Besser leben

Besser leben

Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden

Transkript

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00:00:06: Wenn ich sage, ich spare mir da jetzt ein Geld dann kann ich sagen das ist nachhaltig für mein Geldbörser.

00:00:10: Kann man das den Leuten jetzt wirklich noch zumuten?

00:00:12: Das

00:00:13: Klima wird weiter bestehen auch wenn wir vielleicht

00:00:15: nicht mehr da sind.

00:00:20: Willkommen zu besser leben.

00:00:22: der Standard Podcast zum Glücklichwerden.

00:00:24: Ich bin Isadora Walnöffer

00:00:26: und ich bin Magdalena Pötzsch.

00:00:28: Und heute sprechen wir über ein Thema dass mich ganz besonders interessiert Auch im Privatleben.

00:00:34: Mir geht es um eine Frage, die ich mir immer wieder stelle.

00:00:37: Wenn neue Studien und Statistiken zur Erderwärmung- und Klimawandel rauskommen, da frage ich mich immer Kann ich jetzt nachhaltiger leben?

00:00:47: Und bringt das dann was für das große Ganze?

00:00:51: Also kann man als Einzelperson überhaupt etwas bewirken und wo fängt man am besten an?

00:00:57: Und wo sollte man am besten CO-Zwei einsparen?

00:01:00: Und dann denke ich mir, ist CO-zwei Einsparen überhaupt das Wichtigste.

00:01:04: Du sagst es mir jetzt ganz genau so!

00:01:05: Ich frage mich auch immer wieder was bringt wirklich das Papier Strohhalm beim Coffee To Go oder beim Matcha Latte?

00:01:12: außer dass ich mir wahnsinnig ärger, dass es nach zwei Minuten total lätschert wird.

00:01:16: Man

00:01:16: sieht natürlich auch, dass du total bewusst bist mit deinem Papierstrohhalmen.

00:01:21: Eben!

00:01:23: Aber ja, man fragt sich schon irgendwie wie stark fällt das ins Gewicht?

00:01:27: Eben wenn man zum Papier Strohhalm greift zur Bambos Zahnbürste.

00:01:30: Wenn man den Zug nimmt um Mama oder Papa zu besuchen und das Auto stehen lässt.

00:01:34: Oder ist es jetzt verglichen mit den Treibhausgasen die große Konzerne oder Superreiche mit ihren Privatjets tagtäglich ausstoßen ohnehin nur einen Tropfen auf dem heißen Stein?

00:01:43: Wir stellen uns da Fragen über Fragen Und damit sind wir wohl nicht alleine.

00:01:49: Dafür haben wir heute eine ganz besondere Gästin, Laura Maria Walnüffer arbeitet an der Universität für Bodenkultur Wien und sie leitet stellvertretend die Arbeitsgruppe für nachhaltige Konsumverhaltensforschung.

00:02:01: Und wer jetzt aufmerksam zugehört hat, hat wahrscheinlich gemerkt Wir haben den selben Nachnamen weil die Expertin von Heute ist auch meine Schwester.

00:02:09: deswegen habe ich gleich an Sie gedacht.

00:02:11: aber das soll dem Thema nichts abtun

00:02:13: Absolut, das ist nur der Transparenzhinweis.

00:02:15: Aber wie du schon richtig gesagt hast wir haben da heute in erster Linie wirklich große Expertise bei uns.

00:02:21: Ich erspar mir jetzt den Versuch alle Titel aufzuzählen.

00:02:23: ich habe es in der Probe einmal kurz probiert und mich nur verhaspelt Und deshalb sage ich einfach nur herzlich willkommen Danke fürs Kommen.

00:02:30: Ja ich freue mich sehr dazu sein und danke für die Einladung.

00:02:35: Und bevor es losgeht, gleich noch eine kurze Werbung in eigener Sache.

