Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden
00:00:06: Da werden Sebelzahn-Tiger hinter unserem Rücken spotten.
00:00:09: Was
00:00:09: will ich uns denn sagen?
00:00:10: Die linksseiten... Da ist überhaupt nichts
00:00:12: Verkehrtes dran!
00:00:14: Das sage ich mir dann auch am Flughafen.
00:00:20: Herzlich willkommen zu Besser Leben.
00:00:22: der Standard Podcast zum Glücklichwerden, Ich bin Magdalena Patsch
00:00:26: und ich bin Isadora Walnöffer
00:00:27: Und Isadora, ich starte gleich mal ganz unverblümt rein mit der Frage Kennst du dieses Gefühl wenn man so
00:00:33: innerlich
00:00:34: zittrig ist?
00:00:35: Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll aber so ein bisschen fahrig und ganz unruhig irgendwie.
00:00:40: Ich glaube, das kennen die meisten wenn nicht jeder.
00:00:43: also es gibt Situationen da habe ich das immer vor allem vor Flugreisen.
00:00:49: Also ich merke dann so richtig dass sich davor angespannt bin und schlecht schlafen kann.
00:00:55: ich hab auch eine leichte flugangst Und sie geht nicht weg egal wie oft ich fliege.
00:01:00: Und ich merke dann auch, wenn ich am Flughafen bin, dass sich immer wieder zu einer innerlichen Liste durchgehe.
00:01:06: Ich muss das noch machen!
00:01:08: Damit der Flug erträglich wird.
00:01:11: Ja also da bekomme ich immer Tage davor schon Bammel ein bisschen.
00:01:16: Das
00:01:17: kenne ich gut.
00:01:17: und vor allem... Ich kenne das auch so, obwohl gar nicht sowas konkretes bevorsteht wie jetzt eine Flugreise.
00:01:23: Aber genau darum soll es heute gehen um diese Gefühle von Anxiety und wie man mit ihnen leben lernt.
00:01:29: dafür haben wir einer Expertin bei uns.
00:01:31: Pauline Stockmann ist Klinische Psychologin und im psychotherapeutischer Weiterbildung.
00:01:35: sie hat schon in der Forensik und in Mental Health Start-ups gearbeitet.
00:01:39: seit ein paar Jahren ist sie selbstständig mit der Mission mentale Gesundheit endlich zu entstigmatisieren.
00:01:45: auf Social Media folgen ihr mehr als fünfzigtausend Menschen und auch als Speakerin vermittelt sie immer wieder die Botschaft, it's okay not to be ok.
00:01:53: Vor Kurzem ist auch ihr Buch erschienen und der Titel is eine Aufforderung an uns alle!
00:01:57: Lass mal über Engseite reden.
00:01:59: Genau das machen wir heute, Pauline Stockmann.
00:02:01: Schön dass du heute bei uns zu Gast bist.
00:02:03: Vielen Dank, dass ich da sein darf.
00:02:06: Und bevor es losgeht, gleich noch eine kurze Werbung in eigener Sache.
00:02:10: Ja
00:02:10: genau wir laden euch ein zu einer ganz besonderen Liveaufzeichnung von besser Leben und zwar am fünften Juni um neunzehn Uhr dreißig im Theater im Park beim Schloss Belvedere in Wien.
00:02:21: Wir bringen das vielleicht wichtigste Thema in unser aller Leben mit nämlich Ernährung!
00:02:26: Wir diskutieren darüber wie gesund pflanzliche Ernährungen wirklich ist.
00:02:30: Ist der Hype um Veganismus tot oder gerade erst am Beginn?
00:02:34: Weil uns diese Frage so sehr am Herzen oder im Magen liegt, wollen wir dass ihr möglichst zahlreich kommt.
00:02:41: Und deshalb gibt's für alle unsere Hörerinnen mit dem Rabattcode Leben, vierzig Prozent Nachlass für maximal vier Tickets.
00:02:49: Zu kaufen bei Theaterimpark.at.
00:02:51: Vierzig Prozent Rabatt mit dem Code Leben – nur so lange der Vorrat reicht!
