Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden
00:00:06: Der
00:00:09: blutet noch ein Sportredakteur's Herz.
00:00:11: Martin,
00:00:12: du wirst
00:00:12: offensichtlich von meiner dreißige Feier ausgeladen.
00:00:20: Willkommen zu Besserleben, der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.
00:00:24: Ich bin Antonia Raut.
00:00:25: Ich bin Martin Schauhuber.
00:00:26: Martin, wie schaut's bei dir aus, was du heuer den Dry January?
00:00:31: vermutlich nicht, was aber auch nicht so tragisch ist, weil es jetzt nicht rasend viele Unterschiede mehr macht.
00:00:36: Du schaffst dir ein bisschen Schuldbewusst.
00:00:38: Nein, aber wenn ich auf meine Garmin höre, dann sollt ich vielleicht, seit ich die hab, bekomme ich jedes Glasle Bisschen zu genau vor Augen geführt, die Schlafqualität und die Ruheherzwequenz und überhaupt alles scheint schon bei geringen Mengen Alkohol zu leiden, vor allem natürlich auch das Training.
00:00:57: Und jemanden, den das bestimmt nicht überrascht, haben wir heute hier bei uns im Studio sitzen.
00:01:02: Stefan Listerbad ist ehemaliger Marathonläufer als in der Alkoholforschungsgruppe und in der sportpsychiatrischen Beratung der klinischen Abteilung für Sozialpsychiatrie der MedUni Wien.
00:01:13: Willkommen bei uns im Studio.
00:01:14: Danke für die Einladung.
00:01:16: Wir reden heute über Sport und Alkohol.
00:01:18: Und das passt ja deswegen, weil jetzt eben im Dry January gerade ganz viele Menschen bewusst auf Alkohol verzichten.
00:01:25: Auch mal zwei Wochen Sport machen, weil ein neues Vorsatz.
00:01:27: Ganz genau.
00:01:29: Und da fragen wir uns, wie schädlich ist eigentlich Alkoholkonsum so für uns Hobby-Sportlerinnen und Sportler?
00:01:36: Gleich eine schwierige Frage zum Einstieg und die ich differenziert versuchen möchte zu beantworten, wenn wir uns über dem Thema Alkohol nähern auch.
00:01:43: Ich glaube, es ist wichtig bei dem Thema weder zu bagatellisieren und auch irgendwie zu katastrophisieren und ich glaube, da liegt genauso die Schwierigkeit.
00:01:51: Generell ist Alkohol ein Zellgift und eine toxische Substanz und daher immer schädlich, schon ab dem ersten Tropfen.
00:01:58: Es gibt aber natürlich eine Dosis-Wirkungsbeziehung und mehr ist schlechter als weniger, das ist ganz klar.
00:02:05: Und ich glaube, diese Botschaft sozusagen gilt es auch, hinauszutragen.
00:02:09: Das gilt jetzt für alle Menschen, aber natürlich auch für Hobby-Sportler-Hobby-Sportlerinnen.
00:02:13: Wobei natürlich, wenn man sich jetzt wirklich leistungsmäßig auch als Hobby-Sportler-Hobby-Sportlerin auf ein Ziel hintrainiert und vielleicht viele Dinge optimiert, es wurden ja schon einige Sachen angesprochen, Schlaf, Ernährung bis hin halt zur Trainingsplanung und so weiter, wo nichts dem Zufall überlassen wird, dann wäre das halt eine Stellschrauberin, der es vermeintlich relativ einfach wäre.
00:02:33: zu schrauben und da würde ich, so würde ich jetzt mal dieser Frage beantworten.
00:02:36: Das heißt also, wenn ich jetzt nur zweimal die Woche meine immer gleiche Runde durch den Park-Hoppel, dann merke ich vielleicht nicht den Mega-Unterschied, aber in dem Moment, wo ich jetzt zum Beispiel auf einen Marathon trainiere, wird es schon deutlicher?
00:02:51: Ja, ich mein, subjektiv, wie sehr man sozusagen auch den Alkoholkonsum selber merkt oder nicht, sagt er nicht unbedingt dann auch was über die Schädlichkeit aus.
00:02:58: Also das glaube ich ist wichtig festzuhalten.
00:03:01: Ich nehme halt an, dass jene Sportlerinnen und Sportler, die sich vorbereiten, sozusagen auf etwas und vielleicht dann eben genau auch schauen, wie wirklich das auf meinen Schlafqualität aus, welchen Ruhe-Bulls habe ich, welchen Bulls habe ich unter dieser und jener Belastung, die also am einenseits mehr Daten entwickeln, andererseits wahrscheinlich auch ein besseres Körpergefühl und werden es deswegen wahrscheinlich auch mehr spüren oder so könnte man zumindest meinen, dass es so ist.
00:03:23: Vielleicht mal ganz grundsätzlich.
00:03:24: Was passiert denn, wenn ich meinem Körper Alkohol zuführe, außer dass halt irgendwann dieser Vergiftungszustand relativ lustig ist für die meisten Breite?
00:03:31: Danke für die Frage.
00:03:32: Ich glaube, das ist recht wichtig, weil Alkohol ist extrem präsent in unserer Gesellschaft.
00:03:36: Spannenderweise auch beim Thema Sport.
00:03:38: Vielleicht kommen wir später auch noch darauf zu sprechen, aber es ist auf jeden Fall in unserer Gesellschaft allgegenwärtig und spannenderweise korreliert das nicht unbedingt mit dem Wissenstand, den wir eigentlich dieser Substanz haben, die so weit verbreitet ist.
00:03:50: Wir alle bekommen das irgendwie so mit.
00:03:52: Alkohol ist nicht gesund, am besten wenig trinken oder gar nichts trinken.
00:03:56: Aber dann hört es irgendwie auch schon wieder auf.
