Besser leben

Besser leben

Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden

Transkript

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00:00:04: Willkommen zu Besserleben, der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.

00:00:07: Wir sind derzeit noch auf Sommerpause und erst ab August wieder zurück aber passend zur Jahreszeit empfehle ich euch eine Folge vom letzten Jahr für alle die ihren Urlaub kaum erwarten können!

00:00:19: Es geht nämlich darum wie ihr möglichst entspannt gelingt?

00:00:23: Ich wünsche euch viel Spaß beim Zuhören!

00:00:26: Eine Sache, die ich nicht mehr mache wenn sie es vermeiden lässt ist Flixbus

00:00:29: fahren, Wanderurlaub jedenfalls großer Fan Camping,

00:00:33: Urlaub.

00:00:34: Bin ich

00:00:34: raus?

00:00:39: Willkommen zu Besserleben der Standard-Podcast zum Glücklichwerden!

00:00:43: Ich bin Antonia Ott und

00:00:44: ich bin Franziska Zoodl.

00:00:46: Und Franziska, ich weiß nicht wie es dir geht aber ich bin derzeit so urlaubsreif.

00:00:49: Ich habe schon immer ungefähr drei bis fünf Taps am PC offen mit Ferienwohnungen Mit Flugvergleichsplattformen mit Travelblogs.

00:00:58: Es ist ein Zustand

00:01:00: Ich verstehe es.

00:01:01: Ich bin auch schon die ganze Zeit am diskutieren, wohin der Urlaub heuer gehen soll und ich glaube ja fast ich bin ein bisschen spät dran oder?

00:01:07: Ja, ich glaub wir sind, nenn mal's Last Minute-mäßig dran.

00:01:13: Gehörst du eigentlich auch zu den Leuten, die immer eh so viel Urlaub stehen haben dass sie im Grunde fünfzehnmal im Jahr fahren könnten?

00:01:21: Ich möchte nicht darüber reden.

00:01:22: Antonia

00:01:23: Okay ist eh gut für dich wie diese Folge zeigen wird.

00:01:27: bei mir ist das nämlich so sehr, sehr gut darin meinen Urlaub abzubauen.

00:01:33: Arbeitgeber lieben mich!

00:01:35: Ich sehe so einen Talent.

00:01:36: Allerdings heißt es auch dass ich mir natürlich immer sehr viel Gedanken darüber mache wie ich denn dann meinen Urlaub optimal nutzen kann.

00:01:43: Wie ich am meisten rausholen also jetzt nicht alles rein quetschen möglichst viel erleben sondern wie er einfach auch am Erholsamsten für mich wird damit ich danach auch wirklich was davon spüre maximal lange Und eben nach meinen freien Tagen und Wochen auch wirklich ein bisschen ausgeruht fühle.

00:02:02: Das klingt durchaus noch etwas, was wir glaube ich alle ein bisschen brauchen könnten, weil Urlaub kann schon sehr schnell auch sehr stressig sein!

00:02:10: Weil du gerade sagst Tage und Wochen?

00:02:11: Ich finde da fängt es ja schon an... Was ist denn jetzt eigentlich besser?

00:02:14: Viele kleine Urlaube übers Jahr verteilt oder so ein richtig langer, großer Urlaub wo man mal alles hinter sich lässt und am Ende alle Passwörter vergessen hat.

00:02:23: Und eigentlich auch gar nicht mehr weiß, wo der Pyrotisch gestanden ist.

00:02:26: Wo man auf einmal im Supermarkt steht und einem der Pin nicht mehr einfällt

00:02:29: weil man es so

00:02:31: ausseit auf die Box war.

00:02:33: Tatsächlich haben sich finnische Forscherinnen das genau angeschaut also konkret Schlafforscher- und PsychologInnen.

00:02:41: Da ist jetzt kürzlich eine Studie erschienen und die hat ergeben, ein langer Urlaub ist tatsächlich nicht zwangsläufig erholsamer als ein kürzerer.