00:02:56: Alle Infos und den Link zum Ticket-Shop findet ihr in den Shownotes.
00:03:00: Wir freuen uns auf euch im Theaterim Park am fünfzehnten Juni um neunzehnunddreißig.
00:03:04: Das wird
00:03:05: köstlich.
00:03:09: Wir haben jetzt schon kurz darüber gesprochen.
00:03:10: Ich glaube, viele oder wenn nicht alle kennen so ein bisschen dieses Gefühl von Anxiety aber können es vielleicht gar nichts zu richtig benennen?
00:03:18: Es ist irgendwie wie so ein innerer Alarmzustand eine Angst, aber gleichzeitig weiß man nicht wovor.
00:03:24: kannst du uns da weiterhelfen und hast vielleicht Worte dafür?
00:03:27: was ist denn Anxity überhaupt?
00:03:29: also ich glaube das tatsächlich Alle irgendwie dieses Gefühl kennen.
00:03:34: Ob von einer Flugreise, ich kann mich total damit identifizieren... Ich habe auch immer anxiety wenn es für mich auf Reisen geht oder eben vor individuellen anderen angsteinflößenden Situationen Denn Anxiety ist nichts anderes als Angst im klassischen Sinne.
00:03:50: Da muss sich aber einmal ein bisschen weiter ausholen weil Angst in deutschen so eine bisschen der art sammelbegriff geworden ist Weil wir Angst für alles benutzen.
00:03:59: Im englischen haben wir aber Enxiety in vier.
00:04:02: Vier ist die konkrete Bedrohung im Außen, also der berühmte Sebelzahn-Tiger, der hinter uns steht und wir müssen uns ganz schnell in Sicherheit bringen, eine Gefahr im Außensein und Enxitis das Sorgen im Innenen.
00:04:15: Im Deutschen sagen wir aber zu allem Angst.
00:04:17: Ich habe mich gefürchtet, klingt eher wie so ne altmodische Version von Enxity, aber eigentlich ist Enxality wirklich Angst im klassischen Sinne.
00:04:27: Also dass Sorgen am Innenen sich immer wieder vor dem Ungewissen sich sorgen und irgendwie du hast auch gesagt, du hast dann so eine To-do Liste die du durchgehst.
00:04:36: Du möchtest irgendwie Kontrolle über diese Situation erlangen?
00:04:40: Ja auf jeden Fall.
00:04:41: aber für mich ist es beruhigend wenn eine klinische Psychologe in diesen Gefühle auch kennt und das jetzt nicht ganz ganz unnormal ist.
00:04:49: Ich kann's dir ganz ehrlich sagen ich bin ein Angsthase.
00:04:51: da ist überhaupt nichts Verkehrtes dran
00:04:54: Ist gut zu wissen.
00:04:55: Das sage ich mir dann auch am Flughafen.
00:04:57: Viele Leute sagen schnell, ich habe Anxiety.
00:05:00: Das kommt wahrscheinlich auch dadurch, dass wir mehr denklich reden.
00:05:04: Aber was ist jetzt der Unterschied zwischen Anxity oder normaler Nervosität?
00:05:10: Oder Stress?
00:05:11: Ja, ich glaube das Anxayti so eine Art Sammelbegriff geworden ist für die Momente in denen wir emotional überfordert sind aber wir wissen nicht genau wieso.
00:05:20: Also dieses bedrohliche Gefühl von, ah irgendwas stimmt hier gar nicht.
00:05:23: Ich muss irgendwie weg ich muss mich irgendwie in Sicherheit bringen aber wir wissen gar nicht vor was wir uns eigentlich insicherheit bringen müssen und dieses gefühl von überforderung von emotionalem kaos unser alarmsystem anschlägt.
00:05:34: wir wissen aber nicht genau wieso.
00:05:36: das ist das was wir oft engseite nennen.
00:05:38: stresser ist ja oft so dieses net deadlines bei der arbeit oder viel zu tun im privaten und dann hat man eben stresst.
00:05:44: man weiß aber oft wieso.
