Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden
00:00:05: Man kommt
00:00:05: sich einfach nicht hier vor.
00:00:07: Ich glaube, das ist vielleicht das Geheimnis all dieser Josefs.
00:00:09: Siehst du, Martin,
00:00:10: mein Rauch ist gelaufen.
00:00:12: Deswegen bin ich so gut drauf, seit ich über sich Podcaststudio komme.
00:00:20: Willkommen zu Besserleben, der Standard-Podcast.
00:00:22: zum Glück, ich werde.
00:00:24: Ich bin Martin Schauhuber.
00:00:25: Ich bin Antonia Raut.
00:00:26: Und wir sind zwar ganz okay angezogen, würde ich sagen.
00:00:29: Excuse me, ich finde, ich schau top aus.
00:00:32: Aber wir sind jetzt vielleicht nicht die allergrößten Fashion.
00:00:35: Was ist die männliche Form von Fashionista?
00:00:37: Fashionist-Do.
00:00:38: Fashionist-Do
00:00:38: und Fashionist-Do.
00:00:39: Fashionado.
00:00:40: Wir sind keine Affessionados.
00:00:42: Deswegen haben wir uns heute Hilfe geholt.
00:00:44: Und zwar aus unserer Lifestyle-Redaktion, Lilly Berger-Waldenek, wird uns heute hoffentlich erklären, wie wir zu unserem Stil finden.
00:00:50: Danke fürs Kommen, Lilly.
00:00:51: Hallo,
00:00:51: danke, dass ich da sein darf.
00:00:54: Vielleicht einmal die Grundsatzfrage.
00:00:55: Braucht denn überhaupt jeder seinen eigenen Stil?
00:00:58: Nein, also man braucht jetzt nicht unbedingt seinen eigenen Stil.
00:01:01: Aber für viele Menschen ist es eben nicht nur wie eine Ästhetik, sondern auch wirklich eine Haltung, durch die sie sich irgendwie definieren können und ihre Emotionen zeigen können.
00:01:12: Und es hat natürlich auch Bequemlichkeitsgründe.
00:01:15: Und bevor man dann eben sagt, okay, ich würde jetzt gerne meinen persönlichen Modestil finden, gibt es eben eine Frage, die man sich stellen sollte, und zwar, ob man seinen Modestil finden möchte aus Bequemlichkeitsgründen oder wirklich, weil ich sage ja... Das macht mir Spaß, mir macht Toppen Spaß, mir macht Outfit zusammen, stellen Spaß.
00:01:34: Wenn ich sage, ja, ich mache es eben aus Begründlichkeitsgründen wie Geldsparen und wir kennen das alle irgendwie, dass man dann den zehnten Pullover hat, der im Kassen liegt und man trägt ihn dann nie, setzt man eben eher auf Basics und nicht auf so extravagante Teile.
00:01:49: Und wenn man aber wirklich seinen persönlichen Stil finden will, auch aus ästhetischen Gründen, dann gibt es eben schon ein paar mehr Dinge, die man beachten sollte.
00:01:57: Jetzt, ich will immer gern dann meinen persönlichen Stil finden, wenn ich jemanden mit sehr viel Stil treffe.
00:02:04: Wenn ich ihn sehe und mir denke, wow, du schaust toll aus, bist von Kopf bis Fuß gestylt.
00:02:09: Wenn ich auch so cool werden will, wo fange ich an?
00:02:12: Es ist immer gut, sich Inspiration zu holen.
00:02:16: Und da finde ich, ist Pinterest eine so ganz gute App, mit der man anfangen kann, generell Social Media.
00:02:22: Weil auf Pinterest hast du ja wirklich die Möglichkeit, dass du ... diverse Outfits siehst und speichern kannst und du kannst eben so eine Art Moodboard erstellen, was ich immer ganz gut finde und was eben nur um diesen persönlichen Stil geht.
00:02:36: und dann siehst du eh, okay, welche Outfits, welche Kleidungsstücke, welche Stile dominieren.
00:02:41: Was auch immer gut ist, ist einfach shoppen gehen, dass du einfach sagst, okay, ich gehe jetzt mal in eine Boutique und lass mich beraten und bewusst nicht in diese Geschäfte gehen wie in Zara, Manga und so, weil das Personal dort einfach meistens nicht wirklich Ahnung hat.