00:03:58: Und wenn wir wissen, wie wir Menschen so funktionieren, dann ist das, glaube ich, nicht die beste Motivation oder Ratio dahinter, um ein Verhalten vielleicht zu steuern, indem man sagt, na, ist nicht so gut, bitte nicht machen.
00:04:08: Also was passiert, wenn wir Alkohol zuführen?
00:04:10: Prinzipiell ist ethanol, wie gesagt, selbst schon ein Zellgift und wirkt sich auf unser Nervensystem aus, aber nicht nur auch.
00:04:17: Praktisch jedes Organ, das wir im Körper haben.
00:04:19: Also auch auf Herz, auf die Leber natürlich, auf die Haut, auf das Blutbildungssystem.
00:04:24: Und dann wird ethanol abgebaut, zu Acetyl der Hüte.
00:04:27: Das ist jener Stoff oder jeder Metapolit von Alkohol, der dann auch für die Katasyntomatik zuständig ist.
00:04:32: Also Kopfschmerzen, Übelkeit und so weiter.
00:04:35: Und auch der sozusagen giftig und nicht gut für unseren Körper.
00:04:38: Das ist mal das eine.
00:04:39: Und das andere ist, dass gerade jetzt bezogen auf den Sport, neben diesen allgemeinen Faktoren, vorher wurde noch angesprochen, natürlich das, was es auch mit unserer Psyche macht, nicht.
00:04:47: Da gibt es auch Unterschiede.
00:04:48: Wir sagen jetzt mal einen Moderatorkonsum, vor allem initial mit diesen Gücksgefühlen, mit der Euphorie.
00:04:55: Bei längerem chronischen Konsum sozusagen kann das aber dann auch sehr ins Gegenteil umschlagen mit Schlafstörungen, mit depressiver Stimmungslage und so weiter und so fort.
00:05:03: Und wenn wir uns jetzt sozusagen anschauen auf den Sport bezogen, was passiert oder Schlechtes im Körper sozusagen, was uns beim Training stören könnte, gibt es auch wieder ganz, ganz viele Prozesse, aber das Wichtigste vielleicht ist, dass die Proteinbiosynthese reduziert wird.
00:05:16: Das heißt, dass es jener Vorgang im Körper sozusagen, der uns die neuen Bausteine für alle Organe letztlich oder Teile des Körpers liefert.
00:05:25: Zum Beispiel ist es ja so, dass wenn wir trainieren, es so zu Adaptierungsprozessen kommt, die uns ermöglichen, dass wenn wir den selben Reiz später nochmal durchführen, unser Körper besser vorbereitet ist, unser Herz besser schlagen kann, sozusagen kräftiger ist, unsere Lungenmeister-Ausstoff aufnehmen kann, unsere Muskeln gewachsen sind und so weiter und so fort.
00:05:42: Und all diese Adaptierungsmechanismen, die eigentlich passieren sollten beim Training, werden quasi gehemmt oder reduziert dadurch, dass Alkohol, die Proteinbiosynthese reduziert und all diese Bausteine sozusagen dann nicht mehr so zur Verfügung stehen, wie das sein sollte.
00:05:54: Das ist ein Punkt.
00:05:56: Ein weiterer Punkt, der schon angesprochen worden ist, die Schlafqualität.
00:05:58: Das ist vielleicht ein bisschen paradox, weil Alkohol ja auch oft eingesetzt wird dafür, am Abend vielleicht sozusagen runterzukommen, sich zu beruhigen.
00:06:06: Um hat das Gefühl auch tatsächlich subjektiv, dass man dann auch besser einschlafen kann, zumindest anfänglich, bei moderaten Konsum ist das so.
00:06:13: Später kommt es dann eigentlich zur Entwicklung von Schlafstörungen.
00:06:16: Aber was ein bisschen drückerisch ist, dass, wo man vielleicht das Gefühl hat, subjektiv besser einschlafen zu können, weiß man, dass die Schlafarchitektur sozusagen gestört wird.
00:06:24: Das heißt, der Schlaf ist weniger erholsam.
00:06:26: Und gerade, wenn ich sportlich für etwas trainiere, ist natürlich der Schlaf als die wichtigste Regierungsmaßnahme eigentlich sehr, sehr wichtig.
00:06:32: Und wenn ich da auch wieder sozusagen Defizite drin habe, dann wird sich das auch für eine sportliche Entwicklung nicht positiv auswirken.
00:06:39: kann wirklich jeder Mensch bestätigen, der mal irgendwie seine Schlafqualität gemessen hat oder getrackt hat.
00:06:44: Es ist wirklich auch schon das eine Glas Wein, man sieht es einfach.
00:06:47: Also man kann einfach an dem, was die Uhr oder was auch immer der Horrorring, was auch immer man hat, misst, kann man in Wahrheit schon sagen, hab ich an diesem Abend davor was trinken oder nicht, da gibt es ja überhaupt keine ...
00:06:58: Ja, und da finde ich es ja auch faszinierend, was dann eigentlich auch schon einige Tage oder halt auch Wochen ganz ohne Alkohol ausmachen, dass die Schlafqualität ja gleich mal deutlich besser wird.
00:07:07: Deswegen ... ist ja der Dry January für viele auch eigentlich eine sehr positive Erfahrung, wobei ich mich dann oft frage, was bringt denn jetzt wirklich ein Monat ohne Alkohol für den Körper?
00:07:19: Ich glaube, das ist auch schwierig sozusagen zu beantworten.
00:07:22: Ich möchte auch prinzipiell zum Dry January sagen, dass es natürlich ein schöner Anlass ist, auch um Gewohnheiten zu überdenken und vielleicht auch neue Routinen oder Verhaltensänderungen sozusagen zu beginnen.
