Besser leben

Besser leben

Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden

Transkript

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00:00:06: Willst du uns jetzt auch noch die Pommes nehmen, Magdalena?

00:00:11: Stop it!

00:00:11: Für euch gibt's diese Woche keine Liebe.

00:00:20: Herzlich willkommen zu besser leben.

00:00:22: der Standard Podcast zum Glücklichwerden.

00:00:24: ich bin Antonia Raut Ich

00:00:25: bin Franziska Zödel

00:00:26: und Antonia.

00:00:27: wann hast Du das letzte Mal die Sonne gesehen?

00:00:30: Schwer zu sagen, also ich glaube heute in der Früh habe ich zumindest einen eckblauen Himmel gesehen.

00:00:35: Kann aber auch sein dass das eine optische Täuschung oder schon Wahnvorstellungen waren?

00:00:39: Ich glaube so ein Wunschdenken, so ein ganz verzweifeltes Ja.

00:00:41: also gerade im Osten Österreichs ist es heuer finde ich ganz arg.

00:00:45: die Leute struggling viel mit dem besonders grauen Winter.

00:00:49: Aus Tirol bekomme ich schon Beileitsbekundungen und so check ins Hallo aus der Sonne, wie geht's euch da drüben?

00:00:58: Ich glaub die Menschen machen sich saugen.

00:01:00: Genau und wir wollen Abhilfe schaffen!

00:01:02: Unsere Kollegin Magdalena Pötzsch aus dem Gesundheitsresort Treue Hörerinnen und Hörern kennen sie bereit aus der einen oder anderen Folge?

00:01:09: Sie hat sich angeschaut wie man eigentlich mit diesem Grau in grau psychisch umgehen kann.

00:01:14: Schön dass du wieder mal bei uns bist Magdalina.

00:01:16: Ich freu mich.

00:01:17: hallo

00:01:17: Jetzt hilf uns mal.

00:01:19: Ist es eigentlich nur, dass wir gern jammern oder ist dieser Winter speziell in Wien wirklich grauer und rüber als alles was es bisher gegeben hat?

00:01:29: Es ist tatsächlich so.

00:01:30: Also ja, wir jammern sicher gerne aber sie sind im Fall wirklich angebracht.

00:01:34: Es hat in Wyn tatsächlich seit rund dreißig Jahren keinen so grauen Winter gegeben wie heuer.

00:01:39: Es ist die längste Serie an Nebeltagen seit drei Jahrzehnten.

00:01:43: Es hat schon im Dezember begonnen, da hat es irgendwie nur achtunddreißig Sonnenstunden gegeben.

00:01:47: Das ist deutlich weniger als der Durchschnitt und in der ersten Februarwoche dann – ihr habt das eh schon erwähnt – hat es einfach keine einzige Sonnen-Stunde gegeben.

00:01:55: Jetzt hat sie zumindest in den vergangenen Tagen hin und wieder hervorgeblinzelt.

00:01:59: Meine gute Freundin Hannah, die ist immer früher wacher als ich und geben mir ihre Hündin raus.

00:02:02: Und die haben wir heute früh schon in All Caps geschrieben – ganz unglaublich!

00:02:07: Der Himmel is ein bisschen blau.

00:02:09: Also ich glaube es war keine Vorstellung Antonias jetzt zumindest auch gesehen ja aber wegen der Redaktion.

00:02:14: was dann ist und wieder grauen Grau das bringt mich auch gleich zu einer schlechten Nachricht.

00:02:18: die Prognosen zeigen dass es wohl auch noch einen Zettel so bleiben wird

00:02:23: Ist ganz schlecht, aber Magdalena ist es nur mein Eindruck oder schlägt sich das alles schon ziemlich auf die Stimmung?

00:02:29: Oder ist es noch meine Stimmung.

00:02:31: Das ist überhaupt nicht nur deine Stimmung und kein falscher Eindruck, dass es wissenschaftlich total gut belegt und hängt einfach mit unserem psychosozialen System zusammen.

00:02:39: Wir haben ja alle einen Biorhythmus, also wir haben alles so eine innere Uhr.