00:02:55: Und in diesen kleineren Boutiquen, wo es eben meistens weniger Mitarbeiter gibt oder vielleicht doch nur die Besitzerinnen oder der Besitzer arbeitet, der wirklich Mode liebt, kann einen dann auch einfach gut beraten.
00:03:06: Und dass man auch einfach mal sagt, okay, so, ich lass jemanden anderen darüber entscheiden, was ich anprobiere, weil selbst draußen dich ja auch oft nicht irgendwie das enge, kurze Kleid oder ich weiß nicht, was anzuprobieren.
00:03:18: Und kommst dann auch nie auf die Idee, okay, da steht mir eigentlich.
00:03:21: Deswegen finde ich Beratung ist ja immer wichtig.
00:03:24: und dann auch diese Ideen und Vorschläge annehmen.
00:03:27: Weil, wenn du jetzt sagst, okay, ich weiß, mir steht die Farbe blau nicht, es gibt so viele Blautöne eben, nur weil dir dann diese Sassur blau nicht steht, heißt das nicht, dass dir dunkelblau nicht steht und so weiter, also das ist ein banales Beispiel.
00:03:39: Aber deswegen Beratung, Shop, Inspiration holen und vielleicht auch einfach mal mit einer Freundin oder einem Freund einkaufen gehen und sagen, ja, was findest du, würde zu mir passen.
00:03:49: Ich würde nur sagen, wenn man sich Beratung holt, ist auch immer gut, sich anzuschauen, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selber so ausschauen.
00:03:56: Weil wenn ich schon sehe, das ist Gitti, der liebstes Wort als Beschreibung für ein Outfit flippig ist.
00:04:04: Ah, ich hatte das mit Fetzig.
00:04:05: Ja, Fetzig.
00:04:06: Dann frage ich vielleicht eine Kollegin von Gitti.
00:04:10: Ich habe auch diese Erfahrung gemacht, dass so Empfehlungen annehmen nicht immer gleich so einfach ist.
00:04:15: Aber dass ich schon auch lohnen kann, ich meine, ich dummere den Schwert zu sagen, okay, kauf dann trotzdem was, obwohl es dir eigentlich selber nicht schmeckt.
00:04:20: Aber es gibt schon Sachen, in denen ich mich ein bisschen, okay, von meiner Partnerin, die kennt mich ganz gut, aber trotzdem ein bisschen dazu überreden habe lassen, die ich dann nach dem zweiten, dritten Mal anhaben, schon auch begonnen habe, gern zu mögen.
00:04:32: Und
00:04:32: sie hat einen tollen Stil, muss man an dieser Stelle sagen.
00:04:36: Das kann ich nur unterschreiben.
00:04:39: Schaut, dass das nur sie hat einen tollen Stil gesagt hast, aber ich nehme es trotzdem.
00:04:44: Na, aber wenn ich jetzt schon so zwei, drei Kleidungsstücke hab, in denen ich mir selbst auch wirklich schon sehr gut gefällt, die dementsprechend wahrscheinlich schon abgetragen sind bis ans Ende der Welt, kann ich auch von denen irgendwie ausgehen und mir aus denen dann quasi den Stil bauen?
00:04:57: Ja, natürlich.
00:04:58: Also ich finde, es ist immer gut und auch wichtig, damit zu arbeiten, was man schon hat.
00:05:03: Auch aus jetzt Umweltgründen natürlich, weil dieser Überkonsum ist sowieso blöd.
00:05:07: Aber wenn man sich nur an Kleidungsstücke hält und Dinge, die man schon hat, dann ... wird man auch nichts Neues ausprobieren.
00:05:13: und dabei geht es ja.
00:05:14: Das geht ja auch dabei bei diesem persönlichen Stil, bei dieser Stilfindung geht es ja auch darum, dass man aus einer Komfortzone herauskommt und auch mal so seine eigenen Grenzen überschreitet, was nicht heißt, dass du wirklich den Ziel verfolgen musst, aber es einfach auszuprobieren.
00:05:29: Und oft kann man dann ja auch irgendwie Accessoires wie Taschen oder Schuhe mit Dingen kombinieren, die man schon davor hatte.