00:02:38: Ja genau wir laden euch ein zu einer ganz besonderen Liveaufzeichnung von besser Leben und zwar am fünften Juni um neunzehn Uhr dreißig im Theater im Park beim Schloss Belvedere in Wien.

00:02:49: Wir bringen das vielleicht wichtigste Thema in unser aller Leben mit nämlich Ernährung!

00:02:54: Wir diskutieren darüber wie gesund pflanzliche Ernährungen wirklich ist.

00:02:58: Ist der Hype um Veganismus tot oder gerade erst am Beginn?

00:03:02: Weil uns diese Frage so sehr am Herzen oder im Magen liegt, wollen wir dass ihr möglichst zahlreich kommt.

00:03:09: Und deshalb gibt's für alle unsere Hörerinnen mit dem Rabattcode Leben, vierzig Prozent Nachlass für maximal vier Tickets.

00:03:17: Zu kaufen bei Theaterimpark.at.

00:03:20: Vierzig Prozent Rabatt mit dem Code Leben – nur so lange der Vorrat reicht!

00:03:24: Alle Infos und den Link zum Ticket-Shop findet ihr in den Shownotes.

00:03:28: Wir freuen uns auf euch im Theaterim Park am fünfzehnten Juni um neunzehnunddreißig.

00:03:33: Das wird

00:03:33: köstlich

00:03:37: So.

00:03:37: ich frag mal ganz polemisch am Anfang

00:03:40: Warum

00:03:41: sollte es für Menschen überhaupt wichtig sein, beim Verhalten aufs Klima zu achten?

00:03:46: Man hat so viele Dinge auf dem man im Alltag achten muss.

00:03:49: So viele Dinge die man bedenken muss.

00:03:50: warum jetzt unbedingt auf Nachhaltigkeit achten?

00:03:53: Genau das ist eine sehr relevante Frage.

00:03:54: dann kann man sich auch gleich fragen warum ist überhaupt irgendetwas dass ich tue wichtig?

00:04:00: und die meisten Sachen die man im Leben tut sind dazu da dass das eigene Wohlbefinden eigentlich gesteigert wird Und es wäre dann auch der Zweck, warum man sich zum Beispiel für das Klima einsetzen würde.

00:04:10: Weil das im Endeffekt auf einen Rückkoppelt und für das eigene Wohlbefinden gut ist.

00:04:15: Wenn ich auch eine polemische Antwort geben darf dem Klima ist es eigentlich egal ob's geschützt wird weil das Klimawirt weiterbestehen auch wenn wir vielleicht nicht mehr da sind.

00:04:22: Also fürs eigene Karma oder fürs eigene gute Gewissen reicht schon als Grund aus Klima zu achten.

00:04:30: Genau würde ich auf jeden Fall auch sagen Das ist ja oft eine Erzählung.

00:04:33: den Hintergrund gerät Dass wenn man was fürs Klima tut, tut man eigentlich auch sich selbst etwas Gutes natürlich.

00:04:39: Es ist jetzt ein paar Mal der Begriff Klimabewusst gefallen und ich frage mich weil mir die Gegenden da immer wieder unterschiedliche Begriffe... Was heißt denn das jetzt eigentlich konkret nachhaltig?

00:04:49: Umweltfreundlich?

00:04:50: Klimaneutral?

00:04:52: Auch super wichtig!

00:04:52: Weil wenn man sich für etwas einsetzt muss man mal überhaupt wissen, was ist das Klimaneutrale?

00:04:58: Was ist umweltbewusst und was ist nachhaltiger?

00:05:00: Und ich fange mal mit dem breitesten Begriff an.

00:05:03: Nachhaltigkeit ist ursprünglich definiert mit nachhaltiger Entwicklung, also man versucht sich so zu entwickeln dass zukünftige Generationen mit dem gleichen Wohlstand erleben können wie einer selbst.

00:05:13: das heißt man nimmt zukünktigen Generationen nichts weg.