00:02:43: die ist individuell ein bisschen unterschiedlich manches in eher Nachtäulen und kommen früh nicht zu gut aus dem Bett andere funktionieren in den Morgenstunden viel besser uns sind da produktiver.

00:02:52: aber so grundsätzlich haben wir alle einen Rhythmus Und das spüren wir jetzt natürlich nicht.

00:02:56: Aber auch alle Zellen in unserem Körper arbeiten nach diesem Biorhythmus Und der wird eben ganz entscheidend bestimmt und beeinflusst von Helligkeit und Dunkelheit, also das Licht.

00:03:06: Das Tageslicht ist so was wie ein Taktgeber für diese innere Uhr.

00:03:09: Das können wir ganz bewusst für uns nutzen, dass wir da dem Körper beim Runterfahren oder beim Aufwachen helfen.

00:03:15: Also abdunkeln wenn wir schlafen gehen nicht mehr auf helle Bildschirme schauen

00:03:18: etc.,

00:03:19: oder eben zum Aufwachsen gleich mal das Licht reinlassen.

00:03:22: So nutzen wir helligkeit und dunkelheit ganz intuitiv dafür, Diese Helligkeit und Dunkelheit, diesen Schlafwachrhythmus bestimmt.

00:03:33: Was steckt dahinter?

00:03:34: Wenn es hell ist, schütten wir einfach mehr Serotonin aus.

00:03:37: Das kennen viele unter diesem Namen Glückshormon eben weil's so aktivierend wirkt.

00:03:41: auch Dopamin spielt eine zentrale Rolle.

00:03:43: das ist ein Brutenstoff für Motivation und Freude.

00:03:46: der wird vor allem bei Licht und Bewegung ausgeschüttet Und wenn's dunkel und trüb ist nimmt unser Körper das wahr als Zeit zum runterfahren, schlafen gehen und dann wird vermehrt mit Latonin ausgeschüttelt.

00:03:58: Das ist ja auch umgangssprachlich so als das Schlafhormon bekannt, weil es eben sehr beruhigend wirkt.

00:04:03: Und wenn jetzt so wie aktuell anhaltend grau in grau ist dann wird weniger vom Glückshormone Serotonin ausgeschüttet und wir schütten quasi ständig viel mehr Melatonin aus.

00:04:12: dadurch ist unser System so quasi permanent in diesem runtergefahrenen Modus.

00:04:17: Es ist von dem Prozess im Körper den Ausschüttungen der Botenstoffe also nur logisch dass wir uns dann alle irgendwie ein bisschen gedrückter fühlen, dass wir schneller gereizt sind, eine gedrückte Stimmung haben.

00:04:29: Wenn man dann so untereinander über das Wetter jammert, dann hört man ja schnell mal den Satz, ich habe die reinste Winterdepression oder ich bin schon richtig depressiv.

00:04:38: Da muss man aber glaube ich ein bisschen unterscheiden dass jetzt keine echte Depression ist, die man bekommt von vier Wochen Nebel.

00:04:46: Genau also in der Regel nicht.

00:04:48: nein!

00:04:48: Das kann eben schon sein kleiner Winterblues sein und es gibt natürlich sowas für saisonale Depressionen.

00:04:54: Aber ich habe mit einer Psychotherapeutin zu dem Thema gesprochen und die hat auch ganz klar gesagt, dass Wetter allein macht uns nicht depressiv.

00:05:01: Es kann sehr wohl so ein bisschen als Verstärker wirken wenn ohnehin vielleicht schon andere psychische Belastungen dazu gekommen sind.

00:05:07: Entscheidend ist einfach immer wie lange sich diese Antriebslosigkeit hält.

00:05:11: von einer saisonalen Depression spricht man wirklich erst dann, wenn die Symptome über Wochen, wenn nicht sogar über Monate konstant anhalten um man sich wirklich zu gar nichts mehr aufraffen kann.

00:05:20: Was hat denn diese Psychotherapeutin so an Vorschlägen, Ideen gegeben wie man mit der Situation jetzt umgehen kann?