00:05:37: Jetzt, du hast vorher schon gesagt, man will ja auch nicht irgendwie diesen Überkonsum unterstützen und die Bekleidungsindustrie lebt aber ja irgendwie davon immer neue Trends und Microtrends, sagt man ja teilweise auch, also so kleine, ganz kurz angesagte Sachen einzuführen.
00:05:54: Aber jetzt auch sonst, also die Skinny Jeans, die gehören einfach langsam ausgemustert, so quasi, wenn man halt den Trends irgendwie folgt, abgesehen davon, dass sie halt auch einfach super unbequem waren.
00:06:04: Sorry, Millenius, sehen wir es
00:06:05: endlich ein.
00:06:06: Für mich ist das toll, ich würde eh nicht mehr reinpassen, deswegen kann ich jetzt super mit dem Trend gehen.
00:06:11: Also, wie finde ich denn irgendwie raus, was jetzt wirklich so must-haves sind, die mir bleiben und was irgendwie eh schon als Trend die Modesünde von morgen ist?
00:06:20: Eben dieser Unterschied zwischen Trend und Stil, macht ganz viel aus, weil viele Leute auch auf einen Trend mit einem wirklich langbleibenden Modestil verwechseln.
00:06:30: Und man kann irgendwie so sagen, okay, ein Trend kann sich natürlich auch zu einem langfristigen Stil entwickeln.
00:06:36: Man weiß auch nie, wenn ich jetzt meinen Stil gefunden habe, vielleicht wache ich dann morgen auf und möchte eigentlich gar nicht mehr den Old Money-Style haben, sondern will plötzlich einen Boho-Style.
00:06:45: Aber ein Trend bleibt ja meistens irgendwie nur eine Saison.
00:06:48: Und da gibt es eben so... diese Regel, sage ich jetzt mal, an die man sich irgendwie halten kann und die ist eben zwanzig Prozent Trend und achtzig Prozent Stil jetzt in einem Outfit oder in einem Kleiderschrank oder was auch immer, an die man sich eben ganz gut halten kann und an der man sich immer auch orientieren kann, wenn es jetzt irgendwie so um die Lookgestaltung geht, so benutze ich jetzt ganz viel Neues, was ich habe oder mache ich irgendwie so einen Schritt zurück
00:07:13: und
00:07:14: Ich weiß nicht, z.B.
00:07:15: war eben dieser Gelbton, dieses Buttergelber, diesen Sommer so in.
00:07:19: Ja, das sagt es, aber... Ich habe noch nie davor... Also, Gelb habe ich immer gemacht, aber nie diesen Ton.
00:07:25: Und so habe ich dann irgendwie... Hab das ausprobiert, hab irgendwie ein Kleid oder so, weil das, glaube ich, gekauft in diesem Gelbton.
00:07:31: Und jetzt habe ich diesen Gelbton wirklich in meinen Kleiderschränken implementiert, weil ich finde, das steht mir gut.
00:07:36: Also, als Trends kann man schon viel auch mitnehmen, muss man immer aufpassen, in einem Trend hinterher zu rennen, hat noch nie was gebracht und... Du wirst dich auch nicht wohlfühlen, wenn sie eigentlich gar nicht gefällt.
00:07:45: Und das ist eigentlich das Wichtigste, dass man sich wohlfühlt und es Spaß macht.
00:07:48: Das finde ich auch.
00:07:48: Man kann dazustehen, wenn einer meinen Trend einfach nicht gefällt.
00:07:51: Also, ich respektiere all eure Adidas Sambas, aber mir gefallen sie einfach nicht.
00:07:57: Ist das noch ein Trend?
00:07:58: Das ist irgendwie schon ein sehr langer Trend.
00:07:59: Ja.
00:08:00: Naja, ich habe es jetzt eh schon gesagt, so meine Persönlichkeit spiegeln Sambas bestimmt nicht wieder, aber muss ein Style oder Stil denn überhaupt eigentlich die Persönlichkeit ausdrücken?
00:08:11: Nein, muss es nicht.
00:08:13: Idealerweise tut es das, aber ich würde eben eher sagen, dass es ein Stil so ein bisschen eine Erweiterung von seiner eigenen Persönlichkeit sein kann.