00:05:46: Engseite steht oft im deutschen Raum, wie wir es benutzen für die Momente wo wir nicht wissen wieso.
00:05:51: Und das macht sie auch oft eben so unerträglich und die allermeisten wollen dieses Gefühl ja verständlicherweise auch möglichst schnell loswerden.
00:06:00: jetzt plädierst du aber dafür diese engseite nicht zu bekämpfen sondern du schreibst in deinem buch wir müssen lernen ihr zuzuhören.
00:06:07: was will sich uns denn sagen die engseit?
00:06:10: ich glaube dass Unsere Enxiety in der Einladung ist uns wirklich kennenzulernen.
00:06:14: Und zwar nicht nur die Anteile, die wir eh schon lieb haben auf die wir stolz sind oder die wir irgendwie cool finden sondern die Anteil von uns die wirkliche Fürsorge brauchen, die sich sorgen, die nicht schlafen können bevor du fliegst, die in dem Moment so verletzlich und so unsicher sind dass sie eigentlich am meisten Sicherheit von unseren erwachsenen Anteilen brauchen.
00:06:33: Aber wenn man dann diese Enxity zuhört kommt man da nicht in eine Negativspirale.
00:06:40: Das ist oft die Sorge von vielen Menschen.
00:06:43: Wenn ich meine unangenehmen Gefühle zulasse, werden sie dann mein Zuhause.
00:06:47: Aber dafür sind Gefühlen gar nicht da!
00:06:50: Unsere Gefühler gehen automatisch wieder wenn ihnen zugehört wurde.
00:06:53: Das bedeutet natürlich nicht dass man jetzt nie sagt, okay jetzt reicht es mal und jetzt mache ich was Positives oder jetzt gehe ich mal raus.
00:07:03: Weil ich bin gerade ein bisschen ängstlich.
00:07:04: Jetzt gehe ich einmal raus, da treffe ich mit Freundinnen oder lese ein gutes Buch oder bestelle mir etwas Gutes zu essen.
00:07:09: Also das geht ja nicht darum dass man nicht fürsorglich ist während man fühlt aber dass man die Gefühle eben mitnehmen darf.
00:07:16: Und es ist aber auch wie du gesagt hast ein bisschen ein Sammelbegriff und das ist ein bisschen Schwammig-Anxiety wenn du sagst dieses Gefühl würde einem was mitteilen.
00:07:27: Was steckten oft hinter dieser Anxiety, was will uns die sagen?
00:07:32: Das ist
00:07:33: tatsächlich total
00:07:34: individuell.
00:07:35: Also dieses Gefühl von Überforderung kommt eben aus den Erfahrungen, die wir als Kinder und als Jugendliche machen.
00:07:43: also wir haben ja alle unterschiedliche Erfahrungen wie alle erleben Momente von Vernachlässigungen, von Enttäuschungen und vielleicht Einsamkeit, Verzweiflung.
00:07:52: Und wenn wir Kinder oder Jugendliche sind dann fehlt uns das emotionale Werkzeug um diese richtig zu verarbeiten.
00:07:58: also uns fehlt der Werkzeugkasten, um sie in die richtigen emotionalen Akten wegzuheften.
00:08:04: Und so überfluten uns diese negativen Erfahrungen oder diese schmerzhaften Erfahrungen mit dieser Art von Emotionalität, die uns so überfordert dass wir sie in dem Moment wie abspalten.
00:08:15: So eine Art emotionales Hoch-Sicherheitsgefängnis bauen ganz weit weg von uns was super ist weil dann erstmal sind Sie weg und so überfordert uns nicht die ganze Zeit.
00:08:23: aber Wie es so ist, man muss halt irgendwie darauf achten dass diese Emotionen auch in diesem emotionalen Hochsicherheitsgefängnis bleiben.
00:08:29: Und deswegen warnt uns unser Körper immer wenn uns im Hier und Jetzt etwas an damals erinnert dann kommt eben dieses Gefühl von raus hier.
00:08:38: ja das ist etwas was quasi diese Erfahrung wieder hervorholen könnte und dann potentiell die Gefahr mit sich bringen könnte dass es uns wieder eine emotionale Überforderung bringt.