00:02:49: Und ich fand das spontan überraschend weil ich auch immer gedacht habe so boah am besten mehrere Wochen auf der abgeschiedenen Insel.

00:02:58: Viel hilft viel im Grunde.

00:02:59: Aber das hat sich eben gezeigt, dass eigentlich eine Woche ein bisschen mehr nur nötig ist um den optimalen Erholungseffekt zu erzielen.

00:03:09: also man muss sagen eine Woche soll es schon mindestens sein.

00:03:13: aber der Erholungspeak der tritt am Tag

00:03:16: acht ein.

00:03:18: Ich werde das beobachten bin aber demnächst immer noch verlängerten Wochenenden.

00:03:21: Das heißt die bringen dann nicht soviel.

00:03:23: Also wie lange sollte jetzt der Urlaub laut Studie sein?

00:03:25: Acht

00:03:26: Tage Also.

00:03:27: ideal wären demnach so um die zehn Tage.

00:03:30: Aber Achtung, wenn man eine Reise plans die Zeitzonen überquert.

00:03:35: Dann sollte man extra Tage einbauen da der Körper ... Man kennt's eh Jetlack haben wir auch schon mal eine Folge drüber gemacht für Linken wir ein bisschen braucht um sich eben an diese Umstellung zu gewöhnen.

00:03:45: und da raten die Forscher ihnen eben dazu pro Zeitzone die man überquerte einen extra Tag noch einzuplanen damit eben der Erholungs Effekt dann tatsächlich ansteigen kann über diese Zeit.

00:03:58: Man muss aber leider eben auch sagen, so schön es ist dass man diesen Erholungseffekt in verhältnismäßig kurzer Zeit schon erreichen kann.

00:04:06: Leider nimmt er danach auch recht zügig wieder ab egal wie lang man weg war.

00:04:12: Das heißt nach dem Urlaub geht es ganz schnell, dass man wieder im Trotz drinnen ist?

00:04:16: Genau.

00:04:17: Also da hat man sich auch angeschaut wie viele Wochen das eben braucht, des Menschen da wirklich was merken.

00:04:21: und es waren nicht viele Wochen.

00:04:23: also ich glaube noch etwas mehr als einem Monat war bei den meisten ProbandInnen von der Erholung nichts mehr zu merken.

00:04:30: Da war dann der Status vom Vor am Urlaub wieder erreicht.

00:04:34: Sehr bitter!

00:04:35: Aber wie schaut es denn mit dem Urlaubsziel aus?

00:04:37: Sollt man unbedingt wegfahren?

00:04:39: oder?

00:04:39: ich kenne ja auch Leute, die sagen eigentlich ist es am holsamsten einfach zu Hause zu bleiben und die Stadt so als Touristin oder Tourist wahrzunehmen.

00:04:47: Ja super schal kann man jetzt nicht sagen ob weg fahren oder daheim bleiben den größeren Erholungseffekt hat.

00:04:55: Aber was man sagen kann, Urlaub daheim ist nicht zwangsläufig weniger entspannend.

00:05:00: also gute Nachrichten für alle die dem Klima oder dem Konto zu Liebe lieber nicht wegfahren wollen.

00:05:06: Es kommt stattdessen darauf an wie man den Urlaub verbringt und zwar egal wo.

00:05:11: Also klar ist der Anreisestress zum Beispiel das zeigt sich in Studien denen gibt es tatsächlich und denen erspart man sicher zb wenn man den urlaub dahem verbringt.

00:05:20: Was sich aber wiederum auch zeigt, eine Reise zu planen.

00:05:24: Das hat vorab schon einen Erholungseffekt und um den fällt man natürlich wieder um wenn man eben den Urlaub daheim verbringt.

00:05:32: Man kennt es ja so diesen Vorfreude-Kick oder?

00:05:35: Wenn man die Anreise bucht das Zugticket, den Nachzug.