00:07:32: Aber man muss natürlich sagen sozusagen, dass dieser einen Monat natürlich das Graut nicht fett macht sozusagen und das auch oft so ist, es wurden ja schon die Neujahrsversätze auch angesprochen, nicht, also ich glaube wir alle kennen die Situation in den Fitnessstudios zum Beispiel, zum Neujahrsanfang, wo das nicht unbedingt dann am Ende des Jahres auch noch genauso ausschaut.
00:07:50: Und insofern finde ich, ist der für mich ein bisschen ambivalent besetzt, der Try January und auch die Frage sozusagen passt dazu, es beginnen alle Systeme im Körper sich zu erholen, das ist aber letztlich ein Prozess, abhängig welches Organ man sich zum Beispiel anschaut.
00:08:03: Geht das über Tage, Wochen oder auch Monate, zum Beispiel, wenn man jetzt auch das Gehirn anschaut, bis da wirklich dann auch Prozesse wirklich spürbar werden oder bemerkbar oder beobachtbar werden, muss man sagen, kann das auch bis zur Monat oder Jahre teilweise auch dauern.
00:08:16: Insofern ist der Schreitscheinere dann ein Tropfen auf dem heißen Stein.
00:08:19: Es kommt aber natürlich immer auf die Menge des konsumierten Alkohols auch an.
00:08:23: Sie haben es vorher schon angesprochen, gerade im Kontext Sport ist ja Alkohol auch super präsent und nicht nur in der Fernsehwerbung, wo ständig Fußballer anstoßen nach dem Spiel, sondern auch eben, dass man sagt, nach dem Wandern Ein Bier auf der Hütte nach Ski-Tour, die Antonia ist Tirolerin, da muss man das dazusagen.
00:08:38: Nach einer Ski-Tour, ein Bier.
00:08:39: Es ist dann auch wirklich fast immer konkret auch Bier.
00:08:42: Es sagt jetzt keiner nach dem Kicken, gehen wir auf ein Glas of Wein.
00:08:44: Und das wird ganz oft auch mit den Elektrolyten argumentiert.
00:08:47: Ist das ein Joé aber?
00:08:49: Ich glaube, das ist ein sehr guter Marketingschmäh, den es sich irgendwann mal ausgedacht hat.
00:08:53: Ich würde mich sehr gerne mal mit dieser Person unterhalten.
00:08:55: Es ist wirklich genial, muss man sagen.
00:08:58: Aber wenn man sich sozusagen das Evidenz passiert, anschaut oder sozusagen wissenschaftlich anschaut, dann ist das eigentlich ziemlich ein Blödsinn, weil, also man kann es gar nicht anders sagen.
00:09:07: Natürlich sind in Bier auch Elektrolyte drinnen und mehr als jetzt in anderen alkoholhaltigen Getränken, das mag sein.
00:09:13: Aber es ist jetzt nicht so, dass das so ein unglaubliches Getränk ist, an das man sonst gar nicht herankommen kann.
00:09:18: Also sozusagen als Anekdoterlustige dazu, das hat sich jetzt auch ein bisschen geändert, weil es inzwischen mehr Kohl-Nitrat-Getränke und Elektrolyt-Getränke auf dem Markt gibt und so, die das auch sehr gut schaffen.
00:09:28: Aber sozusagen früher noch ein bisschen, sag ich mal, wilderen ernährungstechnischen Zeit haben sich Leute beim Marathon einfach normales Wasser genommen.
00:09:36: da, weiß ich, irgendwas Zuckerhaltiges reingegeben und das Wasser gesalzen.
00:09:39: Zum Beispiel nicht.
00:09:40: Also das ist dann auch ein Elektrolydgetränk und das funktioniert sehr gut, ist noch dazu billiger und hat natürlich vor allen Dingen nicht diese negativen Effekte, die einfach Alkohol hat, die wir vorhin schon besprochen haben, was das mit der Regeneration macht, was das mit dem Schlaf macht, mit der Protein, Bio-Synthese und so weiter und so fort.
00:09:56: Das heißt, das ist ein, würde ich sagen, einfach ein Outer-Marketing-Schmäh letztlich, den man aber eigentlich sehr leicht entkräften kann.
00:10:02: Alkoholfreies Bier ist halt schon einfach ein Elektrolytgetränk, ohne dann sei es außer das viel Kalorien hat, wenn man jetzt die vermeiden wollen würde, oder?
00:10:09: Genau.
00:10:09: Ein einziger Nachteil, wenn man so möchte ist, dass die ja auch nicht gar keinen Alkohol haben.
00:10:13: Also insofern weiß immer noch, also sehr wenig und wahrscheinlich vernachlässigbar.
00:10:17: Aber auch in Alkoholfreien getränken ist immer ein gewisser Anteil noch Alkohol drinnen.
00:10:21: Der ist aber wahrscheinlich tatsächlich vernachlässigbar.
00:10:23: Aber wie gesagt, man muss auch sozusagen den Mythos überhaupt von Bier als das ultimative Elektrolytgetränk sozusagen nicht unbedingt.
00:10:29: hochhalten, ich möchte jetzt nicht Werbung machen, aber ich glaube, also Kokoswasser zum Beispiel hat sicher mehr Elektrolyte als jetzt ein Bier und es ist nicht so in aller Munde jetzt, dass wir uns dann, mein liegt vielleicht auch, weiß ich nicht, woran das liegt, aber Kokoswasser nach der Schitu hätte ich jetzt noch nicht unbedingt gehört, aber sollte man vielleicht mal probieren.
00:10:46: Und nicht in dieser Redaktion, unsere bessere Lebenkollegin Franziska ist der Kokoswasser Ultra des Landes.
00:10:53: Grüße gehen raus.
00:10:55: Trinkt wahrscheinlich gerade Kokoswasser.
00:10:56: Genau.
00:10:57: Nach
00:10:57: einem Lauf.
00:10:59: Also, welche anderen Mythen rund um Alkohol Gehirn denn noch aufgeräumt?