00:08:21: Also, man kleidet sich ja auch unterbewusst im Alltag eigentlich nach seiner Tagesstimmung, wenn ich jetzt irgendwie sage, ja, ich bin halt urmüde, ich bin nicht motiviert, ich fühle mich urunwohl, werde ich jetzt nicht, keine Ahnung, zu skinny Jeans eben oder zum... kurzen Kleid greifen, sondern eher irgendwie zu einem Hoodie oder einem Oversize-Pullover, weil mir einfach mehr danach ist so ein bisschen dieser Schlaberlock.
00:08:42: Das heißt, Mode kann in der Hinsicht viel bewirken und es ist eher so, dass ich sagen würde, okay, ich stimme eben meinen Stil auf meine Persönlichkeit und meine Stimmung ab.
00:08:53: Und gerade jetzt im Winter, wenn dann der November so grau ist und so, kann irgendwie ein buntes Kleidungsstück, wie du es jetzt zum Beispiel anhast, diese Pinkeljacke schon auch so ein Stimmungsauffeller sein.
00:09:04: Siehst du, Martin, mein Outfit ist geloft worden.
00:09:06: Deswegen bin
00:09:07: ich so gut drauf, seit ich ein bisschen auf das Studio komme.
00:09:10: Kann ich vielleicht auch quasi das ein bisschen aus der anderen Richtung machen und mit meinem Stil vielleicht auch ein bisschen meine Persönlichkeit versuchen zu verschieben?
00:09:17: Also, wenn ich jetzt gern zum Beispiel etwas weniger schüchtern wäre, mich dann einfach ein bisschen auffälliger kleiden und hoffen, dass ich dadurch dann vielleicht anders auftrete, mein ganz simples Beispiel mal zu sagen.
00:09:27: Ja, ein Stil kann natürlich viel ausmachen.
00:09:30: Ich hatte da letztens ein ganz interessantes Interview mit einer Influencerin.
00:09:36: Und die ist ganz bekannt für diesen Tomboy-Fam-Style.
00:09:39: Und das war auch ein langer Weg, bis sie den gefunden hat.
00:09:43: Und der hat ihr zum Beispiel irrsinnig viel Sicherheit gegeben, auch bei ihrem Outing geholfen.
00:09:47: Also ohne den hätte sich auch nicht geoutet.
00:09:49: Und natürlich muss man sagen, dass wenn ich jetzt was an habe, in dem ich mich urwohl fühle, fühle ich mich besser.
00:09:55: Ich werde es ausstrahlen.
00:09:56: Ich werde selbstbewusster wirken.
00:09:58: Wenn ich jetzt was anziehe, was ... grad urgehypt ist und alle anderen finden es toll, aber ich denke mir irgendwie so, dann passt eigentlich nichts zu mir, wird meine Körperhaltung anders sein und so weiter.
00:10:06: Also es ist eben eher, dass deine Persönlichkeit natürlich zuerst und dann darauf den Kleidungsstil.
00:10:13: Aber mehr Sicherheit, mehr Mut, mehr Selbstbewusstsein kann einem einen Stil auf jeden Fall geben.
00:10:17: Und ich finde, da wäre mein Tipp so, dass man, wenn man dann verschiedene Stilrichtungen aussieht, sich nicht nur immer den Spiegel schaut, um zu sehen, okay, was steht mir, was passt mir.
00:10:28: Sondern es man wirklich auch Fotos und Videos von sich macht, also jemand anderer.
00:10:31: Und du siehst dann auf diesen Fotos und Videos, wie du dich bewegst und was du ausstrahlst, das bist du im Spiegelbild nicht erkennen.
00:10:38: Das wäre so ein Tipp, wie man vielleicht herausfindet, okay, wo fühle ich mich wohl drinnen.
00:10:42: Was ein Outfit bewirken kann für das Selbstgefühl des Kindes, vermutlich fast jeder Mann einfach, wenn man einen Anzug trägt.
00:10:49: Man bewegt sich anders, man tritt anders auf, man kommt sich einfach wichtiger vor.
00:10:54: Ich glaube, das ist vielleicht das Geheimnis all dieser Josefs.
00:10:56: Na, aber Spaß beiseite, es ist schon, also ich glaube, ich weiß jetzt nicht, was das Pondant bei Frauen wäre.
00:11:02: Ich glaube, das ist ein bisschen vielfältiger vielleicht.