00:08:47: Und deswegen ist Engseite auch so eine schöne Einladung.
00:08:50: Weil wenn wir jetzt, im Hier und Jetzt mit unseren Erwachsenenanteilen und unserem fertigen Werkzeugkasten die Emotionen und Erfahrungen aus dem Emotional- und Sicherheitsgefängnis holen sie anschauen und dann die emotionalen Akten wegheften, dann brauchen wir eben auch unsere Engseitig gar nicht mehr um uns die ganze Zeit zu warnen.
00:09:08: Das heißt es klingt jetzt noch immer nicht wahnsinnig angenehm aber du sagst das ist vielleicht einmal kurz unangenehmer schaut das an.
00:09:14: Aber dann langfristig geht's einem besser über.
00:09:16: das richtig verstanden
00:09:17: Ich finde es total wichtig, ist nicht zu bagatellisieren.
00:09:20: Unangenehme Gefühle sind unangenehm.
00:09:22: Schmerzhafte Emotionen sind schmerzhaft und die möchte ich auch gar nicht irgendwie schön reden.
00:09:27: Aber sie sind sinnvoll!
00:09:29: Also das ist oft nicht der einfachere Weg aber es lohnt sich immer.
00:09:33: Jetzt hat's ja diese Gefühler immer schon gegeben und ich hab erst gedacht, dass ist irgendwie so.
00:09:38: meine Wahrnehmung in meiner Bubble, aber du sagst auch ein Gseite ist schon auch ein Gefühl der eher jüngeren Generationen.
00:09:45: Wie kommt das?
00:09:45: Warum haben gerade junge Menschen heute oft das Gefühl, ständig innerlich unter Strom zu stehen.
00:09:51: Ja also einmal glaube ich dass es auch ein bisschen unsere Zeit ist.
00:09:55: Also wir sprechen eben einfach viel mehr über mentale Gesundheit.
00:09:58: Es hat viel mehr Raum in unserem Konversation.
00:10:01: Dementsprechend kommt es eben auch und so vor als würden Wir jetzt auf einmal dieses Gefühl haben.
00:10:06: Ich glaube dieses Gefühl ist schon immer da.
00:10:08: Angst kennen die Menschen, wir kennen das alle.
00:10:11: Aber ich glaube das ist früher eher als Privatsache und man eben das nicht mitbringen konnte in die zwischenmenschlichen Beziehungen.
00:10:20: Jetzt können wir das zum Glück, ist es absolut das Richtige?
00:10:22: Das heißt, wir sprechen auch mehr darüber.
00:10:24: Das ist das Erste.
00:10:25: Das Zweite ist, wir wissen Anstörung steigen vor allem bei jungen Erwachsenen.
00:10:31: Wir wissen unser Leben wird schneller, die Ansprüche werden höher.
00:10:34: Wir haben Social Media,
00:10:35: d.h.,
00:10:36: wir haben einen konstanten Vergleich zu anderen Menschen.
00:10:40: oft vergleichen wie ... unseren Prozess zu dem Ergebnis anderer auf sozialen Medien, was auch noch mal anders unter Druck setzt.
00:10:48: Also da kommen verschiedene Variablen zusammen.
00:10:50: Ich glaube aber dennoch dass es das Gefühl von anxiety auch wenn man's früher vielleicht anders genannt hat bzw.
00:10:56: vielleicht gar kein Wort dafür hatte weil einfach nicht darüber gesprochen wurde ist schon immer gab.
00:11:01: Was passiert denn eigentlich genau im Gehirn?
00:11:03: also du sagst dieses gefühl steigt irgendwie in der jungen generation.
00:11:07: Aber was passiert da genau biologisch gesehen?
00:11:12: Wir wissen vor allem, dass unser Nervensystem der Teil, der für Fight und Flight zuständig ist anspringt.
00:11:20: Und unser Körper einfach in Alarm-Modus versetzt.
00:11:23: Das ist bei Furcht super wichtig!
00:11:25: Wenn wir einen Säbelzahntiger hinter unserem Rücken spotten, dann brauchen wir mehr Oxygen in unsere Lungen kommen.