00:11:04: Ein Mythos, den ich oft höre und sogar auch schon leidenschaftlich diskutiert wurde, sogar unter auch medizinischen Kolleginnen und Kollegen, ist das Rausschwitz des Alkohols.
00:11:15: Also sozusagen dann ein bisschen umgedreht.
00:11:16: Ich habe Alkohol konsumiert und möchte das kompensieren und möchte meinen Körper etwas Gutes tun.
00:11:21: Und ich mache sozusagen unmittelbar Sport danach, um sozusagen den Abbau von Alkohol zu beschleunigen.
00:11:27: Und das funktioniert auch nicht so.
00:11:29: Also das Argument, das gebracht wird, ist, dass letztlich Alkohol nicht nur so durch die Leber verstoffwechselt wird, sondern dazu einen ganz, ganz geringen Prozentsatz.
00:11:38: Und das ist denn das Problem mit unserer Schleimhäute und der Haut auch Alkohol sozusagen abbauen oder abgeben können.
00:11:44: Aber das ist eben so ein geringer Prozentsatz, das ist wahrscheinlich weniger als ein Prozent.
00:11:48: Selbst wenn wir das beschleunigen würden durch vermehrte Schwitzen, wie auch immer, der Bewegung an der frischen Luft, das sozusagen für den Alkoholabbau, der insgesamt stattfindet, überhaupt nicht in relevanten Mengen ist.
00:11:59: Das heißt, vielleicht fühlen wir uns subjektiv besser und können unser Gewissen beruhigen, aber dass wir dadurch irgendwie schneller den Alkohol abbauen können, das ist nicht gegeben.
00:12:07: Da würde ich dann aber gerne nochmal die umgekehrte Reihenfolge mir anschauen.
00:12:12: Sie haben jetzt gesagt, dass direkt nach dem Alkohol Sport machen nicht gut ist.
00:12:17: Es sagen hier aber auch viele, dass quasi der Alkohol direkt nach dem Sport nicht so schlimm ist.
00:12:24: schon genannte Gipfelbier oder nach einem Fußball spielen noch auf ein kleines Bier gehen oder wie es auch vielleicht der eine oder andere Profifußballer schon mal gesagt hat, ein kleines Bier hat dann eh keinen Alkohol.
00:12:38: Ja, ich meine, wenn man jetzt im Leistungssportbereich schaut, dann würde ich ganz klar sagen, nein, also das ist aus dem schon besprochenen Gründen, wo es darum geht, möglichst schnell wieder fit zu werden, möglichst schnell wieder trainieren zu können und so weiter und so fort, kann man sagen, also ja, insofern es ist schlimm direkt nach dem Sport.
00:12:54: Und das ist ja auch das, was sozusagen, wenn man sich jetzt vielleicht abgesehen von irgendwelchen Finals spielen, was da ja auch tatsächlich heutzutage passiert ist.
00:13:02: Die Spieler kommen zurück in die Kabine und da wartet schon die Spezialsuppe und das Spezialgetränk und so weiter und so fort.
00:13:07: Da wird ja genau geschaut sozusagen, wie schaut die Ernährung aus?
00:13:09: Und da würde man dann nicht mit irgendeinem negativen, mit einer negativen Substanz sozusagen den Körper belasten.
00:13:16: Für Hobby-Sportlerinnen und Hobby-Sportler würde ich sagen, ist Alkohol halt generell einfach so wie für alle Menschen nicht förderlich.
00:13:23: Ob es jetzt besonders schlimm ist danach, wenn man zumindest noch zusätzlich ausreichend andere Sachen trinkt und ist, würde ich sagen, gelten halt die Nachbeile von Alkohol, die sonst auch immer gelten.
00:13:33: Ich muss geständig handhab' das schon noch ein bisschen so.
00:13:36: Wenn man jetzt sagt, man macht zum Beispiel Kraftsport, sagt man, es sind eigentlich die vierundzwanzig, achtundvierzig Stunden nach dem Training, die entscheiden quasi, wo man eben den Muskel regeneriert.
00:13:43: Da wäre es dann schon prinzipiell logisch zu sagen, okay, wenn ich eh noch zweimal die Woche Sport mache, dann trinke ich halt in den ersten vierundzwanzig Stunden nach dem Sport zumindest nix, um eben quasi diesen Muskelaufbau nicht abzuschießen, oder?
00:13:54: Ja, das stimmt, aber man könnte natürlich genauso gut sagen, warum dann danach nicht.
00:13:57: Also auch dann ist man vielleicht gerade nicht mehr in der Phase, wo der Körper sozusagen dann den Muskelaufbau aber zum Beispiel wieder regeneriert und sich vorbereitet fürs nächste Training.
00:14:05: Also das ist auch immer die Frage sozusagen, gibt es einen guten Zeitpunkt jetzt zumindest im Leistungssport oder im leistungsorientierten Sport, um Alkohol zu konsumieren?
00:14:13: Und da muss man leider sagen, nicht wirklich.
00:14:16: Also es gibt vielleicht Zeiten, wo es besonders schlecht ist.
00:14:19: Das kann man vielleicht sagen, aber wo es irgendwie gut oder wurscht ist, kann man nicht wirklich sagen, ob wir dann die Saisonpause hergenommen haben.
00:14:25: Aber die sollte ja dazu sein, damit der Körper sich mal in diesen zwei, drei Wochen im Jahr, wo halt keine Belastungen da sind, wirklich mal sich erholen kann und da dann sozusagen mit einer zusätzlich belasteten Substanz auch dann drauf zu gehen, sozusagen, macht ja auch wenig Sinn.
00:14:38: Ich hatte kürzlich ein Interview mit der Ernährungsberaterin von Sturmkrad.
00:14:42: Immerhin zweimal Meister in der Fußball-Bundesliga.
00:14:44: Die hat auch gemeint, es ist praktisch nie mehr Thema.
00:14:48: Also in englischen Wochen sowieso nicht, wo alle vier Tage ein Spiel ist.