00:05:39: Wenn man sich dann das Hotel raus sucht auf der Karte schon ein bisschen scoutet gibt's da einen schönen Strand oder ist da dieses gute Restaurant mit der Superbewertung.

00:05:48: Das sind schon so kleine euphorische Schübe, die einem im Urlaubsplanen bleiben.

00:05:53: Und da kann man sich natürlich auch den Urlaub daheim schon mal schön ausmalen – aber diesen Effekt!

00:06:00: Wenn ich für Verona schon die Opernticket oder keine Ahnung was ist?

00:06:05: Die Wasserpark-Ticketssichere hat man dann halt nicht ganz so extrem.

00:06:10: Ich schaue total skeptisch, aber Antonia lässt sich davon eh nicht beirren.

00:06:14: Weil ich finde ja gerade das Planen so stressig und so furchtbar... Also ich vermute jetzt einfach mal es ist eine Persönlichkeitsfrage auch.

00:06:20: Darauf werden wir sowieso noch kommen dass beim Urlaub ganz vieles eben Persönlichkeitssache ist?

00:06:26: Ist das bei dir echt nichts oder...?

00:06:27: Ich hasse

00:06:28: es!

00:06:28: Bei uns muss alles mein Mann planen weil ich schaffe das nicht also mental.

00:06:32: Ich habe immer das Gefühl die weiß nicht wie ich die Woche überstehe kann etwas planen was in zwei Monaten ist.

00:06:38: Da würde ich jetzt, wenn das eine wissenschaftliche Arbeit wäre.

00:06:41: Würde ich schreiben an diesem Punkt eröffnet sich das Forschungsfeld für weitere Untersuchungen.

00:06:48: Ich glaube wir werden uns demnächst zu einem Reisepsychologen einladen mit dem man das genau durch.

00:06:53: Besprechen.

00:06:54: Definitiv notiert's!

00:06:55: Aber jetzt bist du mir irgendwie ganz schön ausgewichen, weil wie soll man denn jetzt den Urlaub verbringen um sich möglichst ideal zu erholen?

00:07:02: Ja da bin ich tatsächlich auf ein wissenschaftliches Modell gestoßen das mich schon namentlich sehr überzeugt hat.

00:07:09: es nennt sich nämlich das Drama.

00:07:12: Also wie Drama mit Double M und Ganz ehrlich, ein bisschen Drama wollen wir doch alle.

00:07:18: Besonders

00:07:18: im Urlaub!

00:07:19: Nein, ich bin hier für euch.

00:07:20: Das haben schon aus den Wissen- schaftlern entwickelt und das beschreibt anhand von fünf Komponenten wie sich Freizeitaktivitäten auf unser subjektives Wohlbefinden auswirken.

00:07:31: Ihr habt das Gefühl

00:07:31: jetzt wird es kompliziert oder?

00:07:33: Naja...

00:07:33: Ich werde mich jetzt bemühen, dass möglichst einfach und erholsam zu erklären.

00:07:39: Ich bitte darum.

00:07:40: Vielleicht mag unser Producer auch nur so ein bisschen einen entspannenden Sound runterlegen

00:07:45: Klingt gut, ja.

00:07:46: Also Drama das ist ein Akronym und steht für Detachment Recovery Autonomy Mastery Meaning und Affiliation.

00:07:57: Detachment recovery, also das D. Das meint mal das Loslösen vom Berufsalltag.

00:08:03: Also dass wir nicht demselben Tagesrhythmus folgen müssen wie wenn wir arbeiten.

00:08:08: Autonomie wiederum ist klar, autonomie und da geht es darum, dass wir uns dann eben diese Zeit, diese Tage nicht nur anders gestalten sondern auch frei einteilen und uns überlegen können, wie will ich diese Tage verbringen?

00:08:20: Finde ich was vom Schönsten im Urlaub aufwachen und wissen.

00:08:24: Ich habe einen ganzen Tag vor mir den ich gestalten kann, wie ich mag.

