Besser leben

Besser leben

Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden

Transkript

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00:00:05: Gleiche Bezahlung für gleicher Arbeit, das ist keine medizinische Therapie.

00:00:10: Es wäre

00:00:11: wichtig aus einer gesundheitlichen Perspektive zu wissen...

00:00:13: Dass es an Zyklus gibt!

00:00:20: Willkommen zur Besser-Leben.

00:00:22: der Standard Podcast zum Glücklichwerden.

00:00:23: Ich bin Martin Schahuber

00:00:25: und ich bin Magdalena Patsch

00:00:26: Und ich will heute eine Wissenslücke schließen Also bei mir und hoffentlich auch bei vielen von euch liebe Zuhörerinnen.

00:00:32: Es geht heute um Frauengesundheit und darum dass die ein bisschen anders funktionierendes Männergesund hat Und dass das lange ein großes Problem war und wohl auch immer noch ist, fürchte ich.

00:00:42: Da ich leider aber immer noch nicht Medizin studiert habe haben wir eine Expertin zu Gast.

00:00:46: Miriam Christine Hufgert Leitner ist Internistin und China-Medizinerin.

00:00:50: derzeit leitet sie die Abteilung Innere Medizin am Sanatorium hera.

00:00:54: Frau Doktor danke da Sie da sind!

00:00:56: Sehr gerne Danke für die Einladung

00:00:58: Weil ganz blöd gefragt.

00:00:59: zum Anfang man könnte ja glauben wir sind alle Menschen und damit ist die Medizin für alle gleich.

00:01:04: Jetzt habe ich doch ein bisschen vorrecherchiert und weiß, Frauenkörper brauchen da jetzt doch gesondert Aufmerksamkeit.

00:01:10: Warum?

00:01:11: Frauenkörper brauchen deswegen gesonderd Aufmerksamkeit weil wir ihnen in der Vergangenheit viel zu wenig Aufmerksomkeit geschenkt haben.

00:01:19: aber insgesamt ist es so dass Männer, Frauen und alle Geschlechter die Aufmerksamkeit benötigen, die es bedarf um richtig zu behandeln.

00:01:31: Jetzt hat sich ja doch zumindest in den letzten paar Jahren schon ein bisschen was getan im Bereich Gendermedizin.

00:01:38: Was sagen Sie, in welchen Themen Bereichen sind trotzdem noch so die größten Lücken?

00:01:42: Also es hat sich viel getan, dahingehend das es ein Problembewusstsein gibt.

00:01:46: Das muss man sagen.

00:01:47: auch wenn man überlegt ab wann hat das wirklich Fahrt aufgenommen dann ist das vollkommen richtig dass jetzt irgendwie in der Breite angekommen ist.

00:01:55: oha da muss ich darauf achten.

00:01:58: aber die größte Lücke ist dass wir immer noch nicht selbstverständlich sagen können ja für diesen Bereich welcher immer das jetzt in der Medizin ist haben wir alle Fragen beantwortet und keine blinden Flecken mehr und dass es auch immer so ein Extra ist.

00:02:14: Also, dass das nicht selbstverständlich in der Anwendung ist.

00:02:17: Ich finde, das ist die größte Lücke.

00:02:20: Vielleicht soll man nochmal kurz einen Schritt zurückmachen?

00:02:22: Sie haben uns kurz gesagt, es wurde zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

00:02:25: Inwieweit ist das denn ein Problem?

00:02:28: Genau also vorher wurde auch gesagt, dass Frauen Gesundheit ist das Problem.

00:02:32: Das würde ich nicht sagen sondern eben dieses Alles ist gleich, eine Zelle funktioniert gleich.

00:02:37: Egal sozusagen ob diese Zelle in einer Frau oder in einem Mann oder im Kind oder im Alten ist da wissen wir immer mehr dass das eben einen deutlichen Unterschied macht.

00:02:46: ein Problem ist wenn ich ein Modell habe und dieses Modell als Wahrheit annehme und dieses modell einfach über alle drüber stülpe und dann herausfinden muss oh hat es entspricht der Wahrheit gar nicht.

00:02:59: Dann hab' ich ein problem weil ich dann eine Erkrankung falsch behandelt habe, Symptome falsch interpretiert hab.

00:03:07: Nicht adäquat gehandelt haben, nicht rechtzeitig gehandelte haben.

00:03:11: und das ist natürlich im medizinischen Bereich ein riesiges Problem weil es da immer potenziell um Leben und Tod oder Wirkung und Nebenwirkung

00:03:18: geht.".

00:03:19: Und das Modell

00:03:23: war über die letzten Jahrhunderte ein Mann?

00:03:26: Genau!

00:03:27: Und wir haben sozusagen diese Modelle als die Wahrheit angenommen.

00:03:32: Gendermedizin auch sehr schön definiert worden von einer Pionierin, Frau Welser-Margherita Hochleitner hat gesagt.

00:03:38: Geschlechtsspezifische Medizin heißt alle medizinischen Wahrheiten auf ihre Richtigkeit für alle Geschlechter zu

00:03:44: überprüfen.".

00:03:46: Und wie weit ist man da jetzt schon in der Forschung?

00:03:49: Sie haben schon gesagt es gibt jetzt zumindest ein Problem.

