Besser leben

Besser leben

Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden

Transkript

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00:00:06: Auch die Leber produziert mich, die Leberwurst im menschlichen Körper.

00:00:09: Haben wir schon wieder was Neues

00:00:10: gelernt, Martin.

00:00:11: Bitte für die Beitrittserklärung zum FC Mülsenfrüchte mitbringen.

00:00:14: Ich würde gern beitreten.

00:00:20: Willkommen zu Besserleben, der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.

00:00:23: Ich bin Franziska Zeudel.

00:00:25: Ich bin Martin Schauber.

00:00:26: Und Martin, den Protein-Hype haben wir abgegrast, würde ich sagen.

00:00:30: Ich bin noch dabei, aber

00:00:31: ja.

00:00:31: Jetzt ist aber schon der nächste Hype, der um die Ecke biegt, und zwar

00:00:34: das

00:00:35: Fiber-Maxing.

00:00:37: Ist Ballaststoff das neue Protein?

00:00:38: Ist

00:00:38: Ballaststoff das neue Protein?

00:00:40: Und da wir haben wir uns eine Expertin ins Studio eingeladen und zwar unsere liebe Kollegin, die Magdalena Pötzsch aus dem Gesundheitsressort.

00:00:46: Herzlich willkommen.

00:00:48: Hallo.

00:00:48: Es gab ja diese Geschichte mit Protein in den letzten gefühlt zehn Jahren ungefähr, wo dann viele Menschen draufgekommen sind, eigentlich nämlich viel zu wenig zu mehr oder das zumindest geklaubt haben.

00:00:56: Dann vielleicht auch öfters mal sehr stark überkompensiert haben mit ganz tollen, tollen, nicht ganz billigen Produkten.

00:01:02: Ist das jetzt beim Ballaststoff das gleiche noch einmal?

00:01:05: Vom Hype her, würde ich sagen, ist es schon ähnlich.

00:01:07: Es ist definitiv schon so ein Trendthema, wobei man auch dazu sagen muss, sowohl beim Protein als auch beim Ballaststoffthema.

00:01:15: Es gibt immer wieder so Hypthemen in der Ernährung, aber bei den ganz großen Pfeilern der Ernährungsempfehlungen hat sie eigentlich in den vergangenen Jahrzehnten gar nicht groß was getan.

00:01:26: Genauso ist es auch bei den Ballaststoffen.

00:01:28: Wir wissen schon ganz lange, wie viel wir davon brauchen, dass wir ausreichend davon brauchen.

00:01:32: Früher haben wir gesagt, viel Vollkorn essen, ausreichend Pationen Obst und Gemüse, jetzt sagen wir dazu Fiber Maxing.

00:01:39: Aber ja, ich beobachte diesen Trend auch, so wie ihr.

00:01:42: Jetzt war irgendwie proteinlange das viel beachtete Thema.

00:01:45: Jetzt rücken Ballaststoffe ins Rampenlicht.

00:01:48: Und ihr habt recht, durch diese vermehrte Aufmerksamkeit befassen sich sicher viele Menschen vielleicht auch zum ersten Mal so richtig mit diesem Thema und merken Hoppala, davon esse ich vielleicht ein bisschen zu wenig.

00:01:58: Und manche übertreiben es dann vielleicht auch, auch das kann gut sein, gerade weil man ja die Ballaststoffe eher langsam steigern sollte, also der Körper braucht eine Gewöhnungsphase, wenn man jetzt vermehrt Ballaststoffe zu sich nimmt und wenn man jetzt Beispielsweise von fünfzehn auf vierzig Gramm Ballaststoffe pro Tag hoch schießt, dann kann sich das schon eher ungünstig auf die Verdauung auswirken, aber das merkt man dann auch relativ schnell, wenn es zu viel ist.

00:02:20: So ganz generell der Durchschnitt ist ja wirklich zu wenige Ballaststoffe?

00:02:25: Tatsächlich ja, also das ist anders als beim Protein.

00:02:27: Du hast das schon gesagt Martin, beim Protein haben viele zumindest geglaubt zu wenig zu sich zu nehmen.

00:02:32: Da weiss man aus Querschnittstudien eigentlich, dass die allermeisten jetzt keinen zumindest eklatanten Proteinmangel haben, sondern dass die Da die Mehrheit der Gesellschaft eh ausreichend Eiweiß zu sich nimmt.