00:08:28: Mastery heißt – das finde ich jetzt unerwartet – Erfolgserfahrung!

00:08:32: Ich bin nämlich wirklich so ein Mensch.

00:08:34: Ich liebe es auch eben Urlaub Sachen zu machen wo ich so ein kleines Erfolgs-Erlebnis habe also dann doch auf irgendeinen Backraxeln oder auf diesem Markt die perfekten, sondern getrockneten Tomaten finden oder diesen einen Aussichtspunkt finden wo nicht tausend andere Touris sind.

00:08:55: Das macht mich einfach glücklich und ich hatte oft das Gefühl, boah irgendwie seltsam dass sich sogar im Urlaub immer das Gefühl hat was leisten zu müssen.

00:09:03: Aber tatsächlich schüttet es bei uns einfach offenbar Glücksgefühle aus ist ein Teil der Erholung!

00:09:07: Und ich habe das Gefühl wir sollten mal gemeinsam auf Urlaub fahren Antonia.

00:09:11: Schon Lorda?

00:09:11: Ich glaube

00:09:12: klingt verlockend zu einer Radtour oder so.

00:09:14: ja aber es gibt auch Leute eben die so ein Erfolgserlebnis darin sehen diesen einen Krimi endlich gelesen zu haben der seit Ewigkeiten neben dem Bett gelegen ist oder so eine richtig schöne Muschel raufgetaucht zu haben

00:09:25: Genau, also das muss jetzt nicht immer das körperliche Extremerlebnis oder die side-seeing Leistung sein.

00:09:31: Das ist ganz individuell erleben.

00:09:34: und dann gibt es noch ein M und das steht für Meaning, in dem Fall für Sinn.

00:09:38: Das heißt wir wollen das Gefühl haben unsere Zeit im Urlaub schon irgendwie sinnvoll verbracht zu haben.

00:09:44: Das heisst jetzt nicht dass man im Urlaub den Keller aufräumen muss um sich erholen zu können um diesen Sinn zu sehen aber bringen will, dass es im Einklang mit dem eigenen Wertesystem steht.

00:09:58: Also das kann heißen, dass ich vielleicht tatsächlich im Kloster in Nepal meditiere um jetzt irgendwie meaning und Sinn so sehr plakativ zu definieren, kann aber auch einfach heißen ,dass ich mit meiner Familie mal was mache die mir wichtig ist und die ich sonst viel zu wenig sehe.

00:10:16: Und mit Familie sind wir dann auch schon beim Bereich Affiliation, also Verbundenheit und das ist auch ein extrem wichtiger Erholungsfaktor.

00:10:25: Das heißt so viel wie Zeit mit Gleichgesinnten oder geliebten Menschen verbringen.

00:10:30: Familie war da jetzt nur ein Beispiel gilt natürlich genauso für Freundinnen und Freunde und muss jetzt auch nicht heißen dass man den Urlaub nicht auch allein verbringen kann.

00:10:39: aber dann ist es zum Beispiel ratsam einen Surfcamp zu fahren oder ein Erlebnis einzuplanen im Urlaub, wo man weiß da werde ich auf Menschen treffen mit denen ich Dinge gemeinsam habe.

00:10:50: Mit denen ich eine Verbindung spüre

00:10:53: Also wandern zum Beispiel, wo wir dann auf den Hütten Leute kennenlernen, denen es auch tagt zu wandern

00:10:58: Genau.

00:10:59: Und ich fand es irgendwie schon auch eine schöne Erinnerung daran, dass Urlaub nichts hyperindividualistisches sein muss, wo es nur mich und meine Bedürfnisse und meinen Körper und meine Urlaubsfotos geht mit denen nicht das alle neidisch mache sondern, dass sich eigentlich im Urlaub schon auch Verbindungen suche und Beziehungen was ja eh im Berufsalltag so oft untergeht

00:11:21: Bei uns nicht!

00:11:22: Bei uns nie!