00:05:26: Ja eigentlich eine von den wichtigsten Bewältigungstrategien die sie mir somit an die Hand gegeben hat war einfach eine stabile Tagesstruktur das heißt ein Tag ganz bewusst gestalten auch wenn man vielleicht im Homeoffice ist aufstehen ausgebigt duschen.

00:05:40: Sie hat auch gemeint es kann helfen dass man irgendwie so ein zitrosartiges Duschgel verwendet und wirklich alle Sinne zu aktivieren Danach nicht, so wie ich an den meisten Tagen im Homeoffice, den Tag in Jogginghose verbringen.

00:05:52: Sondern wirklich was ordentliches anziehen herrichten und ja ein bisschen Struktur reinzubringen.

00:05:58: das hilft uns nachweislich sehr gut.

00:06:00: Ich finde Jogginghose also überhaupt Hose ist eh schon der erste Schritt.

00:06:05: Also ich habe da schlimmer

00:06:06: reservatet von dem Homeoffices ehrlich gesagt!

00:06:10: Ja ich muss aber ehrlich sagen, HomeOffice ist halt irgendwie auch verlockend bei diesen Wetterbedingungen Und ich neige generell so ein bisschen dazu, gerade jeden Weg nach außen wenn es geht zu vermeiden.

00:06:22: Das ist aber vermutlich mal die falsche Strategie oder?

00:06:26: Ja und nein!

00:06:27: Weil es ist schon wichtig dass man eben so ein bissel Nachsichtiges mit sich selbst und sich einfach auch zugesteht das man ein bisl mehr herumlungert als sonst vor allem auch eben von diesem körperlichen Hintergrund und dieser Kaskade die wir da bei uns im Körper in Gang setzen.

00:06:40: durch dieses Dauergrau ist es ja auch nur logisch wie gesagt dass man einfach etwas antriebsloser ist Und manchmal kann das dann auch was sehr heilen, dass sich einfach zu lösen von überhohen Ansprüchen an sich selbst und gerade in dieser Zeit darf man vielleicht auch ein bisschen weniger funktionieren.

00:06:55: Das ist die eine Seite.

00:06:56: Die andere ist natürlich, dass man das nicht übertreiben soll weil es dann eben in unserem Körper zu seiner negativ Spirale wird.

00:07:02: Ich habe ja vorhin von diesem biopsychosozialen System gesprochen.

00:07:06: bioeben der Körper also die Hormone Nervenbotenstoffe Psycho meint unsere Gefühlswelt, unsere Gedanken.

00:07:13: Und der dritte Aspekt, dieses System eben so stark beeinflusst ist eben dieser soziale Aspekt.

00:07:17: also wie verhalten wir uns?

00:07:19: Wie gehen wir miteinander um?

00:07:21: Wie reagieren wir auf diese Veränderungen im Außen?

00:07:24: Also auch wenn das Einigling vielleicht nachvollziehbar ist und bis zu einem gewissen Grad auch mal gut tut es wäre schon wichtig dieser Anziehungskraft der Couch nicht immer nachzugeben sondern auch immer wieder bewusst in sozialen Kontakt im außen zu suchen.

00:07:36: Und ein guter Weg dieser Anziehungskraft zu entzagen ist ja Sport.

00:07:41: Kommt natürlich immer von mir irgendwie der Einwurf, wie gut hilft denn der gegen den Plus?

00:07:46: Wie wichtig ist es denn das man sich auch jetzt aufrauft?

00:07:48: Es stimmt halt leider wirklich was alle Gesundheitskurs und CoE schon seit immer prädigen.

00:07:54: Man fühlt sich leider einfach wirklich besser wenn man Sport macht und sich bewegt.

00:07:58: Das gilt gerade in solchen Situationen Wie jetzt.

00:08:02: Bewegung ist bei ganz, ganz vielen psychischen Belastungen einfach ein Schlüsselfaktor und auch eben in dem Fall um dieser hohen Melatoninausschüttung etwas entgegenzusetzen.

00:08:11: weil ich habe sehr vor allem schon gesagt wenn wir uns bewegen schütten wird Dopamin aus das wirkt aktivierend und stimmungsaufhellend Und das tut einfach sicherlich gut.

00:08:20: Okay Bewegung dass das hilft Das ist mir irgendwie eh klar.