00:02:41: Bei den Ballaststoffen ist es anders.

00:02:43: Da werden dreißig Gramm pro Tag empfohlen und die meisten landen eher bei so fünfzehn bis zwanzig Gramm.

00:02:49: Jetzt muss man dazusagen, dass es gerade beim Thema Ernährung wahnsinnig schwierig ist, große Kohortenstudien zu machen und viele sind in diesem Bereich beruht eher so auf Schätzungen und Beobachtungen.

00:02:59: Aber gerade beim Thema Ballaststoffe sind sich eigentlich in der Fachwelt alle ziemlich einig, dass die allermeisten viel zu wenig davon essen.

00:03:07: Das ist auch gar nicht so verwunderlich, wenn man anschaut, wie viel wir eigentlich bräuchten.

00:03:11: Ich habe schon gesagt, wir alle sollten irgendwie um die dreißig Gramm Ballaststoffe pro Tag essen.

00:03:15: Ein Apfel hat jetzt beispielsweise je nach Größe zwischen drei bis maximal vier Gramm Ballaststoffe.

00:03:21: Das ist jetzt natürlich nur ein plakatives Beispiel, aber er merkt schon, man muss schon bewusst darauf achten, damit sich das irgendwie ausgeht.

00:03:27: Vielleicht mal einen Schritt zurück.

00:03:29: Warum brauchen wir das denn überhaupt?

00:03:31: Gute Frage, weil die Ballaststoffe liefern uns ja keine Energie so in dem Sinn, im Gegensatz zu anderen Nährstoffen wie Kohlenhydrate, Fett oder Protein.

00:03:39: Daher kommt auch der Name Ballaststoffe, weil man früher gesagt hat, ja das ist nichts Verwertbares, das ist quasi nur Ballast für den Körper, weil wir davon keine direkte Energie ziehen können.

00:03:49: Aber sie sind Energie, sie sind Nährstoff für unser Mikrobiom.

00:03:52: Sie sind sozusagen irgendwie das Lieblingsfutter für unsere Damparkterien.

00:03:57: Und diese Bakterienkulturen, die bei uns im Darm leben, die beeinflussen ja unglaublich viele Prozesse im Körper.

00:04:03: Ein gesunder Darm hängt ja nicht nur mit einer guten Verdauung zusammen, sondern der wirkt sich aus aufs Immunsystem, auf die Abwehr von unserem Körper, auf die Entzündungsregulation, auf die mentale Gesundheit, Stichwort Darmhirnachse.

00:04:16: Ballaststoffen fördern also generell eine geregelte Verdauung, aber sie sorgen auch für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl.

00:04:23: Das liegt daran, dass Ballaststoffe Wasser im Darm binden.

00:04:28: Dadurch quälen diese Ballaststoffe Magen nochmal mehr auf und vergrößern das Ernährungsvolumen quasi.

00:04:34: Und sie verlangsamen die Magenentklärung.

00:04:36: Die Nahrung bleibt also länger im Magen.

00:04:39: Dadurch gelangt die Glucose langsam in den Dünntamen.

00:04:41: In der Folge haben wir weniger Blutzuckeranstieg oder weniger von diesen hohen Peaks und dadurch weniger Heißhunger.

00:04:48: Merkt

00:04:48: man,

00:04:49: Dass man zu wenig Ballaststoffe zu sich nimmt, also treten dann irgendwelche Probleme auf?

00:04:54: Im Grunde merkt man immer, dass die Ballaststoffaufnahme nicht ganz optimal ist, wenn mit der Verdauung was nicht stimmt.

00:04:59: Das hängt eigentlich fast immer zusammen, eben weil Ballaststoffe die Verdauung regulieren.

00:05:04: Ballaststoffe optimieren so quasi die Transitzeit von der Nahrung durch den Verdauungstrakt.

00:05:10: Die Nahrung soll nicht zu schnell durch den Verdauungstrakt durchgeschleust werden, damit unser Körper Zeit hat, alle wertvollen Nährstoffe aufzunehmen.

00:05:17: Und es soll aber auch nicht zu lange dauern, bis der am Ende produzierte Stuhl irgendwie schon ganz verhärtet ist und es zu einer Verstopfung kommt.

00:05:24: Und immer, wenn irgendwas mit der Verdauung nicht ganz optimal ist, hängt es in den allermeisten Fällen mit den Ballaststoffen zusammen.

