Besser leben

Besser leben

Der STANDARD-Podcast zum Glücklichwerden

Transkript

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00:00:06: Warum in der Prühe einkaufen gehen, das habe ich noch nie gehört.

00:00:09: Kommen in mir allgemein Gefühle hoch, die ich mir schwer erklären kann.

00:00:14: Ich freue mich schon auf die Schule!

00:00:21: Hallo und herzlich willkommen zu Besser Leben.

00:00:23: – der Standard-Podcast zum Glücklichwerden.

00:00:25: Ich bin Isadora Walnäfer

00:00:27: Und ich bin Magdalena Patsch.

00:00:28: Und Magdalina du bist ja Fitnesstrainerin und Läuferin Du bist wahrscheinlich besser darin Routinen einzuhalten als ich.

00:00:37: Wie war das für dir diesen Sommer?

00:00:38: Warst du regelmäßig laufen?

00:00:40: Ja, ich würde gerne sagen besser im Routinen einhalten.

00:00:43: Aber meine Routienen verändern sich immer so bis je nach Jahreszeit.

00:00:46: also ich gehe halt einfach im Sommer dann lieber öfter auf dem Berg oder nach der Arbeit entscheide ich mich dann doch eher für die Rennradlrunde draußen als fürs Krafttraining im Fitnessstudio oder so.

00:00:56: Ich glaube ich bin insgesamt vielleicht ein bisschen aktiver sogar im Sommer aber ja halte mich jetzt nicht zu strikt an meine Routine die ich sonst im Herbst- oder Winter habe.

00:01:06: Ja, bei mir ist das auch so.

00:01:07: Ich bin im Sommer grundsätzlich sportlicher als in der kalten Jahreszeit.

00:01:11: Ich denke meine beste Zeit geht so von Ende Mai bis Juli und da bin ich viel unterwegs.

00:01:17: Ich war oft schwimmen, ich war heuer beim Tanzkurs, bin viel geradelt und war auch Seilklettern aber ich mache an sich nicht so regelmäßig Sporten.

00:01:26: Der spätere Frühling bzw.

00:01:28: Sommer ist dann für mich die Zeit wo ich viel unternehme und aktiver werde.

00:01:32: Aber ein Gesundheitsaspekt, in dem ich im Sommer auf jeden Fall nachlasse ist bei mir der Schlaf.

00:01:37: Ich merke dass ich extrem spät ins Bett gehe und oftmals untertags kaum die Augen auffalten kann und dann muss ich viel Kaffee trinken und schlafe erst recht spät ein und deswegen fühlt sich das Sommer für mich oft an wie eine Ausnahmezeit.

00:01:52: es geht sicher vielen auch so und deswegen mache ich eine Folge dazu Gesünder ist, regelmäßiger sportelt und auf die Schlafhygiene achtet.

00:02:01: Klingt super einfach!

00:02:02: Ich stelle daher nicht die ganz uneigernützige Frage wie kehre ich zu meinen gesunden Routinen zurück?

00:02:09: Ich glaube auch, wie du sagst das klingt einfacher als es ist aber es klingt eigentlich nach ziemlich großen Zielen so all diese drei Aspekte unter einen Hut zu bekommen.

00:02:17: wo kann man denn da am besten anfangen?

00:02:20: Also als erstes sollten wir uns einen Überblick verschaffen.

00:02:23: Am wichtigsten ist es am Anfang zu wissen, wo man Verhaltensweisen sieht, die einem nicht gut tun.

00:02:29: Jeder kann das selber einschätzen aber ein paar Fragen kann man sich dabei stellen.

00:02:34: Fühl ich mich müde?

00:02:35: Fühl Ich mich ohne Grund genervt oder irritiert?

00:02:38: Fühle ich mich überfordert, erschöpft?

00:02:40: Kommen in mir allgemein Gefühle hoch, die ich mir schwer erklären kann?