00:03:51: Bewusstsein gibt's Bereiche wo sie sagen okay dann nähern wir uns schon dem an dass wir sagen wir wissen ungefähr gleich viel über Frauen und Männerkörper.

00:04:00: oder In welchen Bereichen sind wir dann auch ganz weit entfernt?

00:04:03: Also, wir sind ganz sicher in der Kardiologie.

00:04:06: Soweit dass wir schon sehr differenzierte Analysen, Diagnosen und Dossierungen stellen können, kommt doch nicht von ungefähr weil die Kardiologie das berühmteste Beispiel ist als dort so eindrucksvoll war.

00:04:18: Der Herzinfarkt ist mittlerweile common knowledge Dass die Herzinfakt Symptome zwischen Männern und Frauen Andere sind Und daher in der Vergangenheit Herzinfakte bei Frauen sehr oft übersehen wurden.

00:04:29: Das ist schon über sehr lange Zeit bekannt, wo wir noch sehr wenig wissen.

00:04:34: Zum Beispiel im Bereich des Alterns.

00:04:37: Wie unterscheidet sich das?

00:04:38: Wie gesund wird es?

00:04:39: Warum werden Frauen älter und verbringen weniger Zeit in Gesundheit?

00:04:43: Was sind da die Mechanismen?

00:04:45: Wie bleibt man gesund?

00:04:46: Das ist auch eine Frage, bei der viele Fragezeichen geschlechtsbezifisch zu stellen sind.

00:04:53: Jetzt ist Gendermedizin und auch diese Notwendigkeit ausreichend Frauen in Studien in der Medikamentenforschung zu berücksichtigen, das ist ein sehr politisches Thema.

00:05:01: Bei uns geht es ja im Podcast in erster Linie darum was jetzt jede Zuhörerin jeder Zuhörer für das eigene Leben wissen

00:05:07: sollte.

00:05:08: Was soll ich als Mann denn wissen?

00:05:10: Es war auch der Arbeitssitzel für die Folge, was Männer in Klammern über Frauengesundheit wissen sollten.

00:05:15: Was muss ich als Manden wissen, dass sich meine Partnerin vielleicht besser verstehe?

00:05:18: Ich rechne damit, dass jeder gleich funktioniert wie ich!

00:05:21: Wo ist das

00:05:21: anders?!

00:05:22: Ich glaube, ein wichtiger Grundüberzeugung, die wir alle aufgeben müssen ist, dass Gesundheit neutral ist.

00:05:28: Gesundheit ist nicht neutral – ich würde sagen, Gesundheit sind sehr komplexes Wechselspiel an Einflussfaktoren, wo eben einerseits sowohl die Biologie als auch das soziale Geschlecht miteinander in Verbindung stehen.

00:05:41: und warum ist es wichtig hier Unterschiede?

00:05:44: zu erkennen, weil einerseits könnte es sein, dass ich einmal eines Tages in Verantwortung bin.

00:05:49: Also ich bin ja nicht nur Partner, potenzieller einer Partnerin und ich könnte auch Vater sein oder Sohn oder Angehörige oder ich könnte jemanden auf der Straße antreffen und bin Ersthelfer.

00:06:01: Insofern ist es wesentlich über Gesundheitsunterschiede scheit zu wissen.

00:06:08: ganz essentiell hier würde ich sagen der Verständnis vom weiblichen Zyklus auch in Verantwortung, was eine gemeinsame Verantwortung für Verhütung betrifft oder für Kinderwunsch.

00:06:19: Also ich finde das ist schon ein wesentliches Wissen dass jeder Mensch haben sollte und das andere ist ja das Potenzial das dahinter steht als Mann über Frauengesundheit Bescheid zu wissen auch über die eigene Gesundheit, dadurch mehr zu verstehen.

00:06:33: Weil wenn ich verstehe, aha bei meinem Gebirgung überschaut was so aus und bei mir schaut das aber so aus dann habe ich auch schon sehr viel über Männergesundheit gelernt was ja auch ein ganz wichtiger Teil von geschlechtspezifischer Gesundheit ist.

00:06:47: Beim Thema Zyklus was wär's da konkret?

00:06:49: Was Sie sagen es würden sie allen Männern da draußen mitgeben.

00:06:52: Das wäre wichtig aus einer gesundheitlichen Perspektive zu wissen

00:06:56: Dass es einen Zyklus gibt.

00:06:59: Die Eckpunkte

00:07:01: des Zyklos sind je nachdem in welcher Lebensphase man ist und mit welchem Ziel man an diesen Zyklu sozusagen herangeht, also wenn's darum geht zu verhüten dann werde ich andere Schwerpunkte im Wissensmanagement brauchen wie wenns darum geht dass man eben schwanger werden möchte oder wenn es darum geht zu schauen, wie geht man mit Stimmungsschwankungen etc.

00:07:23: um?

00:07:23: Also ich finde einerseits kürzt zum Allgemeinwissen dazu andererseits geht es eben auch darum zu verstehen, aha!

00:07:30: Es ist nicht ein... Ich bin entweder sozusagen gesund, schwarz oder weiß krank.

00:07:35: also entweder oder sondern.

00:07:37: das ist immer komplexes Wechselspiel.