00:11:23: Ich danke Herrn diesen Podcast

00:11:27: Aber jetzt hast du schon so ein bisschen anklängen lassen, Surfcamp.

00:11:29: Wir haben es anderen kurz erwähnt.

00:11:31: also ich vermute mal Es ist schon gut und erholsam wenn man den Urlaub in der Natur einplant oder?

00:11:38: Auf jeden Fall.

00:11:39: Es gibt sehr viele Belege dafür, dass Urlaub in der Natur im Freien als besonders erholsam wahrgenommen wird.

00:11:46: Die stressigsten Urlaubsorte – dafür hat mal ein Unternehmen eine Untersuchung durchgeführt, muss man jetzt sagen ist keine wissenschaftliche Studie.

00:11:54: aber es ist schon ganz interessant weil da zigtausende Reviews ausgewertet wurden um eben rauszufinden was die stressigste Urlabsorte sind und das spiegelt sich für mich schon ein eindeutiger Trend wieder.

00:12:07: Großstädte und zwar auch extrem entweder beliebte und fast schon romantisierte Ziele wie zum Beispiel Paris, aber auch schon sehr busy Städte wie Tokyo oder London.

00:12:19: Und auch asiatische Großstäte kommen das sehr häufig vor weil es eben natürlich ein bisschen einen westlichen Bayer hat und gerade für Urlauber innen aus Österreich, aus Europa, aus dem US-amerikanischen Raum sind diese Städten einfach sehr reizüberflutend und werden dann immer stressig wahrgenommen.

00:12:37: Und zu Paris gibt es sogar dieses eine Syndrome.

00:12:40: Genau, das Parise oder Paris-Syndrom ist ein... psychologisches Phänomen, das schon ein bisschen aus dem popkulturellen Bereich auch kommt.

00:12:49: Also es ist jetzt nicht das Massenphänomen aber das hat einen Psychiater schon in den achtzigeren Mal beschrieben der selbst japanische Wurzeln hat und der das eben vor allem bei japanischen TouristInnen beobachtet hat die nach Paris gekommen sind die eine extrem romantisierte Vorstellung von der Stadt der Liebe haben und sich da vorstellen wie sie am Eifelturm vorbei schlendern wie düllisch und wunderschön ist.

00:13:15: Und tatsächlich ist Paris aber halt auch eine stressige Großstadt, die Französinnen und Franzosen sind wenn man die Sprache nicht beherrscht mit unter einem schwierigen Völkchen um sich zurechtzufinden kann ich zumindest auch aus meiner eigenen Erfahrung sagen Diese Erfahrung hat anscheinend bei japanischen Touristinnen durchaus psychische Beschwerden wie Angst, Desorientierung und depressive Verstimmungen bis hin zu psychosomatischen Beschwerde während des Paris Aufenthalts geführt.

00:13:43: Kann man jetzt natürlich nicht das übergeordnete Massenphänomen beschreiben aber was da definitiv mitspielt und was auch bei anderen nicht so tollen Urlaubserfahrungen mit unter eine Rolle spielt Das ist die sogenannte Kognitive Dissonanz.

00:13:58: Also, dass wir uns was anderes erwarten als wir dann tatsächlich kriegen?

00:14:02: Genau.

00:14:02: Also Kognitive Dissonanz das ist so ein innerer Spannungszustand da entsteht wenn eben zwei widersprüchliche Kognitionen also Gedanken oder Erwartungen oder Überzeugungen gleichzeitig erlebt werden.

00:14:15: zum Beispiel vielleicht kennt man dieses Gefühl ich bin hier im Urlaub Ich muss mich jetzt entspannen ich muss es genießen ich muss die beste Zeit haben.

00:14:22: Aber eigentlich ist es mir, wo ich hingereist bin viel zu heiß und die Moskitos lassen mich nicht schlafen.

00:14:28: Und ich bin eigentlich niemand der gern den ganzen Tag am Strand liegt.