00:05:17: Man kann auch eine Definition einer von Nachhaltigkeiten die immer auf verschiedenen Bereichen definiert.

00:05:21: man kann sagen etwas ist ökonomisch nachhaltig Die Ökonomie ist eingebettet in eine Gesellschaft.

00:05:27: Das heisst es kann etwas gesellschaftlich Nachhaltig sein.

00:05:30: zum Beispiel, da kommt das ganze Thema Menschenrechte, faire Bezahlung auf und die Gesellschaft ist eingebettet in einem Ökosystem.

00:05:38: Und dass es das was den Leuten meistens am bekanntesten ist, dass etwas ökologisch nachhaltig ist, ist auch ein Synonym für umweltfreundlich.

00:05:46: Wenn ich sage, ich spare mir da jetzt ein Geld dann kann ich sagen, das ist nachhaltiger für mein Geldbörsel?

00:05:51: Genau!

00:05:54: Aber vielleicht nicht unbedingt umwelt freundlich oder klimaneutral.

00:05:58: Genau, das hängt mit den Optionen zusammen die einem angeboten werden.

00:06:02: Das was sparsam ist, ist manchmal auch umweltfreundlich und manchmal auch gesellschaftlich gut verträglich aber eben nicht immer

00:06:10: Okay.

00:06:11: also mir kommt vor bei Nachhaltigkeit schwingt oft so gefühlte Wahrheit mit vor allem wenn man mit den Menschen über ihr Verhalten redet.

00:06:20: Manche denken, sie sind jetzt klimafreundlich oder nachhaltiger, wenn Sie im Fahrrad fahren.

00:06:25: andere denken es ist besser beim Einkauf auf regionale oder bioprodukte zu achten.

00:06:30: und wieder der nächste denkt ja ich tu weniger fliegen und fahre mit dem Zug in den Urlaub.

00:06:35: aber was empfiehlst du jetzt jemanden?

00:06:38: Wo kann man denn jetzt am besten anfangen?

00:06:40: Genau, ich würde sagen wir fangen einfach mal mit einem Tag an und über die Reflexion eines Tages.

00:06:46: Und die Entscheidungen, die man im Laufe eines Tages trifft.

00:06:49: Und viele Beispiele hast du schon genannt.

00:06:50: Man steht zum Beispiel in der Früh auf und kann sich denken was bereite ich mir zum Frühstück vor?

00:06:56: Die Antwort wird für eine Familie anders sein als für einen Single-Haushalt aber da kann man schon zum Beispiel einen Einfluss nehmen.

00:07:03: ist sich etwas Vegetarisches oder etwas mit Fleisch zum Beispiel.

00:07:08: Das kann ein Handlungsspielraum sein, den er früher hat.

00:07:11: Als nächstes wird man sich wahrscheinlich irgendwo hinbewegen die Kinder in die Schule bringen oder selbst in die Arbeit gehen.

00:07:17: da kann man drüber nachdenken.

00:07:19: okay welche Art von Transport stehen wir eigentlich zur Verfügung?

00:07:21: Welche kann ich mir leisten?

00:07:23: Man kann auch drüber Nachdenken was man überhaupt arbeitet.

00:07:28: also kann man zum Beispiel auch in seiner Funktion in der Arbeit oder als Mitarbeiterin einen Einfluss haben, dass es eine Reflexion nicht zum Beispiel auch vorschlagen wird.

00:07:37: Das heißt man ist ja nicht nur Konsument im Alltag sondern man ist z.B.

00:07:40: auch Angestellte oder selbst Unternehmerinnen oder vielleicht PolitikerInnen.

00:07:46: und dann wenn der Tag so läuft kann man zum Beispiel am Abend drüber nachdenken wie gestaltet man eigentlich seine Freizeit?

00:07:52: Und was für Einfluß hat man zum beispiel mit seinem Hobby?