00:07:39: und ja vielleicht gibt's dann auch mehr Verständnis für die eigene Gesundheit

00:07:43: Wenn ich jetzt als Mann einfach nur vielleicht in Energiehaushalt meiner Partnerin besser verstehen will, wenn es jetzt gar nicht geht um Verhüten und Kinderwunsch oder sowas.

00:07:52: Aber einfach mal darum geht zu checken was der Zyklus macht mit ihr im Laufe eines Zykuls.

00:07:56: Kurz zusammengefasst wie geht es der Frau?

00:07:59: Wenn wir sagen Tag Null startet mit erster Tag der Regelbutton Wie geht's dann weiter?

00:08:04: Also ich bin mir sehr schwer hier... Zusagen bei allen Frauen ist das gleich.

00:08:08: Und ich möchte mich auch ein bisschen verwehren gegenüber einem sozusagen so biologistischen, defizitären Frauenbild im Sinne von alles ist immer zyklusabhängig und am dreizehnten Tag ist sie so weil das macht der Zyklus und am sonnensovielten Tag ist es so.

00:08:23: Es gibt viele Frauen die sind durch ihren Zyklus in ihrer Stimmung in ihrem Wohlbefinden stark beeinträchtigt und es gibt ganz viele für dies das Überhauptkathema.

00:08:31: Es geht vor allem extremen Regelschmerzen.

00:08:34: und dann gibt's Frauen die haben überhaupt keine Regelschmerzen.

00:08:36: Und noch einmal, also Zyklus ist nicht gleich Frauengesundheit, das ist viel mehr.

00:08:41: Also wenn man Frauengesunde definiert dann sagt man, Frauengesunderheit ist A, Erkrankungen die Frauen ausschließlich betreffen weil sie eben nur biologisch Frauen betrefften können, dass wäre jetzt diese Zyklos-Debatte.

00:08:52: B wären Erkränkungen die vor allem Frauen betriefen wie zum Beispiel Osteoporose da sind Und C sind Erkrankungen, die Frauen anders betreffen.

00:09:04: Dort wäre sozusagen der Hetzinfarkt anzufinden.

00:09:07: Also insofern tue ich mir schwer zu sagen was muss ich denn jetzt wissen um meine Partnerin besser zu verstehen?

00:09:13: und man muss natürlich auch vorsichtig sein weil würde dann zahlen, auch wenn man nicht gerade in der Zyklus-CMD.

00:09:20: Also das ist ja auch eine Zuschreibung die dann finde ich auch zu leicht herleidbar ist und das möchte ich hier nicht als Expertin verteidigen.

00:09:28: so ein Frauenbild.

00:09:30: Wenn wir jetzt noch ganz kurz eben bei diesem Themenkomplex A bleiben wie sie genannt haben also noch ganz kurze beim Thema Zyklos Ich sehe wahnsinnig viel Content dazu auch auf Social Media vor allem auch wenn es um Zyklos passiertes Training geht usw.

00:09:44: Wenn ich mir jetzt als Leier und als Nichtwissenschaftlerin die Studienlage dazu anschaue, dann wirkt sie zumindest auf mich doch noch recht dünn.

00:09:53: Und oft auch widersprüchlich.

00:09:55: Täuscht mich dieser Eindruck oder was wissen wir wirklich jetzt schon gesichert über den Zyklus?

00:10:00: Das ist absolut richtig.

00:10:01: der Hype um dieses Thema!

00:10:04: steht nicht in Relation zu dem, was wird tatsächlich evidenzbasiert wissen.

00:10:09: Also wir haben sicher ein Tabu gebrochen und in den Spitzensportlerinnen begonnen haben offen zu sagen dass sie nach Zyklus trainieren und sich das so nutzen machen.

00:10:17: und ganz sicher ist es so, dass man vorsichtig Empfehlungen geben kann.

00:10:21: aber Vorsicht die stimmen ganz sicher nicht sozusagen für alle weil man da nicht allen einen Topf werfen kann.

00:10:29: Das Gute, was wir sehen als Tempo des Gendermedicins aufgenommen haben ist gleichzeitig auch ein Risiko.

00:10:36: Weil er irrsinnige Geschäftemacherei gerade im Gange ist und plötzlich überall Gender- und Frauengesundheit usw.

00:10:44: da ist.

00:10:45: und das tut mir als Expertin besonders weh weil Frauen sind die sich sehr um Gesundheit kümmern, um ihre eigene Gesundheit zu wenig aber sie kennen sich trotzdem gut aus und sie kümmeren sich um die Gesundheit von den Kindern vom Angehörigen überproportional immer interessiert an Gesundheitsthemen.

00:11:02: und genau in diese Kerbe kommt natürlich jetzt dieser Hype.

00:11:07: Also es stimme da vollkommen zu, es ist schwierig in diesem Dschungel an Schlagzeilen sich darauf verlassen zu können.

00:11:15: was ist jetzt wirklich Evidenz passiert?

00:11:17: Was ist wirklich eine gute Studie?

00:11:19: Grob gesagt wir brauchen viele viele, viele bessere Studien und größere Studien damit wir tragfähige Aussagen machen können.

00:11:29: Also auch vom Zyklus weggehend vielleicht?

00:11:32: Was wäre denn was wo Sie sagen da hat die Gendermedizin jetzt wirklich schon etwas sehr, sehr sicheres was die Datenlage betrifft wo sie sagen das ist aber noch nicht so angekommen in der Bevölkerung das würden Sie jetzt gern allen Frauen hinter die Ohren schreiben.