00:14:50: Wenn einmal ein Spieler nach Elektroliot getränkt, Essen, noch irgend ein Getränk, dann immer noch so sehr das Bedürfnis nach Ampire verspürt, gibt es quasi in Ausnahmefällen, wenn eh sieben Tage später ist, das nächste Spiel, es gibt es einen, null, drei Jahre.
00:15:04: Aber sie hat gemeint, in der Praxis kommt das eh praktisch nie vor, weil eben gerade die, die sagen, okay, ich habe zu Lust drauf, da hat sich es dann auch erledigt, wenn es genug getrunken und gegessen haben.
00:15:11: möglicherweise.
00:15:12: Und das sind halt auch eben Profis.
00:15:14: Und ich kenne auch einen Haufen Profifußballer, auch privat.
00:15:17: Die haben vielleicht zweimal im Jahr enrauscht und das war es.
00:15:19: Da jetzt die Frage von der Nicht-Sport-Redakteurin und nicht früheren Leistungssportlerin, wie sie, ist es wirklich so, dass im Spitzensport eigentlich niemand mehr Alkohol konsumiert?
00:15:29: Weil ich habe irgendwie schon diese Kabinenpartys vor Augen und die Party-Fußballer, die aus irgendwelchen Clubs raustaumeln, sind das Mythen der Vergangenheit.
00:15:40: Wenn man sich die Daten anschaut und die wissenschaftlichen Daten, man muss sagen, das sind relativ limitiert, aber dann kann man das eigentlich klar zurückweisen.
00:15:47: Und das ist relativ spannend auch, weil das vielleicht sich in letzter Zeit ein bisschen auch geändert hat mit wirklich erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, die auch offen darüber geredet haben, jetzt vielleicht nicht nur über Alkoholabhängigkeit oder Alkoholkonsum, sondern auch über andere psychiatrische Erkrankungen.
00:16:02: Ich glaube, dass sozusagen da das stigma eine ganz, ganz große Rolle spielt und die Unvereinbarkeit oder die vermeintliche Unvereinbarkeit von einer Sportlerin Identität und all dem, was damit transportiert und verbunden wird.
00:16:15: und mit psychiatrischen Erkrankungen, die immer noch leider als Zeichen einer Charakterschwäche oder sonstigen Schwäche irgendwie angesehen werden.
00:16:22: Und dass diese vermeintliche Unvereinbarkeit dann dazu führt, dass dieses Thema einfach tabuisiert wird und nicht angesprochen wird.
00:16:28: Weil ich vor die Daten angesprochen habe, die sind noch sehr limitiert, aber es gibt auch mit der Reviews schon inzwischen zu Prävalenzdaten von vermehrten Alkoholkonsum oder schädlichen Alkoholkonsum bei ehemaligen und aktiven Leistungssportlerinnen.
00:16:41: und Sportlern, und da sieht man, dass eigentlich die Prävalenzzahlen, also wie oft kommt das vor, im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung, sogar erhöht sind.
00:16:49: Das heißt, es ist relativ unwahrscheinlich, dass das tatsächlich Ausnahmefälle sind, sondern das dürfte eigentlich, wie gesagt, zumindest genauso verbreitet sein wie in der Allgemeinbevölkerung.
00:16:59: Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass es auch einfach mit der Überwachung zusammenhängt.
00:17:02: Wenn der Fußballer regelmäßig Alkohol trinkt, kriegt er sich das Team sofort mit, weil er ja alle Leistungsdaten permanent gemessen werden und kriegt dann vermutlich am Deckel dafür.
00:17:10: In mir fallen auch andere Sportarten ein, wo das halt nicht der Fall ist und wo schon auch bekannt ist, dass da Alkohol ein Riesenproblem noch ist.
00:17:16: Ich meine, wer ist in einem Land, wo eine Eiso-Gemannschaft ein Olympiaspiel verloren hat, weil sie am Abend davor saufen waren?
00:17:21: Und das ist jetzt noch nicht ewig her.
00:17:24: Der blutet noch ein Sportredaktor aus Herz.
00:17:26: Ja.
00:17:28: Und Darts?
00:17:29: Ich glaube, im Darts ist es sogar unter gewissen Umständen verboten, weil es als Stoping gelten könnte, aber ich bin mir dann nicht ganz sicher.
00:17:36: Jetzt frage ich mich ja bei Alkoholkonsum manchmal, warum denn, wenn wir eigentlich eh so genau wissen, dass es keine, nicht nur gesunde, sondern keine ungefährliche Menge gibt, dass viele Ärztinnen und Ärzte es trotzdem relativ entspannt sehen.
00:17:50: Also wenn ich jetzt zum Beispiel bei meiner gesunden Untersuchung erwähnen würde, dass ich hin und wieder eine Zigarette rauche, dann würde mir niemand sagen, ach die ein oder andere Tscheke ist überhaupt nicht so schlimm, sondern dann sagen alle, ja jeder ist schädlich und hört uns gefälligst auf.
00:18:02: Und wenn ich sage, dass ich hin und wieder Ein Glas Wein trinkt und sagt wahrscheinlich jeder Hausarzt, ach ja hin und wieder ein Glas Wein, werde nicht so quasi.
00:18:10: Warum eigentlich?
00:18:12: Eine total spannende Frage.
00:18:13: und ich finde auch den Vergleich mit dem Rauchen sehr gut, weil gerade wenn wir uns auch anschauen, das hat wieder mit dem Thema Sport auch zu tun.
00:18:19: Da war es vor einigen Jahren noch selbstverständlich, dass gewisse Formel I Teams Fußballmannschaften zum Beispiel Tabakfirmen als Sponsoren hatten.
00:18:29: dass überhaupt natürlich Rauchen viel, viel verbreiteter war, denken wir auch nur an das Rauchverbot in der Gastronomie und so weiter und so fort.