00:07:56: Hat man ein Hobby bei dem man viele Dinge braucht?

00:07:59: nicht und so würde ich vorschlagen, drüber nachzudenken.

00:08:03: Man plant einfach mal seinen Tag und überlegt welche Entscheidungen treffe ich eigentlich an einem Tag?

00:08:07: Und welche Optionen habe ich zum

00:08:09: Beispiel?".

00:08:10: Da ist halt auch die Sache... Viele Sachen, die wir tun sind gewohnt und viele Gewohnheiten sind unbewusst.

00:08:16: Das heißt da würde ich dann auch dazu einladen ganz spezifisch darüber nachzedenken was denn eigentlich Dinge über dich nicht nachdenke.

00:08:22: So kontrovers das jetzt klingt!

00:08:24: Das heißt, es gibt wahnsinnig viele Optionen.

00:08:27: Aber sie sind auch sehr individuell für die jeweilige Person, die drüber nachdenkt, ökologisch nachhaltiger zu leben wie wir gelernt haben.

00:08:37: Darum geht das auf eine Einzelperson runterzubrechen.

00:08:40: In welchem Bereich hat man da den größten Hebel in Sachen Nachhaltigkeit?

00:08:44: Ist es die Ernährung hin zu einer pflanzenbasierteren Ernährungen, sind es die Flugreisen, die man minimieren oder idealerweise wahrscheinlich ganz lassen sollte?

00:08:52: Wo hat man als einzelne Person in einer Gesellschaft wirklich den größte Hebel?

00:08:57: Die schnelle Antwort und die einfache Antwort ist sicher die Ernärung.

00:09:00: Und da sind zwei Punkte am allerwichtigsten... Einerseits, woher bekomme ich meine Proteine?

00:09:05: Kommen die von Tieren oder von Pflanzen.

00:09:08: Und andererseits was passiert mit meinen Lebensmitteln eigentlich nachdem ich sie nicht mehr brauche?

00:09:13: Also Lebensmittelabfälle sind so die zwei größten Punkte.

00:09:17: also einerseits, wohin kommen meine Proteinen und wie viele Lebensmittel abfälle produziere ich?

00:09:22: Es gab eine Studie mit dreihundert acht Haushalten in der EU Und die hat sich angeschaut, wie verteilt sich jetzt die CO-Fußabdruck-Equivalente in den Bereichen Ernährung, Mobilität und Wohnen.

00:09:38: Das ist eigentlich ziemlich getrittelt.

00:09:40: also es sind dreißig Prozent beeinflusst man seine Emissionen mit Wohnen, dreißige Prozent mit Ernährungen und dreißigen Prozent mit Mobilität.

00:09:48: In der Mobilität sind zum Beispiel kurz ... Streckenflüge vermeiden ist auf jeden Fall eine effektive Maßnahme, die man nimmt.

00:09:56: Weil sie ca.

00:09:57: fünfzig Prozent beitragen zum Fußabdruck immer halt vom Mobilitätsbereich.

00:10:02: und beim Wohnen das ist natürlich ein bisschen tricky weil da sind sehr viele langfristige Entscheidungen also vor habe ich ein Beispiel gegeben seine Entscheidungen die man im Laufe eines Tages trifft.

00:10:12: Wohnen sind oft Entscheidungen wie man langfristig trifft aber kurzfristig ist da der größte Hebel beim Wohnensicher die Auswahl des Stromanbieters.

00:10:22: Aber jetzt wollte ich nur kurz zwischenwerfen, weil du Fußabdruck gesagt hast.

00:10:27: Magst du das noch kurz erklären für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer?

00:10:30: Vielleicht weißt es jetzt nicht jeder.

00:10:31: Genau als ich habe CO²-Equivalente gesagt also CO² Equivalente sind quasi Treibhausgase die den Klimawandel bestärken und man spricht von einem CO² Fußabdrücken in dem man sagt wie viele Emissionen wurden da eigentlich freigesetzt?