00:11:44: Also ganz sicher gibt es Vorsorgeprogramme, die für Frauen sehr gut erforscht sind und wo wir große Erfolge haben in der Gripstherapie.

00:11:53: Wo wir aber sehen dass die viel zu wenig wahrgenommen werden und da möchte man wirklich sagen diese Diskrepanz das das Gesundheitssystem überwiegend weiblich ist also im Gesundheitssystem arbeiten zur einer überwiegenden Mehrzahl Frauen und gleichzeitig ist es so schwer in diesem wahrscheinlich Vereinbarkeits etc.

00:12:15: irgendwie auf sich zu schauen und dazu gehört die Vorsorge, also da kann ich nur an alle appellieren mit dem selben Einsatz, mit dem man auf andere schaut, auf sich selber zu schauen um diese Empfehlungen wahrzunehmen weil dies sind Evidenz passiert.

00:12:28: es gibt ein gutes Netzwerk und wir haben wirklich die Möglichkeit Erkrankungen so einem Zeitpunkt zu erwischen wo sie noch behandelbar sind.

00:12:37: Sie sagen schon, es sind oft Frauen die die Gesundheitsmanagerinnen quasi der ganzen Familie und Angehörigen sind und schauen oft zu wenig auf sich selbst.

00:12:45: Und ich würde auch gerne noch darauf zu sprechen kommen was sie eingangs gesagt haben.

00:12:48: das ist eben nicht nur ein biologisches Thema sondern auch ein gesellschaftliches soziales gesellschaftspolitisches in Wahrheit auch.

00:12:56: welche Rolle spielt denn?

00:12:58: gerade bei Gesundheit sprechen wir immer wieder vom Thema Stress?

00:13:00: Wir wissen dass Frauen den Löwinen Anteil der Kehrarbeit übernehmen viel mehr Mental-Lot haben als Männer, in der Regel.

00:13:08: Welche Rolle spielt das im Bereich Gesundheit?

00:13:11: Ich finde es ist eine total wichtige Frage und das habe ich auch mit meinem Eingangsstatement versucht zu sagen dass Gesunde so ein komplexes Wechselspiel eben zwischen diesen biologischen und sozialen Gegebenheiten sind und so den sozialen Kern eben die kulturellen etc.

00:13:25: Aufgaben dazu wo wir ganz sicher eine Lücke haben welchem gesundheitlichen Preis zahlen sie für diesen Mental-Load, welchen gesundheitlichem Preis bezahlt man für den Stress das alles zu vereinbaren und auch für diesen Stress entsprechend zu wollen müssen.

00:13:42: Da ist die Studienlage noch sehr dürftig von einer einfachen Empfehlung wie schau auf dich oder mach dir nicht so viel Stress hat niemand was davon.

00:13:54: also ich merke immer mehr dass bei mir selber die Worte im Hals stecken, wenn ich meinen Patienten sozusagen ratte besser aus sich zu schauen oder irgendwo mehr Bewegung zu machen.

00:14:06: Oder mal in Psychotherapie zu gehen und einfach weiß wann soll sie das unterbringen in ihrem Tag?

00:14:12: Und gleichzeitig der Schmerz dass meine Patientinnen dass alles wissen, was ich ihnen einen guten Tipp zum Gewicht abnehmen oder zum Gesünderleben geben.

00:14:21: Und dann liegen die am Abend im Bett und haben mindestens ein Kind versorgt und Job gemacht – all das geleistet!

00:14:28: Dann glauben sie am Abend sie haben versagt weil sie nicht laufen waren.

00:14:32: durch mir immer schwerer mit meiner Rolle muss ich ganz ehrlich sagen, weil genau wie Sie richtig gesagt haben das ist soziales Geschlecht.

00:14:38: Das ist sozusagen außerhalb von Ärztinnen Einfluss und das ist eine ganz sicher politische Frage und ich glaube wir müssen uns viel mehr hier auch zu Wort melden als Ärztinenschaft.

00:14:52: dass wir einfach sehen unter welchem Druck vor allem Frauen was die Vereinbarkeit steht, weil wir sehen den Preis denen sie dafür socioökonomisch Zahlen, den sehen wir ja mit der Alters-, mit der Armut.

00:15:04: Wer ist von Armut betroffen?

00:15:05: Alleinerzieherinnen die sozusagen den Mental-Lot nicht teilen können.

00:15:09: aber was das gesundheitlich bedeutet das haben wir noch viel zu wenig verstanden.

00:15:14: mich hat da zuletzt ihr sie nicht beeindruckt die Zahl.

00:15:17: ich habe ein Interview gehabt mit einer Schlafforscherin zu dem Thema die mir vom Gender Sleep Gap erzählt hat Und eben gemeint hat Frauen brauchen im Schnitt zwanzig Minuten mehr Schlaf pro Nacht.

00:15:27: Das wissen wir.

00:15:28: gleichzeitig haben sie ein um rund fünfzig Prozent höheres Risiko für Schlafprobleme.

00:15:33: Sie schlafen außerdem weniger tief, liegen länger wach aus den Gründen die sich schon gesagt haben.