00:08:23: aber Ich finde es dann oft einfach so schwer Bei den Wetter raus zu gehen zum Sporteln.

00:08:29: Tut's denn eigentlich auch schon die Fünfzehn Minuten YouTube-Einheit daheim auf der Yogamatte oder halt das Laufband, wenn einem die Nebelschwaden im Prater irgendwie gerade doch ein bisschen zu spooky sind.

00:08:42: Verständlich!

00:08:43: Man hat sicher diesen positiven Effekt auch, wenn man drinnen Sport macht... Aber auch das hat die Psychotherapeutin, mit der ich gesprochen habe.

00:08:50: Die Barbara Heid erwähnt dass man den allergrößten Effekt hat wenn man die Bewegung im Freien ausführt.

00:08:55: Das muss jetzt keine wahnsinnig intensive Sporteinheit sein es reicht irgendwie schon ein längerer Spaziergang oder einen langsamer Lauf.

00:09:02: also auch solche Bewegungseinheiten haben selbst bei Nebel und Beregen an der frischen Luft einfach dem besten Effekt Auf die Psyche, das ist einerseits deshalb weil die Frischluft und eben vielleicht auch so dieses meditative Regenbrasseln was ihr sie nicht entspannendes für uns haben können.

00:09:17: Und zweitens ist es auch wenn's uns nicht zuvor kommt Auch an einem komplett bewölkten Tag ist das Licht draußen viel heller als jede Zimmerbeleuchtung.

00:09:26: Wir haben zwar oft so das Gefühl weit wirds irgendwie überhaupt nicht hell und drehen drinnen die Lampen auf aber wenn man rausgeht kann unser Körper trotzdem immer noch mehr aus dieser vergleichsweise wenigen Helligkeit rausziehen.

00:09:38: Super Werbung für die Standard-Laufgruppe würde ich sagen.

00:09:41: Wir freuen uns sehr darüber!

00:09:43: Ich habe ja, weil du gesagt hast das meditative Regen brasseln eins von Franzi schon gelernt nämlich man kann sich neben und so diese Spukistimmung auch schön reden.

00:09:51: welches großartige Wort hast du dafür immer?

00:09:54: Magdalena

00:09:54: ist aus Oberösterreich.

00:09:55: sie kennt es natürlich entrisch.

00:09:57: Ich finde das fast zum besten zusammen.

00:09:59: Ich war mit einer Tirolerin im finsteren Wald laufen und die Tirolerin war sehr erstaunt über meine

00:10:05: Ausrufe,

00:10:05: wie schön entrisch es gerade ist.

00:10:07: Man kann sich einfach selber einreden, dass das eigentlich total entrisch und mystisch schon schön ist.

00:10:11: Ja!

00:10:12: Find ich einen schönen Zugang.

00:10:13: Es gibt

00:10:14: im Moment eine Situation oder?

00:10:16: Also ist ja ganz klar... Jetzt sind aber auch Tageslichtlampen gerade irgendwie so gefühlt überall und jeder sitzt davor und hofft auf gute Wirkung für die Psyche.

00:10:26: Ist da was dran?

00:10:27: Tatsächlich, ja.

00:10:28: Also Tageslichtlampen können absolut helfen diesen Dauer-Lichtmangel so ein bisschen entgegenzuwirken.

00:10:34: Das hilft nachweislich bei depressiven Verstimmungen.

00:10:36: Ich habe im Gesundheitsresort auch schon ein paar Mal drüber geschrieben.

00:10:39: also man findet ein paar Artikel dazu das wichtigste Vier vielleicht noch einmal in aller Kürze.

00:10:43: vor allem bei saisonalen Depressionen können Tageslichtlampen irrsinnig effektiv sein.

00:10:48: die Leiterin der Ambulanz für Herbstwinterdepressionen am AKH Wien hat mir gesagt dass etwa die Hälfte aller Betroffenen nur mit Lichttherapie und ohne Einsatz von Medikamenten wieder gesund werden können.

00:10:59: Es gibt aber, das muss man dazu sagen bei den Tageslichtlampen qualitative Unterschiede worauf man achten sollte.