00:14:31: und jetzt bin ich aber hier auf dieser griechischen Insel in diesem Ressort, wo nichts anderes machen kann.

00:14:35: Das ist so eine Situation, in der sich vielleicht die ein oder andere Person schon mal gefunden hat und die mitunter dann zustande kommt wenn man in der Urlaubsplanung sehr viele Kompromisse eingeht oder vielleicht auch sich auf was einlässt, wovon man sich einredet dass man es brauchen würde.

00:14:54: Aber eigentlich weiß so glücklich werde ich nicht damit Und das wird glaube ich im Urlaub oft dann auch noch dadurch versteigt, dass wir ja Geld dafür ausgeben und wertvolle Urlaubstage.

00:15:05: Wenn die Erfahrung nicht so toll ist wie wir es uns ausgemalt haben, da ist das natürlich ein sehr starkes Spannungsverhältnis.

00:15:12: Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass wahrscheinlich auch diese Urlaubserfahrungen, die auf Social Media geteilt werden und immer perfekt sind, wahrscheinlich den Druck nochmal erhöhen, damit man mit falschen Erwartungen anreist

00:15:24: Absolut.

00:15:24: Ich finde da immer diese Social Media Clips recht erhellend, wo man dann auf der einen Seite diesen Ausblick auf Santorini sieht, wo irgendwie die blau-weißen Häuschen im Sonnenuntergang herrlich strahlen und dann wird die Kamera gedreht... Und das ist einfach eine Million Twentysumpfings!

00:15:41: ...die sich fast schon von den Klippen stürzen nur um irgendwie den perfekten Shot zu bekommen.

00:15:47: und ich mir denke erstens Das Internet ist voll von diesen Bildern Don't die, honey.

00:15:54: Und es ist halt auch einfach wirklich nicht diese Atmosphäre, die man da sich vorstellt.

00:15:59: Weiß ich nicht?

00:15:59: Wenn ich das sehe dann denke immer eigentlich ist es am Wiener Berg auch ganz schön...

00:16:04: Der Wienernberg!

00:16:05: Ach, auch mal eine Folge wert.

00:16:08: Aber ich finde das interessant und ich hätte jetzt gerne noch so ein paar Argumente um meine Urlaubsvorstellungen durch zu argumentieren damit mich zumindest ich nicht mit dieser kognitiven Dissonanz herumschlagen muss.

00:16:18: Also wenn man jetzt wegfährt Was ist bei der Anreise und der Art der Unterkunft am erholsamsten?

00:16:25: Weiß man da irgendwas?

00:16:26: Also so ganz pauschal kann man es tatsächlich nicht sagen, weil eben alles Vor- und Dachteile hat.

00:16:32: Und das halt total mit der jeweiligen Lebenssituation zusammenhängt uns jetzt auch nicht die große Studie ergibt, die alle Anreisearten und alle Unterkunftsarten miteinander verglichen hätte hinsichtlich dem subjektiven Wohlbefinden.

00:16:45: Das wäre glaube ich auch extrem schwer das irgendwie festzumachen und da dann noch aussagekräftige Ergebnisse herauszuziehen.

00:16:52: Was man eben einfach sagen kann ist da glaube ich ehrlich mit sich selber sein und schon sich auch wirklich überlegen, was will und was brauche ich eigentlich.

00:17:02: Gehen wir zum Beispiel mal die Anreise durch und jetzt ohne den Klimaaspekt zu berücksichtigen der natürlich ein eigener Punkt ist.

00:17:08: aber wenn ich zB weiß dass ich nicht gern fliege dann ergibt es einfach keinen Sinn für einen Trip innerhalb Europas mir einen Flug zu buchen.

00:17:21: wenn ich genau weiß Es stresst mich dann im Endeffekt die Woche davor schon und die letzten drei Urlaubstage kann ich nicht mehr genießen, weil ich so Flugangest habe.

00:17:29: Hatte ich zum Beispiel Phasen in meinem Leben wo es mir damit einfach nicht gut ging und wo ich dann gemerkt hab na das bringt's nicht!