00:11:03: Also was ich schon kenne, ist, sobald ich Schuhe mit auch nur einem winzigen Absatz an habe, klar verändert es auch die Haltung, aber ich fühle mich einfach automatisch ein bisschen wie Miranda Prizley aus der Teufel-Trick-Brasen.
00:11:17: Das macht einfach was mit einem.
00:11:19: Tonia trägt heute keine Absätze, ich habe da drunter geschaut.
00:11:21: Ja, da trägt zum
00:11:21: Glück auch niemand Adidas Sambasi.
00:11:22: Ich habe gerade noch geschaut.
00:11:25: Wir haben jetzt über schon so ein bisschen eben die Special Pieces gesprochen, die halt vielleicht das buttergelbe Kleid oder so, die was zaubern können, was Besonderes sind.
00:11:35: Aber was muss denn einfach mal grundsätzlich in jeden Kleiderschrank?
00:11:38: Was soll so der Grundbaustein sein, der einfach reinkört und ich meine jetzt nicht unterhosen und zocken oder
00:11:43: so?
00:11:44: Ja, generell also müssen, es muss jetzt nichts in einen Kleiderschrank.
00:11:47: Jeder macht das, was einem gefällt.
00:11:49: Aber es gibt schon so gewisse Basics, die sich leicht kombinieren lassen und die man vielleicht auch einfach... aus praktischen Gründen in seinem Kleiderschrank haben sollte, wie zum Beispiel ein gut sitzendes und qualitatives weißes T-Shirt.
00:12:01: Und da meine ich jetzt nicht irgendwie das T-Shirt vom Zara, was ich weiß nicht, drei Monate hält und dann eh schon ein Loch hat und dann muss ich es wieder kaufen.
00:12:09: Sondern wenn man wirklich sagt, okay, ich kaufe mir jetzt ein weißes Basic T-Shirt vielleicht für vierzig Euro, aber es hält ewig.
00:12:13: Und das wirst du irgendwann brauchen.
00:12:15: Genauso eine weiße Bluse finde ich irrsinnig wichtig, weil die kannst du... in deinem Arbeitsalltag tragen, also du trägst sie ins Büro von neun bis fünf und danach gehst du ab und essen, aber kannst du zwischendurch nicht mehr nach Hause und dann komponierst du irgendwie große Gold-Orengen und einen roten Lippenstift dazu und hast schon einen ganz anderen Look, also dieses up-and-down-Dressen, finde ich irrsinnig praktisch.
00:12:39: und das geht eben mit solchen Basic-Kleidungsstücken.
00:12:42: auch eine schwarz-gutsitzende Hose.
00:12:44: Ich habe eben das vor allem Frauen, also ich kenne das selbst.
00:12:47: Hosen finden die Passen wirklich zack.
00:12:50: Und da würde ich auch einfach sagen, wenn du dann mal eine findest, die gut passt, kannst du sie auch zweimal kaufen.
00:12:55: Oder oft gibt sie hier einen anderen Farben.
00:12:57: So sage ich, ich kaufe sie in schwarz und in grau.
00:12:59: Ja, ein Blazer auch.
00:13:00: Blazer sind jetzt eh schon seit längerem innen, aber das kann eben auch elegant kombiniert sein.
00:13:04: Das kann lächstig aussehen.
00:13:06: Oder halt für ein Business-Meeting ideal sein.
00:13:08: Also das wäre schon nicht schlecht.
00:13:10: Gibt es so allgemeine Prinzipien jetzt beim... konkreten Outfit auswählen.
00:13:14: Ich habe dann meinen Stil, ich habe dann Sachen im Klärderschrank hoffentlich.
00:13:17: Aber gibt es so eigene Prinzipien, die man sich dann einfach merken kann und immer wieder anwenden?
00:13:22: Ja, also so Regeln gibt es in der Modewelt eigentlich nicht oder sollte es nicht geben.
00:13:27: Aber Mode sollte ja eben vor allem eines Spaß machen.
00:13:31: Und
00:13:31: man kann sich es aber natürlich irgendwie leichter machen.
00:13:33: Ich zum Beispiel verfolge so ein bisschen oder wenn es immer wieder an ist so schon unterbewusst, ist eben so dieses Kontrast-Ding, also diese Kontrastregel.