00:11:32: Wir müssen schneller laufen.
00:11:33: Wir haben eine höhere Schmerztoleranz um uns ins Sicherheit zu bringen.
00:11:35: Und das Gleiche passiert aber eben auch bei Anxiety.
00:11:38: Obwohl da keine konkrete Bedrohung im Außen ist... Das heißt, unser ganzer Körper ist für eine Flucht gewappnet und hat überschüssige Energie.
00:11:46: Aber eigentlich müssen wir ja gar nicht konkret vor etwas fliehen.
00:11:49: Deswegen wünschen sich die meisten Menschen bei Ing-Seiti auch etwas im Außen zu verändern weil sie sich dadurch wünscht dass sich der innere Zustand verändert.
00:11:58: das kann auch manchmal helfen.
00:12:00: also zum Beispiel einen Spaziergang machen immer gut körperliche Bewegung immer gut.
00:12:04: aber dieser Impuls sich eben bewegen zu wollen kommt dadurch dass unser ganze Körper bereit ist in den Fight or Flight zu gehen.
00:12:11: Also würdest du sagen, man kann es auch irgendwie messen.
00:12:14: Dass das jetzt mehr auftritt oder dass wir mehr drüber reden und bewusster sind wenn diese Gefühle aufkommen?
00:12:22: Also kann man das sozusagen, wenn du sagst Wir reden jetzt mehr über Engseite, wir sind mehr bewusst vielleicht haben die jungen Menschen auch mehr Engseitig.
00:12:29: könnte man das irgendwie mess'n?
00:12:31: Ja also wir haben natürlich Studien die zeigen, dass Anstörungen in jungen Erwachsenen steigen.
00:12:36: Das wissen wir.
00:12:37: Wir wissen, dass solche Faktoren wie die sozialen Medien auch einen Einfluss darauf haben.
00:12:41: Also da gibt es auf jeden Fall handfeste Statistiken zu!
00:12:45: Jetzt hast du schon gesagt – ich glaube das kommt in nahezu jeder besser Lebenfolge vor – ein Spaziergang ist immer eine gute Idee egal bei welchem Thema oder fast egal bei welche Thema.
00:12:55: Gibt's typische Strategien wo du sagst?
00:12:57: Das versuchen Menschen in so engseite Situationen immer wieder, die aber vielleicht alles eigentlich nur schlimmer machen.
00:13:04: Oder anders gefragt, was sollte man genau nicht machen?
00:13:07: Wenn man sich Ängstens fühlt.
00:13:09: Es versuchen wegzuschieben.
00:13:10: Ich glaube der Schlüssel liegt in der Akzeptanz des Fühlenns.
00:13:14: Also ich glaube da gibt es gar nicht so ein okay das auf gar keinen Fall machen außer eben die Emotionen konstant wegzudrücken weil dann kommt sie einfach umso doller wieder.
00:13:24: So ist das mit Widerstand und Der Wider Stand einer Emotion ist auch das was Dann eine extra Schicht Leid kreiert.
00:13:31: sonst habe ich auf jeden fall viele, viele Tipps was man machen sollte.
00:13:34: Aber ich glaube was man nicht machen sollte ist die Emotion wegzuschieben.
00:13:38: Die Liste ist kurz.
00:13:39: Zu den Tipps kommen wir gleich noch vielleicht eine Frage zu Social Media weil du das vorher angesprochen hast.
00:13:45: in der Situation wenn man sich jetzt schon so ein bisschen ängstlich fühlt welche Rolle kann dann Social Spielen.
00:13:52: Findet man da vielleicht eher Gleichgesinnte oder Accounts, die einem gut tun?
00:13:55: Oder sagst du okay nein in der Situation Social Media ist schon so entworfen.
00:14:00: das macht was mit unserem Gehirn in der akut Situation vielleicht nicht noch durch Instagram durch scrollen.
00:14:06: Ich glaube es kommt ein bisschen darauf an wie man es benutzt.
00:14:08: Da gibt's gar nicht so ein richtiges Ja oder Nein.