00:05:31: Okay, das ist jetzt auch in beide Richtungen.

00:05:32: Also wenn ich jetzt wirklich sage, ich übertreibe es oder du hast gemeint, man muss sich anpassen.

00:05:36: Wenn ich jetzt die komplette Panik kriege, darauf komme ich, ich habe jetzt jahrelang nur zehn Gramm Prodakt zu mir genommen und jetzt gehe ich da voll Gas, geht es dann quasi in die andere Richtung und die Verdauung wird zu langsam.

00:05:44: Genau, das kann auch passieren.

00:05:46: Genau.

00:05:46: Jetzt haben wir uns jahrelang stark mit Proteinen beschäftigt und da hat es dann immer wieder geheißen, zum Beispiel man muss die Gescheit kombinieren oder da irgendwie ein bisschen Know-how haben bei der Ernährung.

00:05:57: Wie ist das bei Ballaststoffen?

00:05:58: Was muss man da wissen?

00:06:00: Die muss man jetzt nicht irgendwie bewusst schlau kombinieren, wie du richtig sagst bei den Proteinen, damit man alle Aminosäuren abgedeckt sind oder dass man in der Kombination irgendwelche Nährstoffe besser aufnehmen kann.

00:06:11: Bei den Ballaststoffen ist es so, wer grundsätzlich abwechslungsreich ist, bekommt in der Regel auch einen guten Mix hin.

00:06:17: Aber du hast recht, es gibt schon unterschiedliche Ballaststoffe.

00:06:20: Wir unterscheiden bei diesen unverdaulichen Pflanzenbestandteile.

00:06:23: Das ist im Grunde das, was Ballaststoffe sind.

00:06:26: Da unterscheiden wir im groben zwei Gruppen.

00:06:29: Es gibt zum einen die löslichen und die unlöslichen Ballaststoffe.

00:06:32: Die löslichen, das sind zum Beispiel typische Ballaststoffe von der löslichen Sorte, sind zum Beispiel das Pektin.

00:06:39: Das ist dieser Schleimstoff, der zum Beispiel in flohsamen Schalen enthalten ist.

00:06:43: Ist ja nicht auch ein Gummizweig, so Naschzeug ist ja nicht auch Pektin

00:06:46: drin?

00:06:47: Kann sein.

00:06:50: würde jetzt nicht unbedingt als primäre Ballaststofffälle

00:06:53: fehlen.

00:06:53: In Marmelade ist, glaube ich, drin.

00:06:55: Da habe ich Pektin schon mal gegessen.

00:06:56: Entschuldige, die unterbrechen.

00:06:57: Ich bin immer kurz gefreut, dass ich auch Ballaststoffe bekomme.

00:06:59: Wir kommen dann später vielleicht noch zu Empfehlungen für gesundes Nex.

00:07:04: Das Pektin ist zum Beispiel ein löslicher Ballaststoff oder Betaglokane.

00:07:08: Das ist vor allem dann in Gerste enthalten, in Hülsenfrüchten, Obst, Wurzel, Gemüse, Hafer, vor allem auch Haferkleie.

00:07:16: Die löslichen... die stabilisieren in erster Linie dem Blutzucker und senken auch das LDL-Kolesterin, das ist das, was wir so umgangssprachlich als das schlechte Kolesterin bezeichnen, weil, ich habe schon gesagt, Ballaststoffe binden Flüssigkeiten im Darm, die quälen auf und bilden so eine gelartige Masse und dadurch wirkt sich das positiv aufs Kolesterin aus, weil sie eben auch die Gallensäure im Darm binden und die werden dann ausgeschieden.

00:07:44: Und wenn Gallensäuren ausgeschieden werden, dann brauchen wir neue.

00:07:47: Wir brauchen die Gallensäure ja, um fethaltiges Essen zu verdauen und unser Körper will da ja grundsätzlich immer gut vorbereitet sein.

00:07:54: Und Gallensäuren werden aus Cholesterin gebildet.

00:07:57: Und wenn wir jetzt keine Gallensäure mehr zur Verfügung haben, dann produziert die Leber, dort wird die Gallensäure gebildet, produziert sie neue Gallensäure und braucht dafür Cholesterin und das zieht sie sich aus dem Blut heraus.

00:08:08: Dadurch haben diese Ballaststoffe eben so diese positive Wirkung auf die Cholesterinwerte im Blut.