00:10:46: durch meinen Konsum also durch die Herstellung von dem, was ich konsumiert habe.

00:10:50: Es gibt natürlich auch einen Materialfußabdruck, der wird dann halt im Kilo gemessen und da gibt es auch quasi so wie viele Erden braucht man.

00:10:58: Da nimmt man oft diese Analogie und dann gibts noch Wasser.

00:11:02: Also da geht's sozusagen um Ausstoßen, Emissionen und Wasserverbrauch?

00:11:07: Genau also wie viel Material brauche ich für meinen Konsum und wieviel Gase werden dadurch ausgestoßen?

00:11:14: Verstehe aber... zählt meine Handlung jetzt überhaupt, wenn große Unternehmen viel umweltschädlicher sind.

00:11:22: Also ich denke mir jetzt so ein bisschen vielleicht auch wieder stichelig aber bezahlt sich es nicht mehr aus irgendwie vor einem großen Erdöl-Unternehmen zu protestieren oder die irgendwie politisch zu bewegen das sie aufhören oder dass sie sich anders verhalten oder Druck auszuüben auf die Art als dass ich jetzt darauf achte ok ich fahre mit dem Fahrrad

00:11:44: Genau, das ist eine sehr berechtigte Frage.

00:11:45: Weil oft fühlt man sich einfach wirkungslos.

00:11:47: Ich habe jetzt ein paar effektive Verhaltensveränderungen genannt wie eben Reduktion von Fleisch, Konsum, Reduktions von Flügen oder wenn man es umgekehrt nennt mehr Gemüse essen, mehr sich anders bewegen als mit dem Flugzeug.

00:12:01: aber das sind jetzt alles Konsumsachenlust.

00:12:04: in deiner Frage auch eigentlich darauf hingewiesen dass man auch andere Rollen einnehmen kann außer die Konsumentin und zwar die Aktivistin oder die Person die protestiert.

00:12:13: Und ob sich jetzt diese eigenen Verhaltensmaßnahmen im Vergleich zu unternehmerischen Handlungssetzungen aufwiegen?

00:12:21: Nein, würde ich sagen.

00:12:22: Aber man muss dabei auch die Wechselwirkung bedenken, die man eigentlich hat – weil man ist ja auch Konsument.

00:12:28: und das heißt diese ganze Angebots- und Nachfragethematik würde ich damit einspielen in die Antwort.

00:12:36: Also wenn ich sage, ich gehe jetzt... nicht mehr bei dieser Firma tanken.

00:12:40: Also ich mein, fossile Energien sind grundsätzlich nicht so gut.

00:12:43: wenn ich jetzt zum Beispiel sag' ich kauf mir ein E-Auto statt einem Verbrenner und damit protestiere ich auch hilft das schon ein bisschen.

00:12:50: Und wenn ich meinen bekannten und freunden Sachses auch machen.

00:12:53: Genau also eben diese Signalwirkung auf Zürich ist ganz relevant im Vergleich.

00:12:58: Also sicher wenn man sagt wie viel CO² emittieren Haushalte zum Beispiel, da gibt es zwei verschiedene Betrachtungsweisen.

00:13:05: Man kann schauen wie viel verbrauche ich durch meinen Konsum?

00:13:10: Da ist das Gewicht schon bei Haushalten.

00:13:12: Ich glaube, sechzig Prozent der CO-Missionen sind aufgrund von Nachfrage vom Haushalt und man kann aber auch eben die Produzentinnen in Sicht nehmen, die in der Frage drinnen war und sagt okay Unternehmen imitieren soviel.

00:13:23: was wirkt eigentlich meine Handlung drauf.

00:13:26: Aber die Handlungen, die man setzt haben eine Signalwirkung für Unternehmen.

00:13:31: Sie schauen mit ihrer Marktforschung zum Beispiel, worauf reagieren die Leute.