00:18:37: Da hat es schon sozusagen eine Entwicklung gegeben, die glaube ich dann auch etwas mit Gesächer, dass das Ganze etwas tut.
00:18:43: Und jetzt muss man zynischerweise sagen, beim Thema Alkohol ist es jetzt auch nicht so, dass man das Rad neu erfinden müsste oder dass es das auch noch anders gelebt wird.
00:18:52: Also wir in Österreich sind ja schon eine sehr speziellen Situation und haben Ich gebe oft das Beispiel, dass es sehr schwer jemanden eigentlich erklärbar ist, warum man zum Beispiel zu jeder Tages- und Nachzeit auf einer Autobahnraststätte Alkohol kaufen kann.
00:19:07: Da gibt es, wie ich sagen, wenn man sich das rational überlegt, sehr wenige Szenarien, in denen das wirklich sinnvoll ist.
00:19:13: Und wir nehmen das aber sozusagen ein bisschen so als gegeben hin und das war immer schon so und das soll bitte auch immer so bleiben.
00:19:20: Und es gibt aber Länder, die das durchaus ganz anders machen und da ist ja sozusagen diesen ganz weit weg davon zu überlegen, ob man jetzt Alkohol auf Autobahnraststätten kaufen kann oder nicht, sondern wir wissen eher auch, welche Länder das sind.
00:19:30: Da kann man Alkohol nur zu gewissen Uhrzeiten in bestimmten Geschäften kaufen.
00:19:33: Da ist ganz klar reguliert, wo man wann Alkohol konsumieren kann und wo auch nicht.
00:19:38: Und bei uns ist das halt sozusagen anders.
00:19:39: Und ich glaube, dass sich das sozusagen einfach dann auch wieder widerspiegelt in dem Umgang.
00:19:43: Es ist einfach etwas, was wir sehr natürlich wahrnehmen.
00:19:46: Bei Rauchen hat sich das schon sehr geändert in den letzten Jahren und vielleicht kommen wir ein bisschen auch dorthin beim Thema Alkohol.
00:19:52: Und ich glaube auch, dass dann sozusagen auch im medizinischen Kreisen da sozusagen oder auch bei Beratungsgesprächen, dass da noch anders exportiert wird.
00:19:59: Ich würde jetzt gerne noch mal auf die Alkohol und Sport bei Hobby-Sportlerinnen-Thematik zurückgekommen, mit ganz egoistischen Motiven.
00:20:08: Ich versuche ja diesmal wieder beim VCM für die Marathon Distanz an den Start zu gehen.
00:20:12: Das sind jetzt noch ungefähr vier Monate und wenn ich mir die Anmeldungszahlen anschaue, bin ich nicht die einzige, die das versuchen wird.
00:20:19: Wie schaut es denn bei solchen Zielen mit Alkohol im Training aus?
00:20:24: Kann man sich da als Hobby-Sportlerin schon noch den einen oder anderen Cheat-Day erlauben?
00:20:29: oder sollte man da einfach auch sagen, nein, für diese vier Monate lasse ich den Alkohol komplett bleiben?
00:20:35: Ich gebe jetzt mal eine ganz psychiatrische Antwort darauf und das wäre sozusagen die Selbstverantwortung auch nicht.
00:20:41: und auch die Frage, was halt sozusagen die eigenen Ziele auch sind und auch, womit man sich gut fühlt.
00:20:46: Ich glaube, auch ganz wichtig zu sagen ist, dass wir weder irgendwie Moralapostler sein wollen oder... Spaßverderber, sondern dass es uns darum geht, gut aufzuklären und eben zu erzählen darüber hinaus.
00:20:58: Also es ist nicht gesund und möglichst wenig.
00:21:01: Was passiert überhaupt?
00:21:02: Was sind die Probleme?
00:21:03: Was für konkrete Konsequenzen sozusagen kann das haben?
00:21:06: Wir sprechen jetzt oder wir haben bis jetzt ja auch nur die sehr harmlosen Konsequenzen gesprochen, muss man sagen, weil ich meine Schlafstörungen und ein schlechter Regenationsstatus und vielleicht eine, ich sage jetzt mal irgendwas, um X Minuten langsame Zeit bei Marathon sind ja wohl noch Dinge, die sehr gut verkraftbar sind.
00:21:22: Aber es gibt ja sehr schwerwiegende Alkoholfolgeschäden nicht so knapp und das kostet auch, abgesehen vom individuellen Leid, unsere Gesellschaft sozusagen unzummern an Geld, was wiederum die Frage auch für, warum wir vielleicht nicht doch irgendwie andere alkoholspezifischen Regelungen auch schaffen.
00:21:38: Aber letztlich geht sozusagen um die Eigenverantwortung, um das Wissen sozusagen, was diese Substanz machen kann, was die Folgen sind.
00:21:45: und je mehr man darüber bescheid weiß und je besser man darüber bescheid weiß, umso eher kann man für sich selbst eine gute Entscheidung treffen.
00:21:52: Gefühlt tue ich mir leichter, gesund zu leben, wenn ich Sport mache, gerade.
00:21:56: Ich weiß nicht, ob die Wissenschaft das irgendwie bestätigen würde, dass das wirklich so ist, dass man sich eher nach dem Sport dann Salaten macht, als wenn man ganz den Tag auf der Couch klicken ist.
00:22:03: Aber kann der Sport auch einfach ein bisschen eine Hilfe sein quasi, um von etwas, was hier generell problematisch wäre, wegzukommen mit einem guten Grund?
00:22:09: Definitiv, weil es, glaube ich, eine Motivation darstellen kann und einen Grund.
00:22:13: Und ich glaube, möglichst konkrete Gründe und zum Beispiel eine bestimmte Mardernzeit kann da durchaus natürlich etwas sein, was einem so motiviert, dass man halt sagt, ja, man macht eine Verhaltensänderung, die einem vielleicht sonst schwer fällt.