00:14:10: ich glaube grundsätzlich ist es natürlich so dass da ganz viele Reize ganz schnell auf uns einprasseln und es einfach enorm anstrengend für uns ist.
00:14:18: Gleichzeitig, wenn man da einen Account hat der einem ultra hilft.
00:14:22: Weil die Personen super hilfreiche Dinge postet für Akutsituationen dann sehe ich da jetzt erstmal auch kein Problem drin.
00:14:29: Ich glaube es ist immer wichtig mit was für einer Intention man die sozialen Medien verwendet weil eben man kann Anschluss finden Man kann sich informieren Es passiert super viel Psycho-Education auf den sozialen Medien und all das ist super.
00:14:41: Und gleichzeitig müssen wir schauen wie konsumieren wir es?
00:14:44: Wie oft konsumiert er Fühlt es sich gut an in dem Moment oder verschlimmert ins Dinge?
00:14:51: Auf welchen Zeitpunkt findest du, sollte man dann aber wenn man dieses Gefühl immer öfter fühlt.
00:14:57: Wann sollte man sich professionelle Hilfe suchen oder vielleicht auch mit einer Psychiaterin über Medikamente sprechen?
00:15:07: Also ich finde immer wichtig dass man sich dann Hilfe sucht wenn man denkt das hilfreich sein könnte.
00:15:15: Also im Sinne von, ich werde jetzt gleich noch auf die Kriterien einer Angststörung zu sprechen kommen.
00:15:20: Aber auch schon davor wollte ich damit sagen ja also wenn man das Gefühl hat hey ich habe ein Leidensdruck Ich merke da was was mich im Alltag hindert.
00:15:27: Was ich mir anschauen möchte ist immer der richtige Zeitpunkt.
00:15:31: Also Psychotherapie ist indiziert Wenn man es möchte.
00:15:34: Ich finde das total wichtig weil ganz oft höre ich so dieses aber bei anderen ist es ja bestimmt schlimmer und dann nehme ich einen Platz weg oder so.
00:15:40: Ich finde total wichtig dass Es immer dann hilfreich ist wenn Man sich eben wünscht Und gleichzeitig gibt es schon so ein paar Faktoren, auf die man achten kann.
00:15:47: Also wenn man merkt, dass über mehrere Wochen die Angst immer wiederkommt vielleicht sogar den ganzen Tag oder überwiegend quasi den Tag bestimmt.
00:16:00: Wenn man das Gefühl hat, die Angst geht nicht nur auf einen Aspekt sondern auch auf mehrere Lebensbereiche oder sogar alle Lebensbereichen.
00:16:08: Man hat auch körperliche Beeinträchtigungen.
00:16:10: also vielleicht fühlt man ... kein Hunger, keinen Appetit mehr.
00:16:14: Es wird einem schlecht, wenn man das Gefühl hat, man schwitzt es wird einem schwindelig.
00:16:17: Wenn's vielleicht auch zu Panikattacken kommt.
00:16:19: all das kann ein Zeichen dafür sein oder ist ein Zeichend dafür dass psychotherapeutische Hilfe super hilfreich und angebracht ist.
00:16:28: dann gegebenenfalls wenn man im psychotherapeutscher Behandlung ist kann natürlich alles weiter mit medikamentöser Behandlungen unterstützend besprechen.
00:16:37: aber der erste Schritt wäre immer erst mal zu schauen begebe ich mich in psychotherapoitsche Behandlungs.
00:16:42: Du hast es vorhin schon kurz angesprochen.
00:16:44: Du hast in deinem Buch super, super viele Hilfstrategien so für akut Momente darüber hinaus natürlich psychotherapeutische Unterstützung.
00:16:53: immer super.
00:16:53: sind wir großer Fänder von in diesem Podcast klar.
00:16:56: aber du hast auch so du nennst die anxiety quickies.
00:17:00: was sind denn da so?
00:17:01: Beispiele für kleine Hacks die wirklich im Moment einfach helfen und ein bisschen Entlastung bringen?
00:17:07: also auf jeden Fall Atmung.