00:13:42: dass ich, wenn ich oben etwas Weites trage, werde ich unten etwas Engeres tragen und andersrum.
00:13:47: Also ich trage unten einen, wenn ich einen engen Jean sorgte, dann werde ich oben eine weitere Bluse tragen, anscheinend ein Tanktop.
00:13:53: Und genauso eben andersrum.
00:13:55: Und diese Kontrastregel kannst du aber eben auch bei Stoffen anwenden.
00:13:58: Also, dass man einen Seidenrock mit einem röberen Strickpolover kombiniert.
00:14:04: Bei Farben finde ich es nicht so, also bei Farben, das kann schon auch super aus, schon zwei knallige Farben.
00:14:08: Ich meine, du musst immer schon welche.
00:14:11: Bei Stoffen Und eben bei Schnitten kann man diese Kontrastregel gut anwenden, ja.
00:14:15: Ich habe ja auch angefangen, nachdem ich gemerkt habe, ich mag irgendwie so ein bisschen meinen Stil auch entwickeln, mir Leute zu suchen, vor denen ich finde, sie schauen ein bisschen aus wie ich,
00:14:27: oder
00:14:28: die mir halt einfach super gefallen und die halt mitunter auch irgendwie so Celebrities sind, weil die haben halt Stylistinnen und Stylisten, muss man auch sagen, oder?
00:14:37: Und wenn du jetzt diese eine Person findest, die irgendwie wie in meinem Fall halt auch Braune Haare, Sommersprossen, braune Augen hat vielleicht noch ungefähr deine Körperformen.
00:14:46: Und du siehst, oh, an der sieht dieses rote Oversize-Kleid kombiniert mit diesen Schuhen total super aus.
00:14:54: Dann kann das irgendwie Inspiration sein, finde ich.
00:14:57: Also Vorbilder sind ja schon auch was Wichtiges, oder?
00:14:59: Ja, ich finde Vorbilder sind wichtig.
00:15:01: Also jetzt irgendwie im Genauso wie einem Trend hinterherrennen ist jetzt nie gut.
00:15:06: Aber es hilft natürlich zu sagen, okay, welchem Celebrity sehe ich ähnlich.
00:15:10: Das muss jetzt keine riesen Ähnlichkeit sein, aber eben Haarfarbe und Augen.
00:15:13: Und die haben eben meistens ein ganz professionelles Make-up-Team und Styling-Team, eben auch in Sachen Mode.
00:15:20: Und die wissen einfach, welche Farbe steht diesen Hautton, welche Farbe steht diesen Haaren.
00:15:26: Und dass man sich da einfach ein bisschen anschaut, okay, was tragen die am Red Carpet?
00:15:30: Ich meine, das willst du nicht im Alltag tragen.
00:15:32: Du weißt trotzdem, okay, welche Farbe sieht gut aus, ja, oder welcher Schnitt oder welche Körperform.
00:15:36: So, wenn es jetzt nichts mit dem Gesicht zu tun hat, kannst du ja auch schon.
00:15:39: Das sind Stalisten, die wissen, was sie tun und welche Farbenschnitte, Stoffe, Kontraste funktionieren.
00:15:44: Ich finde das speziell dann irgendwie ganz cool, wenn man mal was ausprobieren will, mal was wagen.
00:15:49: Ich hätte jetzt gerne mal ein anderes Kleid, als ich eh schon diese fünf Basicwarzenfetzenheim hängen habe.
00:15:55: Ja.
00:15:56: Ich finde teilweise kommt man da noch einfach auf Kleidungsstücke drauf, die man jetzt so gar nicht am Schirm hatte.
00:16:00: Also, ich glaube, es ist oft ein Reflex sehr gut, wenn das irgendein Hollywoodstarren hat, kann ich mir das eh nicht leisten.
00:16:04: Und eh, den Hersteller wahrscheinlich
00:16:06: nicht,
00:16:07: wenn es nicht dein Jahresgehakt draufgehen soll.
00:16:09: Aber es gibt ja dann oft auch einfach ziemlich genau das, ein bisschen anders, um ein Hundertstel vom Preis, wo man dann doch auch selber Prinzipien zugreifen kann, wenn man es denn dann findet.
00:16:18: Aber das ist ja dann meistens gar nicht so unmöglich.