00:02:44: Füll ich mich unwohl im meinem Körper oder meiner Kleidung oder verbringe ich viel Zeit am Handy, um es zu wollen.

00:02:50: Gibt das Dinge die mich jetzt stressen aber früher für mich eigentlich problemlos zu bewältigen waren und habe einen typischen Tag vom Sommer anders verbracht als jetzt?

00:03:00: und merke ich dass es mir vom Sommer besser gegangen ist?

00:03:03: Das sind mal ein paar Fragen die man sich stellen kann.

00:03:06: Es geht heute nämlich viel um unsere Stimmung, denn am Ende des Sommers wird der Tag kürzer.

00:03:11: Wir bekommen weniger Sonne und es kann auch dazu führen dass unser Körper weniger Serotonin produziert.

00:03:16: und solche Tiefs am Ende den Sommer sind auch grundsätzlich normal.

00:03:19: Dazu hast du ja auch mal recherchiert

00:03:21: Ich glaube das kennen noch viele, dass sich das Leben im Sommer einfach grundsätzlich leichter anfühlt oder?

00:03:26: Genau, wenn wir im Sommer viel verreisen, unser Leben locker lassen und sehr sozial sind dann schütten unsere Körper auch mehr Dopamin aus.

00:03:34: Im Volksmond nennt man das auch ein Glückshormon.

00:03:36: Und es lässt danach, wenn sozusagen der Ernst des Herbstes wieder kommt dass es auch in vielen Unternehmen eine Zeit die dann recht intensiv ist.

00:03:44: Und jenigen mit Betreuungspflichten nehmen den Sommer oft ganz anders wahr.

00:03:48: Es ist jetzt nicht diese unbeschwerte Zeit, sondern eine Zeit in der man sehr von den eigenen Kindern gefordert wird.

00:03:55: Und wenn die keinen Schulalltag haben muss man oft mehr Zeit mit ihnen verbringen was dann auch oft anstrengend sein kann.

00:04:01: ich kenne es zum Beispiel für meine Schwester die zwei Kinder hat und am Ende des Sommers gerne sagt oh!

00:04:06: Ich freue mich schon auf die Schule.

00:04:09: Also Ausnahmezustand geht in beide Richtungen und es gibt da viele Gründe, warum wir von unseren gesunden Routinen wegkommen.

00:04:17: Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich eben so wie deine Schwester auch viele dann schon ein bisschen wieder freuen auf einen geregelteren Alltag, auf mehr Routienen und eben auf weniger.

00:04:26: diesen Ausnahrezustand, wie du es bezeichnet hast?

00:04:30: Ich glaube, viele merken das einem Routine gut tun aber ich könnte jetzt nicht genau erklären oder den Finger drauf halten, warum das so ist.

00:04:36: Du hast dazu recherchiert, warum sind den Routinen für uns so wichtig?

00:04:41: Ja, Routinenspielen eine große Rolle dabei das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

00:04:46: Die Widerstandsfähigkeit aufzubauen und zu einem gesunden Leben beizutragen.

00:04:50: Eine US-Studie aus dem März Jahrzehnten zeigt beispielsweise dass Routienen eine entscheidende Rolle dabei spielen ob Personen mit Gesundheitsproblemen Empfehlungen von Medizinerinnen und Medizinern befolgen.

00:05:02: also wenn sie es schaffen bestimmte Empfehnungen in ihrem Alltag zu integrieren Und eher dabei bleiben, was behandelnde Ärztinnen empfehlen haben sie auch bessere Ergebnisse.

00:05:12: Also es wurde beobachtet dass Menschen mit guter Gesundheit auch ein sehr routiniertes Verhalten an den Tag legen.

00:05:18: Dazu gehören das Essen von erstoffreichen Lebensmittel regelmäßige körperliche Aktivität oder eine gute Schlafhygiene.