00:11:04: so als Richtwert dass die Lampe bei einem Abstand von fünfzig Zentimetern ungefähr zehntausend Luchs aufweist.

00:11:12: Das kommt einem dann wirklich sehr sehr grell und hell vor.

00:11:15: Aber nur dann hat man diesen vollen antidepressiven Effekt.

00:11:18: Und die Empfehlung ist, dass man täglich mindestens eine halbe Stunde davor sitzt und ab und an auch direkt ins Licht schaut

00:11:24: Das Solarium der gesundheitsbewussten

00:11:27: Frau.

00:11:28: So quasi!

00:11:29: Aber habe ich das richtig gehört?

00:11:30: Es gibt eine Ambulanz für saisonale Depressionen.

00:11:34: Tatsächlich ja, weil es eben wahnsinnig viele Menschen betrifft.

00:11:37: Sagt auch was über Wien als Stadt aus.

00:11:41: Jetzt hast du schon gesagt Lichtquellen wichtig und alles woran ich auch immer denke.

00:11:46: wenn's halt im Winter gar so düster ist dass ja auch die Vitamin D-Produktion halt mit einem Mangel an Sonnenlicht einfach runterfährt, ist da die Tageslichtlampe dann auch schon ein Heilmittel?

00:11:59: oder brauche ich das Vitamin D doch in Form der allseits bekannten Oleovidtropfen?

00:12:06: Die Tageslichtlampe kann jetzt keinen Vitamin D im Ankel vorbeugen, weil wir für die Vitamin-D-Produktion da braucht der Körper die UVB-Strahlung und die wird bei normalen Tageslichtlampen aus sehr guten Sicherheitsgründen nicht abgegeben.

00:12:20: Aber trotzdem können eben diese Tageslichtlampen sehr wirksam sein gegen diesen Winterblues.

00:12:25: und auch Vitamin D macht grundsätzlich Sinn, also jetzt gar nicht so wegen der psychischen Verstimmung.

00:12:31: Trotzdem ist ja das Vitamin D hat ganz viele andere positive Effekte auf die Gesundheit bzw anders formuliert an Vitamin D-Mangel.

00:12:37: Das ist ein großer Risikofaktor für ganz, ganz viele Erkrankungen und deshalb macht es absolut Sinn.

00:12:43: Man sollte natürlich nicht blind drauf los supplementieren aber wenn ein Mangel da ist dann sollte man den unbedingt ausgleichen.

00:12:50: Es macht schon tatsächlich Sinn, das irgendwie mal auszustesten zu lassen.

00:12:53: Weil es ist schwierig auseinanderzuhalten, weil Vitamin D-Mangel sehr ähnliche Symptome hat wie das was wir jetzt aktuell alle spüren oder zumindest sehr viele von uns eben diese wenig Motivation gedrückte Stimmung Konzentrationsprobleme schnelle Reizbarkeit.

00:13:08: der einzige Unterschied ist dass man vielleicht den Vitamin D Mangel auch muskulär ein bisschen spülen kann also durch so Muskel und Gliederschmerzen oder wenn man gerade die Motivation aufbringen kann fürs Fitnessstudio, dann kann man es vielleicht auch da merken dass die Muskeln sich schwächer anfühlen und man schneller erschöpft ist.

00:13:23: Das liegt einfach daran das das Vitamin D im Körper hilft Calcium aufzunehmen und wenn das fehlt fühlen sich einfach die muskeln manchmal ein bisschen kraftloser an.

00:13:32: hat uns glaube ich in einer Folge auch schon mal einen Sportmediziner gesagt dass so eine Supplementierung von einem Vitamin-D Mangel ein echter Gamechanger sein kann für alle jene die tatsächlich einen Mangel haben?

00:13:42: also da kann sie echt einiges tun.

00:13:44: Jetzt haben wir ganz viel darüber geredet, was hilft gegen den aktuellen Winterblues?

00:13:49: Was hilft denn nicht eigentlich?

00:13:52: Ja mehrere Dinge.