00:15:37: nach einem langen Tag liegen sie dann noch wach und planen vielleicht den nächsten Tag zerbrechen sich den Kopf über Kehrarbeit usw.. Kann man das irgendwie abschätzen, welche Auswirkungen hat das im gesundheitlichen Sicht?

00:15:50: Ja eben nicht.

00:15:51: Das ist ja genau mein Punkt.

00:15:52: also ich glaube wir würden sehr gut daran tun in so eine Forschung zu investieren.

00:15:58: Wir werden sehen was sozusagen dieser Preis ist und wir müssen uns ganz schnell überlegen ob dass jetzt die richtige Richtung ist die wir eingeschlagen haben.

00:16:08: Ja, also weil das meine ich.

00:16:10: Verschiedene Probleme kann die Medizin nicht lösen.

00:16:12: Es gibt Medikamente für Schmerzen es gibt sozusagen Psychotherapie und Psychopharmaka für psychische Erkrankungen aber für zu wenig Schlaf Weil so viel Mental Load oder gegen Armut gibt's kein Medikament dass ich als Ärztin verschreiben kann.

00:16:28: Also dieses komplexe Wechselspiel dem müssen wir als Gesellschaft auf viel mehr Ebenen begegnen.

00:16:36: Ich vermute mal, dass es ein Märchen ist.

00:16:37: Das Frauen ja auch wenn sie kleine Kinder haben total Superkräfte haben wegen Hormone.

00:16:42: Vielleicht wollen Sie kurz die Gelegenheit nutzen das in Frage zu stellen oder so relativieren

00:16:47: Ja, ich glaube das ist wieder... da macht man sich's leicht.

00:16:50: Weil wie kommt man zu so einem Mythos?

00:16:52: Man kommt zu so einen Mythos in dem Frauen zurückdenken und sich erinnern an die Zeit wo die Kinder klein waren und im Nachhinein nicht mehr sagen können wie sie das eigentlich geschafft haben.

00:17:01: Und dann sagt man, dass müssen die Hormone sein müssen Aber dass man eben nicht auskommt wenn man die Verantwortung für einen kleinen Menschen trägt und dass eben das wer soll denn aufstehen wenn es der Partner jetzt, wenn das nicht aufgeht.

00:17:13: Wenn man alleine ist oder wenn der Partner dann jetzt nicht so ein Fünfzig-Fünftig, sagen wir mal einen ganzen Mann sozusagen ist, dann bleibt's an einem hängen und wer hat die Wahl?

00:17:23: Also ich glaube, dass damit macht man sich es leicht.

00:17:26: Ich glaube schon, dass man über sich selbst hinauswachsen kann und Krisen auch überstehen kann und das nicht alles gleich in Krankheit endet ja?

00:17:33: Und natürlich hat man Voraussetzungen auch biologische und auch finanzielle Unterumfälle und Unterstützung der Resilienz.

00:17:41: Ja also da sind lauter Faktoren die hier mit rein spielen.

00:17:44: Ich wäre mich auch ganz entschieden eben gegen ein defizitäres Bild von Frauen sondern ich finde wir müssen als Gesellschaft Gesundheit in den Mittelpunkt stellen und sehen, was für einen Preis die Individualisierung von Gesundheit kostet.

00:17:59: Ich glaube wir müssen eben gesundheit als gemeinsame Aufgabe sehen und es ist ganz sicher... Hat es einen Effekt auf Frauengesundheit, wenn ich eine gute Infrastruktur habe oder wenn ich gleich bezahlt bin?

00:18:11: Aber diese einfachen Daten haben wir nicht.

00:18:14: Jetzt kann man sie nur annehmen.

00:18:16: Sie nicken insofern.

00:18:17: Ich glaube, wir können uns das schon vorstellen was das bedeutet.

00:18:22: Es ist natürlich nicht so dass ich verschreiben kann.

00:18:24: Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit.

00:18:27: Das ist keine medizinische Therapie.

00:18:30: Aber sie haben grundsätzlich eine Awareness zu dem Thema.

00:18:33: Und auch wenn wir vieles noch nicht so beziffern können, ich merke schon aus Gesprächen mit Interviewpartnerinnen die sagen Sie bemerken da schon oft eben noch eine fehlende Awareness unter Ärzten eigentlich braucht man gar nicht so stark gendergerecht formulieren.

00:18:49: Wie nehmen Sie das wahr?

00:18:50: Unter Ihrer Kolleg-Innenschaft fehlt es da auch beim Fachpersonal noch ein Awareness bei dem Thema.

00:18:58: werden Frauen weniger ernst genommen mit ihren Beschwerden?

00:19:01: Ja, da muss man jetzt mehrere Dinge auseinanderbringen.

00:19:04: Also das eine ist, Frauen geben signifikant häufiger an, dass ihre Beschwerde nicht gehört werden.

00:19:14: Daten hernimmt, dann könnte man eine Studie zitieren die eben sagt Frauen haben signifikant häufiger Nebenwirkungen auf Medikamente.

00:19:22: Warum ist das so?

00:19:23: Weil ihre Nebenwirkungen, soweit es nicht untersucht wurde am weiblichen Modell.

00:19:27: dadurch sozusagen habe ich den nicht getrackt oder erhoben und dadurch finden sie sich nicht in der Packungsbeilage.

00:19:33: was passiert?

00:19:34: Die Patientin beginnt mit einem Medikament bemerkt eine Nebenwürbung meldet das ihrer Ärzte in ihrem Arzt zurück.