00:22:25: Und dann kann das, denke ich, sich ein motivierender und guter Faktor sein auch.
00:22:29: Martin hat es schon angesprochen, wenn man dann eben mal anfängt, gesünder zu leben, dann kommen ja zum Glück manche andere Verhaltensänderungen noch dazu.
00:22:37: Ich habe aber zum Beispiel auch das Gefühl, wenn ich mehr Sport mache oder gesünder lebe, dann vertrag ich Alkohol noch schlechter.
00:22:44: Ist das dann einfach die subjektive, ich spür mich besser, Wahrnehmung?
00:22:48: Oder ist es wirklich so, dass der Körper auch irgendwann verlernt mit diesen Vergiftungserscheinungen?
00:22:54: Martin, du wirst offensichtlich von meiner dreißige Feier ausgeladen werden.
00:23:00: Ich würde das sozusagen, also da wüsste ich jetzt keine wissenschaftlichen Daten dazu, dass sozusagen Sport jetzt wirklich sensibler macht, wie gesagt vorausgesetzt, man ist gut hydriert und ist genug und so weiter, aber dann würde ich das wirklich auf das subjektive Gefühl, also dafür verantwortlich machen.
00:23:14: Ich glaube schon, dass wenn man viel Sport macht und dann zusätzlich jetzt auch noch was relativ Neues mit den ganzen Daten, die inzwischen jeder schon am Handgelenk sozusagen präsentiert bekommt, dass man da einfach ganz einen anderen Turn bekommt.
00:23:25: Ich kann das nur auch noch bestätigen aus meiner früheren Zeit, aus dem Leistungssport, dass ich normalerweise einen Ruhebohls von circa thirty-fünf und dreißig geschlägen pro Minute gehabt, in der Früh.
00:23:34: Und wenn ich dann sozusagen etwas Alkohol getrunken habe und das war vielleicht wirklich nur ein Anstoßen bei einer Geburtstagsfeier, man hat am nächsten Tag fünf, sechs Schläge mehr und das ist sozusagen natürlich doch ein sehr, sehr relevantes Ausmaß dann, wenn man sich diese Zahlen anschaut.
00:23:49: Martin Hencklisch beim Ruhefuß von Fünfundreis.
00:23:51: Ich meine, da starte ich die Wiederverliefung.
00:23:53: Aber okay, ich trage auch keine Fitnessur, wie ihr sitzt.
00:23:57: Ich auch nichts mehr.
00:23:59: Gut, aber irgendwann hat man dann wahrscheinlich auch so ein gutes Körpergefühl, dass man sich vieles erspart.
00:24:03: Wir haben schon eine getragen und eben auch in der Früh immer Ruhebols gemessen.
00:24:06: Also, ja, ich glaube, man hört wirklich anders auf den Körper und vielleicht kann das sozusagen auch, weil vorher schon die Motivation auch angesprochen wurde, ich glaube, wenn man halt da das wirklich auch, also manchen läuft, dann hilft das, glaube ich auch, das Schwarz auf Weiß zu sehen, oder mir das damals schon auch, wie soll ich sagen.
00:24:22: geholfen und das war halt zumindest eindrücklich, würde ich sagen, wo man, wie gesagt, okay, also ein Achtalwein und am nächsten Tag ist das einfach so und das wird mich natürlich im Training auch beeinflussen.
00:24:31: Wenn ich schon in der Früh aufstehe und einen Ruhebuls von fünf, sechs Höhe habe, dann wäre ich beim Daulaufen wahrscheinlich halt auch einfach nicht das schaffen können, was ich sonst einen normalen Tag schaffe.
00:24:40: Ich bin ja auch einfach ein großer Fan von Gamification bei Gesundheitsthemen und wenn ich nur Siebenundsiebzig statt Sechsunddachzig Schlafpunkten hab, dann motiviert mich das halt am nächsten Abend, nein zu sagen.
00:24:53: Sie haben vorher was gesagt, das war eigentlich ein kleiner Nebensatz, aber ich hab den recht spannend von der Musik, was ich gesagt habe, ich kann es jetzt nicht mehr wörtlich, aber nur weil man glaubt, man spürt keine Konsequenzen vom Alkohol, heißt sie, beweite mich, dass das so ist, weil vieles unsichtbar ist.
00:25:06: Und ist das generell was, was man vielleicht unsere Gesellschaft auch ein bisschen hinter die Ohren schreiben muss, gerade den Menschen, die seit vierzig Jahren in Wahrheit Alkohol als sehr integralen Bestandteil ihres Alltags leben und es gibt ja dieses Gereichtsein schon noch ein bisschen, glaube ich, dass man es halt, wenn man permanent trinkt, dann vielleicht gewisse Sachen nie mehr so schnell spürt.
00:25:24: Muss man das einfach da auch noch ein bisschen betonen, dass nur, wenn man nicht merkt, dass es einem Dreck geht davon, dass man sich trotzdem in Wahrheit permanent vergiftet und das Konsequenzen hat?
00:25:32: Ja, kann man schon so festhalten, ich meine, der ist ja auch Alkohol jetzt nicht alleine.
00:25:36: Es gibt, ich sage mal, Bluthochdruck als ein Beispiel oder... Zu hohe Lepide ist auch etwas, was wir nicht spüren subjektiv nicht.
00:25:43: Wir merken nicht, dass unser Cholesterin zu hoch ist oder dass wir einen zu hohen Blutdruck haben.
00:25:46: Und dennoch ist etwas sehr ungesundes und langfristig natürlich wirklich schwerwiegende Probleme auf unserer Gesundheit bezogen, wer liefern kann.
00:25:54: Und beim Alkohol ist es auch so, dass vor allem sozusagen bezogen auf die Leber oder auf das Gehirn, ist das ein schleichender Prozess, den wir dann irgendwann spät erst merken, wenn es eigentlich schon zu spät ist oder zumindest sehr, sehr spät schon ist.