00:16:21: Ja, und was man auch machen kann, ich habe das das erste Mal irgendwie vor zwei Jahren gemacht.
00:16:25: Ich weiß nicht, warum ich nicht früher drauf gekommen bin.
00:16:27: Aber ich habe eben mein Kleid gesehen.
00:16:28: Irgendjemand hatte das bei den Oscars an und ich fand das so schön, aber nicht leistbar natürlich.
00:16:32: Und auch maßgeschneidert und so.
00:16:34: Aber man kann auch eigentlich einfach zu einem Schneider gehen, den Stoff mitnehmen und sagen, hey, ich hätte das gern so und der passt es dann eigentlich auch noch wirklich an deine Körperform an.
00:16:42: Das wird dir besser sitzen, als wenn du es irgendwie kaufst in einer Vierunddreißiger oder ich weiß nicht, welche Größe.
00:16:47: Das kann man natürlich auch machen, ja.
00:16:48: Ein Freund von mir hat jetzt angefangen, dass er sich jedes Jahr ein Kleidungsstück schneidern lässt.
00:16:54: Von dem er denkt, dass es so ein lifelong piece wird.
00:16:59: Also zum Beispiel einen Übergangsmantel.
00:17:02: Wenn man mal ausgewachsen ist, dann wird man jedes Jahr einen Übergangsmantel tragen und man wird sich aber auch nicht jedes Jahr einen neuen kaufen müssen.
00:17:09: Schaut toll aus, hat er genau nach seinen Vorstellungen bekommen.
00:17:13: Und das ist jetzt auch nicht so viel teurer als wenn du dir das eher High-End-Modell bei Pikun Kloppenburg holt.
00:17:19: Ich muss sagen, seiner ist durchaus recht farbenfroh geworden.
00:17:24: Es passt auch zu ihm.
00:17:25: Er hat tollen Style und ist ein bisschen ein farbenfroher Mensch auch.
00:17:29: Aber ist denn das für jeden eine gute Idee, auch mal auf so was, sagen wir mal, ein bisschen ausgeflipptes zu setzen?
00:17:36: Ja, ich meine, ich finde, es kommt immer darauf an, wie wichtig das einem ist.
00:17:39: Und ich finde, es schadet nie mehr, mal was Neues auszuprobieren und irgendwie auch ein bisschen so eine Komfortzone.
00:17:45: herauszukommen.
00:17:46: Ich finde, oft sind dann eigentlich so extrovertierte Leute, haben dann oft eigentlich gar nicht so einen bunten Style, sondern es sind dann oft auch eher so introvertierte Persönlichkeiten, wo man irgendwie sagt, okay, das passt eigentlich gar nicht zusammen.
00:17:59: Aber man muss sich eben vor allem wohlfüllen.
00:18:02: Und wenn man sagt, ich fühle mich wohl in so einer Farbe, das kann ja auch ein bisschen dauern.
00:18:06: Du wirst dich beim ersten Mal in einem orangenen Pulli nicht so wohlfühlen wie beim dritten Mal, wo du schon weißt, okay, ich mag, dass es steht mir.
00:18:12: Das kann einem viel Selbstbewusstsein vermitteln.
00:18:15: Und wenn man experimentierfreudig ist bei Outfits, muss man sich natürlich auch immer ein bisschen mehr wussten, wie bei allem, was man macht, dass es sicher auch Leute geben wird, die sagen werden, warum ziehst du das an, ich weiß nicht, Scheiße aus oder eben das negative Kommentare kommen.
00:18:31: Und das darf man sich dann halt nicht zu Herzen nehmen.
00:18:33: Also ich finde, wenn man sich jetzt ganz neu präsentiert, dann muss man darauf gefasst sein, dass irgendwelche Reaktionen kommen werden und das muss man dann auch verkraften.
00:18:43: Ich
00:18:44: glaub, die kommen ja dann auch oft von Leuten, die sich entweder selber nicht trauen oder das konkrete Kleidungsstück selber nicht tragen könnten.
00:18:50: Bei solchen Sachen muss man doch immer die Motivation des Aussprechenden mitnehmen.
00:18:54: Nein, ja.
00:18:54: Es ist meistens, weil die Leute da neidisch sind oder halt nicht so coole Sachen haben.