00:19:42: Die Ärztin oder der Arzt schaut in den Packungstext, sieht die steht da nicht.

00:19:47: Sagt das können sie nicht von dem haben weil das steht hier nicht.

00:19:50: Das ist sozusagen einmal ein ganz großer Teil an.

00:19:53: ich werde nicht ernst genommen weil die Patientin hat ja gemerkt sie fängt mit dem Medikament an und hat dann die Nebenwirkungen.

00:20:00: Und dann fehlt sozusagen dass es steht hier aber Es könnte sein, dass dieses Medikament nicht dann ausreichend Patientinnen getestet wurde.

00:20:10: Und insofern mache ich jetzt eine Meldung und nehme das sehr ernst und wir versuchen jetzt einen anderen.

00:20:14: Also das wäre sozusagen etwas wo man als Patientin auf Verständnis stößt.

00:20:18: Das ist das Eine!

00:20:19: Das Andere ist... Inwieweit fühlen sich Ärzte und Ärztinnen?

00:20:24: außerhalb ihres Handlungsbereichs zuständig.

00:20:27: Also wenn ich jetzt sage, meine Patientin kommt zu mir und die hat Bluthochdruck und dann kann ich sozusagen ein Blutdruckmedikament verschreiben und dann ist eigentlich mein Einflussbereich als Ärztin gegeben oder ich kann ihm nachfragen in welchen Situationen haben sie Blut-Hochdruck?

00:20:42: Seit wann ist das

00:20:43: etc.?

00:20:44: Und ich werde sozusagen eine Gespür für meine Patientinnen entwickeln können Keine mir schon vorstellen, welche Faktoren hier zu Bluthochdruckführen behandeln muss ich trotzdem.

00:20:55: Aber kann ich es als Ärztin direkt beeinflussen?

00:20:58: Eher nicht!

00:20:59: Weil Ärzte sind noch mal keine Politikerinnen.

00:21:02: also insofern denke ich mir ist ganz wichtig immer ein Schulterschluss wenn so eine Gesundheit geht weg von dieser Individualisierung weil sozusagen was passiert jetzt wir sagen der Patientin Sie sollten abnehmen sie sollten weniger Salz essen.

00:21:15: das und dass und das alles machen.

00:21:17: Das sind alles richtige Empfehlungen, aber wo ist die Zeit das umzusetzen?

00:21:22: Aber für diese Schaffung der Zeit ist das Medizinsystem in dem Sinn nicht sozusagen das System, dass das entscheidet.

00:21:30: Wofür das medizinische System schon verantwortlich ist, ist es die richtige Diagnose.

00:21:34: Gibt's noch Sachen, wo man wirklich als Frau auch im Jahr zwanzig, sechsundzwanzig noch eine Fehldiagnose befürchten muss weil man eine Frau isst?

00:21:42: Ja einiges also... Zum Beispiel Schmerzern.

00:21:46: Es gibt Studien, die nach wie vor zeigen, dass Frauen mit Schwärzen in einer Not verlaufen.

00:21:51: armäßige Signifikanten länger warten auch wenn sie von den Wörtern diese verwenden, die gleichen Wörter verwenden als Männer.

00:21:59: also insofern finde ich es da eine eindrucksvolle Studie.

00:22:02: dann gibt's endometriose.

00:22:05: Also das wäre sozusagen eine Erkrankung, die rein Frauen betrifft.

00:22:08: Wo sich die Diagnosezeit nach wie vor erschreckend neun Jahre betrifgt.

00:22:14: also es gibt viele Beispiele.

00:22:17: Ich verstehe schon ist ein patriarchales System und so und es wird einfach weniger in die Forschung rund um Frauenkrankheiten investiert.

00:22:23: aber was jetzt angesprochen haben entometriose dauert im Schnitt neun Jahren bis sie diagnostiziert werden.

00:22:27: Das machen Frauen Ärzte Die setzen sich mit nichts anderem auseinander sollte man glauben.

00:22:31: Wie ist das möglich dass das solange dauert?

00:22:35: Das ist ja imweiten.

00:22:36: nur dieses, dass die Schmerzen nicht ernst nehmen in der Praxis oder?

00:22:39: Ich bin total überzeugt, dass diese Dinge ja nicht extra passieren.

00:22:43: Oder das da nicht sozusagen Frauen hasser in den Pharma-Lobbes sitzen.

00:22:49: Sondern das ganz viel.

00:22:50: eben wie kommuniziere ich Schmerz was für Annahmen habe ich?

00:22:55: Wie glaube ich?

00:22:57: also geht man zu einer eigenen Familie mit Schmerzem um?

00:23:00: Was erwarte ich mir von der Menstruation?

00:23:03: Jetzt, wenn ich ein junges Mädchen bin und ich habe das erste Mal meine Regel und es tut furchtbar weh.

00:23:08: Und dann gehe ich zu einer Vertrauensperson, die sagt mir, das ist ganz normal!

00:23:12: Das tut weh!

00:23:13: Da müssen die Frauen jedes Monat durch.

00:23:15: Dann ist das Ganze ein anderes Setting wie wenn ich hier auf eine andere Ansprechperson stoße.

00:23:22: So betrifft das eben auch Ärztinnen.