00:05:25: Routinen bringen uns in vordernden Zeiten auch das Gefühl von Kontrolle, also Datenuntersuchungen dass Menschen mit strukturierten Tagesabläufen weniger unter Angstzuständen und Depressionen leiden als jene ohne diese strukturierte Tagesabläufe.

00:05:40: Das heißt jetzt nicht unbedingt, dass diejenigen, die psychische Krankheiten haben sich einfach durch Routinen selbst heilen können.

00:05:47: Man weiß jetzt nicht genau wie es sich bedingt aber es lohnt sich das anzuschauen.

00:05:51: Ich glaube unsere Hörerinnen und Hörern sind da eher sehr sensibilisiert.

00:05:54: Aber vielleicht an der Stelle auch nochmal ganz wichtig zu betonen Dass eben Routienen zwar helfen können aber man kann sich da jetzt nicht aus einer psychischen Krise rauspowern auf eigene Faust quasi oder nur durch Routine

00:06:06: Genau!

00:06:06: Das geht nicht.

00:06:08: Aber man kann gesundes Verhalten in eine Art Ritual verwandeln und schauen, wie man sich danach fühlt.

00:06:15: Eine Studie, die noch im September diesen Jahres erscheint, geht darauf ein, wie Störungen des Alltagsrhythmus beispielsweise wegen den Feiertagen oder auch damals wegen der COVID-IX Pandemie zu ungesunden Veränderungen bei Sport, Schlaf und Ernährung führen.

00:06:30: Und aus eigenen Erfahrungswerten können da wahrscheinlich viele zustimmen, dass das da zu feiert haben So, längere Phasen sind die sich nicht normal anfühlen dass man da aus diesen gesunden Faltensweisen schneller rauskommt.

00:06:43: Dabei hilft es nicht sich allein auf die Willenskraft zu verlassen sondern man sollte eher darauf hoffen das man das irgendwann automatisch macht.

00:06:51: wenn ich jetzt jeden Morgen quasi automatisch laufen gehe und der Ablauf Aufstehen, Zähne putzen Laufsachen anziehen vor der Haustür los laufen.

00:07:01: Schon Gewohnheitssache ist, dann werde ich jetzt nicht jedes Mal aktiv drüber nachdenken.

00:07:05: Bin ich in der Stimmung?

00:07:07: Habe ich Lust?

00:07:08: Bin ich nicht so

00:07:09: faul?".

00:07:09: Sondern

00:07:10: man macht das einfach!

00:07:11: Das ist doch genau diese Decision-Vertie, von der wir oft sprechen.

00:07:14: oder also wenn wir irgendwie im Laufe des Tages ohnehin schon ganz viele Entscheidungen treffen müssen und dann müssen wir noch bewusst entscheiden gehe ich jetzt laufen oder nicht, dann nehmen wir oft aus Entscheidungsmüdigkeit quasi die einfachste und nicht unbedingt gesündeste Optionen.

00:07:29: Genau, also Routinen mindern eben die Gefahr von Entscheidungsmöglichkeit oder Decision-Vertieg.

00:07:34: Beispielsweise hat eine Studie der Princeton Uni gezeigt das wenn wir sehr viele Optionen haben und immer aktiv darüber nachdenken müssen dass wir eher dazu neigen die ungesündere Entscheidung zu treffen.

00:07:46: Wenn ich beispielsweise im Supermarkt vielleicht auch aus finanziellen Gründen sehr darauf achte was ich einkaufe und immer mitrechne fordert das mein Gehirn mehr als wenn ich Gewohnheitshalber immer dasselbe kaufe und jetzt nicht auf einzelne Preisänderungen und Angebote achte.

00:08:02: Und dann kann es mal möglich so sein, dass am Ende bei der Kasse mich nicht mehr die Willenskraft hat gegen den Schoko-Regel zu entscheiden sondern ich nehme den halt mit!

00:08:12: Und diese Entscheidungen fordern uns.

00:08:14: Gesundheitsverhalten sollten wir daher so leicht wie möglich machen und nicht zu einer aktiven Entscheidung.