00:13:53: Zum einen mal auf der psychischen Ebene, was überhaupt nichts bringt oder die Situation sogar eher noch verschlechtert ist wenn man sich selbst dann auch nach runter macht für die gedrückte Stimmung und sich einredet, man müsse es sich vielleicht einfach nur ein bisschen mehr zusammenreißen.

00:14:05: das ist wirklich kontraproduktiv.

00:14:07: Und ganz konkret, was man einfach vermeiden sollte sind Alkohol als Coping-Mechanismus.

00:14:12: Das ist vielleicht kurzfristig ein bisschen entlastend aber langfristig verschlechtert das die emotionale Lage umso mehr und ähnliches auch mit exzessiven Medienkonsum also auch da vielleicht in so drüben Phasen wie aktuell einfach ein bisschen kürzer treten.

00:14:26: Wenn es so um die lange Trüberphase und Dunkelheit geht dann fällt mir in letzter Zeit immer öfter mein Auslandssemester damals im Studium in Schweden ein wo ich im Jänner angekommen bin und gefühlt mal zwei Monate lang die Sonne nicht gesehen habe.

00:14:42: Und damals hatten wir einen Uni-Professor, einen US-Amerikaner der uns dann als im Frühling so die ersten schönen Tage kamen einen Hinweis gegeben hat.

00:14:52: nämlich meinte er so Wir müssen auf die Schweden achten jetzt wenn die Sonnae rauskommt.

00:14:56: Die bleiben da nämlich oft einfach mitten auf der Straße stehen und strecken für ein paar Minuten das Gesicht in die Sonne mit geschlossenen

00:15:04: Augen.

00:15:04: Und ich hab dann drauf geachtet, und es war wirklich wahr!

00:15:06: Das ist echt beobachtbar, dass so der Typ mit Akkentasche im flotten Schritt auf einmal mitten in den Fußgängerzone stehen bleibt und so das Näschen Richtung Sonne streckt.

00:15:17: Ganz ehrlich, ich habe das nach zwei bis drei weiteren Wochen tristess als dann wieder die Sonnenkammer auch an mir selber bemerkt, dass man dann so ganz verträumt.

00:15:28: In der Schlange zum Café draußen stehen bleibt oder so und verträumt ihn die Sonne schaut.

00:15:33: Aber da habe ich eben damals schon von den Schweden gelernt, die sind ja wirklich gebrannte Kinder im Winter mit dieser Dunkelheit in Skandinavien.

00:15:42: Gibt es denn dann noch andere Hexen, die man sich abschauen kann?

00:15:45: Ja!

00:15:45: Und ich finde, man kann das Phänomen eher auch mittlerweile fast in Wien auch ein bisschen beobachten.

00:15:50: Auch da nochmal schaut er an meine Freundin Hannah, die mir manchmal dann Fotos schickt aus dem Augarten von ihren Gassirunden... wo sich auch irgendwie alle wie Erdmännchen aufreiden, sobald ein Sonnenstrahl irgendwo durchkommt.

00:16:00: CUTE DATE IDEA!

00:16:01: Ich weiß nicht mehr für zwanzig Minuten, wenn ich Sonne traue...

00:16:07: Also all diese Empfehlungen über die wir jetzt gesprochen haben, die kommen ja natürlich auch aus dem hohen Norden eben weil wie du gesagt hast dort oft wochenlang die Sonne nicht aufgeht das dort noch dazukommt dass das fast wie eine eigene Jahreszeit gesehen wird und die Dunkelheit dort in vielen Communities nichts ist, was man irgendwie durchstehen muss und überwinden muss.

00:16:25: Sondern etwas das fast schon ein bisschen zelebriert wird.

00:16:28: Das ist jetzt vielleicht für unsere Breiten gerade noch ein recht hochgestecktes Ziel würde ich meinen dass wir diesen trübsten Winter seit dreißig Jahren auch noch feiern sollten.

00:16:36: aber was man sich schon abschauen kann finde ich is von den nordischen Kulturen so ein generell ja ein bissel ein reduzierteres Tempo in dieser Zeit und zu einem kollektives Verständnis in der Bevölkerung dass man in Phasen dieser Dunkelheit einfach mal ein bisschen weniger funktionieren darf.