00:08:13: Das sind vor allem die löslichen Ballaststoffe und ich habe schon gesagt, es gibt dann auch noch die unlöslichen, die sind auch in Vollkorn enthalten, in Nüssen oder in Samen.

00:08:22: Typische unlösliche Ballaststoffe werden zum Beispiel die Zellulose oder das Lignin und die wirken eher so auf mechanischer Ebene auf eine gute Verdauung.

00:08:31: Also die optimieren eben diese Transitzeit im Darm, erhöhen auch ein bisschen das Stuhlvolumen und Beugenverstopfung vor.

00:08:38: dass die Leber-Gallensäure-Bilder des Übrigen sehr wichtig, falls man zur Millionenschub will, glaube ich.

00:08:43: Weil das ist, finde ich, eine große Frechheit der Anatomie, dass das so benannt wurde.

00:08:49: Das ist nicht die geilen Blase, meinst du?

00:08:51: Ganz

00:08:51: genau.

00:08:51: Wenn ich denke, okay, es gibt Leber, es gibt die geilen Blase, wer wird die Gallensäure produzieren?

00:08:56: Da haben wir wieder was Neues gelernt, Martin, ich zumindest.

00:08:59: Aber was viele nicht wissen, auch die Leber produziert nicht die Leberwurst.

00:09:02: Menschlichen Körper.

00:09:03: Haben

00:09:03: wir schon wieder was Neues gelernt, Martin.

00:09:05: Aber passt das

00:09:06: gar nicht zu

00:09:06: den Ballaststoffen,

00:09:07: würde ich sagen.

00:09:08: Wie

00:09:08: dem auch sei, wo so ein Hype ist, ist ja oft auch jemand, der mit diesem Hype sehr viel Geld verdient hat.

00:09:14: Und dann ist es unbedingt bei der Wahrheit bleibt.

00:09:16: Wie wird, oder wird einem, und bei Proteinen ist das ja schon auch so.

00:09:19: Ich werde dann einfach Sachen, die sowieso proteinreich sind, als mit extra Protein verkauft, die halt ja, na, wird das mit Ballaststoffen auch vorgemacht, dass einem da ein bisschen Geld aus der Tasche gezogen

00:09:28: wird.

00:09:28: Also ich persönlich beobachte es noch nicht ganz so intensiv wie bei dem Proteinhype.

00:09:33: Man sieht schon immer wieder so ganz hoch verarbeitete Riegel, wo dann irgendwie High Fiber oben steht, wo aber wahnsinnig viel Zucker oder Zusatzstoffe enthalten sind.

00:09:42: Was ich viel sehe, sind so Ballaststoffdrinks, also wo dann irgendwie beworben wird so und so viele Ballaststoffe in einer Zweihundertfünfzig Milliliter Dose, die sind von der Aufmachung her optisch irgendwie wie Energydrinks.

00:09:54: Und gerade bei dem Thema, denke ich mir, wissen ja, dass Verdauung im Mund beginnt, dass mit dem Kauvorgang wahnsinnig viele Enzyme freigesetzt werden, die einfach wichtig sind für eine geregelte Verdauung.

00:10:04: Also auch da gilt Ballaststoffe.

00:10:06: Grundsätzlich ist es immer besser, sie zu essen als sie zu trinken.

00:10:11: Und wenn ein Produkt ohne Zusatz kaum Ballaststoffe hat, dann ist das wahrscheinlich kein guter Ersatz für echtes, ballaststoffhaltiges Essen.

00:10:18: Jetzt gibt es ja tatsächlich auch, wie du schon sagst, so diverse Nahrungsergänzungsmittel.

00:10:23: Ich habe dann auch gehört, Inulin ist so das Ding, was man zu sich nehmen muss.

00:10:27: Ich glaube Martin, wir haben das tatsächlich in einer Folge als Tipp bekommen und zwar von der Mikrobiomexperte in vor einigen Monaten.

00:10:33: Wie schätzt du das ein?

00:10:34: Brauchen wir das?

00:10:36: Du sagst das schon richtig.

00:10:37: Also gerade ums Inulin ist ein wahnsinnig großer Hype.

00:10:39: Warum ist das so?

00:10:40: Weil ja das Inulin wie ein Prebiotikum wirkt.