00:08:20: Ich war im Sommer oft weg, war dann oft zu faul zum Einkaufen und wenn ich wieder angekommen bin habe ich mir dann was bestellt oder bin essen gegangen.

00:08:28: Und wenn ich dann einkaufen war hab' ich oft zur Süßigkeiten gegriffen und wenn die mal in meiner Wohnung sind sie schnell weg und so kann auch ungesundes Verhalten routiniert werden.

00:08:39: Wenn ich also weiß dass sich zu Impulskäufen neige und ungesunder Snacks kaufe Dann... Kann ich versuchen einen Ablauf einzuüben, bei dem das weniger wahrscheinlich wird?

00:08:50: Also ich schreibe eine Liste.

00:08:52: Ich esse vom Einkaufen weil hungrig einkaufen ist nie eine gute Idee und ich versuche auch eher früh am Tag einzukaufen.

00:08:59: Okay, das klingt ungewöhnlich!

00:09:01: Ich persönlich gehe eigentlich immer so um nach Hause weg von der Arbeit noch schnell zum Supermarkt.

00:09:05: Ich glaube so machen es auch viele andere.

00:09:07: Warum in der Früh einkaffen gehen, das habe ich noch nie gehört... ...ist man da irgendwie besser im entscheiden?

00:09:12: Ja, laut mehreren Studien hat man da noch eher die Kapazität Entscheidungen zu treffen und die gesündere Wahl zu treffen.

00:09:19: Also wir wissen im besten Fall lässt man sich so wenig Auswahl wie möglich und macht die Dinge eh schon routiniert.

00:09:26: aber ja in der Früh kann man noch besser die gesunde Entscheidung treffen weil man eben noch nicht den ganzen Tag Entscheidungen getroffen hat.

00:09:33: Feste Abläufe sind auch in der Frühe sehr wirksam weil sie haben im besten fall einen Domino Effekt für den restlichen Tag.

00:09:41: Also ich stehe früh auf, ohne Snooze zu drücken.

00:09:44: Ich mache mein gesundes Frühstück und zieh die Kleidung an, die ich am Vortag schon rausgelegt habe.

00:09:49: Ich schwinge aufs Rad, bewege mich an der frischen Luft, bekomme im besten Fall auch Sonnenlicht... Und das hilft mir auch beim Aufwachen.

00:09:57: und dann komme ich bei der Arbeit.

00:09:58: Und bin gut drauf, weil mich alle diese Etappen ohne dass sich jetzt bewusst über jede Einzelne nachgedacht habe, über den Tag hinweg aufgebaut haben.

00:10:08: Ja klingt logisch!

00:10:09: Gleichzeitig sieht wir Menschen ja einfach Gewohnheitstiere und ich glaube es kann schon richtig anstrengend sein neue Routinen zu etablieren.

00:10:16: Ich hab allerdings gehört, dass man sich auch ein bisschen austricksen kann.

00:10:20: Ja, das kommt jetzt zum Beispiel aus dem populärwissenschaftlichen Ratgeber Atomic Habits von James Clear und danach gab es auch einen regelrechten Hype um Routinen.

00:10:29: Das war mir ja im Jahr twohundachzehn aber ich habe ein paar dieser Tricks ausgetestet und sie sind schon sehr einleuchtend.

00:10:36: also erstes muss man wissen wieso mache ich was?

00:10:39: wenn ich jetzt laufen gehe um für andere schlanker auszusehen ist das wohl weniger stark als Motivation als wenn ich mich sage Ich möchte mich unter Tags besser fühlen, es fühlt sich für mich auch gut an mich zu bewegen.

00:10:52: Ich möchte auch länger leben und gesund altern um mehr Zeit mit meinen Liebsten zu haben.

00:10:57: also bevor ich jetzt eine ganze Routine in mein Leben implementiere sollte ich mich mal fragen was sind meine Ziele?