00:16:51: Ich finde das fällt uns ja so schwer.

00:16:52: Man glaubt immer, man muss im Sommer und im Winter gleich funktionieren.

00:16:55: Also ich find's total schwierig in unserer Arbeitsrealität zu akzeptieren dass wir heute in manchen Monaten leichter ins Arbeiten reinkommen als in anderen.

00:17:04: Schriegst du da eine Erfahrung?

00:17:05: Nein,

00:17:06: ich hab nur gehört Magdalena Aber zurück zu dir!

00:17:10: Du bist ja auch ein Ernährungsprofi.

00:17:13: Gibt es irgendwelche Hacks bei der Ernährung irgendwas auf was man jetzt besonders achten soll?

00:17:17: Ja, vielleicht noch ganz kurz was man nicht machen soll.

00:17:19: Weil ich kenne das von mir und vielleicht geht es jemand anderen auch so wenn's draußen grau und nass ist dann ist irgendwie die Versuchung noch viel größer sich Burger oder so heimliefern zu lassen und damit auf der Couch zu versinken.

00:17:30: Das ist auch nachgewiesen dass dieses Verlangen nach Junkfood höher ist.

00:17:34: Willst

00:17:34: du uns jetzt auch noch die Pommes nehmen Magdalena?

00:17:36: Stop it!

00:17:38: Mit Hitler gehen wir nicht mehr Mittagessen

00:17:39: oder?!

00:17:41: Wie gesagt, mir fällt es auch schwer.

00:17:43: Und ja, es ist nur logisch.

00:17:44: Es hängt eben mit dieser erhöhten Melatoninausschützung zusammen.

00:17:48: aber eben es wäre gerade dann wirklich wichtig dass man trotzdem auf ausgewogene Mahlzeiten achtet.

00:17:52: langfristig tun uns einfach Gerichte mit möglichst vielen Vitaminen und Mineralstoffe einfach so viel besser.

00:17:58: die Ernährung hat auch wahnsinnig großen Einfluss eben auf dieses körperliche psychische Gleichgewicht von dem ich gesprochen habe und das wär schade irgendwie wenn wir uns da mit Schankfotos Leben noch schwerer machen.

00:18:08: Und auch das kann man sich vielleicht von nordischen Kulturen abschauen, dass man eben diese Zeit, die man jetzt eben vielleicht vermehrt zu Hause verbringt dafür nutzt neue Rezepte auszuprobieren oder gern auch in Gruppen gemeinsam mit Friends was Gutes zu kochen.

00:18:22: Und vielleicht ein ganz konkreter Tipp noch bei der Ernährung?

00:18:25: Es gibt ganz viele Studien, die zeigen, dass vor allem die Omega-III Fettsäuren einen entscheidenden Unterschied machen bei depressiven Verstimmungen.

00:18:32: Die haben sogar einen vergleichbaren antidepressiven Effekt wie konventionelle Antidepressiva.

00:18:37: Das liegt einfach daran, dass Omega-III-Fettsäuren im Körper die Entzündungen reduzieren und auch das ist gut belegt in Studien, dass Menschen eher zu Depressionen neigen wenn sie hohe Entzüngungswerte haben.

00:18:48: Das heißt, Omega-VIII eine gute Idee ist zum Beispiel ein hoher Menge enthaltenem Fett im Fisch aber auch in pflanzlichen Quellen wie Leinsamen, Nüssen, Hanfsamen oder grünem Gemüse.

00:19:05: Franzi, hast du vielleicht auch abseits von der Ernährung noch einen Trick?

00:19:08: Wie du den Winterbluss besser aushälst.

00:19:10: Also zur Ernährungen will ich jetzt nichts mehr sagen nachdem die Magdalena gechatscht hat aber ich is schon gern Süßes wenn es draußen Finster ist.

00:19:17: Der Herr und Ben und Jerry haben mich auch relativ durch die letzten Monate begleitet.

00:19:22: Sie sind mir

00:19:22: Stammgas zu Hause!

00:19:24: Und sonst ja die Laufgruppe muss ich sagen.