00:26:06: Die positive Vernachricht ist, es ist sehr viel, ist doch reversibel, vor allem auf die Leverbezogen, aber wir merken es wirklich an harten Parametern sehr, sehr spät erst.
00:26:15: Und wenn man dann eben Verhaltensänderungen anstrebt oder eben zum Beispiel einfach auch ganzer Veralkohol verzichtet, mindblowing.
00:26:23: Wie geht man dann damit um, dass man immer so tut, als würden nur die Menschen ein Problem mit Alkohol haben, die nicht trinken?
00:26:30: Also umgekehrt sagt man ja oft quasi, nur Alkoholiker trinken nix, alle die eh Alkohol in Maßen trinken können sind die normalen.
00:26:38: Ja, ich glaube, dass das sozusagen einfach nur zeigt, auch wie Paradox oder auch welcher Doppelmoral sozusagen in unserer Gesellschaft beim Thema Alkohol herrscht.
00:26:46: Wir erleben eine Gesellschaft, wo sozusagen Alkoholkonsum nicht nur Geduld, sondern eigentlich erwünscht ist auch und alles ist lustig und spaßig, bis vielleicht dann irgendwo etwas passiert, was dann halt nicht mehr so toll ist oder sich leider auch eine Abhängigkeit entwickelt.
00:27:01: Und dann ist es plötzlich so, dass alle damit nichts mehr zu tun haben wollen, nicht?
00:27:05: Und das plötzlich etwas ist, was verpönt ist, was natürlich einem selbst nie passieren würde, sondern nur den anderen.
00:27:10: Und dann will man sozusagen mit dem ganzen Thema auch nichts mehr zu tun haben und dann kommen so ganz absurde Reaktionen eben dann darauf, die sich dadurch dann bilden.
00:27:18: Ich habe das Gefühl, dass gerade die Motivation sozusagen zu sagen, ich schaue auf meinen Körper und ich bereite mich zum Beispiel gerade auf dieses und jenes.
00:27:25: Event vor, dass das schon etwas ist, was zunehmend auch akzeptiert wird und nicht nur akzeptiert wird, sondern vielleicht sogar auch irgendwie ein Grund ist, der auch angesehen ist oder wo man vielleicht... weniger oder gar keine blöden Kommentare sich mehr anhören muss.
00:27:39: Aber ich glaube, dass wir da wirklich als Gesellschaft einfach noch ein bisschen einen Wandel sozusagen vor uns haben.
00:27:45: Und ich hoffe, dass sich da in den nächsten Jahren etwas tut.
00:27:48: Ich glaube, das ist auf sehr, sehr vielen Ebenen, wäre da sozusagen Veränderung notwendig.
00:27:51: Also ich habe vorhin schon die möglichen auch legislativen Möglichkeiten kurz angedeutet.
00:27:56: Auch sozusagen wäre es ja auch gerade im Sportkontext möglich auch von einzelnen Verbänden oder Vereinen da auch irgendwie eine Vorreiterrolle zu übernehmen.
00:28:04: Auch das wäre wahrscheinlich schwer denkbar, aber wäre theoretisch natürlich unmöglich.
00:28:08: Aber ich glaube, es betrifft auch jeden einst dann letztlich, da sich einfach mit dem Thema auseinanderzusetzen und danach auch dem Umfeld entsprechend sich zu verhalten.
00:28:16: Ich bin übrigens legislativ noch für ein absolutes Alkoholverbot auf Skihütten.
00:28:21: Ein paar Biola-Pinien.
00:28:24: Ich kenne den konkreten Menschen, der das Interol verhindern wird sogar, glaube ich.
00:28:27: Ich glaube, wir kennen ihn alle.
00:28:30: Ja, und er findet mal eine Fußball-Profe-Mannschaft, die nicht einen Beer-Sponsor hat.
00:28:34: Wird nicht möglich sein in diesem Land.
00:28:36: Wir starten jetzt nüchtern in dieses Jahr.
00:28:40: Bedanken
00:28:41: uns für die Erklärungen.
00:28:43: Und ich leih übrigens allen gerne meinen neuen Dankesatz.
00:28:46: Ich bin im Marathon Training.
00:28:47: Es will erfahrungsgemäß niemand danach die Medaille sehen.
00:28:50: Man kann denn eigentlich immer.
00:28:52: Das ist mir vorhin auch eigentlich.
00:28:53: Man kann ja auch das Nicht-Drinken leichter machen, wenn man zum Beispiel das organisiert, dass man gescheit-alkoholfreie Optionen auch hat und nicht nur Wasser.
00:29:00: und für alle Alkoholiker gibt es dann vier Sorten alkoholische Tränke.
00:29:04: Es sind auch solche Kleinigkeiten, die es manchmal leichter
00:29:06: machen.
00:29:06: Ihnen jedenfalls vielen Dank für den Besuch im Studio, Stefan Disserwald.
00:29:10: Vielen Dank für die Einladung und viel Erfolg beim Venisitamaraton.
00:29:13: Danke, danke.
00:29:14: Und wenn ihr noch Tipps für uns habt, wie wir denn am besten zum Beispiel im Dry January noch das Nichtdrinken leichter machen, aber natürlich auch in allen Monaten danach oder
00:29:25: was wir im Februar weglassen
00:29:26: sollen.
00:29:27: Genau, sicher nicht besser leben.
00:29:29: Wir freuen uns über Eure fünf Steinebewertungen und auch gerne immer Mails mit Themenvorschlägen an.
00:29:36: Besserleben at bestandard.at.
00:29:38: Das war Besserleben des Standard Podcasts zum Glück nicht
00:29:41: werden.
00:29:41: Produziert von Christoph Neuwerts.
00:29:44: Bis nächste Woche.
00:29:44: Ciao!