00:11:04: Wie kann ich mein Wohlbefinden maximieren und wie fühle ich mich langfristig besser?

00:11:09: betonung auf Langfristig weil kurzfristig ist es sicher angenehmer auf das Handy zu schauen und dafür jetzt keinen Sport zu machen, aber langfristig geht es einem anders besser.

00:11:20: Hier empfehle ich auch unsere Folge zu wie wir weniger am Handy hängen.

00:11:24: Claire sagt beispielsweise auch dass gute Gewohnheiten offensichtlich sein sollten.

00:11:29: sie sollten attraktiv sein angenehm und schlechte gewohnheiten sollt neben nicht offensichtlich sein, nicht attraktif, nicht einfach und nicht angenehmen.

00:11:38: Das

00:11:39: heißt das konkret im Alltag?

00:11:40: Ist es dieses klassische, das Laufgewand schon am Vorabend rauslegen damit ich's direkt sehe?

00:11:45: oder wie kann ich mir das vorstellen?

00:11:47: Genau.

00:11:47: Er spricht eben auch von so Auslösern die in uns ein gewisses Verhalten dann quasi gleich direkt bewirken.

00:11:54: Wenn ich mehr kochen will, dann schaue ich dass sich im Kühlschrank die gesünderen und frischen Lebensmittel eher nach vorne schiebe Und die Snacks eher nach hinten gebe und das kann ein Visueller Anreiz sein, dass ich denke okay.

00:12:10: Ich sollte was kochen und wenn ich dann etwas zubereite kann ich mir ein gesundes Gericht vornehmen das sich ohnehin schon mal probieren wollte.

00:12:18: Ich kann es auch einfach machen Wenn ich mit Freundinnen oder einem Partner koche.

00:12:23: Bei mir wirkt zum Beispiel auch Musik sehr stark auf die Stimmung Und ich habe eine eigene Playlist zum Kochen Die mich dann auch automatisch in dieser Kochlaune versetzt.

00:12:32: Und diese Impulse können nämlich Verbindungen im Hirn schaffen, sodass wir ein Verhalten immer öfters wiederholen.

00:12:38: Weil wir gewisse Dinge miteinander eben kombinieren und das macht es auch angenehm.

00:12:43: also man sollte eben schauen dass einem das auch schmeckt und dass die Mahlzeit auch irgendwie einem gefällt und dass man im besten Fall mehr davon macht weil ich denke mir dann hat dieser Dora dazukunft auch was worauf sie zurückgreifen kann und greift eher nicht so nur im Snack.

00:13:00: Für mich ist Geschirr ein Räumen die unliebste Aufgabe und ich motiviere mich dazu, indem ich einen Podcast höre oder mit meiner Mutter oder meinem Partner oder einer Freundin telefonier oder nebenbei eine Serie schaue.

00:13:14: Und so bin ich abgelenkt und mache das irgendwie auch eher automatisch.

00:13:17: Und irgendwann ist es hoffentlich so dass sich die Playlist anmach und schon automatisch ans Kochen und dann ans Geschirrspülen denke ich.

00:13:25: Spannend!

00:13:25: Du musst mir unbedingt nach der Aufnahme diese Koch-Playlist erschicken.

00:13:28: Schick' ich dir gerne

00:13:30: Und wie lange dauert das dann, bis es sich dann wirklich automatisch anfühlt?

00:13:33: Also dass du beim Hören dieser Playlist dann vielleicht schon ans Kochen denkst.

00:13:38: Die traurige Nachricht ist jetzt sehr leicht aus einer Routine rauszukommen und es braucht aber sehr lang um wieder rein zu kommen.

00:13:46: Laut Forschung dauert es durchschnittlich sechsundsechzig Tage also bis immer als zwei Monate um ein Verhalten für Menschen irgendwie automatisch zu machen.

00:13:55: Und das ist jetzt ein Durchschnittswert, je komplizierter die Routine, desto länger braucht es.