00:13:35: Was finden die Leute interessant?

00:13:36: Und sie hat eine Signalwirkung für unseren anderen wichtigen Akteuren nämlich die Politik.

00:13:41: Das heißt die Politik tut Sachen, die sie wählbar machen.

00:13:45: und wenn ich quasi mit meinem Konsum oder nicht-Konsum signalisiere wofür ich einstehe oder auch mit meinen Protesten oder Nicht-Protesten oder mit meiner Arbeit dich wähle für etwas einstehen dann hat das eine Signalwirkungen.

00:13:58: Gleichzeitig ist es ja auch... Ein wahnsinnig privilegiertes Gespräch, das wir da jetzt gerade führen.

00:14:03: Es geht ja, würde ich meinen schon auch um die Frage wer sich nachhaltiges Leben leisten kann?

00:14:08: Kann man das den Leuten jetzt wirklich noch zumuten wenn es vielleicht eh gerade finanziell schwierig ist in Zeiten der Teuerung da jetzt auch noch aufs Klima zu achten?

00:14:16: oder kann's auch günstiger sein?

00:14:17: also auch wie du gesagt hast dieser Dora fürs Geldbeersaal nachhaltiger wenn man das Klima achtet?

00:14:24: Also die kurze Antwort ist es kann auf jeden Fall Beides gut sein, wenn ich etwas fürs Klima tue.

00:14:30: Kann das auch gut sein für meine eigene Geldbörse?

00:14:33: Das einfachste Beispiel ist Energiesparen.

00:14:35: Die Ernährungsumstellung ist eine Sache wo dieses Beispiel auch schön greift dass man sich mit einem nachhaltigen ökologisch-nachhaltigen Verhalten auch eigentlich ökonomisch nachhaltig verhalten kann.

00:14:46: also zum beispiel der Kauf von Pflanzenproteinen kann manchmal billiger sein als von Fleisch.

00:14:52: energie sparen ist gut für geringeren Ausstoß, aber auch gut fürs Geldbörsel.

00:14:58: Und wenn man fit genug ist weiß man eigentlich auch dass zum Beispiel in einer Stadt es viel günstiger sein kann, wenn man sich mit dem Fahrrad bewegt oder zu Fuß geht je nachdem wie lange die Strecke ist als wenn man zum Beispiel mit dem Auto fährt.

00:15:11: und gerade jetzt glaube ich mit der Preissteigerung sind da viele Synergieeffekte eigentlich auch zwischen diesem klimafreundlichen Verhalten aber auch quasi preiseffizientem Verhalten.

00:15:22: Aber oftmals ist es so das Gefühl, dass auf Nachhaltigkeit achten ja auch mit einem gewissen Wohlstand einhergeht.

00:15:31: Also dass man jetzt Bio einkauft zum Beispiel oder dass man in einer Stadt dort wohnt wo man leicht überall hinkommt also in einer Gegend die gut genug ist dass man gute Nahversorgung hat was sagst du zb auf sowas?

00:15:45: Ja das ist eher etwas für Leute die privilegierter sind.

00:15:49: Im Lebensmittelbereich kann es natürlich auch so sein, dass die nachhaltige Option auch die teurere sein kann und dadurch privilegiert wird.

00:15:57: Was darauf hinweist das Leute mit höherem Einkommen, die auch nachgewiesen glauben?

00:16:03: nachhaltiger sind, aber eigentlich oft einen viel höheren Materialverbrauch haben.

00:16:07: Als Personen die nicht so viele haben auch den größeren Hebel sein kann.

00:16:10: Aber jetzt im Alltag denkt man okay ich will Bio kaufen, ich will das Pflanzenersatzprodukt kaufen Ich will mit einem E-Auto fahren und Ökostrom beziehen Das sind alles eigentlich momentan auf Dinge die teurer sind.