00:17:09: Also unsere Atmung ist der größte Heck, unser Nervensystem zu entspannen.
00:17:14: Und ich würde zwei Dinge empfehlen.
00:17:16: einmal Boxatmung.
00:17:17: Kennt ihr Box-Atmung?
00:17:19: Nein!
00:17:19: Ich nicht...
00:17:20: Dass vier Sekunden einatmen, vier Sekunde halten, vier sekunden ausatmen und vier sekunde halten Also wie so eine Box quasi, kann man sich das vorstellen.
00:17:32: Das kann man für mehrere Minuten machen bis man das gefühlt hat und der Körper kommt wieder ein bisschen runter und die Anspannung lässt nach.
00:17:40: Und was auch supergut ist, ist Cyclic-Cycing!
00:17:43: Es ist eigentlich fast einer meiner Lieblingsfakten weil es zeigt wie schlau unser Körper ist.
00:17:49: Kennt ihr das wenn man weint?
00:17:55: Wenn man schon gar nicht mehr Luft holen kann vor lauter Weinen.
00:17:57: Genau,
00:17:59: das ist der Moment wo der Körper die Atmung nutzt um sich wieder zu entspannen.
00:18:04: also wir wissen dass diese Form der Atmungen etwas ist was unseren Körpersupport wieder runter regulieren kann.
00:18:13: Also die zwei Artentechniken würde ich immer empfehlen kalte Dusche Also kalte oder warme, das ist jetzt immer ein bisschen abhängig davon was einem gut tut.
00:18:23: Ob man eher ein wohliges Gefühl hat oder ob man quasi dem gehören wie einen neuen Reiz geben
00:18:28: möchte.
00:18:29: ja also eine kalte Dusche weil in dem Moment kann man wirklich nur darüber nachdenken wie wirklich kalt diese dusche ist da es kaum Platz für irgendwas anderes und dann Schuhe an podcast auf die Ohren und spazieren gehen.
00:18:41: Wenn wir uns bewegen, kriegen wir die überschüssige Energie aus dem Körper.
00:18:44: Da sind wir bei der Fight of Light Reaktion.
00:18:46: unser Körper stellt unsere Energie zur Verfügung, die wir in dem Moment eigentlich gar nicht brauchen.
00:18:50: Das heißt ein Spaziergang ist immer super und während des Spazieregans gucken wir auch an die Ferne Und wir müssen quasi unseren Blick so ein bisschen schweifen lassen.
00:18:59: und das aktiviert auch wieder den Entspannungsteil unseres Nervensystems.
00:19:03: also Atmung Duschen spazieren gehen und alles was uns in dem moment Ein Gefühl von Sicherheit geben kann.
00:19:12: Also nicht fragen, wie kriege ich diese Emotionen jetzt schnellstmöglich weg?
00:19:15: Das führt meist dazu dass die Emotion sich noch mal... Die Anspannung nochmal steigt das Angstgefühl nochmal steig sondern sich zu fragen okay, das ist jetzt ein Tag heute habe ich richtig doll Angst.
00:19:26: Was kann mir denn quasi mit der Angst im Gepäck ein Gefühl von Sicherheit geben?
00:19:31: Ein Telefonat mit Freundinnen, das Lieblingsessen bestellen, die Lieblinsserie gucken, der eine Pulli der einfach ultra gemütlich ist.
00:19:40: Ich guck manchmal die letzten zehn Minuten von Gossip Girl, da ist wirklich alles okay!
00:19:46: Da sind alle happy, alle verheiratet mit Kindern und alle lieben sich kein Drama mehr.
00:19:49: Diese letzten zehn minuten von G gossip girl, die sind's für mich also zu wissen.
00:19:54: ich hab das parat, ich weiß was mir ein gutes Gefühl gibt und dass bedeutet auch wirkliche Selbstfürsorge.
00:20:02: Mentale Gesundheit bedeutet nicht keine intensiven Gefühle zu spüren.
00:20:05: Alle Menschen haben unangenehme Gefühle manchmal.