00:23:23: Wenn's keine Richtlinien oder keine Guidelines oder keine SOPs gibt, dann ist das eine individuelle... Entscheidung.

00:23:32: oder ist es abhängig vom Individuum?

00:23:34: Genau und da muss man erst einmal in dieses Fahrwasser kommen.

00:23:37: Und das ist auch sozusagen historisch, also diese neun Jahre, das ist vielleicht jetzt nicht so wenn eine junge Frau jetzt das erste Mal sozusagen gönäkologische Hilfe sucht aber das betrifft ja auch Frauen die schon jahrelang immer wieder Bauchweh haben oder beschwerden rund um Demonstrationen.

00:23:55: Also und die schon viel älter sind dann schon viel mehr Geschichte Und natürlich sind das auch Daten von größeren Studien.

00:24:03: Jetzt haben Sie schon gesagt, es gibt zumindest ein Problem Bewusstsein und es tut sich endlich etwas in der Forschung in diese Richtung.

00:24:11: Gibt's da schon irgendwie eine Erkenntnis aus den vergangenen paar Jahren aus der Gendermedizin die sie persönlich ganz besonders überrascht hat?

00:24:18: Ich muss ehrlich sagen ich bin immer wieder überraszt was neu publiziert wird und wo man dann doch nicht geschaut hat, ob es Frauen anders betrifft bzw.

00:24:32: ob's Frauen in den unterschiedlichen Lebensaltern betrifgt weil natürlich hat das einen Einfluss.

00:24:37: sozusagen wie alt waren die Frauen die eingeschlossen wurden?

00:24:39: In welcher Zyklusphase?

00:24:40: In welche Lebensphase genau?

00:24:43: also ich könnte jetzt nichts sagen mit dem habe ich überhaupt nicht gerechnet.

00:24:47: Ich glaube wir haben schon gelernt dass wir mit allem rechnen müssen und vor allem damit es kein Thema gibt, wo wir nicht unseren Finger drauflegen müssen und sagen müssen.

00:24:56: Wurde das wirklich angeschaut?

00:24:58: Wie ist diese Studie designt?

00:24:59: Wie sozusagen ist man das angegangen?

00:25:01: Und das von Anfang an nämlich in dem Moment, wo die Idee entsteht, wo das erste Zellmodell ausgewählt wird, was um die erste Entscheidung geht – es gibt ja schon ganz klare Richtlinien für Leute, die wirklich so sagen in der Ganz- ganz, ganz Anfang Entwicklung sind.

00:25:17: Ich unterrichte das auch an zum Beispiel im Masterstudiengang Molecular Precision Medicine also was wirklich geht sozusagen von der Forschungsbank in die Klinik.

00:25:26: Also ich finde dort muss man so sagen diese Pflänzchen setzen damit man dann sicher sein kann dort wo es dann wirklich in der Anwendung ist auf der einen Seite für Patientinnen aber auch den großen Empfehlungen was muss man tun um gesund zu bleiben dass das sozusagen diese ganze Strecke Also tatsächlich die Treffsicherheit für alle Geschlechter abgesichert ist.

00:25:48: Sie haben vorhin auch angesprochen, dass es auch beim Thema Psyche Unterschiede gibt.

00:25:52: Wie erleben sie da die Sensibilität dafür?

00:25:56: Ich habe am Anfang ihre Vorstellung sehr kurz gehalten weil wir hätten für den ganzen Lebenslauf zwei Podcast folgen brauchen.

00:26:00: Wir

00:26:01: haben ja auch eine psychotherapeutische Ausbildung.

00:26:02: wenn ich mich jetzt redet.

00:26:03: Ja

00:26:03: das stimmt!

00:26:04: Wie

00:26:04: sensibel ist man da?

00:26:05: Das fühlt sich auf mich als Außenstehende schon wie was an wo man sich sowieso sehr oft als Individuum einlässt.

00:26:10: wird da auch der Differenzvormann mitgedacht?

00:26:13: Also, da muss man wieder schauen.

00:26:15: Wer macht die Ausbildung zur Psychotherapeutin?

00:26:19: Da gibt es auch ein geschlechtsspezifisches Berufsbild und wer kommt als Patient-Patientin?

00:26:26: zur Psychotherapie haben wir auch ganz erkläre Geschlechterzuschreibung.

00:26:31: Traditionell herkömmlich ist es so, dass Frauen bei psychischen Erkrankungen eher medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn's um Erkränkungen wie Essstörungen und Depressionen geht, bei anderen Erkrankungen als ADHS schaut das auch schon wieder anders aus.

00:26:46: Also auch bei psychischem Erkranken kann man nicht sagen ja ja, wenn die Psyche geht dann sind die Frauen die Spitzenreiter und die Männer die Unterversorgten.

00:26:54: grob gesagt kann man aber schon sagen, dass es nach wie vor so ist das Männer wenn sie psychisch Erkrankungen größere Hürden haben das anzusprechen oder ein vertrauensvolles Feld zu haben wo Sie sich sozusagen hinwenden können.

00:27:07: und deswegen könnte man sagen Männer sind bei psychischen Erkränkungen unterversorgt.

00:27:12: Das ist aber auch wieder altersabhängig.