00:16:25: Das heißt, da hört der Handlungsspielraum dann zum Beispiel von Individuen auf und muss abgelöst werden durch die Verlagerung z.B.

00:16:31: von Subventionen, durch Politikerinnen.

00:16:34: Und man sieht aber auch das höhere Einkommen oder besser verdienende Leute sehr viel mehr verbrauchen.

00:16:40: also diese gesamte Ungleichheitsdebatte ist natürlich jetzt auch ein bisschen anderes Thema, aber die muss immer mit gedacht werden und deshalb spricht man ja auch immer von einer ökosozialen Transformation.

00:16:51: Und jetzt hast du ja eingangs eine mir richtige Erinner auch erwähnt, dass es wahnsinnig wichtig wäre so diese unbewussten Routinen die wir alle haben.

00:16:58: Auch zu hinterfragen.

00:17:00: was sind denn jetzt Situationen in denen wir vielleicht dazu tendieren auf Nachhaltigkeit zu verzichten?

00:17:05: Situationen indem wir darauf verzichten uns jetzt zum Beispiel für etwas Klimafreundliches zu entscheiden sind gerade oft Situationen dem wir uns für einen Genussmoment oder etwas Hedonistisches oder etwas das uns Spaß macht entscheiden.

00:17:19: und die Problematik, also das ist eine Kommunikationsproblematik würde ich sagen.

00:17:23: Das Verzicht oft etwas ist dass wir als eine Reduktion etwas Schlechtes quasi sehen.

00:17:30: aber tatsächlich bei uns im Institut hat man gerade dazu geforscht wie man eigentlich aus dem verzichten auch so einen Genussmoment oder quasi Vorteile für sich selbst sehen kann weil dann irgendwie erleichtert wird.

00:17:42: es geht in Richtung Minimalismus zum Beispiel.

00:17:45: Wir haben jetzt viel über das individuelle Verhalten geredet, aber gibt es auch Wege wie man als Gruppe gemeinsam mehr Ressourcen sparen kann oder auf Nachhaltigkeit achten kann?

00:17:57: Danke für die Frage.

00:17:57: Das ist total relevant im Sinne von dieser Signalwirkung, die ich vorhin schon angesprochen habe weil ein Individuum verhält sich zum Beispiel nachhaltig aufgrund z.B.

00:18:07: dem Verhalten einer Gruppe.

00:18:08: und auch ist die Frage wichtig was macht das eigentlich für einen Unterschied zum Beispiel im Sinne von CO²-Reduktion.

00:18:17: Da ist natürlich der Unterschied größer, je mehr Leute mitmachen und dass es gerade ziemlich gut beforscht.

00:18:24: also man spricht in dem okay wie kann man von individuellem Verhalten zu einem Gruppenverhalten kommen?

00:18:30: oder wie können sich das individuelle Verhalten ausstreuen auf die Gruppe?

00:18:34: Und da geht es eigentlich hauptsächlich darum, dass man Sachen attraktiv macht und sozial erwünscht.

00:18:40: Also das quasi enorme und werte Wandel passiert in dem man sagt okay ist jetzt nicht mehr langweilig oder fahrt sich zum Beispiel pflanzlich zu ernähren sondern

00:18:50: z.B.,

00:18:51: es gibt jetzt eine vegane Kochlehre.

00:18:52: d.h.

00:18:53: da verschiebt man eigentlich ziemlich die Normen und sagt eigentlich ist es normal, dass wir Fleisch essen und jetzt versuchen wir es normal zu machen und attraktive und cool zum Beispiel sich pflanzlich zu ernährn.

00:19:05: Also wie Sachen in der Gesellschaft geframed werden, also was es gut oder schlecht betrachtet wird ist so ein Hebel um individuelles Verhalten auf die Gruppe zu streuen.

00:19:15: Und von der Theorie spricht man davon eine soziale Kipppunkte.

