogar zwei.
00:16:15: Ist schon lang nicht beim Standard.
00:16:17: Ich würde ja für ein Haas Fault hier lobbyieren, aber das stinkt erstens ein bisschen und des Zweitens dann doch auch wieder relativ viel Arbeit.
00:16:23: Also ein Super-Tipp, den ich auch wieder mal beherzigen möchte, jetzt haben wir es eh schon oft gehabt, bei fadenden Öffes einfach mal aus dem Fenster schauen oder sich einfach mal wieder fadisieren und nichts tun.
00:16:33: Und nicht immer sofort wird das Handy aus der Tasche holen und drauf schauen.
00:16:37: Und vielleicht auch wieder mal mit Leuten ins Gespräch kommen, die da in den Öffel sitzen.
00:16:41: Wenn man das denn will und nach der Arbeit nicht U-Sex fahren muss.
00:16:45: Mutig, hab ich noch gedacht.
00:16:46: Mutig.
00:16:48: Absolut.
00:16:48: Und dann auch sehr schön.
00:16:50: auch ein Tipp, den man wieder mal beherzigen sollte, ist wieder mal ein Buch lesen.
00:16:54: So richtig analog mit Zeiten zum Blättern.
00:16:57: Oder Zeitung, muss ich jetzt leider sagen.
00:16:59: Gibt's sogar
00:17:00: tolle Abos, ja, wäre eine Option.
00:17:02: Vielleicht eine
00:17:03: wochenende Ausgabe, wenn es um dieses Thema rauskommen quasi geht, das sind so längere Lesergeschichten meistens drin.
00:17:08: Vielleicht eher den Sport als die neuesten Kriegs-Updates, vor allem den Sport, immer den Sport lesen.
00:17:12: Und
00:17:12: die Karriere natürlich.
00:17:13: Ja, und dann auch ganz wichtig, nichts so.
00:17:16: Du hast das vorher schon anklingen lassen, ist ja auch gar nicht so einfach, sich einfach mal gar nichts vorzunehmen.
00:17:21: und ja, nicht nervös mit Putzen beginnen oder mit Streiten, wenn nix am Terminplan steht.
00:17:27: Einfach mal nix tun, da kannst du bei mir eine Nachhilfe nehmen.
00:17:30: Soll ich quasi erfunden.
00:17:31: Das denke ich mir, wär mal auch mal eine Folge, ja.
00:17:34: Und Pausen, beim Arbeiten hatten wir ja schon im Forum auch noch eine sehr schöne Idee, die ich beherzigen möchte, Martin.
00:17:42: Öfter mal Kaffee trinken mit Kolleginnen und Kollegen, auch an stressigen Tagen.
00:17:46: Du
00:17:46: schuldest mir einen.
00:17:47: Ausgezeichnet.
00:17:48: Ja, sehr befürchtet, dass du dich an das jetzt erinnerst, ja.
00:17:51: Ja, man kann ja auch zur Beruhigung rausgehen, spazieren.
00:17:55: Und dass man zumindest nicht auf das Handy schaut, wenn man den wieder was wahrnimmt.
00:17:58: Einen Podcast hören.
00:17:59: Bester Leben zum Beispiel.
00:18:00: Gibt's jede Woche neue Folgen.
00:18:01: Und dann hast du, wie wir wissen, abonniert
00:18:03: uns.
00:18:04: Wunderschön.
00:18:05: Schöne Überleitung, oder?
00:18:06: Gerne bitte abonnieren, die dir das noch nicht tun und die, die dir das heute gefallen hat.
00:18:09: Gerne auch fünf Sterne geben.
00:18:11: Gerne auch Freunden empfehlen.
00:18:12: Das ist auch super.
00:18:13: Wenn man sagt, ihr seid so gestresst, aber die Christoph, wie viele Minuten haben wir?
00:18:18: Die einundzwanzig Minuten für diesen Podcast, die hast du aber auch.
00:18:21: Also hören die an und kommen dann vielleicht ein bisschen mehr in einen Entspannungszustand rein.
00:18:25: Schickt uns eure besten Tipps zum Abschalten und Auftanken oder Feedback und Kritik an besserleben at derstandard.at.
00:18:33: Dass wir besser leben, der Standard-Podcast.
00:18:35: Zum Glück, ich werde Martin Schauhuber.
00:18:36: Ich bin Franziska Zeul.
00:18:38: Und diese Folge wurde produziert von Christoph Neugier.
00:18:40: Ciao.
00:18:41: Bis nächste Woche.