00:14:00: Also wenn ich jetzt versuche, dass ich eine Routine mache, zu einer bestimmten Zeit am Tag zu essen, ist das wahrscheinlich leichter und dauert kürzer zu etablieren als wenn ich einen Fitnesskurs besuche bei dem ich einen komplexen Ablauf durchmachen muss.

00:14:15: Es kann achtzehn bis zweieinhalbzig Tage dauern, bis man wirklich ...automatisch in einem Verhalten drinnen ist.

00:14:25: Die Studie aus den USA, aus dem Jahr im Jahr... ...die ich anfangs erwähnt habe, zeigt zum Beispiel auch,... ...dass es jetzt keinen enormen Einfluss auf unsere Routinen hat,... ...wenn wir einmal nicht ins Fitnessstudio gehen oder wenn wir einmal doch länger... ...aufbleiben oder eine nicht so gesunde Mahlzeit zu uns nehmen.

00:14:43: Also das macht jetzt all die Fortschritte, die wir uns arbeitet haben, nicht hinfällig!

00:14:48: Ich glaube das Gefühl haben wir aber ganz viele, oder wenn man einmal draußen ist dass man dann gleich in dieser Mentalität ist so ja jetzt ist es auch schon egal.

00:14:54: Genau also das ist total normal und das gehört auch zum Leben dazu und auf der mal greift man einfach zur leichteren Option oder macht eine Woche lang vielleicht sogar keinen Sport.

00:15:07: Aber das muss nicht heißen dass man versagt hat Und da sollte man sich aus nichts selber sagen.

00:15:12: Also das ist diese alles-oder-nichts mentalität die einem eher schadet.

00:15:17: Und wer sich selber fertig macht und in Selbstzweifel versinkt, der tut sich auch nichts Gutes.

00:15:22: Und man muss da auch nachsichtig sein, ist die selber weil – um das Belegenwiederstudien – ein positives Selbstbild dazu führt dass man langfristig eher gesunde Verhaltensweisen einhält?

00:15:33: Also ganz wichtig nicht direkt das Handtuch schmeißen sondern einfach nochmal neue Versuchen.

00:15:39: Was kann man denn sonst noch falsch machen beim Versuch neue Routinen zu etabliern?

00:15:44: Es ist nie klug sich auf einmal ganz viel vorzunehmen und zu erwarten, dass man am nächsten Tag ein anderer Mensch wird oder in der nächsten Woche oder im nächsten Monat.

00:15:52: In meinem Social Media Algorithmus kursiert zum Beispiel die Seventy-Five Hard Challenge.

00:15:57: Hast du von der gehört?

00:15:57: Oh Gott ja!

00:15:58: Unvorstellbar für mich.

00:16:00: Ja bei der muss man... Fünfundsiebzig Tage lang täglich zwei, vierzigminütige Trainingseinheiten machen.

00:16:08: Drei Komma fünf Liter Wasser trinken jeden Tag ein Foto von sich machen um eben diesen Fortschritt zu dokumentieren und zehn Seiten eines Selbsthilfebuches lesen.

00:16:18: Und man darf auch kein Alkohol trinken!

00:16:20: Wenn ich eine dieser vielen Aufgaben nicht schaffe dann muss ich die fünfundsiebig Tage von null am nächsten Tag neu starten.

00:16:27: Und für manche kann es sein, dass das funktioniert.

00:16:30: Sonst wird jetzt nicht jeder zweite Influencer darüber reden aber ein System kann nicht für alle funktionieren.

00:16:37: also bevor wir jetzt so Workout Pläne die ziemlich streng wirken aus dem Internetstour nachmacht sollte man sich eher fragen naja... Nach welcher Sportart fühle ich mich besser?

00:16:47: Wenn wir vom Sommer eh eine Sportroutine hatten ist das natürlich einfacher.

00:16:51: und wenn man jetzt wie ich hier und da mal Sport macht sollte man überlegen was zum eigenen Tagesrhythmus passt.