00:27:14: wir sehen eine junge Generation die sich schon viel leichter tut an jungen Männern auch hier sozusagen Männergesundheit als komplexes Wechselspiel zu verstehen und hier psychischer gesundert unbedingt mitzudenken, aber wir haben natürlich sehr viele ältere Männer die überhaupt keinen Zugang haben.

00:27:33: Nämlich auf der einen Seite zu einer Vertrauensperson im Medizinbereich, der man sich so öffnen kann und auf der anderen Seite dann auch zur Psychotherapie weil das ist natürlich nicht so leicht dass man sagt könnte es sein, dass ihr Depressionen haben.

00:27:47: Das herauszufinden und dann zu sagen hier ist der bezahlte Psychotherapieplatz niederschwellig und leicht zu erreichen.

00:27:55: in Österreich weit

00:27:56: ebenes gibt ein anderes Bewusstsein bei der jungen Generation.

00:28:00: gleichzeitig haben sie vorhin gesagt Es überrascht sich immer wieder wie wenig immer noch auch im Jahr zwanzig sechsundzwanzig Frauen mitgedacht werden In der medizinischen Forschung wenn wir jetzt einen Blick in die Glaskugel wagen.

00:28:12: Wie schauen Sie in die Zukunft?

00:28:14: Wenn es uns gelingt, die Gesundheit als das Thema an dem wir die Qualität sozusagen unseres Gesellschaftssystem zu priorisieren dann bin ich sehr zuversichtlich weil ich glaube wir werden anhand von künstlicher Intelligenz und damit verbundene Möglichkeiten sehr viel mehr wissen können.

00:28:39: Und hier in sehr viel kürzerer Zeit verstehen und dass diese Komplexität, die ja bis jetzt immer eine Hürde war.

00:28:47: Also man konnte sozusagen dieses komplexe Wechselspiel so schwer fassen!

00:28:51: Man kann sich einzelne Parameter herausnehmen und die in einer Studie untersuchen.

00:28:54: Aber wir hatten gar nicht die technischen Möglichkeiten das so zu verstehen – da habe ich schon sehr große Hoffnungen auf große Studien, die diese Komlexität mithilfe von KI-und neuen Methoden besser zu verstehen.

00:29:09: Das gesellschaftliche Mindset hat sich... total verändert und das ist gut.

00:29:14: Es kommen irrsinnig viele Fragen von den Patienten, die Patientinnen sind auch durch wieder künstliche Intelligenz oder leichtere Recherche Möglichkeiten extrem gut informiert.

00:29:25: Das zwingt uns Ärztinnen dauernd am Ball zu bleiben.

00:29:28: Wir können nicht einfach nur mehr unsere Gottin-Weiß-Rolle zurückdrängen, sondern wir müssen voll, voll am Ball bleiben.

00:29:36: weil also bei mir vergeht kein Tag wo mich ein Patient in der Frage stellt wo ich mir denke ja jetzt muss ich auch nachschauen oder schauen mal gemeinsam.

00:29:43: Also ich finde das irrsinnig fehlentwicklungspotenzial dar.

00:29:47: Das heißt Ich schau positiv in die Glaskugel was die geschlechtsbezifische Gesundheit betrifft wenn man die Forschung jetzt forciert.

00:29:57: Man darf jetzt die Forschung nicht sozusagen loslassen, da wird so viel passieren und dann werden wir so viel Gutes generieren können und so viele neuen Wissenszuwachs haben dass wenn der in die Anwendungen kommt dann sehe ich da eine gute Zukunft für geschlechtsspezifische Medizin und Anwendung derselben.

00:30:15: Ich freue mich aber doch ein bisschen zuversicht.

00:30:20: Dann sagen wir vielen Dank dass ihr gekommen seid.

00:30:23: Danke für die Einladung.

00:30:24: Unser Schwestern-Podcast Rätsel der Wissenschaft hatte vor nicht allzu langer Zeit eine Folge zum Thema Gender Data Gap, also inwieweit Frauen in Datenallgärmen unterrepräsentiert sind.

00:30:33: Da könnt ihr gleich reinhören weil die Folge ist schon länger und dann einfach Rätsell der Wissenschaft

00:30:36: suchen.

00:30:37: Ich persönlich nehme ganz viel mit und ich hoffe auch ihr liebe Hörerinnen Die Besser-Lebenhörer-Indenschaft ist ja doch vorwiegend weiblich, aber vielleicht wollt ihr diese Folge auch weiter schicken an eure männlichen Freunde.

00:30:50: Wie wir eingangs gehört haben profitieren wirklich alle Geschlechter von mehr Wissen über Frauen Gesundheit.

00:30:54: Gerne auch an männliche Freunde in Entscheidungspositionen im Politischen!

00:30:59: Unbedingt!

00:31:00: Wenn ihr uns nächste Woche wieder hören wollt, dann bitte abonniert uns auf SWATTV auf Apple Podcasts wo auch immer ihr sonst Podcast hört

00:31:07: und schreibt uns gerne.

00:31:08: Wir freuen uns immer über Post an besserleben at der standard.at.

00:31:12: Das war besser leben, dass damals Podcast zum Glücklich werden.

00:31:14: Mein Name ist Magdalena Patsch

00:31:16: Ich bin Marcin Schachuba

00:31:17: und produziert wurde diese Folge von Christoph Neuwet.

00:31:19: Wir hören uns nächste Woche wieder.

00:31:21: Tschau.