00:17:35: fahre ich dann lieber über zwei Tage mit dem Nachzug hin und kann es viel mehr genießen, als eben in irgendeinen blöden Ryanair Flieger zu steigen.

00:17:44: Vom Klimaaspekt jetzt mal noch gar nicht angefangen.

00:17:47: oder auf der anderen Seite wenn ich mit Kindern reise und mir ein Urlaubsziel rausgesucht habe wo's halt leider keine gute Bahnverbindung hingibt ja da ist das Auto vielleicht auch wenn sein bisschen teurer ist doch die beste Option, weil ich dann halt flexibler bin.

00:18:01: Weil ich mehr Pausen machen

00:18:02: kann.".

00:18:03: Da ist es glaube ich einfach wichtig sich ganz ehrlich zu fragen was für mich persönlich am besten und sich nicht von Argumenten wie oder das ist aber teurer?

00:18:12: Oder ah da verliere ich Urlaubstage davon abbringen zu lassen.

00:18:15: Ja never forget!

00:18:16: Ich war mal vor vielen Jahren ganz knapp bei Kassau und habe mir gedacht, ich schwamme hundert Euro bei einem Rückflug aus Toronto wenn ich nicht direkt fliege.

00:18:25: Ich bin halt dann zwölf Stunden in Brüssel gesessen und denke mir bis heute, die Zwölf-Stunden-Lebenszeit gibt mir niemand mehr zurück.

00:18:31: Oder für mich auch eine Sache, die ich nicht mehr mache wenn sich es vermeiden lässt ist Flicks.

00:18:35: Bus fahren kann total super sein aber ich habe für mich einfach gemerkt ich kann im Bus nichts machen weil mir schlechter wird Und ich hatte dann auch schon öfter einfach unangenehme Mitfahrerinnen.

00:18:48: In meinem Fall never forget.

00:18:50: die Rückfahrt vom Flughafen München, wo leider parallel Oktoberfest war und nicht in einem Bus voll mit angeheiterten jungen Herren auf der Rückfahrtt nach Hause vom Oktober fest war.

00:19:03: gebe ich mir nicht mehr und zahl lieber mal fünfzig Euro mehr für ein Bantikett.

00:19:08: Es sind gute Ideen überhaupt!

00:19:10: Ich breche immer eine Lanze für den Nachtzug, du hast es eh schon gesagt.

00:19:13: also das ist einfach schon ne super Möglichkeit.

00:19:15: jetzt hast du's eh so anklängen lassen?

00:19:16: es ist recht individuell.

00:19:18: ich vermute mal es ist bei den Unterkünften auch so oder?

00:19:22: Wobei was man da wirklich sagen muss der Erholungswert der hängt laut Studien wirklich eher von Merkmalen wie Ruhe- und Naturumgebungen und Privatsphäre ab.

00:19:32: Wenn man wirklich einen Urlaub plant, wo man möglichst erholt sein will dann ist es sicher klüger sich durchaus nicht im städtischen Raum zu orientieren.

00:19:44: Und dann auf eine Unterkunft zu setzen, wo einfach in den Bewertungen schon was steht in Richtung zu hellhörig laut stressige Umgebung.

00:19:53: Dann ist das für den Erholungsfaktor sicher nicht optimal und ich will an dieser Stelle nochmal eine Lanze dafür brechen dass ein entspannter Urlaub nicht gleich Luxusressort bedeuten muss.

00:20:04: mein persönlicher favorite Urlaub is ja weit wandern mit meinem Partner und unserem Esel Horstl

00:20:11: Horstl.

00:20:12: Ich habe ihn mal kennengelernt, mit dem würde ich sofort wandern gehen.

00:20:15: Ich kann es nur empfehlen!

00:20:16: Es ist zwar nicht immer superentspannend weil er schon auch seine Macken hat wie man das Esel nebenzu schreibt aber im Endeffekt bin ich dann einfach den ganzen Tag draußen in der Natur.