00:10:44: Das gehört zur Gruppe an fermentierbaren, also vergehrbaren, mehrfach zweifach und einfach Zucker, wie zum Beispiel auch Milchzucker oder Frokdose.

00:10:52: Diese Stoffe werden in der Verdauung nicht im Dünndarm aufgenommen, sondern gelangen eigentlich nahezu unvertaut in den Tiktarm und dort werden sie von den Darmvakterien vergoren.

00:11:02: Das sind jetzt mehrere Vorteile, wenn man so will.

00:11:04: Es entstehen zum Beispiel kurzkettige Fettsäuren bei diesem Gerprozess, die nähern wiederum die Darm- und Schleimhautzellen.

00:11:11: Dadurch wird die Schleimstiche gestärkt im Darm.

00:11:13: Entzündungsprozesse werden gehämmt.

00:11:15: Der pH-Wert im Diktam sinkt dadurch erst wert, dass das Wachstum von schädlichen Keimen und so weiter und so fort.

00:11:22: Also diese prebiotische Wirkung von Inulin, der sagt man ja eben ganz viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit nach.

00:11:30: Grundsätzlich ist es so, dass seit Jahren eben so Inulin-Nahrungsergänzungsmittel ja schon seit Jahren auf dem Markt sind.

00:11:36: Aber bis heute gibt es eigentlich keine wirklich präzisen wissenschaftlichen Belege für diese gesundheitsfördernde Wirkung.

00:11:42: Lange Zeit ist man vor allem davon ausgegangen, dass das Inulin hauptsächlich auf diese guten Darmbakterien wirkt und deren Wachstum anregt.

00:11:50: Aber neue Erkenntnisse zeigen, dass die Wirkung von Inulin viel komplexer ist und dass sie auch auf ganz viele oder viel mehr Bakterien als bisher angenommen wurde.

00:11:59: Wirken.

00:11:59: Das hat jetzt eine Studie von der Universität Wien auch gezeigt.

00:12:02: Das ist aus dem Jahr zwanzig.

00:12:04: Da haben Forschende Inulin mit so einer fluoreszierenden Flüssigkeit markiert oder mit fluoreszierenden Partikeln.

00:12:11: Und so konnte man in den Stuhlproben schauen, wo ist das Inulin und welche Bakterien haben sich quasi an dieser Inulinpartikel gebunden.

00:12:19: Und da hat man immer gesehen, dass es sehr viel mehr Bakterienstämme sind als bisher angenommen.

00:12:24: Darum wäre ich da mit dem Einsatz noch ein bisschen vorsichtig, bis es da wirklich präzise wissenschaftliche Belege gibt zur gesundheitlichen Auswirkung von Inulin.

00:12:32: und für die Allermeisten gilt ohnehin eine normale pflanzenbasierte Ernährung reicht im Grunde völlig aus.

00:12:39: Was sind denn jetzt so deine Hacks?

00:12:41: Wie kriegst denn du deine extra Ballaststoffe in deine tägliche Ernährung?

00:12:45: Ich persönlich ernähre mich ja ohnehin sehr pflanzenbetont.

00:12:48: Ich würde sagen, da ist man ohnehin dann schon gut dabei.

00:12:51: Aber es gibt natürlich immer Raum zum Optimieren.

00:12:53: Ich habe es schon gesagt, Haferflocken sind eine tolle Ballaststoffquelle.

00:12:56: Die habe ich üblicherweise beim Frühstück dabei.

00:12:58: Wer mag, kann auch die Flossamen schalen oder Kiersamen nutzen.

00:13:03: Ich persönlich mag das geschmacklich nicht zu gerne, aber das wäre natürlich die volle Ballaststoffpower, wenn man so will.

00:13:08: Man kann auch gut mit Nüssen als Topping arbeiten oder beim Salat vielleicht auch mal ein paar Samen drüberstreuen.

00:13:14: Dann eben vermehrt Hülsenfrüchte einbauen, das ist sowieso nie verkehrt.

00:13:18: Die haben ja auch in den aktuellen Ernährungsempfehlungen eine eigene Kategorie bekommen, weil man eben gesagt hat, die nehmen so eine entscheidende Rolle ein, die hebt man nochmal extra hervor.

00:13:28: Und generell schaue ich, dass die Gemüsekomponente bei meinem Essen nicht nur eine Beilage, sondern wirklich auch der Hauptdarsteller auf dem Teller und den meisten Raum einnimmt.