00:19:26: Also, es fällt mir schon irgendwie leichter mich draußen zu bewegen bei Dunkelheit und Kälte wenn man sich's halt mit wem ausmacht und danach geht einem immer besser.

00:19:36: Ich habe ja was angefangen das ich bei einer Bekannten auf Instagram gesehen hab.

00:19:40: die fotografiert einfach jeden Tag in der Früh bei ihrem Fenster raus und schaut sich so über die Wochen an, wie es langsam heller wird.

00:19:48: Wenn man das Gefühl hat, der Frühling kommt gar nicht,

00:19:51: dann

00:19:51: scrollt man in den Camera-Roll ein paar Wochen zurück und sieht, ah!

00:19:56: Und da war es um sieben Uhr noch Stockfenster.

00:19:58: also es wird doch besser.

00:19:59: Es gibt Hoffnung, ich finde man merkt's mittlerweile eh wirklich gerade am Nachmittag.

00:20:03: Mittlerweile um sechzehn Uhr ist es noch quasi hell.

00:20:07: Wir

00:20:07: sind überm Berg.

00:20:09: Hast du noch einen abschließenden Profi-Hack für uns, Magda Lena?

00:20:12: Vielleicht

00:20:13: zwei Dinge die noch los werden möchten.

00:20:14: Ich bin grundsätzlich teamnachsichtig.

00:20:16: sein mit mir selbst also Ben & Jerry ist absolut gerechtfertigt in Zeiten wie diesen und vor allem ja es kotzt halt einfach wahnsinnig viel Überwindung diese ganzen Tipp von denen wir jetzt gesprochen haben die auch umzusetzen.

00:20:27: Und das zweite ist ich habe die vergangenen Wochen alle Social Media Apps von meinem Handy gelöscht und merke einfach wie Wahnsinn nicht gut mir das tut.

00:20:33: Also zum Einen natürlich die verringerte Bildschirmzeit Und zum anderen einfach auch, damit ich nicht bei jedem Blick auf Instagram sehe wie gefühlt gerade alle in meinem Feed irgendwo sind wo die Sonne scheint.

00:20:44: Hat da kurz vom Löschen der Apps das Gefühl Ich bin wirklich der einzige Mensch der grad nicht in Kapstadt ist oder mit einem Camper einen Roadtrip durch Australien macht und so ein bisschen Social Media-Details kann ich wirklich nur empfehlen.

00:20:56: Ja wir sind natürlich auch froh um alle eure Tipps aber all jene die gerade irgendwo in Thailand liegen uns das empfehle würden.

00:21:05: Sorry, aber für euch

00:21:06: gibt es diese Woche

00:21:08: keine Liebe aus diesem Parkgang.

00:21:10: Entschuldigung!

00:21:11: Ihr könnt uns trotzdem schreiben und Urlaubsfotos

00:21:14: schicken.

00:21:14: Genau, aber...

00:21:15: Martin muss sich die dann anschauen.

00:21:16: Mich frisst er auch zu sehr.

00:21:17: der Nein.

00:21:18: Absolut.

00:21:19: Liebe Magdalena vielen Dank für Deine Besucht

00:21:21: bei uns.

00:21:21: Ja danke für die Einladung

00:21:23: Und wir freuen uns über Eure besten Tipps und Tricks wie ihr aktiv bleibt oder wie ihr jetzt die Zeit übersteht bis dann endlich der Frühling und Sommer kommt.

00:21:32: Und wenn ihr bis dahin noch Themenideen oder Vorschläge habt, dann schickt uns die natürlich auch gern an.

00:21:37: Besserleben at thestandard.at.

00:21:39: Wir freuen uns über fünf Sterne-Bewertungen und wenn ihr uns weiter empfehlt, ihr könnt's die Folge einfach an alle jene schicken wo ihr denkt sie brauchen vielleicht gerade so ein bisschen Aufmunterung in dieser grauen Zeit.

00:21:48: Produziert hat diese Folge Christoph Neuwirt?

00:21:50: Das war Besser Leben der Standard Podcast zum Glücklichhörden.

00:21:53: ich bin Franziska Zödel Ich bin Antonia Raut.

00:21:56: Bis zum nächsten Mal!

00:21:57: Ciao.