00:18:58: Haters gonna hate.
00:19:00: Haters gonna hate.
00:19:02: Martin, hast du noch Fashion-Tipps, die du mit uns teilen willst?
00:19:06: Schau ich so aus.
00:19:08: Ich hab tatsächlich noch zwei Sachen mir eingefallen, die mir selber irgendwie ... geholfen haben.
00:19:14: Das ist einmal, we don't gate keep.
00:19:17: Und das machen, finde ich, sowieso die wenigsten Leute.
00:19:20: Also, wenn ich einen Teil sehe, das mir gefällt oder wenn eine Person was trägt, was ich cool finde, dann frage ich, wo hast du das her?
00:19:26: Und dann hole ich es mir auch einfach.
00:19:28: Weil, wie du es schon gesagt hast, Inspiration funktioniert halt nicht nur auf Pinterest, sondern ich finde sicher, wenn es jetzt meine Arbeitskollegin ist, mit der ich jeden Tag zusammen arbeite, dann komme ich vielleicht nicht sofort im gleichen Pulli.
00:19:37: Aber gerade wenn es eine Freundin ist, ist die Zeit eigentlich vorbei, wo wir dann sagen, nein, aber wir können nicht das Gleiche haben.
00:19:43: Und was ich auch super finde, ist einfach Vintage.
00:19:47: Als Vintage Reselling-Plattform, wo ich mir tendenziell gerne an Sachen bestelle, von denen ich weiß, dass sie ein bisschen ausgeflippt sind.
00:19:54: Weil ich mir denke, okay, zum Beispiel diesen greil-pinken Pulli, da war ich mir einfach nicht sicher, wie oft ich den jetzt tragen werde.
00:20:01: Und wenn ich mir den jetzt für was weiß ich, was hundert Euro in einer coolen Plotik geholt hat, dann hätte es mich voll kreut.
00:20:08: Und schade ist es sowieso immer.
00:20:10: Jetzt habe ich den auf Winted um fünf Euro gesehen und habe mir gedacht, na gut, das ist ein Investment und ein Fehlkaufpotenzial, das ich riskieren kann.
00:20:18: Und bin so auch darauf gekommen, dass ich die Farbe eigentlich mag.
00:20:20: Also, finde ich auch ein gutes Tool, um mal zu experimentieren.
00:20:25: Lilly, vielen Dank für deine Tipps.
00:20:27: Kleider Tauschkreisel,
00:20:28: wenn ich das mal reinkälschen
00:20:29: darf.
00:20:29: Ja, weil wir sind zu dich nicht gespont.
00:20:33: Kennt sowas ja nicht als Mann, aber ich weiß, dass viele Frauen das tatsächlich machen.
00:20:36: So ein kleiner Tausch, Partys und sowas.
00:20:38: Und ich hab noch nie einen gesehen, der sich irgendwie ein Männer gerichtet hätte.
00:20:41: Aber, dass sie existieren.
00:20:43: Können wir starten, Martin?
00:20:45: Ja, ich kleide mich eher in Basics.
00:20:47: Deswegen weiß ich nicht, ob das so wahnsinnig originell sein wird.
00:20:50: Ja, Lilly, vielen Dank für deine Fashion-Tipps.
00:20:53: Und ich hoffe, wir haben jetzt alle ein paar Ideen, wie wir noch besser zu unserem persönlichen Stil finden.
00:21:00: Danke fürs Kommen.
00:21:01: Danke, dass ich hier sein konnte.
00:21:02: Vielen, vielen Dank.
00:21:04: Wenn ihr noch Tipps habt, die wir überhaupt nicht angesprochen haben, wie man seinen persönlichen Stil am besten findet, dann schreibt uns die gern in die Spotify-Kommentare.
00:21:13: Oder schickt uns per Mail besserleben at der Standard.at.
00:21:16: Auch sonstige Themenwünsche, Glückwünsche, Kritikpunkte soll es ja vielleicht auch geben.
00:21:21: Auch gerne alles bitte per Mail und sagt uns gerne weiter.
00:21:24: Das war Besserleben, produziert von Christoph Neubert.
00:21:28: Ich bin Antonia Raut.
00:21:29: Ich bin Martin
00:21:29: Schauber.
00:21:30: Ciao und bis nächste Woche!