00:13:37: Wir sind ja als Besserleben-Podcast quasi Grünungsmitglieder des ersten FC Hülsenfrucht.

00:13:41: Wir hatten ja für die, die das vielleicht damals verpasst haben, wegen dieser Mikrobiumfolge, wo eben Ballaststoffe jetzt nicht so zentral Thema waren, aber schon Thema waren, haben wir eine Hülsenfrüchte vorgelegt gemacht, weil sie uns so oft als absolute Segnung der Natur begegnen in diversen Vodkaß.

00:13:56: Auch da gibt es ein bisschen ausführlich auch noch Tipps, wie man denn konkret die Hülsenfrüchte, dass nicht Ballaststoffe im Allgemeinen, besser in seine Ernährung integrieren

00:14:03: kann.

00:14:04: Und Martin, du hast das schon angesprochen, vorhin, du bist auf der Suche in der Raum Ballaststoffe reichen, Snack scheint mir.

00:14:09: Gummizäugs war der Erster zu suchen?

00:14:10: Gummizäugs

00:14:10: oder?

00:14:10: ich glaube wirklich, wenn nicht Gummizäugs, das war glaube ich mal meine Lade, woher ich das Pektin kannte.

00:14:15: Magde-Lena, vielleicht kannst du uns nur so ein paar Tipps geben, was werden.

00:14:18: ein guter, ballaststoffreicher Büro-Snack, der jetzt nicht irgendein teurer, überteuerter Drink ist, mit dem man sich den Blutzucker in die Höhe treibt.

00:14:25: Generell die viel empfohlenen Nüsse und Samen, die ja dann auch wertvolle Fettsäuren mitliefern.

00:14:31: oder vielleicht als kleine Mahlzeit gegen das Nachmittagstief, ein kleiner Becher Joghurt mit Früchten, ein paar Haferflocken und auch wieder ein paar Nüsse dazu.

00:14:39: oder um mit Hülsenfrüchten die Folge zu beenden.

00:14:43: Kicherjapsen aus dem Rohr zum Beispiel, gern mit ein paar geschmackigen Gewürzen, sind auch ein Super Snack.

00:14:48: Ich finde es super mit Paprikapulver und so richtig Knusprig,

00:14:51: liebe ich.

00:14:52: Richtig gut.

00:14:54: Im Europa-Laststoffgeschmack Dreieck ist das, glaube ich, auch vielleicht das Beste.

00:14:58: Ja, das ist wirklich

00:14:58: das Beste.

00:15:00: Ja.

00:15:01: Ja, Magdalena, wir gehen da der Chortrum erst mal so auf gemeinsam Mittag, würde ich sagen.

00:15:04: Balascha-Fans und Protein-Fans.

00:15:06: Absolut.

00:15:07: Und zum nächsten Mittagessen bitte die Beitretzerklärung zum FC Hülsenfrüchte mitbringen.

00:15:11: Ich würde gern beitreten.

00:15:14: So machen wir das.

00:15:15: Wer noch beitreten will oder andere Ideen für Themen hat, bitte.

00:15:19: Wir freuen uns über E-Mails an besserleben at thestandard.at.

00:15:22: Wir freuen uns auch über gute Bewertungen für diese und viele weitere Folgen.

00:15:26: Fünf Sterne Bewertungen oder wenn ihr uns weiter empfehlt.

00:15:28: Ich fühle mich leider der Hülsenfrucht.

00:15:30: Drei Klang ist jetzt wirklich vollendet.

00:15:31: Es betrübt mich ein bisschen.

00:15:32: Aber irgendwann machen wir wieder.

00:15:34: Wir finden noch was.

00:15:35: Und wir finden ganz sicher noch was.

00:15:37: Martin, keine Sorge.

00:15:38: Magterena, wir bedanken uns für deinen Besuch bei uns im Studio.

00:15:41: Ja, danke euch für die Einladung.

00:15:42: Und das war Besserleben, der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.

00:15:45: Ich bin Franziska Zödel.

00:15:46: Ich bin Martin Schachuber.

00:15:47: Und produziert wurde die Folge von Christoph Neuwir.

00:15:49: Der auch gerne Hülsenfrüchte

00:15:50: ist.

00:15:51: Sonst darf man hier nicht arbeiten.

00:15:52: Richtig.

00:15:52: Ciao.

00:15:53: Ciao.