00:16:57: Also ich hab vor einigen Jahren eine Zeit versucht, früh aufzustehen um Yoga zu machen und da musste ich um sechs raus um meine Morgeneinheit zu besuchen.

00:17:05: Aber das passt einfach nicht zu meinem Tagesrhythmus!

00:17:08: Ich bin grundsätzlich eine Nachtäule und mach schon Sportkurse lieber am Abend wenn ich dann mehr Energie habe.

00:17:15: Aber wie machst du das denn mit dem Schlaf?

00:17:16: Weil du hast gesagt eben es ist auch ein Thema für dich dass du schaust früh ins Bett zu kommen

00:17:21: oder?!

00:17:21: Ja, so früh wie möglich.

00:17:22: Es liegt eben vieles an meiner Arbeit.

00:17:24: also ich bin im News Team und hab auch Spätschichten aber ich merke dass sich danach besser einschlafen obwohl es manchmal recht aufregend und stressig ist wenn ich dann bei meiner Routine darauf achte das ich mir was Gutes tue und dass wenn ich das auch ein bisschen zelebriere und zu einem Ritual mache Also ich zünde eine Kerze an, nicht geduschen um runterzukommen.

00:17:46: Ich lasse mein Handy am Schreibtisch zurück und stelle mir bei einem physischen Gerät den Wecker für den nächsten Tag.

00:17:52: also jetzt nicht am Handy weil dann schaut man erst recht aus Handy Und dann liegt mein Buch meistens auf meinem Ballster.

00:17:58: das ist wieder dieser visuelle Reiz so dass ich es ohnehin in die Hand nehmen muss.

00:18:02: ja und dann lese ich gleich ein bisschen und das hilft mich auch beim runterkommen und beim einschlafen.

00:18:07: Das ist ein guter Tipp mit dem Buch auf dem Kopfpolster, das werde ich übernehmen.

00:18:11: Weil ich nehme mir irgendwie auch jeden Tag vor vorm Einschlafen zu lesen und nicht aufs Handy zu schauen aber irgendwie landet man halt dann doch wieder beim Dummscrolling oder?

00:18:19: Ja es ist sehr verlockend!

00:18:21: Aber ich habe jetzt eben einen großen Unterschied gemerkt dass ich einen Wecker hab der nicht auf meinem Handy ist weil oftmals stelle ich meinen Wecker und denke ich mir ah ich habe eine Nachricht bekommen und jetzt schaue ich gleich auf Instagram und dann vergeht viel Zeit

00:18:34: Auf jeden Fall viele Tipps und Tricks zum Mitnehmen.

00:18:37: Vielleicht habt ihr auch noch Ideen, Input und Erfahrungen zum Wiedereinstieg nach dem Sommer in die Routinen?

00:18:41: Dann schreibt uns die gerne in die Kommentare oder meldet es euch mit Feedback- und Themenvorschlägen an.

00:18:46: besserleben at derStandard.at.

00:18:49: Wir haben gehört Podcasts eignen sich auch ganz hervorragend als begleitende Hintergrundmusik um Routine umzusetzen.

00:18:56: Also

00:18:56: wir freuen uns wenn wir euch begleiten können im Ohr quasi wenn ihr neue Routine etabliert.

00:19:01: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:19:03: Das war besser leben, dass Donald Podcast zum Glücklich werden.

00:19:06: Wir freuen uns über eure fünf Sterne-Bewertungen und wenn ihr uns weiter empfiehlt auf Spotify, Apple Podcasts, der Standard-App und überall wo ihr Podcasts hört!

00:19:14: Mein Name ist Magdalena Pötzsch.

00:19:15: Mein Name is Disa Darabalnüffer und produziert wurde dieser Podcast von Christoph Neuwert.

00:19:20: Wir hören uns nächste Woche wieder.

00:19:21: Baba,

00:19:22: bis zum nächsten Mal.

00:19:23: Ciao.