00:19:19: Das heißt, man versucht irgendwas attraktiv zu machen und man sagt eigentlich wenn man zum Beispiel so eine kritische Masse von twenty-fünf Prozent in einer Gesellschaft erreicht hat, streut das dann quasi auf den Rest der Gesellschaft aus.

00:19:31: Aber jetzt, wenn du Beispiele nennen könntest für wirkliche Aktionen oder Handlungen die man in einer Gruppe machen kann.

00:19:39: Was würdest du den Menschen empfehlen was sie zum Beispiel an Freunden vorschlagen?

00:19:43: Oder ihre Familie?

00:19:44: Da fällt mir als erstes die Sharing Economy ein also quasi Sachen

00:19:50: teilen.

00:19:51: Zum Beispiel wir wissen eigentlich dass Autos neunzig Prozent der Zeit stehen.

00:19:57: das heißt eine Sache die man als Gruppe oder eine andere Sache, die man als Gruppe machen kann ist Foodsharing.

00:20:07: Ich weiß nicht... Unsere Mutter zum Beispiel hat in einem Kindergarten gearbeitet und sie hat dann diese Lebensmittel, die da übergeblieben sind immer verteilt an ihre Freunde.

00:20:17: Und es gibt z.B.

00:20:18: eben in Graz auch eine Foodsharring-Initiative, das sind so Sachen.

00:20:22: Das habe ich ein Beispiel aus der Nährung genannt, Mobilität.

00:20:25: Im Energiebereich ... Energiegemeinschaften, indem sich z.B.

00:20:31: Ziedlungen zusammen tun und sagen wir schaffen uns jetzt zum Beispiel eine Photovoltaikanlage an.

00:20:37: also das ist auch ein Konzept.

00:20:39: Ja total

00:20:39: viele Ansätze und Ideen und ich glaube man kann es zusammenfassen unter weg vom quasi erhobenen Zeigefinger und hinzu um zu zeigen dass eben Verzicht auch Spaß machen kann oder was Positives sein kann und Umweltbewusstes Leben und Handeln durchaus auch Spaß macht.

00:20:56: ja Auch wenn es nur fürs eigene Gewissen ist,

00:21:00: kann das schon

00:21:01: genug Grund sein um Nachhaltiger zu leben.

00:21:04: auch

00:21:05: klimafreundlich und ökologisch nachhaltig zu

00:21:07: werden.

00:21:07: Und wie wir gehört haben wer weiß wen man damit ansteckt?

00:21:10: Genau!

00:21:10: In der Gruppe kann man nachhaltigt sein und in der Gruppen kann man zum Beispiel auf unseren Podcast hören und man kann ihn zb auch einen Mitglieder der eigenen Gruppe weiter schicken.

00:21:21: aber zuerst mal sage ich vielen Dank dass Laura du heute da warst.

00:21:25: Danke auch ich habe mich sehr gefreut

00:21:27: Und ich hoffe, ihr konntet was daraus mitnehmen.

00:21:30: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:21:31: Das war Besserleben.

00:21:33: der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.

00:21:35: Abonniert uns gerne und schreibt uns auch gerne eure Themenvorschläge an besserleben at thestandard.t.

00:21:41: Genau.

00:21:42: oder schickt uns auch gern euren Inputs wie Ihr euer Leben nachhaltiger gestaltet.

00:21:46: Wir freuen uns immer über Ideen und ganz generell über Post

00:21:49: von Euch.

00:21:50: Wir freuen uns auch riesig über fünf Sterne-Bewertungen auf Spotify, Apple Podcasts, der Standardapp und überall wo ihr Podcasts hört.

00:21:57: Das war besser leben!

00:21:58: Mein Name ist Magda Wiener-Petsch.

00:21:59: Mein Name is Isadora Walnöfer

00:22:01: Und produziert wurde dieser Podcast von Christoph Neuwert.

00:22:03: Bis nächste Woche

00:22:05: Ciao und bis zum nächsten Mal.