00:20:09: Mentale Gesundheit und gut zu sich zu sein, unsere Resilienz zu sein bedeutet sich zu fragen was gibt mir jetzt ein Gefühl von Sicherheit?
00:20:16: Ich kann die Emotion gerade nicht ändern aber ich kann währenddessen emotional neben mir Platz nehmen und gut mit mir sein.
00:20:21: Das sind jetzt gute erste Schritte.
00:20:23: also ich merke mir auf jeden Fall die letzten zehn Minuten der Lieblingsserie.
00:20:26: Ich hoffe niemand schaut gerade Gossip Girl Weiß nicht, dass ein happy handkommst.
00:20:31: Verzeihung!
00:20:32: Verzicht und Spoiler ist...
00:20:34: Die Serie ist schon sehr alt.
00:20:35: Ich glaub man kann schon annehmen, dass die Leute das wissen.
00:20:37: aber wenn jetzt jemand zuhört und sich denkt ich kenne dieses Gefühl so gut was kann man dann mit Blick auf das eigene Leben als erstes machen?
00:20:46: Was empfiehlst du?
00:20:47: Zeit mit sich, sich begegnen egal in welcher Form.
00:20:52: also ich mache es beim schreiben.
00:20:54: Ich liebe es zu schreiben.
00:20:55: Schreiben ist der Moment, wo ich immer wieder egal wie viel Angst ich gerade habe emotional mit begegnen kann.
00:21:01: Manche Menschen sagen es ist beim Sport bei Malen.
00:21:04: jegliche Form von Kreativität ist tatsächlich etwas was uns bei Angst hilft weil das quasi unsere anxiety aushebelt.
00:21:11: wir können nicht gleichzeitig neugierig sein wie bei kreativitet und ängstlich sein.
00:21:16: gleichzeitig funktioniert einfach nicht.
00:21:18: also wenn wir etwas tun was uns kreativ fühlen lässt, dieses Flow erleben ist extrem hilfreich und in den Dialog mit sich zu gehen.
00:21:28: Sich zuzuhören – wir haben meist die Antworten!
00:21:31: Wir sind die Expertinnen für uns selbst, wir kennen uns gut aber im Alltag verlieren wir vielleicht manchmal den Zugang dazu und die Zeit mit sich zuschauen was kommt hoch wenn ich hohe zulasse?
00:21:44: das ist das was wir hören müssen.
00:21:46: Ja, ich glaube das haben wir auch hören müssen oder Isadora?
00:21:49: Das sind schöne Schlussworte.
00:21:51: Auf jeden Fall!
00:21:52: Also das Schreiben machen ja wir als Journalistinnen regelmäßig.
00:21:56: Aber vielleicht doch mal über schönere Dinge schreiben und nicht nur so... ...das akute Weltgeschehen.
00:22:03: Einiges dabei also ich persönlich nehme total viel mit.
00:22:06: Vielen Dank für den Besuch bei uns Pauline.
00:22:09: Vielen vielen dank dass ihr mich da hattet.
00:22:11: Danke auch von mir.
00:22:12: Vielleicht kennt ihr noch jemanden, der das gerade hören muss und ihr wollt die Folge vielleicht an eure anxious Friends weiterleiten.
00:22:21: Und wenn ihr sonst noch gute Hacks habt was euch im Umgang mit diesen Gefühlen hilft dann schreibt sie uns doch gerne an besserleben at theirstandard.at und auch darüber hinaus.
00:22:29: wir freuen uns immer über Post also gerne auch her mit euren Themenideen für künftige Folgen!
00:22:37: Wir freuen uns auch immer über eure Kommentare, fünf Sterne-Bewertungen und wenn ihr uns weiter empfehlt auf Spotify, Apple Podcasts der Standard App und überall wo ihr Podcast wird.
00:22:48: Das war Besser Leben, dass Standard Podcast zum Glücklich werden!
00:22:51: Ich bin Magdalena Patsch
00:22:52: und ich bin Isadora Walniffer.
00:22:54: Produziert wurde diese Folge von Christoph Neuwirt und wir hauen uns nächste Woche wieder.
00:22:58: Bis dahin, Baba!