00:20:25: meine Aufgabe besteht nur darin gemeinsam mit meinen Gefährten von A nach B zu gehen und wir campen dann eben auch meistens.

00:20:33: und tatsächlich is Camping eine Unterkunftsart positive Erholungsfaktoren zugeschrieben werden, weil man zum Beispiel dann sehr wenig künstliches Licht um sich mal hat und weil man durch die viele Zeit in der Natur einen besseren Tag-Nachtrhythmus entwickelt was z.B.

00:20:50: die Schlafqualität sehr positiv beeinflusst.

00:20:52: Also

00:20:53: Wanderurlaub auf jeden Fall.

00:20:54: großer Fan Campingurlaub bin ich raus.

00:20:58: Ich glaube es gibt wahrscheinlich keine Studien wie sich das oft die Beziehung zu Mitwanderer auswirkt oder?

00:21:02: Weil ich glaub eventuell sind da schon manche Beziehungen zerbrochen an so einem Camping Urlaub.

00:21:07: Und ich bin auch in puncto Camping großer Fan davon, dass man einfach sagt wenn man es nicht... Ja.

00:21:13: Ich werde das nie vergessen.

00:21:14: ein Freund von meinen Eltern sagt immer Camping heißt am Boden herumkriegen und hundertmal am Tag die Autotür auf und zu machen!

00:21:20: Und für Campingplatz Urlaub finde ich das tatsächlich eine sehr treffende Beschreibung.

00:21:24: Also es gilt wahrscheinlich auch hier wieder Es ist nicht für jeden was

00:21:28: Genau und ich habe zum Beispiel auch gelernt, meine Vorstellung von einem perfekten Urlaub oder einer schönen Urlaubserfahrung nicht versuchen anderen irgendwie schmackhaft zu machen.

00:21:39: Wenn du jetzt sagen würdest Antonia Ich würde voll gern Eselwandern gehen wie ist das so?

00:21:44: Dann würde ich sagen kann ich dir gerne erzählen.

00:21:46: Ich werde mich sicher nicht hinstellen und sagen ihr müsst alle Esel wandern gehen weil es die beste Erholung weil ich einfach weiß dass es ganz viele Menschen gibt die definitiv nicht darin den größten Erholungsfaktor sehen würden.

00:21:58: Aber

00:21:58: ich höre heraus, du schließt nicht aus, dass du mich mal mitnimmst?

00:22:01: Auf jeden Fall und ich bin sicher das wird auch eine lustige Folge.

00:22:06: Bis es so weit ist werden aber glaube ich noch einige Sommer ins Lande ziehen was auf jeden fall erholsam ist.

00:22:13: So viel kann ich sagen.

00:22:13: obwohl's keine Studien gibt is podcast hören im Urlaub!

00:22:16: Kann man auch beim Weitwandern

00:22:18: Und bei der Anreise jeglicher Art.

00:22:20: Absolut.

00:22:21: und man kann diese Folge natürlich auch an Leute verschicken, mit denen man gerne mal wieder auf Urlaub fahren würde.

00:22:27: Mit denen man gern mal mit Esel weitwandern würde und vielleicht auch einfach mal wieder Zeit

00:22:31: verbringen würde.

00:22:32: Genau!

00:22:33: Falls ihr noch eigene Wahrnehmungen dazu habt wie eigentlich so ein Urlaub... Ultimativ erholsam werden kann oder andere Fragen rund um Erholung oder Urlaubsplanungen, schickt uns die gerne an besserleben.

00:22:45: Wir freuen uns auch über fünf Sterne-Bewertungen und wir freuen uns wenn ihr uns abonniert und weiter empfehlt!

00:22:50: Ich bin Antonia Raut, ich

00:22:51: bin Franziska Zudl.

00:22:52: Produziert wurde diese Folge von Florentiner Ebner.

00:22:56: Ciao, Papa!